“ Bist du noch wach? “ – Elisabeth Rank

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Verlag: Berlin Verlag


Und Albert und ich waren okay darin, in den Himmel zu sehen und die Zeit zu vergessen und die Tauben auf der Regenrinne zu beschimpfen, ich könnte dann mit meiner Nase das Einparken an seinem Hals üben. Aber wir lagen nicht im Bett, sondern saßen in der Küche, also Albert saß und schaute und atmete schwer, und ich stand in einer Pfütze vom Abwasch und stocherte und fand kein Lächeln.


Klappentext

Mit wem soll man darüber reden, dass es niemanden mehr gibt, mit dem man über alles reden kann? Rea und Konrad sind Mitbewohner – und die allerbesten Freunde. Doch je näher Reas 30. Geburtstag rückt, desto deutlicher spürt sie ihre Unzufriedenheit: Sie hat das Gefühl, alle Clubs gesehen, alle Erfahrungen gemacht und alle wilden, schönen Sonnenuntergänge erlebt zu haben. Permanent muss sie sich hinterfragen: Kommt jetzt der nächste Schritt? Was hat ihr die Stadt noch zu bieten? Konrad scheint seinen Weg bereits geplant zu haben: ohne Rea. Und er hat plötzlich eine Freundin; die erste in all den Jahren. Rea erträgt die neuen Schritte in der Wohnung nicht, die neuen Geräusche. Also flüchtet sie in die Sorglosigkeit eines Urlaubs – nur, um dort die Verfahrenheit ihrer Lage noch deutlicher zu spüren. Freunde: sie sind die Familie, die wir uns selbst aussuchen. Ihnen vertrauen wir oft mehr an als jedem anderen. Aber wie stabil sind unsere Wahlverwandtschaften? Elisabeth Rank schreibt nicht über den großen Streit, sondern über eine langsame Entwöhnung, ein Sich-Auseinanderleben mit dem eigenen Lebensplan.


Wie Komplementärfarben beinahe, dachte ich noch, und dann setzte sich die Angst auf meinen Kopf, ich spürte ihr Gewicht, ich spürte sie in meinen Beinen und meinen Armen und wie sie sich mit den spitzen Fingern an meinen Augenbrauen festhielt, die Angst, sie war ein Biest, eines von der ganz miesen Sorte, denn sie würde nicht mehr gehen, dass wusste ich, und ich würde sie herumtragen und aufpassen, dass mir die Gesichtszüge bei all der Rüttelei nicht entglitten, denn dann hätte ich ausgesehen wie meine Mutter, und das wollte ich nicht …


Bewertung

Mit ihrem Roman „Bist Du noch wach?“ hat Elisabeth Rank eine der herkömmlichen Krisen des Lebens aufgefasst. Was will ich in meinem Leben? Warum passiert immer mir sowas? Werde ich wirklich älter? Warum verändert sich Alles um mich herum? Und genau das Wort Veränderungen ist hier das Stichwort der Story. Rea hasst Veränderungen! Zuerst der beste Freund der irgendwie doch mehr ist als der normale Freund und der hat auf einmal eine Freundin. Zu allem Übel ist er auch noch kaum zu Hause und Rea weiß nicht wem sich sich anvertrauen kann. Jemanden der sie versteht, der sie in den Arm nimmt und in den derzeitigen Krisen ihres Lebens unterstützt. Rea wwill das immer alles so weiter läuft wie es vorher war. Das Leben muss in seinen vorgegebenen Bahnen verlaufen und wehe es weicht auch nur ein einziges Mal von seinem ursprünglichen Weg ab! Die Story liest sich sehr gut und ist natürlich sehr ehrlich und kompromisslos geschrieben.

drei-punkte

Da die Story sich leider mit vielen Anderen vergleichen lässt bekommt dieses Exemplar einen Punkt Abzug und somit drei von vier möglichen Punkten.


Es gab Bier und Schokoriegel und Äpfel und ein Radio und manchmal diese stillen Momente, in denen alle verschwanden, die Momente, aus denen irgendwann jemand versuchen würde, einen Film zu machen, ber nur eine Ahnung davon in ein Bild gepresst bekäme.


Fazit

Für Leute die es schonngslos ehrlich mögen und gerne alltägliche, realistische Geschichten lesen – perfekt! Für Personen die wiederrum sehr viel erwarten und viel Abwechslung wollen ist es eher nichts. Ich fand es trotzdem sehr erfrischen, es hat sich federleicht gelesen und mich wirklich sehr zum nachdenken gebracht. Für Zwischendurch eine gelungene Story.


Und dann spürte ich das Gebirge, das von meinen Schultern fiel auf den Strand ohne Sand, es lärmte nicht, es fiel lautlos, zusammen mit all der letzten Zeit und all den Veränderungen, ich spürte, dass ich nicht mehr stehen bleiben wollte, ich wollte weitermachen, endlich wieder weitermachen und nicht die ganze Zeit herumprobieren an etwas, das nicht mehr so war, wie ich es in Erinnerung hatte und behalten wollte.

unterschrift-cindy

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Veröffentlicht von

... Studentin (BWL) ... Leseratte ... Kreativkopf ... Konzertgängerin ... verliebt in das Leben ... Hobbyfotografin ... Momentesammlerin ... Instagrammerin ... aufgeschlossen und herzlich ... witzig und hilfsbereit ... ein Mensch wie Du und Ich!

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