„The Girl before“ – JP Delaney

DasBuch

TheGirlBefore

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Verlag: Penguin


Ich fühle mich wie eine Figur in einem Film. Umgeben von so viel gutem Geschmack, sorgt das Haus auf unerklärliche Weise dafür, dass ich eleganter gehe, bewusster stehe und mich möglichst effektvoll vor jeder Kulisse positioniere.


Klappentext

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas muss hier geschehen sein. Etwas Schreckliches.

Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.


Das Bild zeigt eine dunkelhaarige Frau, die vor einer Art Zeichenbrett sitzt und in die Kamera lächelt. Obwohl das Foto recht verschwommen ist, wird mir klar, dass die Frau darauf Emma Matthews stark ähnelt. Also vermutlich auch mir.


Bewertung

Zu Beginn des Lesens dachte ich nur: „Was ist das denn für eine schreckliche ‚Shades of Grey‘- Nachahmung?“. Das hat sich aber auch sehr schnell wieder zum Gegenteil entwickelt.

Ich liebe Thriller und doch komme ich nur schwer in die Geschichten mir noch unbekannter Autoren herein. Oft können sie mich nicht überzeugen, sind zu zäh und hauen mich nicht wirklich vom Hocker. Dieses Buch hat mich vom Gegenteil überzeugt!

JP Delaney hat einen sehr schönen Schreibstil, soweit man ’schön‘ bei Thrillern verwenden kann?! Man füllt sich direkt in die Geschichte hineinkatapultiert und das Kopfkino schaltet sich an. Da ich es gewohnt bin, dass die wörtliche Rede in Anführungsstrichen steht, war ich anfangs etwas verwirrt ob es sich um ein Gespräch oder nur Gedanken handelt. Aber auch hier konnte ich es sehr schnell akzeptieren und habe mich damit abfinden können.

Ich finde auch, dass die Spannungskurve immer in einer angenehmen Höhe geblieben ist und der Leser zum Ende jeden Kapitels mit neuen Info’s ‚angefüttert‘ wurde und somit den Leser gezwungen hat, dass Buch weiterzulesen. Ein großer Vorteil war auch hier die Aufteilung der Kapitel. Ein Kapitel gehörte Emma, dass andere wiederum Jane – so ging es immer im Wechsel. Dieser Wechsel diente der bessern Veranschaulichung von Gemeinsamkeiten gegenüber der beiden Frauen. Leider war es oft etwas zäh, falls sich einige Dinge genau so wiederholt haben oder verwirrend, weil man oft nicht mehr so schnell im Kopf geschalten hat um welche Person es sich gerade dreht.

Auch wenn der Leser sich seine Story zusammenspinnt, so wird es sofort zerschlagen und man ist am Ende bei dem Ergebnis baff. Genau solche Storys liebe ich!

drei-punkte

Drei von vier Punkten für die oft verwirrende Aufteilung und Beschreibung. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass das Buch sehr gut war.


Der Brauch, beim Bau eines neuen Hauses oder einer Festung einen Menschen zu opfern, ist sehr alt. Grundsteine und Balken wurden auf der ganzen Welt in menschliches Blut eingebettet. Diese abscheuliche Sitte wurde bis vor wenigen Jahrhunderten auch in Europa praktiziert. Die Legende über den Maori Taraia besagt, er habe sein eigenes Kind lebendig unter einem Pfosten seines neuen Hauses begraben lassen.


Fazit

Dieses Buch solltet Ihr nicht Abends im Bett lesen. Sucht Euch also lieber eine andere Nachtlektüre. Vor allem nicht, wenn Ihr Angst habt allein in Eurer Wohnung bzw. Eurem Haus. Ich kann es sehr empfehlen, auch wenn es ein bisschen dauert bis man sich an diese Aufteilung Schreibweise gewöhnt hat. Und lasst Euch bitte nicht von der Erotik zu Beginn beeinflussen – es bessert sich 😉 (Es sei denn Ihr seid solche Leser, welche genau diese Romane mögen :-D)


Danach, als ich wegdämmerte, höre ich ihn murmeln: Du gehört mir, Emma. Das weißt du doch? Mir.


unterschrift-cindy

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Veröffentlicht von

... Studentin (BWL) ... Leseratte ... Kreativkopf ... Konzertgängerin ... verliebt in das Leben ... Hobbyfotografin ... Momentesammlerin ... Instagrammerin ... aufgeschlossen und herzlich ... witzig und hilfsbereit ... ein Mensch wie Du und Ich!

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