„Das Geheimnis der Schwimmerin“ – Erika Swyler

DasBuch

dasgeheimnisderschwimmerin2

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Verlag: LIMES


Ich tauche unter. Weiche Lichtstrahlen dringen um den Schatten von Franks Boot nach unten. Manchmal höre ich sie noch, wie sie durchs Wasser treibt, und hin und wieder erhasche ich auch einen flüchtigen Blick auf sie, hinter Algenvorhängen, das schwarze Haar durchsetzt mit Tang.


Klappentext

Um einen Fluch zu bannen, musst du seine Quelle finden.

Simon Watson lebt allein in einem verwitterten Haus an der Küste Long Islands. Eines Tages findet er ein altes Buch auf seiner Türschwelle, das ihn sofort in seinen Bann zieht. Die brüchigen Seiten erzählen von einer großen Liebe, vom dramatischen Tod einer Schwimmerin und vom tragischen Schicksal einer ganzen Familie – Simons eigener Familie. Denn wie es scheint, finden die Watson-Frauen seit 250 Jahren im Wasser den Tod – immer am 24. Juli. Auch Simons Mutter ertrank in den Fluten des Atlantiks. Als nun seine Schwester Enola zu Besuch kommt, scheint sie seltsam verändert – und der 24. Juli steht unmittelbar bevor …


„Er heißt Amos.“ Madame Ryschkowas Stimme war leise, und doch schnitten die Worte durch die Luft. „Amos ist der Träger der Bürden, wie es dieser Junge sein wird. Amos, ist ein Name der stark und traurig in dieser Welt besteht.“


Bewertung

Stell Dir vor, Deine Familie wird von einen Fluch geplagt. Einem Fluch, der sich immer am 24. Juli eine weibliche Person aus Deiner Familie holt. Du wüsstest mittlerweile Bescheid, doch weißt nicht wie Du den Fluch brechen kannst. Was würdest Du tun?

Simon ergeht es genau so. Er kommt langsam aber sicher der traurigen Geschichte seiner Familie auf den Grund und muss der fürchterlichen Wahrheit direkt ins Gesicht blicken: seine Schwester Enola wird die Nächste sein. Die Nächste, die in die Tiefen des Wassers verschwindet und nie wieder kommt.

Ich war sofort von dem Klappentext überzeugt gewesen und habe mich umso mehr gefreut, als ich dieses wunderschöne Rezensionsexemplar vom LIMES Verlag erhalten habe. Die Aufmachung bzw. das Cover des Buches ist sehr schön. Das Bild auf dem Umschlag spiegelt genau die Geschichte wieder und hat in meinen Augen etwas sehr Märchenhaftes. Ebenso wie die nur leicht zu sehende Schrift im Hintergrund.

Swyler hat es nicht geschafft mich direkt zu packen. Hierbei hat aber auch sicherlich die erzwungene Lesepause wegen meiner Klausurphase eine ausschlaggebende Rolle gespielt. Denn das ewige Lesen und die folgenden langen Pausen kamen dem Einstieg nicht unbedingt zugute. Dennoch ist die Geschichte sehr toll. Sie hatte für mich an einigen Stellen, in denen der Leser in die Vergangenheit katapultiert wurde, etwas von einem Märchen – so wie die Geschichte erzählt wurde und durch die Worte die Erika Swyler hier benutzt hat. Meiner Meinung nach hätten die jeweiligen Kapitel etwas kürzer gefasst werden können, denn hier haben sich Einige sehr gezogen und man hatte oft da Gefühl, dass dieser Abschnitt nie enden würde. Die Charaktere wurden so gut beschrieben, dass man das Gefühl hatte live dabei zu sein und die Erkundungstour hautnah mitzuerleben. Es kam einem vor als würde man mit Simon am Meer stehen und dem Haus beim Zerfall zusehen, mit Amos aus der Vergangenheit einige Qualen erleiden und  sich direkt in der Zirkusmanege befinden. Es glich einem absoluten Abenteuer. Mich hat ehrlich gesagt das Ende auch etwas enttäuscht. Ich habe mich da wohl etwas zu sehr reingesteigert und etwas zu viel erwartet.

drei-punkte

Für die oft zu langen Kapitel und dem schwierigen Einstieg gibt es von mir drei von vier Punkten.


Leise zog er die Plane herunter und klopfte sich selbst auf die Schulter, hatte er doch so ein Glück. Eine Zukunft voller wunderbarer Kinder, junger Wilder und Meerjungfrauen, Wahrsagerinnen und Tänzer lachte ihm. Eine Zukunft voller ertragreicher Schönheiten.


Fazit

Dieses Buch möchte und sollte man schon allein wegen seiner wunderschönen Gestaltung besitzen. Dennoch ist es eine Abenteuerreise wert. Wer gerne Bücher liest, in denen er sich auf Reisen begeben kann, viel rätseln kann und in die Vergangenheit reist – für diese Personen ist es perfekt. Man sollte jedoch nicht allzu viel erwarten denn es könnte sein, dass man am Ende doch etwas enttäuscht wird. Die Geschichte ist Nichts für Zwischendurch, sondern bedarf einer großen Aufmerksamkeit. Ich kann nicht genau sagen wie mit diesem Buch zu verfahren ist. Ich bereue nicht das ich es gelesen habe, kann es aber nicht unbedingt ans Herz legen. Entscheidet am Besten selbst.


„Das Haus. Ich kann nicht einfach so weg.“ Manchmal fühlt es sich an, als wären unsere Eltern noch da, als wohnten sie in seinen Mauern, und dass jemand bis zu seinem Ende nach ihnen sehen muss. Ich bin so wurzellos, wie ich es nur sein kann, aber hier kenne ich die Straßen, die ich nehmen muss, wenn das Wasser die Stadt überschwemmt, weiß, wo die Leute je nach dem Gezeitenstand sind, wer nur den Sommer hier verbringt und wer das ganze Jahr hier lebt. Hier haben meine schwieligen Füße einen Sinn. Und Enola weiß, dass sie ein Zuhause hat.


unterschrift-cindy

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Veröffentlicht von

... Studentin (BWL) ... Leseratte ... Kreativkopf ... Konzertgängerin ... verliebt in das Leben ... Hobbyfotografin ... Momentesammlerin ... Instagrammerin ... aufgeschlossen und herzlich ... witzig und hilfsbereit ... ein Mensch wie Du und Ich!

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