“ Ich kenne dich aus meinen Träumen “ – Clélie Avit

DasBuch

Ich kenne dich aus meinen Traeumen von Clelie Avit

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Verlag: Goldmann


Vielleicht würde die Zeit schneller vergehen, wenn ich mehr schliefe. Ich meine, wenn sich mein Geist ausschalten würde. Aber ich schlafe nicht gern. Ich weiß nicht, ob ich irgendeinen Einfluss auf meinen Körper habe. Ich bin eher „an“ oder „aus“ wie ein Elektrogerät. Mein Geist tut, was er will. Ich bin Mieterin im eigenen Körper. Und ich schlafe nicht gern. Ich schlafe nicht gern, weil ich dann nicht einmal mehr Mieterin bin, sondern nur noch Zuschauerin.


Klappentext

Elsa verspürt keine Kälte mehr, keinen Hunger, keine Angst. Sie liegt im Koma. Doch sie hört alles um sich herum. Hört, dass die Ärzte die Hoffnung aufgegeben haben und die Maschinen, die sie am Leben erhalten, abstellen wollen. Hört, dass sie auch für ihre Freunde und Familie eigentlich schon verschwunden ist. Bis eines Tages Thibault aus Versehen in ihr Zimmer platzt. Er beginnt mit ihr zu sprechen, ohne Antworten zu erwarten. Erzählt ihr von sich und dem Leben. Und er kommt wieder. Jeden Tag, da er sie in ihrem Zimmer besucht, wächst das Gefühl der Verbundenheit zwischen dem fremden Mann und dem schlafenden Mädchen. Denn Thibault sieht etwas, das alle anderen nicht mehr erkennen: Elsa ist noch da.


Mein Geist wollte weinen, aber natürlich gelang es mir nicht. Ich empfand nicht einmal Traurigkeit. Ich empfinde immer noch keine. Ich bin ein leerer Kokon. Nein, ich wohne in einem leeren Kokon.Eine Schmetterlingspuppe als Mieterin in einem Kokon, so ist es vielleicht hübscher. Ich würde ihn gern verlassen, um zu sagen, dass ich auch die Besitzerin bin.


Bewertung

Avits Geschichte erinnert mich etwas an das Buch „Wenn ich bleibe“. Leider kommt es in meinen Augen nicht an dieses Meisterwerk ran. Es wurde eine zentrales Thema aufgefasst, welches dem ein oder anderen Leser einen Schauer über den Rücken jagt. Was ist, wenn mein Körper nicht funktioniert aber der Geist noch top fit ist? Was, wenn alle einen aufgeben würden und nur man selbst weiß, dass man noch immer lebt? Wie fühlt es sich an in seinem eigenen Körper gefangen zu sein? Ich finde das dieses Thema „Koma“ etwas an das Thema „Organspende“ angrenzt. Viele Leute haben Angst davor, aber was wenn man am Ende selbst eines Tages diese Hilfe benötigt? Was, wenn man anderen Personen damit helfen kann? Aber widerrum auch: Was ist, wenn man für tot erklärt wird und es am Ende gar nicht ist?

Kommen wir nun aber wieder zum Buch und der Story an sich. Ich fand das Thema der gut gewählt und auch die Gedankengänge von Elsa sehr gut beschrieben. Man liegt im Koma, hört alles und weiß das man noch lebt. Alle Anderen denken, dass es keinen Sinn mehr ergibt und dann kommt da Jemand daher, in diesem Falle Thibault, und er sieht es ganz anders. Er redet mit Elsa als wäre sie ganz bei sich, ist für sie da und das Allerwichtigste: er gibt sie nicht auf!

Leider hat mich, abgesehen von der Geschichte an sich, dass Buch nicht wirklich beeindruckt. Ich hatte Schwierigkeiten mich in die Personen einzufinden. Des Weiteren hätte ich mir gewünscht, wenn man ein paar Seiten mehr geopfert hätte um Alles etwas mehr auszuschmücken. Für mich ergaben einige Sätze und Textpassagen auch gar keine Zusammenhänge. Es las sich oft sehr „zerhackt“ und „lose“.

drei-punkte

Daher gibt es von mir, ganz lieb gemeinte drei Punkte.


„Pass auf.“

„Worauf soll ich aufpassen?“, frage ich leise, obwohl ich die Antwort genau kenne.

„Du bist gerade dabei, dich in ein Mädchen zu verlieben, über das du fast nichts weißt. Wenn das alles wäre, ginge es ja noch, aber … Du verliebst dich gerade in ein Mädchen, das ziemlich wahrscheinlich nie mehr aufwacht.“


Fazit

Ich bedanke mich sehr beim Goldmann Verlag für die Zusendung des Leseexemplars. Leider muss ich ehrlich sagen, dass die Bewertung schon mit einem zugedrückten Auge passiert ist und ich dieses Buch nicht noch einmal lesen würde. Als leichte Lektüre zwischendurch, zum Kopf-frei-bekommen und abschalten mag es gehen, jedoch ist es nichts herausragendes. Die Meinung solltet Ihr Euch jedoch selbst bilden, falls Ihr Euch hierfür interessiert.


Nein. Weiter will ich gar nicht denken. Im Augenblick bin ich da. Ich höre. Heute bin ich lebendig, und ich will es bleiben.


 unterschrift-cindy

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Verfasst von

... Studentin (BWL) ... Leseratte ... Kreativkopf ... Konzertgängerin ... verliebt in das Leben ... Hobbyfotografin ... Momentesammlerin ... Instagrammerin ... aufgeschlossen und herzlich ... witzig und hilfsbereit ... ein Mensch wie Du und Ich!

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