„In der Liebe ist die Hölle los“ – Benne Schröder

 

DasBuch

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Verlag: LYX


Sie befinden sich im Dunkel – in Ihrem Fall auch als „die Hölle“ bekannt. Nach dem letzten ganzheitlichen Relaunch sind klassische Höllenqualen zwar weiter möglich, aber nicht verpflichtend. Das Dunkel passt sich dem aktuell gültigen Lebensstandard des Erdkreises an.


Klappentext

Catalea Morgenstern will eigentlich nur eins: so wenig wie möglich mit ihrer Familie zu tun haben. Denn ihr Vater ist der Teufel und die Hölle seine Firma. Als dann aber ihr Freund wegen ihrer ständigen Geheimniskrämerei Schluss macht, muss Catalea einsehen, dass sie sich ihrer Bestimmung vielleicht doch nicht entziehen kann. Widerwillig steigt sie in das Familienunternehmen ein, doch schon ihr erster Auftrag geht gewaltig schief – und sofort ist die halbe Hölle hinter ihr her. Mithilfe des teuflisch gutaussehenden Totenanwalts Timur gelingt ihr die Flucht, und plötzlich ist nicht nur Cataleas Leben, sondern auch ihr Herz in Gefahr …


Jede Familie hat ihre Leiche im Keller, aber im Keller meiner abgefuckten Familie sah es schlimmer aus als in jedem Massengrab.


Bewertung

An dieser Stelle erst einmal vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares! 🙂

Bei diesem Buch hat besonders der Klappentext meine Neugier geweckt. Die Hölle als Firma und eine junge Frau mitten drin in dem Wahnsinn? Das klang für mich ziemlich vielversprechend und auch einfach „neu“, als hätte ich etwas Vergleichbares noch nicht im Schrank stehen. Außerdem bin ich auf ein Interview des Verlages mit dem Autor aufmerksam geworden und auch hier klang das Buch interessant. Und als ich es dann gelesen habe… war ich doch irgendwie ein bisschen enttäuscht. Aber erst einmal der Reihe nach.

Wie bereits gesagt fand ich die Idee super, die Hölle als Firma aufzubauen. Soweit, so gut. Benne Schröders Schreibstil habe ich von Beginn an als sehr angenehm empfunden und habe mich dadurch gleich gut in die Geschichte hinein gefunden. Was mir an seiner Art zu schreiben besonders gefallen hat war, dass ein eindeutig keine Angst hatte in hitzigen Diskussionen auch mal einige Schimpfwörter einfließen zu lassen – es hat einfach gut zu der Geschichte gepasst 🙂 Ein weiterer Pluspunkt sind die Auszüge aus dem „Ratgeber für die Toten“ – hier musste ich das ein oder andere mal wirklich schmunzeln, die Idee dem Leser zu vermitteln wie sich eine Seele in der Hölle verhalten muss und was einen quasi „erwartet“ ist fand ich klasse.
Auch die Figuren haben mir insgesamt gut gefallen. Es gab die verschiedensten Charaktere und in manchen steckte auch wesentlich mehr, als zu Beginn erkennbar war. Allerdings hatte ich hier bereits das Gefühl, dass manche Personen ein bisschen mehr Tiefe gut vertragen hätten. Das war leider auch das Problem, was ich insgesamt mit dem Buch hatte. Es war mir ein bisschen zu flach. Leider hat es mich nicht komplett abholen können. Es gab schon zwei oder drei Stellen an denen ich das Gefühl hatte „Jetzt, jetzt geht’s richtig los!“, aber irgendwie hat es dann trotzdem nicht richtig gefunkt bei mir. Das hat sich dann auch leider bis ans Ende hin gezogen – hier gab es zwar eine unvorhersehbare Wendung (was mir an Büchern ja normalerweise immer sehr gut gefällt), aber auch da hat sich bei mir einfach kein Spannungsgefühl aufgebaut. Dabei ist es eigentlich nicht mal ein schlechtes Buch – wirklich nicht. Aber ich habe einfach ein bisschen das Gefühl, das man hier aus einer schönen Idee ein mehr hätte machen können.

Es tut mir fast schon ein kleines bisschen leid, aber weil das Buch mich nicht erreicht hat, kann ich nur 2 von 4 Punkten geben.

zwei-punkte


Herr Schneider starb, als der Teufel seinen Körper nach nur sieben Minuten wieder verließ. Als Nächstes würde er sich einen weiblichen Körper suchen, ihm war nach einem Kleid.


Fazit

Die letzte Frage in dem Interview mit Benne Schröder war, wie  man sich nach der letzten Seite dieses Buches als Leser fühlen wird. Die Antwort war dabei unter anderem, dass er sich wünscht, dass die Leser wissen wollen wie es weiter geht. Leider trifft das bei mir nicht zu. Zum einen hat der Autor einen Schluss gefunden, mit dem ich sehr gut leben kann, und zum anderen hat es mich wie bereits gesagt einfach nicht genug gepackt, was ich wirklich sehr schade finde.

Ich bin mir aber dennoch sicher, dass es einige Leser geben wird, die es lieben werden – nur für mich war es leider nichts.


„Halt die Klappe!“ schrie ich. „Du bist ein Arschloch.“
„Du hast es geschafft, obwohl du es nicht schaffen wolltest. “ Er sprach ruhig, aber voller Bewunderung. „Jetzt bist du die Tochter deines Vaters.“


unterschrift-laura

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8 thoughts on “„In der Liebe ist die Hölle los“ – Benne Schröder

  1. Sehr coole Rezi. Hab vorher noch nichts von dem Buch gehört und fand, dass der Klappentext sich schon ziemlich toll anhört, aber nach der Rezi denke ich nicht, dass ich es lesen werde 🙂 … Ich finde übrigens deine „Kategorieüberschriften“ total schön. Darf ich fragen, wie du sie gemacht hast 😀 ❤ ?
    Alles Liebe
    Felia ❤

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen Danke 🙂

      Meinst du die Überschriften wie „Klappentext“ und so weiter? Die hat meine liebe Blog-Partnerin Cindy gemacht, so weit ich weiß hat sie dafür Photoshop verwendet 🙂
      Liebe Grüße, Laura

      Gefällt 1 Person

      1. Kein Problem das du fragst 🙂
        Cindy und ich machen den Blog zusammen. Wir teilen uns quasi ein bisschen in die Arbeit und veröffentlichen auch beide unsere Beiträge hier 🙂
        Außerdem sind wir auch sehr gute Freunde, sonst würde die Zusammenarbeit wahrscheinlich nicht so reibungslos ablaufen 🙂

        Gefällt 1 Person

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