„Was andere Menschen Liebe nennen“ – Andrea Cremer & David Levithan

DasBuch

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Verlag: cbt


Nach einer Weile hörte ich auf, mich nach dem Warum zu fragen. Ich hörte auf, dass Wie erforschen zu wollen. Hörte auf, ununterbrochen das Was und Was-Nicht wahrzunehmen. Übrig geblieben ist mein Leben, nicht mehr und nicht weniger, und ich lebe es einfach.
Ich bin wie ein Geist, der nie sterben durfte.


Klappentext

Der 16-jährige Stephen fühlt sich wie der einsamste Mensch der Welt – und das mitten in New York City. Als er bei dem Nachbarsmädchen Liz eine nie gekannte Verbundenheit findet, entspinnt sich zwischen den beiden eine Liebesgeschichte so traumhaft schön wie der Sommer, aber gleichzeitig auch so bedrohlich wie ein nahendes Unwetter…


Vierundzwanzig Stunden.
Nicht einmal mehr. Jetzt nur noch dreiundzwanzig. Weniger.
Es heißt immer, dass die Zeit wie Sand durch die Finger rinnt. Dabei wird nicht bedacht, dass manche Sandkörner für immer fest an der Haut haften. Das sind die Erinnerungen, die einem bleiben, Erinnerungen an die Zeit, als noch Zeit übrig war.


Bewertung

Mir fällt die Bewertung dieses Buches eher schwer. Der Grund dafür ist eigentlich recht schnell gefunden. Der Klappentext hat mich etwas ganz anderes vermuten lassen, als ich dann tatsächlich gelesen habe und leider war das keine durchweg positive Überraschung. Ich hatte mich eigentlich sehr auf einen leichten Young Adoult Roman gefreut, bei dem ich einfach abschalten und ein wenig vor der Realität flüchten kann. Und dann kam es doch ein bisschen anders als gedacht.
Eigentlich ist spoilere ich nur sehr sehr ungern in meinen Rezensionen aber dieser muss jetzt einfach sein, denn sonst kann ich euch nicht sagen, was mich so sehr verwirrt hat. Was der Klappentext nämlich nicht vermuten lässt: eigentlich handelt sich sich hier um eine Fantasygeschichte. Als ich das beim Lesen bemerkt habe, war ich schon etwas verwundert, dachte mir aber: ach was soll’s? Du magst Fantasy das wird schon gut werden. Am Anfang war ich auch hin und weg. 3 tolle Hauptcharaktere und eine emotionale und fast schon poetische Schreibweise versüßen einem hier ganz klar das Leseerlebnis. Es hat wirklich alles zusammen gepasst und die Geschichte schien ein tolles Gesamtpaket zu ergeben. Und dann… ja dann bin ich irgendwie nicht mehr so richtig klar gekommen und war irgendwie raus aus der Geschichte.

Aber woran hat das gelesen? Ist es weil ich zur Zeit unheimlich viel um die Ohren habe und mich nicht zu 100% auf das Buch einlassen konnte? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Ab dem Zeitpunkt, in dem das Fantasyelement vertieft wurde, habe ich mit dem Buch gehadert. Es war nicht schlecht, aber ich habe für mich einfach die ganze Zeit von einen Moment gewartet, bei dem ich mich wieder grenzenlos in die Geschichte sinken lassen und jedes Wort genießen kann. Leider kam dieser Moment aber für mich nicht. Ich habe mich die ganze Zeit nur als Gast in den Geschehnissen gefühlt… als abseits stehender Zuschauer der aber doch nicht so richtig dabei ist.

So kam es auch, dass ich das Gefühl hatte, dass sich besonders die weibliche Hauptprotagonistin immer mehr von den anderen und irgendwie auch von mir entfernt hat. Vieles erschien mir unverständlich, manches zu schnell und manches zu langsam. Auch der Schreibstil kam mir verändert vor. Liegt es vielleicht daran, dass hier zwei Autoren am Werk waren? Oder kam es mir nur so vor, weil sich die Figur verändert hat? Der teilweise fast schon poetische Schreibstil vom Beginn war irgendwie weg. Er kam zwar zum Ende hin langsam zurück, aber da war eben ein Großteil der Geschichte schon vorüber und ich konnte nicht mehr restlos überzeugt werden. Ich hatte manchmal auch ein bisschen das Gefühl, als würde man mir eine Gewisse Spannung aufzwingen wollen, was aber nicht geklappt hat. Insgesamt kam mir auch das Tempo der gesamten Geschichte auch manchmal unpassend vor. Unpassend fasst das Ganze auch irgendwie gut zusammen. Es war für mich wie ein paar geniale Schuhe die man im Schaufenster sieht. Ich habe es „anprobiert“ und soooo sehr gehofft, dass es passt. Hat es aber irgendwie nicht so richtig. Es hat einfach an allen Stellen ein bisschen gedrückt und gezwickt.

Weil ich in Nachhinein wirklich denke, dass es mehr an mir und meiner Situation als an dem Buch an sich gelegen hat, vergebe ich 3 von 4 möglich Punkten. Ich bin mir sicher einige Leser wird die Geschichte verzaubern und mit sich reißen, Potenzial sehe ich auf jeden Fall.

drei-punkte


Das ist für mich alles so neu. Ich habe den Verdacht, dass diese Sache das ist, was andere Menschen Liebe nennen.


Fazit

Leider hat das Buch nicht gepasst. Zu mir, zur Situation oder vielleicht Allgemein. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall habe ich ein wenig mehr erwartet. Eins kann man hier auf jeden Fall lernen: nicht zu sehr auf den Klappentext vertrauen.

unterschrift-laura

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