„Empire of Storms – Pakt der Diebe“ – Jon Skovron

 

DasBuch

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Verlag: Heyne


Das Buch der Stürme sagte, dass es nur einen Himmel, jedoch viele Höllen gab. Jede Hölle sei einzigartig und doch genauso grausam wie alle anderen auch. Das, so sagt das Buch liegt an der uferlosen Leidensfähigkeit der Menschen, und die Welt verfügt über unzählige Möglichkeiten, die Leiden zu verursachen.


Klappentext

Das Imperium der Stürme ist ein gewaltiges Reich, das sich über Kontinente und Ozeane erstreckt. Regiert wird es von einem gottgleichen Kaiser – und von den Biomanten, mächtigen Zauberern, die einen Menschen mit nur einem Wimpernschlag töten können. So wie sie es auch mit der Familie der jungen Kriegerin Hope getan haben. Als Hope Jahre später dem berüchtigten Straßendieb Red begegnet, schließen die beiden ungleichen Helden einen schicksalhaften Pakt, der sie auf ewig aneinander binden soll. Ein Pakt, der das Imperium in seinen Grundfesten erschüttert…


„Wenn du an deinen Erfolg glaubst, dann gibt es immerhin die Chance, dass du es wirklich schaffen kannst. Aber wenn du glaubst, dass du versagst, dann wirst du auch versagen. Du darfst dir niemals erlauben zu verlieren, bevor du überhaupt angefangen hast.“


Bewertung

Ich muss ehrlicher Weise sagen, dass der Klappentext in mir ein bisschen gemischte Gefühle verursacht hat. Es klang zwar auf der einen Seite interessant, auf der anderes Seite erschien es mir aber auch so, als wäre es nichts neues… als wäre klar was passiert. Ich habe mich aber trotzdem für das Buch entschieden (wenn auch mit dem Gedanken: ‚Was solls… wenn es dir nicht gefällt, dann ist es auch nicht weiter schlimm‘). Komischer weise lag es dann nicht mal eine Woche auf dem SuB…

Und ihr Lieben, ich muss euch sagen, es ist das eingetreten, was ich am aller wenigsten erwartet hatte. Dieses Buch, hat mich einfach umgehauen.

Ich war wirklich von der ersten bis zur aller letzten Seite gefesselt und könnte nicht eine Stelle nen die sich gezogen hat oder sogar langweilig war. Zum einen liegt das natürlich an der meiner Meinung nach durch und durch gelungenen Figurengestaltung. Ich habe selten ein High-Fantasy Buch gelesen in dem die Charaktere so vielfältig, echt, störrisch, eigen und hart waren, und doch gleichzeitig irgendwie sensibel und eng miteinander verbunden. Dazu kommt die Gestaltung der Welt, in der sich diese Geschichte bewegt. Jon Skovron hat hier für mich alles richtig gemacht. Ich kann nicht einen kritischen Punkt anbringen. Besonders der Schreibstil des Autors hat es mir angetan. Er spart nicht mit anstößigen, teils sogar ekligen oder auch brutalen Ausdrücken und Bilder. Das ist aber auch nicht nötig, denn es passt einfach zu dieser Welt. Denn so ist das Imperium, und das Leben der Charaktere: hart, gefährlich, brutal und trotzdem nicht schlecht und manchmal sogar irgendwie schön. Ich hatte durch seine wunderbare Art zu schreiben die ganze Zeit das Gefühl, als würde ich mit Hope kämpfen, zusammen mit Red Abenteuer bestreiten und mit beiden zusammen lachen und leiden.

Einen großen Pluspunkt vergebe ich hier übrigens für die „eigene Sprache“ die der Autor in das Buch einfließen lässt. Es werden ausdrücke oder Redewendungen verwendet, die man so in seinem Sprachgebrauch nicht kennt. Es ist eben die Sprache der Paradieskehre (aber keine Sorge, es gibt ein Glossar, in dem alles erklärt wird).

Ich habe in diesem Buch auf jeden Fall wieder einen Grund gefunden, warum ich Fantasy so liebe. Es ist wegen den Büchern wie „Empire of Storms“, die einen so sehr fesseln, dass man sie gar nicht mehr weg legen kann. Bei denen man sich in eine Fremde Welt fallen lassen kann und alles andere vergisst.

Ich würde gern mehr geben, aber es geht nicht. Deswegen 4 von 4 Punkten… mit ganz vielen extra Sternchen 🙂

vier-punkte

Mein einziges Problem: Ich muss noch bis Oktober auf den zweiten Teil warten.


„Du wolltest mehr“, sagte Hope.
„Ja. Mehr Welt. Mehr Leben. Mehr ich.“ Sie sah Hope an, die Augen gegen die blendende Sonne zusammengekniffen, und lächelte. „Und versenk es alles, mehr verpissten Sonnenschein!“


Fazit

Für mich eindeutig einer meiner Lieblinge für dieses Jahr. Ich konnte noch gar kein neues Buch anfangen, weil ich im Kopf noch so sehr in dieser Welt hänge. Dadurch kann ich es euch natürlich nur empfehlen zu lesen und hoffen, dass es euch genauso sehr gefällt wie mir auch.

PUBLISHERS WEEKKLY hat zu dem Buch gesagt: „Jon Skovron ist der neue Stern am Fantasy-Himmel“
Ich würde zwar erst noch den nächsten Teil abwarten, um zu sehen, ob er das Niveau halten kann…. aber aktuell kann ich dem nur zustimmen.

Ich glaube es könnte für die nachfolgenden Bücher schwer werden da ran zu kommen.


„In seiner gefühllosen Majestät, mag der Sturm so leicht geben, wie er nimmt. Trauere nicht so sehr um das, was verloren ist, dass du nicht siehst, was genommen werden kann.“


unterschrift-laura

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