Was wichtig ist

Ihr Lieben,
erst Gestern habe ich ein ganz besonderes Buch beendet. „Als das Leben mich aufgab“ von Ney Sceatcher ist wirklich einzigartig, ein so emotionales Buch habe ich noch nie gelesen. Durchzogen wird das Buch dabei von unzähligen Lektionen die sich um das Leben drehen.
Eine Lektion hat mich dabei besonders getroffen:

Priorität Nummer eins bist du selbst. Denk an andere und handle weise, aber vergiss nie, dass du immer zuerst auf dich achten solltest.
Herzen sind nur aus Glas und es reicht ein Windstoß um sie zerbrechen zu lassen.

Früher habe ich selbst auch immer zu der Sorte Mensch gehört, die es allen anderen Recht machen wollte. Was andere über mich dachten war wichtig – ich war so 14/15/16, hatte wenig Selbstbewusst sein. Die meisten werden das kennen. In dem Alter war ich besonders beeinflussbar, die Hormone spielten verrückt und wie viele wollte ich natürlich auch zu „den Coolen“ gehören.
Ich hatte zwar einen kleinen Freundeskreis und doch war ich in einer komischen Phase.
Eine Tatsache die mich damals sehr beeinflusst hat, war Mobbing.
Nicht falsch verstehen, ich wurde nicht im Klo eingesperrt oder ohne Unterlass beschimpft. Aber es sind halt auch die „kleinen Sachen“ die  weh tun…. „Du bist ja schon ganz schön dick“…“Meinst du wirklich, dass die Größe passt?“…“Du könntest auch mal eine Diät vertragen, oder?“…“Nee wähl mal nicht die Laura ins Team, die ist dick und kann nicht schnell rennen“…“So wirst du nie einen Freund finden… die mögen so dicke Hintern nicht“… das waren die ganzen Windstöße die mein Herz zerbrechen ließen

Es kam nicht ständig, aber irgendwann geht es dann doch an die Substanz. Zumal ich mich selbst nie als extrem dick wahrgenommen habe. Mit 1,70 und damals so 75kg habe ich mich wohl gefühlt und konnte einfach nicht nachvollziehen warum andere gemein sein müssen. Natürlich sagt man sich dann selbst Sachen wie „Die sind halt blöd“…“Lass sie doch reden“ und so weiter… aber sein wir doch ehrlich. So richtig weiter geholfen hat das auch noch niemanden.
Mein Leben hat sich geändert als ich meinen Freund kennengelernt habe. Auf einmal war da einfach jemand, der mich über alles geliebt hat und der kein Wert auf 90-60-90 gelegt hat. Jemand der mich einfach so genommen hat wie ich bin.
So habe ich gelernt was oben auch in dem Zitat steht. Ich bin wichtig. Es zählt was ich will und was ich gut finde. Warum sollte es mich interessieren was andere in der Schule über mich denken. Sie sind arm dran wenn ihr einziger Lebensinhalt daraus besteht andere auf ihre Fehler hinzuweisen.
Heute habe ich diese Denkweise nahezu perfektioniert. Es gibt nur wenige Menschen die mir so viel bedeuten, dass mir ihre Anliegen deutlich wichtiger sind – dazu gehört meine Familie, mein Freund und ein paar sehr enge Freunde. Quasi die Menschen mit denen man immer lacht und weint, egal was passiert. Ich muss es sonst keinem mehr recht machen – die Schulzeit hat mir ein dickes Fell wachsen lassen.
Noch heute habe ich Probleme damit schnell sehr enge Bindungen aufzubauen, und das obwohl ich in Uni und auf Arbeit ausschließlich positive Erfahrungen gemacht hat.

Heute bin ich mit meinem dicken Fell glücklicher – meine Priorität liegt bei mir und meinen Liebsten.

Wie seht ihr das? Bin ich zu hart? Oder habe ich mittlerweile die richtigen Prioritäten gesetzt? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

unterschrift-laura

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7 thoughts on “Was wichtig ist

  1. Hei 🙂 danke für deinen emotionalen Beitrag zu meinem Buch! Genau das wollte ich damit erreichen. Ich wollte Menschen zum Nachdenken bringen. Es tut mir leid, was dir passiert ist..dieses ganze dick&dünn Zeug nervt mich so etwas von! Entweder man ist zu dick oder zu dünn..wie wäre es einmal, wenn man die Menschen so akzeptiert wie sie sind? :-/ Ich finde aber, dass du eine positive Entwicklung gemacht hast. Klar ist es schade, wenn man nicht mehr alle Leute schnell an sich heran läßt, aber irgendwie ist das in der heutigen Zeit manchmal besser. Man hat seine Freunde und auch wenn es nur wenige sind, so sind diese wertvoll. Danke viel Mals! Lg ney

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Ney,
      deine Ziele hast du mit deinem Buch auf jeden Fall erreicht – es ist einfach einzigartig, ich habe es so wahnsinnig gern gelesen! 🙂
      Danke für dieses Buch!

      Gefällt mir

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