Buch-Date #3 – Auflösung

So ihr Lieben, vor einiger Zeit haben Zeilenende und Wortgeflumselkritzelkram zu einem Buch-Date aufgerufen. Dabei hatte ich das Glück, dass mir das liebe Zeilenende drei Bücher empfohlen hat.

Diese waren:

  1. Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra von Robin Sloan
  2. Skulduggery Pleasant #1 von Derek Landy
  3. Die Stadt der Träumenden Bücher von Walter Moers

„Skulduggery Pleasant“ habe ich irgendwie gleich ausgeschlossen, ich kann euch auch gar nicht so wirklich sagen warum… es war einfach ein Bauchgefühl.
Danach blieben mir noch „Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ und „Die Stadt der träumenden Bücher“. Ich habe wirklich einige Tage hin und her überlegt. Nimmst du das? Nein doch das andere! Oder? Ich weiß nicht recht…
Schluss endlich habe ich mir dann gedacht: Laura, das ist das Buch-Date. Nutz einfach die Chance und nimm das, was du sonst nie nehmen würdest. Meine Entscheidung ist also auf folgendes Buch gefallen:

image3

Der junge Dichter Hildegunst von Mythenmetz erbt ein makelloses Manuskript., dessen Geheimnis er ergründen möchte. Die Spur weist nach Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher… Walter Moers entführt uns in das Zauberreich der Literatur, wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern auch in den Wahnsinn treiben und sogar töten können.


In tiefen kalten, hohlen Räumen
Wo Schatten sich mit Schatten paaren
Wo alte Bücher Träume träumen
Von Zeiten, als sie Bäume waren
Wo Kohle Diamant gebiert
Man weder Licht noch Gnade kennt
Dort ist´s, wo jener Geist regiert
Den man den Schattenkönig nennt


Was für ein Buch.
Man kann es eigentlich nicht anders sagen. Es ist wirklich sehr… außergewöhnlich, interessant und speziell.
Vor allem am Anfang hatte ich wirklich riesige Probleme wirklich rein zukommen. Walter Moers hat  (zumindest aus meiner Sicht) einen sehr außergewöhnlichen Schreibstil und ich habe gefühlt eine kleine Ewigkeit gebraucht, um die Geschichte halbwegs flüssig lesen zu können. Ich habe euch hier mal einen kleinen Ausschnitt von der ersten Seite abgetippt, damit ihr euch mal ein Bild davon machen könnt:


Hier fängt die Geschichte an. Sie erzählt, wie ich in den Besitz des Blutigen Buches kam und das Orm erwarb. Es ist keine Geschichte für Leute mit dünner Haut und schwachen Nerven – welchen ich gleich empfehlen möchte, dieses Buch wieder zurück auf den Stapel zu legen und sich in die Kinderbuch-Abteilung zu verkrümeln. Husch, husch, verschwindet ihr Kamillenteetrinker und Heulsusen, ihr Waschlappen und Schmiegehäschen, hier handelt es sich um eine Geschichte über einen Ort, an dem das Lesen noch ein echtes Abenteuer ist!


Ich muss gestehen, dass ich mich durch die ersten 70-80 Seiten wirklich durchgequält habe. Die Geschichte hatte noch nicht richtig angefangen, für mich war es ein ziemlich langes Vorgeplenkel, dass obendrein auch noch schwierig zu lesen war. Danach nimmt die Geschichte dann mehr Fahrt auf und es schleichen sich immer mehr spannende Stellen ein. Und trotzdem bin ich die ganze Zeit über nicht so zu 100% warm geworden mit dem Buch. Es liegt glaub einfach an der Art und Weise wie Moers schreibt. Ich weiß, dass das vielen gefällt, aber für mich ist es einfach nicht das Wahre. Dadurch habe ich dann auch einige Seiten nur quer gelesen (z.B. wenn der Autor mittelst im Geschehen anfängt über 4-5 Seiten zu erklären was die Zamonische Gruselliteratur ausmacht). Das kann aber auch daran liegen, dass ich mit Zamonien (der Welt in der Moers Bücher spielen) nicht vertraut bin, vielleicht hätten mir die Infos einfach mehr gegeben wenn ich mehr in der Materie gesteckt hätte, aber das lässt sich jetzt im Nachhinein schlecht sagen.

Trotzdem bin ich froh, dass ich mich für dieses Buch entschieden habe. Bei mir ist zwar keine neue Buchliebe entstanden, aber ich habe viel dazu gelernt. Zum einen bin ich ja immer dafür, auch mal Bücher zu lesen die auf den ersten Blick nicht zu mir zu passen scheinen. Zum anderen ist diese Geschichte wirklich etwas besonderes. Ein Lindwurm der auf seiner Reise mit allerhand Gestalten wie dicken Schweinen, Haifischmaden, Eydeeten, Hundlinge, Buchlinge und viele viele mehr in Kontakt tritt. Ich denke das sagt schon sehr viel aus. Als ich es gekauft habe dachte ich mir: klingt als sollte man mal einen Blick dort rein werfen.Auch die Idee der Geschichte um ein mysteriöses Manuskript hat mir gefallen. Die zweite Hälfte des Buch hat mich dann auch ein bisschen positiv überrascht, weil Moers einige unerwartete Wendungen eingebaut hat. Aber insgesamt muss ich wirklich sagen: jetzt weiß ich was ich (zumindest in nächster Zeit) nicht mehr lesen will. Es war irgendwie… zuviel… ja ich denke ich war mit diesem sehr speziellen Buch ein bisschen überfordert. Schlussendlich ich war froh, als ich es durch hatte. 😀
Aber ich bin um eine Erfahrung reicher geworden und schon deswegen über alle Maßen zufrieden. Bei einer vierten Runde wäre ich auch ganz sicher wieder mit am Start. Die Aktion gefällt mir wirklich durch und durch.

Jetzt freue ich mich aber vor allem auf all die anderen Beiträge und bin besonders auf das Ergebnis von Schauwerte gespannt. Dorthin habe ich nämlich meine Empfehlungen gegeben  und ich hoffe natürlich, dass ihr die Auswahl gefallen hat. 🙂

unterschrift-laura

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11 Kommentare zu „Buch-Date #3 – Auflösung

  1. Ah … Na immerhin, du hast durchgehalten. Der Schreibstil von Moers wie auch seine Einfälle sind in der Tat speziell. Anders könnte ich es auch nicht ausdrücken. Und ich finde, du hast die Rezension dann bravourös gemeistert. Ganz ohne mythenmetzsche Abschweifung, die in solch einer Besprechung wohl essentiell wäre … Habe ich erwähnt, dass zamonische Gruselliteratur großartig ist? … Oh, verzeih, ich schweife ab. ^^ Schön jedenfalls, dass du dich getraut hast und nicht ganz enttäuscht vom Felde gezogen bist. Und vielleicht packt er dich ja irgendwann doch. 🙂

    Gefällt 2 Personen

  2. Ich habe dieses Buch damals wegen des Titels und auch wegen Walter Moers in die Hand genommen. Walter Moers soll Romane schreiben, da war ich ja gespannt. Als ich es durchblätterte und erkannte, dass die Hauptfigur ein Drache namens Hildegunst von Mythenmetz ist, gab’s kein Halten mehr 😉
    Könnte es eigentlich wieder mal lesen, allerdings arbeite ich mich lieber erstmal durch die vielen neuen Empfehlungen dieser Buchaktion 😊

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    1. Ich vermute die Bücher von Walter Moers liebt man, oder man kommt nicht so recht damit klar… für mich trifft leider zweites zu.
      Aber es freut mich, dass es dir gefallen hat 🙂

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  3. Walter Moers steht mir noch bevor. Ich habe „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“ auf dem SuB liegen. Nach deinem Beitrag reizt es mich irgendwie noch mehr, dieses Buch zu lesen, damit ich endlich weiß, ob oder wie ich mit ihm zurecht komme 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Es ist auf jeden Fall eine Erfahrung eins von Moers Büchern zu lesen. Ich kann es nur empfehlen mal auszuprobieren, egal wie man am Ende zu dem Buch steht … vielleicht findest du seine Bücher ja total genial 🙂

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