„Selkie“ – Antonia Neumayer

 

DasBuch

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Verlag: Heyne


Kurz schien es ihm, als würde ein Paar großer schwarzer Augen aus der Gischt heraus funkeln. Bilder von Haien, Monstern und Seeungeheuern schossen durch seine panischen Gedanken, doch der Moment war viel zu schnell vorbei, sein Sturz viel zu rasch, um sagen zu können, was das für ein wesen in den Wellen war.


Klappentext

Kate Corrigal liebt ihre Heimat, die einsame Orkney-Insel Shapinsay. Die Idylle wird jedoch eines Tages gestört, als drei Fremde im Hafen anlegen und ihren Bruder Gabe mitnehmen. Wohin und warum, das verraten ihr weder Gabe noch die drei Männer. Kate ahnt, dass sich ihr Bruder auf einen riskanten Handel eingelassen hat, also schleicht sie sich heimlich auf den Kutter der Männer Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Der mysteriöse Ian taucht an Bord auf, ein Schuss fällt, und Kate springt an Ians Seite in die kalte Nordsee. Ein Sprung mit fatalen Folgen, denn hinter der rauen Schönheit Orkneys wartet auf Kate ein ebenso gefährliches wie magisches Abenteuer.


Als sie zu ihm aufsah, schienen ihre Augen zu blitzen wie geschliffener Stahl. Sie wollte kämpfen. Kate war mutig und bereit, alles für die Menschen zu geben, die sie liebte.


Bewertung

Für mich ist es eine eher schwierige Aufgabe dieses Buch zu bewerten, da ich um ehrlich zu sein nicht so recht weiß, was ich davon halten soll.

Die Idee des Buches gefällt mir eigentlich gut. Es geht um Selkies. Selkies sind Schottische Fabelwesen. Laut der Sagen und Geschichten sind es Robben, die an Land kommen können und sich in Menschen verwandeln, in dem sie ihr Fell ablegen. Ich finde es immer schön wenn man mit Büchern in völlig neue Welten abtauchen kann – es müssen eben nicht immer nur Vampire und so weiter sein. Leider liegt eben genau hier auch der erste kleine Knackpunkt des Buches – ich hätte mir einfach gewünscht ein bisschen mehr über die Selkies zu erfahren. Leider bekommt man über ihre Lebensweise, Kultur oder andere Sachen kaum Infos. Wenn ich an sie denke, ist das einzige was mir dazu Einfällt die Geschichte, wie ein Selkie entsteht. Hier steckt auf jeden Fall noch viel mehr Potenzial drin.
Achtung jetzt folgt ein ganz ganz kleiner Spoiler – also zur Not bitte die nächsten Zeilen überspringen 😀
Also… Im Buch gibt es außer den Selkies noch eine Organisation (die Saighdear), die Selkies jagt und in ihnen das Böse sieht. Auch hier kann ich mich mit der Idee selbst anfreunden, aber es fehlen für mich einfach wieder ein paar Infos. Warum jagen sie Fabelwesen? Wo liegt der Streit mit den Selkies begründet? Was ist denn hier passiert, dass sie sich gegenseitig versuchen umzubringen? Leider hat es sich durch das ganze Buch gezogen, dass etliche Fragen unbeantwortet blieben, was ich schon ein bisschen schade finde, weil die Geschichte einfach ein unglaubliches Potenzial hat.

Was mir wirklich gut gefallen hat, ist der Schreibstil der Autorin. Ich finde sie hat eine sehr bildliche Sprache, ich konnte mir fast immer alles bildlich vorstellen. Das hat mir auch dabei geholfen gut in den Roman rein zu kommen und ihn relativ zügig durch zu lesen. Auch die Figuren wurden liebevoll gestaltet. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass der ein oder andere Charakter (den ich liebgewonnen habe) etwas öfter aufgetaucht wäre, aber so war es auch völlig in Ordnung. Ein Punkt der mir besonders gut gefallen hat ist hier, dass es Figuren gibt, die man einfach nicht durchschauen kann. Das hat eindeutig dazu beigetragen die Spannung aufrecht zu erhalten. Da das Ende des Buches keinen Zweifel daran lässt, dass es einen zweiten Teil geben wird erhoffe ich mir hier eindeutig noch die ein oder andere Auflösung – ich bin doch so neugierig 😀

Ich denke ich werde auch den zweiten Teil lesen… zum einen natürlich, weil ich Neugierig auf die genannten Auflösungen bin. Zum anderen aber auch, weil ich mir dann einfach MEHR erwarte.
Für mich ist es schwierig eine Punktzahl zu vergeben… Guter Schreibstil, tolle Figuren und es steht eine gute Idee hinter dem Buch. Und doch hat mir einiges gefehlt bei dem Buch. Eigentlich würde ich gern eine 2,5 geben… das geht aber nicht.
Allerdings habe ich es früher in der Schule immer gehasst, wenn der Lehrer meinte „Ich runde auf die schlechtere Note, um dich zum motivieren Laura.“ Es motiviert einen nämlich überhaupt nicht. Deswegen gebe ich 3 von 4 Punkten und hoffe auf den nächsten Teil.

drei-punkte


Er hätte durch und durch glücklich sein sollen.
Doch da war diese eine kalte Stelle zwischen seinen Schulterblättern, die ihn seit ihrem Aufbruch am Leuchtturm begleitete, ohne dass er weiter darüber nachgedacht hatte. Dieses unbestimmte Kribbeln, dieses vage Gefühl, beobachtet zu werden.


Fazit

Ein solides Buch mit einigen Schwachstellen, die aber in der Fortsetzung behoben werden können. Ich möchte keine eindeutige Leseempfehlung aussprechen, aber ich kann mir vorstellen, dass es dem ein oder anderen von euch trotzdem gut gefallen kann. Leider konnte es mich nicht komplett überzeugen.


Sie sah die gezogenen Pistolen der Männer im Licht der Hafenscheinwerfer glimmen und wusste, das sie nicht lebend entkommen würde. „Was hast du getan, Katy?“ flüsterte Gabriel neben ihr fassungslos. „Was hast du getan?“


unterschrift-laura

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