„Loretta“ – Shawn Vestal

DasBuch

Loretta

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Verlag: Kein & Aber


Was Loretta für Unmöglich gehalten hat, hat sich als simpel herausgestellt, genau wie es sich als simpel herausgestellt hat, dieses Leben zu führen. Sie weiß noch, dass sie sich gefragt hat, wie sie ihr wahres Ich vor diesen Leuten verbergen soll, nur um festzustellen, dass es ganz leicht ist, weil ohnehin nie jemand etwas über sie wissen will.


Klappentext

Sobald es dunkel ist, schleicht sich die 15-jährige Loretta heimlich aus ihrem Zimmer, um ihren Freund zu treffen. Eines Nachts wird sie jedoch von ihren Eltern, strengen Mormonen, erwischt und zur Strafe mit einem fundamentalistischen Gemeindemitglied, der bereits eine Frau und mehrere Kinder hat, verheiratet. Um Loretta nahe zu sein, lässt sich ihr Freund auf dem Hof ihres neuen Ehemanns anstellen. Doch schon bald muss er sich mit weiteren Verehrern der hübschen Loretta messen und merkt zu spät, dass seine große Liebe plant, mit einem anderen Mann durchzubrennen.


Es vergehen also die Jahre, und wir vollbringen unsere Wahnsinnssprünge, unsere Wundertaten, und irgendwann stellen wir fest, dass der Traum vom Grand Canyon gar nicht so verrückt ist, gar nicht so wirr und abgehoben.


Bewertung

Mit dieser Lektüre hat mir der Verlag von Kein & Aber ein ziemliches Gefühlkarussell aufgebrummt. Auf jeden Fall sollte ich wahrscheinlich zu Beginn an sagen, dass es sich hier keineswegs um eine ‚leichte Lektüre‘ handelt.

Der Mensch verschließt sich gerne vor Dingen, die in seinen Augen böse sind, die ihn beängstigen und nicht gut tun. Nicht nur die aktuellen Geschehnisse sind hierbei hinzu zu zählen, sondern auch Dinge aus der Vergangenheit. Wie zum Beispiel die Gemeinde der Mormonen.

Loretta, die Protagonistin,  hatte für mich zu Beginn der Geschichte einen sehr guten Eindruck gemacht. Sie wirkte so kühn, wild und jugendlich leicht wie es eigentlich sein sollte. Trotz alledem war ich sofort genervt von ihren naiven Gedankengängen, von ihren Zukunftsvorstellungen und ihrem Verhalten. Als sie zwangsverheiratet wurde mit Dean, um wieder auf die ‚richtige‘ Bahn zu gelangen, hatte ich ein solches Mitleid mit ihr welches sich jedoch mit jeder weiteren Seite immer mehr zerschlagen hatte. Da Loretta als sehr hübsches, natürliches und unnahbares Mädchen beschrieben wurde, ließen die Verehrer nicht lange auf sich warten. Sei es nun Bradshaw, der in seiner wilden und unberechenbaren Art Loretta als eine Art Dämon vorkam, der schüchterne Jason, der das erste Mal das Gefühl hatte nicht als hässlich abgestempelt und wahrhaftig ernst genommen zu werden oder Boyd, welcher auf Loretta einen so exotischen Eindruck macht. Alle Männer scharen sich um Loretta und trotz der Tatsache, dass ihre lüsternen Blicke sie nervös machen, so schnell ist sie davon auch genervt. Loretta ist in meinen Augen einfach nur Dynamit, welches jederzeit kurz vorm Explodieren steht. Zum Ende hin erinnerte mich ihre Art zu sehr an ‚Margo‘ aus John Green’s ‚Paper Town‘.

Ich hätte mir sehr viel mehr von dem ersehnten Roadtrip gewünscht. Dieser ist mir viel zu kurz gekommen. Des Weiteren war ich sehr verwirrt von denen vielen Sprüngen in die Vergangenheit, dann wieder Gegenwart, dann wieder andere Personen, welche nicht mit kleinen Teilüberschriften benannt wurden. Oft dauerte es ein Weilchen bis ich wusste, welcher Charakter gerade das Wort ergriffen hat. Außerdem hat mich das Ende keineswegs zufrieden gestellt, weil zu viele Fragen offen geblieben sind und Alles zum Ende hin zu schnell ging. Erst hat sich Alles ewig hingezogen und auf einmal war Alles vorbei.

An sich war die Geschichte jedoch sehr interessant und aufschlussreich. Meine Gefühle schwankten bei jeder Seite auf und ab. Ich konnte nicht wie sonst beispielsweise im Fernsehen wegschauen, sondern musste jedes Wort lesen und damit kam auch das Kopfkino. In vielen Momenten tat mir Loretta so sehr leid, dass ich kein Auge zutun konnte. Darum hat es auch ein Weilchen gedauert bis ich dieses Buch beenden konnte. Ohne mehrere Pausen hätte ich es wahrscheinlich nicht ausgehalten.

Leider konnte mich das Buch nur wenig überzeugen und ich muss leider viele Kritikpunkte abziehen. Somit bleibt leider nur ein einziger Punkt für das Cover und die Idee übrig.

einen-punkt


Natürlich wird Bradshaw trotzdem durchziehen, wozu er hergekommen ist. Aber manchmal malt er sich aus, ein Leben wie Dean zu führen, und der Gedanke fasziniert ihn: all diese Menschen, diese Frauen und Kinder, die um einen kreisen, einem ganz allein gehören, sich einem zuwenden, als wäre man die Sonne.


Fazit

Das ich ei großer Fan des Kein & Aber Verlags bin ist sicher kein Geheimnis mehr. Jedoch konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Ich habe mir zu viel erhofft, wurde durch langgezogene Seiten und einer sehr unsympathischen Protagonistin gestraft. Auch wenn die Geschichte sehr gut geklungen hat und ich mich sehr darauf gefreut habe … Ich wünschte, es wäre anders gewesen. Aber vielleicht kann mich ja jemand von Euch überreden, dass es vielleicht doch gut ist.


Sein einziger Trost ist Lori, jeden Morgen, wie sie mit gebeugtem Kopf ihren Haferschleim isst und ihre Augen verbirgt. Liebe, denkt er jeden Morgen. Liebe, Liebe, Liebe. Er hat nie an Liebe geglaubt – nicht an die Art von Liebe, von der immer alle sprechen, mit völliger Hingabe und Kontrollverlust. Auf so etwas war er nicht aus, bis sich Lori in seine Gedanken schlich.


unterschrift-cindy

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Verfasst von

... Studentin (BWL) ... Leseratte ... Kreativkopf ... Konzertgängerin ... verliebt in das Leben ... Hobbyfotografin ... Momentesammlerin ... Instagrammerin ... aufgeschlossen und herzlich ... witzig und hilfsbereit ... ein Mensch wie Du und Ich!

2 Kommentare zu „„Loretta“ – Shawn Vestal

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