„Die Ungehörigkeit des Glücks“ – Jenny Downham

DasBuch

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Verlag: C. Bertelsmann


Einen Moment lang, eine total seltsame und verwirrende Sekunde lang, ist sie es, die geboren wird, denkt sie, und zwinkernd zwischen den Beinen ihrer Mutter liegt mit dem Gewicht der Welt auf ihren Schultern, und sie weiß vor allem anderen, dass dieses Kind Liebe braucht. Wenn ich dir auch sonst nichts geben kann, das eine verspreche ich dir.


Klappentext

Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …


„Schau mal da.“ „Was denn?“ „Die Welt dort draußen. Die Läden, die Leute.“ „Und?“ „Und, es sind bloß Leute. Die meisten sind Idioten, und keine von denen sind es wert, dass du dich verkriechst.“


Bewertung

Seit Ewigkeiten habe ich ein anderes Buch von Jenny Downham auf meiner Wunschliste. Doch wie Ihr sicher wisst, ist es immer so eine Sache mit den stetig wachsenden Wunschlisten … Umso mehr habe ich mich gefreut, als der Bertelsmann Verlag mir die Möglichkeit gegeben hat, dieses wunderbare Buch zu lesen.

Auch dies ist eines aus der Kategorie immer wieder drumherum geschlichen und sich nicht sonderlich dafür interessiert. Ich bereue es zu tiefst es nicht schon eher gelesen zu haben – so viel sei gesagt!

Ich bin eine sehr sensible Person und das vor allem in Bezug auf Krankheiten. Deshalb kostete es mich Einiges an Überwindung dieses Buch zu lesen. Alzheimer betrifft nicht unbedingt uns selbst, jedoch wurden sicherlich viele von Euch  schon selbst einmal damit konfrontiert oder hatten damit zu tun. Jenny Downham hat mit ihrer wundervollen Geschichte den Lesern die Welt des Vergessens geöffnet und ihnen gezeigt wie es für Angehörige sein kann und sogar versucht es aus Sicht des Betroffenen zu beschreiben. Zu Beginn hat sich die Story etwas gezogen und ich hatte zum Anderen auch Bedenken es gefühlsmäßig auszuhalten, eine so wahre und rührende Geschichte zu lesen. Doch es hat dann funktioniert und ich bin sehr froh darüber. Detailliert und ausgiebig hat Downham die Lebensgeschichte einer Familie beschrieben wie sich nicht unterschiedlicher und doch gleicher sie nicht sein kann. Man fühlte sich sofort in das Leben hineinversetzt und als vollwertiges Familienmitglied. Mit flossen sehr oft die Tränen, denn es waren nicht nur die zukünftigen Gedanken wie es einmal mit der eigenen Familie stehen kann, sondern man hat mitgelitten. Mitgelitten mit Katie, die gewisse Dinge nicht eingestehen konnte; Chris, der die wirklich den Anschluss fand; Caroline, die ihrer Mutter nicht vergeben konnte und Mary, die sich nichts sehnlicher wünschte als Das – es jedoch immer wieder vergessen hat!

drei-punkte

Drei von vier möglichen Punkten, wegen der Anfangsschwierigkeiten.


„… Ich hab was Schlimmes angestellt, und jetzt hasst sie mich.“

„Mütter hassen ihre Kinder nie.“ Mary schien sich ihrer Sache äußerst sicher zu sein. Es war sehr tröstlich. „Sie lieben sie von ganzem Herzen.“


Fazit

Dieses Buch ist nichts für zartbesaitete Menschen. Es könnte ebenso passieren, dass Erinnerungen hervorgerufen werden oder die Angst in Bezug auf die Zukunft steigt. Aber wisst Ihr was das Wichtigste ist? Es offenbart Euch ebenso wieder einmal die Notwendigkeit von Liebe und die Wichtigkeit von Familie. Außerdem hilft es uns dabei, nicht immer die Augen vor solchen alltäglichen Dingen zu schließen. Denn dies ist eines unserer wahrscheinlich größten Probleme … wir verschließen die Augen vor Dingen die uns Angst einjagen, die uns die schlechten Seiten des Lebens aufzeigen oder Möglichkeiten offenbaren.

Mein Tipp: Kauft Euch dieses Buch und lest es mit einer Fülle von Dankbarkeit.


Eine Geschichte, beschloss Katie, als sie über den Hof zum Eingangstor ging, ist wie ein Stück Stoff oder ein Wollschal, aus dem man mutig einen Faden rausziehen und ihn betrachten kann, weil man ihn in der Hand hat. Aber sie besteht aus zahlreichen miteinander verwobenen Fäden, von denen manche einem selber und andere anderen Leuten gehören, und Widersprüche und Ungereimtheiten fließen in das Gewebe ein.


unterschrift-cindy

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Veröffentlicht von

... Studentin (BWL) ... Leseratte ... Kreativkopf ... Konzertgängerin ... verliebt in das Leben ... Hobbyfotografin ... Momentesammlerin ... Instagrammerin ... aufgeschlossen und herzlich ... witzig und hilfsbereit ... ein Mensch wie Du und Ich!

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