„Der Lauf des Lebens“ – Mona Jaeger

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derlaufdeslebens

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Verlag: Luchterhand


Der erste Kuss war das eine, der ganze Rest, der danach kommt, etwas ganz anderes. Liebe, ja, das sah er jetzt wieder, war offenbar schrecklich kompliziert und machte eine Menge Arbeit. Aber, das ahnte er schon, sie war es wert. Der erste Kuss kam ziemlich gut.


Klappentext

Es gibt Tage im Leben, die haben mehr Gewicht als die Wochen und Monate, die sie umgeben. Es gibt Momente im Leben, in denen die Zeit gleichzeitig stehenzubleiben und zu rasen scheint. Der erste Schultag kann ein solcher Tag sein, der erste Kuss ein solcher Moment. Manchmal mischen sich in solchen Momenten Triumph und Melancholie wie in der ersten Nacht in der eigenen Wohnung, manchmal ereignet sich etwas, das uns verändert, ohne dass es rückgängig zu machen wäre. Manchmal gehen solchen Momenten eigene Entscheidungen voraus, manchmal Eingeständnisse, die den Menschen ohnmächtig machen, manchmal ein unermesslicher Verlust. Sich scheiden lassen, sich eingestehen, dass man unter einer Depression leidet, jemanden begraben, den man liebt. All das sind Momente, die in den Erzählungen dieses Bandes eingefangen sind.

Mona Jaeger erzählt einfühlsam, aber auch ungewöhnlich direkt, ohne jede Sentimentalität und ohne Scheu von all dem, was Leben und Sterben ausmachen kann. Ihre außergewöhnlichen Erzählungen ziehen einen weiten Bogen und verfolgen den Lauf des Lebens von der Geburt bis zum Tod. Mit dem klaren Blick der Journalistin macht sie Schlüsselmomente aus, in denen sich jeder wiedererkennen kann, mit dem ganz eigenen Ton einer vielversprechenden Erzählerin hält sie sie auf eine Weise fest, die einzigartig ist.


Erwachsen bist du, wenn du Hemden in die Reinigung bringst, samstags auf dem Wochenmarkt einkaufst, am Sonntag früh ins Bett gehst, damit du am nächsten Morgen ausgeschlafen bist. Erwachsen bist du, hatten sie immer gesagt, wenn du jeden Monat ein festes Gehalt bekommst und Kollegen hast, kurz: wenn du einen Job hast. Wenn du nicht mehr Job sagst, sondern Beruf.


Bewertung

Wie ist eigentlich der „normale“ Verlauf des Lebens? Welche Höhepunkte krönen Ihnen und welche Lebensabschnitte gilt es zu bestreiten? Welche Fragen kommen in den jeweiligen Lebenssituationen auf und wie geht man am besten damit um?

Mona Jaeger hat mit ihrem Roman ein einzigartiges Werk geschaffen. Von Geburt an bis zum letzten Tag des Lebens sind hierbei die wichtigsten Gedankengänge festgehalten. Dieses Jahr war für mich persönlich eines der Schwersten die ich je erlebt habe und von vielen schlimmen Schicksalsschlägen geprägt. Daher kann ich sagen, dass ich dieses Buch verschlungen habe mit einem Lachen, dass meinen Mund umspielt hat, einem Ziehen im Bauch und deinem tränenden Auge. Es hat mich emotional sehr berührt und in die ein oder anderen Tiefpunkte versetzt.

Es fällt mir außerdem sehr schwer dieses Exemplar in Worte zu fassen. Denn es ist in keine Schublade, kein Genre zu stecken und hat einen eigenen, kleinen Platz in der Welt der Literatur geschaffen. Des Weiteren muss gesagt werden, dass es keine Lebensanleitung sein soll sondern vielmehr den Menschen/Lesern zeigen soll welche Haltestellen das Leben bereit hält und welche Gedanken in diesen Momenten auf einen zukommen. Natürlich kann es auch die ein oder andere Lebenssituation widerspiegeln in der man sich denkt: Hatte ich dieselben Gedanken? Wie erging es mir dabei?

vier-punkte

Volle Punkte für dieses wundervolle Buch.

 


Er sagte, eine Beziehung sei wie ein Mobile. Wenn sich ein Teil bewege, dann bewege sich automatisch auch der andere. Er wollte sich mit ihr bewegen, mit ihr durch diese Zeit gehen.


Fazit

In diesem Buch habe ich alle emotionalen Gemütslagen durchlebt die mein Körper zu bieten hatte. Erinnerungen wurden geweckt, Ängste freigesetzt und Hoffnung geschöpft.

Ich kann dieses Werk nur Jedem ans Herz legen. Begebt Euch auf eine Reise des Lebens und seht es mit jeder weiteren Seite als Geschenk an. Denn es ist doch so … wir vergessen die Flüchtigkeit des Lebens und wir schätzen es in vielen Momenten nur zu wenig. Irgendwann gibt es immer ein Ende – mal zeitiger, mal später. Aber dieses Ende existiert bei Jedem von uns – also lebt!


„Sie glauben nicht an die große Liebe.“

„Wir waren doch beide schon verheiratet und sind geschieden. Und haben wahrscheinlich beide gedacht, dass das die große Liebe ist. Entweder haben wir uns ganz fürchterlich geirrt und kennen uns selbst nicht, oder es gibt die große Liebe einfach nicht. Ich bin eher für die zweite Variante, dann muss ich mich selbst nicht so sehr in Frage stellen.“


unterschrift-cindy

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Veröffentlicht von

... Studentin (BWL) ... Leseratte ... Kreativkopf ... Konzertgängerin ... verliebt in das Leben ... Hobbyfotografin ... Momentesammlerin ... Instagrammerin ... aufgeschlossen und herzlich ... witzig und hilfsbereit ... ein Mensch wie Du und Ich!

2 thoughts on “„Der Lauf des Lebens“ – Mona Jaeger

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