„Der Club“ – Takis Würger

DasBuch

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Verlag: Kein & Aber


„Die Wahrheit, Bill“, sagte sie, „sind die Geschichten, die wir uns so lange erzählen, bis wir glauben, sie wären Wirklichkeit.“


Klappentext

Hans Stichler stammt aus einfachen Verhältnissen. Als ihm seine einzige Verwandte ein Stipendium für die Universität in Cambridge vermittelt und er als Gegenleistung dort ein Verbrechen aufklären soll, weiß er noch nicht, worauf er sich einlässt. Er schafft es, Mitglied im elitären Pitt Club zu werden, und verliebt sich in Charlotte, die ihn in die Bräuche der Snobs einweiht. Schon bald muss er feststellen: Vor der Kulisse alter Chesterfield-Sessel, kristallener Kronleuchter, Intarsienmöbel und Tiertrophäen ereignen sich Dinge, über die keiner spricht. Und auch Charlotte scheint etwas zu verbergen. Hinter den schweren Türen des legendären Pitt Clubs wird Hans vor die Wahl gestellt, ob er das Falsche tun soll, um das Richtige zu erreichen.


Mein ganzes Leben war ich weggerannt und hatte das getan, was andere Leute mir sagten. An diesem Abend wollte ich nicht fortlaufen.


Bewertung

Ja wo soll ich nur anfangen? Beginnen wir doch mit dem Tag, an dem ich dieses wunderbare Exemplar gesehen habe. Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse bin ich ewig drumherum gesprungen. Es war nicht nur das wundervolle Cover oder die Tatsache, dass dieses Buch in aller Munde war … mich hat die Geschichte sehr interessiert und ich wollte es unbedingt haben. Ende vom Lied? Budget war weg und nach einigen Tagen war das Buch zwar auf meiner Wunschliste, jedoch wieder aus meinem Gedächtnis verschwunden. Als ich beim ARD Buffet dann Karla Paul’s Meinung dazu gehört habe wollte ich es wieder unbedingt haben. Hier nochmals ein riesiges Danke an den Verlag von Kein & Aber!

Kommen wir nun zum Buch … wie ich bereits schon erwähnte ist das Cover wunderschön. Es passt perfekt zur Geschichte und fühlt sich auch stoffartig ( kann man denn ’stoffartig‘ überhaupt schreiben? Ist das überhaupt ein Wort? 😀 ) an. Generell gefallen mir alle Bücher von Kein & Aber sehr gut – sie sind alle sehr schön gestaltet.

Um Eines vorweg zu nehmen – ich habe mich unsterblich in Takis Würger’s Schreibstil verliebt und ich hätte tausende Passagen aus dem Buch aufschreiben können, weil sie so wunderschön sind. Ich finde, dass Würger die Fähigkeit besitzt, auch an eigentlich eher langweiligeren Stellen den Leser zu fassen und nicht mehr los zu lassen. Durch die besondere Einteilung der Kapitel, welche aus Gedanken bzw. Worten eines immer anderen Charakters besteht, ließ es sich fließend und leicht lesen. Ich würde gerne schreiben, dass es perfekt ist um zwischendurch das Buch aus der Hand zu legen – aber … ich habe es an einem Stück gelesen.

Die Charaktere hat man durch deren Gedanken immer besser kennengelernt und sie sofort ins Herz geschlossen. Sei es Hans, der seine beiden Eltern verloren hat und sich selbst die Schuld dafür gibt oder seine Tante Alex, welche ebenso Schuldgefühle plagt und auch eine schwere Vergangenheit.

Wahrscheinlich habe ich mich auch in die Geschichte verliebt, weil mich Boxen sehr interessiert. Auch wenn Würger’s Protagonist selbst sagt, dass er nicht verstehen kann wie sich Leute gerne Kämpfe anschauen bei denen solche Gewalt herrscht. Ich war nach dem Buch erst einmal nicht im Stande etwas zu sagen. So schön es auch geschrieben war, so schrecklich war auch die Geschichte an sich und gerade beim unerwarteten Ende musste ich wirklich schlucken.

vier-punkte

Ich kann keinerlei Kritik äußern und muss ein riesiges Danke an Takis Würger für diesen wundervollen Debütroman aussprechen!


Die Einsamkeit war ein Loch, das ich in meinem ganzen Körper spürte, als wäre von mir nur die Hülle eines Menschen übrig geblieben.


Fazit

Kauft es Euch! Es ist egal, ob man sich an dem Thema „Boxen“ interessiert oder sich damit auskennt. Bei der generelle Geschichte spielt es keine zu große Rolle, denn nur das zwischenmenschliche zählt und die schwarze Geschichte hinter dem Pitt Club.

Wer es noch nicht gelesen hatte, sollte es sofort tun – sonst entgeht Euch was!


Ich war stolz, dass mich niemand gefunden hatte, und fragte meine Eltern, wo die anderen Kinder seien. Meine Mutter sagte, dass mein Versteck zu gut gewesen sei, und nahm mich in ihre Arme.

Mein Leben lang würde mein Versteck zu gut sein.


unterschrift-cindy

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Veröffentlicht von

... Studentin (BWL) ... Leseratte ... Kreativkopf ... Konzertgängerin ... verliebt in das Leben ... Hobbyfotografin ... Momentesammlerin ... Instagrammerin ... aufgeschlossen und herzlich ... witzig und hilfsbereit ... ein Mensch wie Du und Ich!

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