Die Pforte der Schatten – Harry Connolly

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Verlag: blanvalet


Ich renne mitten im Palast von Sang und Morgen um mein Leben. Das war die Wirklichkeit. Es geschah in ebendiesem Moment.


fazit

Es sollte ein Tag der Hoffnung werden – es wurde ein Tag der Vernichtung.

Das reich von Peredain verdankt seine Macht dem mystischen Abendvolk. Alle 23 Jahre öffnet sich ein Tor, und der Imperator von Peredain  lädt die Gesandten des Abendvolkes zu einem Fest ein. als Dank erhält er eine Gabe der Magie oder überlegenes Wissen, mit dessen Hilfe die Familie des Imperators ihr Reich errichtet hat. Doch dieses Jahr tritt nicht das elfengleiche Abendvolk aus dem Tor, sondern riesige Bestien, die sich sofort auf die Anwesenden stürzen. Nur Kronprinz Lar und einige seiner Freunde können dem Gemetzel entkommen. Können sie verhindern, dass das Imperium zerbricht, und die Invasion aufhalten?


„…Das Tal ist völlig abgeschieden und ringsum von hohen Felswänden versperrt, aber dahinter…“ Sie schien nicht zu wissen, was sie als Nächstes sagen sollte. Tejohn half ihr nach. „Dort gibt es Ungeheuer.“


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Mit „Die Pforte der Schatten“ habe ich mich wieder in die Welt der High-Fantasy begeben. Es gibt eine eigene Welt, mit einem eigenen Herrschaftssystem und eigenen (für mich wahnsinnig interessanten) Ungeheuern. Das Buch dreht sich dabei um ganz verschiedene Charaktere. Das fand ich eigentlich ganz gut muss ich sagen. Es gibt nicht die eine Hauptperson die von Anfang bis Ende im Mittelpunkt der Geschichte stehen. Der Autor nimmt in dem Buch verschiedene Personen ins Auge und verfolgt auch verschiedene Handlungsstränge. Dadurch ist mir das lesen eigentlich ziemlich leicht gefallen, es ging ziemlich flüssig weil es durch den Wechsel der Perspektiven nie langweilig geworden ist.

Besonders gut gefallen hat mir Harry Connollys Fantasie in Bezug auf seine Ungeheuer. Die sind irgendwie ganz anders als alles was ich bisher kennengelernt habe und das fand ich toll. Ein kleines Beipspiel gebe ich euch an der Stelle mal ohne zu sehr zu spoilern: eine Art hat hell lila Fell.

Ein weiterer Punkt der mir gut gefallen hat waren die Figuren an sich. Die Charaktere sind sehr breit gefächert, man finden eigentlich keine Eigenschaft zwei mal. Bewundernswert ist dabei aber vor allem die Entwicklung die wirklich jeder Charakter vollzieht. Am Anfang fand ich einige von ihnen wirklich sehr unsympathisch oder sogar nervig. Aber eben die sind es, die mir im Verlauf des Buches immer mehr ans Herz gewachsen sind.

Insgesamt muss ich sagen, dass es mir ein bisschen schwer fällt etwas über das Buch zu sagen. Es ist gut. Es hat mir gefallen. Der zweite Teil steht schon im Regal und ich werde ihn auch sehr gern lesen. Und doch hat es mich nicht so richtig gepackt. Ich konnte das Buch immer recht einfach aus der Hand legen… es hat mich einfach nicht zu 100% gefesselt. Das liegt wahrscheinlich auch ein bisschen daran, das die Handlung immer ein ziemliches Auf und Ab erlebt. Mal Schlachten, überraschende Wendungen, alles mega spannend und so (ihr kennt das) und dann wieder Märsche, lange Gespräche, Wartezeiten und ähnliches. Da hätte man vielleicht an der ein oder anderen Stelle was kürzen können – dennoch ist es aber keinesfalls schlecht, man kann es schon recht gut lesen.

An dieser stelle muss ich aber noch einen Kritikpunkt anbringen:
Die Namen die der Autor den Familien (z.B. Bendertuk, Freibrunn, Simblin) und den Orten (z.B. Peradein, die Weiten Lande, Qorrtal) finde ich wirklich genial. Allerdings waren die Namen allem Anschein nach im englischen Original anders (was ja an sich nicht schlimm ist) – aber das spiegelt sich leider auf der Karte wieder, denn auf der stehen die englischen Begriffe. Manche Namen sind gleich geblieben, bei anderen  kann man sich denken was zu einander passt aber manchmal bin ich eben auch gar nicht mit der Karte zurecht gekommen aufgrund der unterschiedlichen Namen. Das fand ich wirklich Schade weil die Karte sehr liebevoll gestaltet ist.

Alles in allem ist das Buch der sehr solide Auftakt einer hoffentlich wunderbaren Fantasyreihe. Deswegen vergebe ich 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


Aber konnte sie es tun? Konnte sie den Zauber oft genug wiederholen, um sie über die Mauer zu befördern, ohne dabei wahnsinnig zu werden? 


fazit

Wie bereits gesagt ist „Die Pforte der Schatten“ solide High-Fantasy. Von den nachfolgenden Teilen erwarte ich mir aber doch ein kleines bisschen mehr – der Cliffhanger am Ende gibt auf jeden Fall das Potential dazu.


Dann halte eine Stimme in ihrem Schädel wider. Sie war schroff und wütend und von der gleichen Wärme erfüllt wie eine Lawine aus Eis.
Geschöpfe, sagte die Stimme. Ihr gehört jetzt mir.


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4 thoughts on “Die Pforte der Schatten – Harry Connolly

  1. Huhu!

    Das klingt ziemlich gut, trotz kleiner Schwachstellen! Aber das mit den Karten ist natürlich doof. Ich würde das Buch ja eigentlich auch gerne auf englisch lesen, aber auf deutsch könnte ich es bei Skoobe ausleihen. Na, mal schauen! Jedenfalls steht es jetzt auf der Wunschliste.

    LG,
    Mikka

    Gefällt 1 Person

    1. „Gut, trotz kleiner Schwachstellen“
      Ich denke damit hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Es ist auf jeden Fall lesenswert und Im März steht bei mir der zweite Teil der Reihe auf der Leseliste 🙂

      Gefällt mir

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