Bad Boys & Little Bitches – Andreas Götz

DasBuch

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Verlag: Oetinger


Wie konnte es sein, dass einen ausgerechnet das Schönste – die Liebe – dazu dazu trieb, total kranke Dinge zu tun?


Klappentext

Beste Freunde, ein Leben lang – das haben Lissy, Finn, Elif und Leon sich geschworen. Leider haben sie nicht mit Vanessa gerechnet. Die Neue in der Stufe wickelt alle um den Finger, da verblassen alte Schwüre. Schon bald kennt sie selbst die dunkelsten Geheimnisse und jede verbotene Sehnsucht. Aber wehe, man stellt sich gegen sie. Denn merke: Vanessa vergisst nichts und sie verzeiht nie! Und sie weiß, wie sie jeden der Freunde vernichten kann. Doch auf der Party des Jahres verliert sogar sie die Kontrolle…


Es ist schlimm, einen Menschen zu vernichten, den man eigentlich mögen könnte. Aber was soll sie machen?


Bewertung

Mit „Bad Boys & Little Bitches“ nimmt der Autor Andreas Götz den Leser mit in die Welt von Lissy, Elif, Finn und Leon. Sie halten immer zusammen, egal was passiert. Zwischen ihnen existiert eine wirklich enge Freundschaft. Doch in diese heile Welt drängen sich Zweifel, Verrat und sogar Hass. Intrigen werden gesponnen, Träume zerstört und Vertrauen missbraucht. Auf diese Reise begleitet der Leser die vier Freunde, wobei das Ende ungewiss ist.

Was mir gut gefallen hat, war der Beginn des Buches. Es gibt kein langes Vorspiel oder einen einführenden Text. Der Leser startet direkt in die Geschichte, wird quasi in das kalte Wasser geworfen, und lernt so nach und nach die Hauptprotagonisten kennen. Dabei vermischt der Autor Eindrücke, welche Lissy, Elif, Finn und Leon von sich selbst haben und den Blick und die Meinungen der Freunde übereinander. Für mich war das eine sehr spannende Art die Charaktere kennen zulernen. Die Geschichte wird dabei aus einer unabhängigen Erzählperspektive geschildert, wobei man abwechselnd den verschiedenen Personen „über die Schulter schaut“, was für mich sehr stimmig mit dem Buch war. Auch der Schreibstil hat zu dem Gesamtpaket gepasst. Locker und flüssig erzählt der Autor von den Protagonisten und den Geschehnissen. Was ich an dieser Stelle positiv hervorheben möchte: Andreas Götz verzichtet komplett auf sogenannte „Jugendbegriffe“ wie abgefuckt, tight und Co., was für mich das Leseerlebnis eindeutig verbessert hat.

Und doch bin ich mit diesem Buch nicht so richtig war geworden. Es waren einfach einige Kleinigkeiten, die sich über die Geschichte hinweg aufsummiert haben.
So hätten die Hauptprotagonisten für mich etwas tiefer gestalten werden können. Ich hatte das Gefühl, dass hier ein paar Klischees ausgenutzt worden. Da gibt es den Sprücheklopfer, der eigentlich doch schüchtern ist und ein gutes Herz hat; das anscheinen brave Mädchen, dass bei den Lehrern beliebt ist und doch dunkle Geheimnisse hat; sie, die sich vor ihren Freunden anders gibt, als sie es eigentlich ist und letztendlich der Kerl, der von allen unterschätzt wird und die Gruppe eigentlich zusammenhält. Am meisten ist mir dieser Fakt aber bei Vanessa aufgefallen. Wie bereits im Klappentext verraten wird, bringt sie das Unglück zu den Freunden und irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass man diesen Umstand von Beginn an als Leser weis (und das Nicht wegen dem Klappentext :D). Bei ihr scheint nur Falschheit, Dominanz, Rache und Hass zu existieren. Auf mich hat das leider ein bisschen Unglaubwürdig gewirkt… irgendwo hat schließlich jeder eine gute Seite, oder? 🙂

So hat sich leider auch die Geschichte selbst für mich zu schnell entwickelt. Schnell hatten die Freunde Vertrauen gefasst und noch schneller kam dann das Schlüsselereignis, das alles Böse entfesselt. Auch hier haben die Geschehnisse und Verwicklungen irgendwie unglaubwürdig und ein bisschen zu sehr vorher festgelegt gewirkt. Zum einen wird für mich viel zu früh aufgelöst, wer der eigentliche Drahtzieher ist und manche Stellen fand ich zu extrem. Vielleicht lag dieser Umstand aber auch daran, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann solche Dinge überhaupt zu tun und das Leben von anderen bewusst zu zerstören.

zwei-punkte

Insgesamt vergebe ich 2 von 4 Punkten. Ich konnte mit der Geschichte leider nicht so richtig warm werden.


Sie würde jeden Einzelnen von ihnen da erwischen, wo es am schmerzvollsten war. Sie würde ihnen etwas antun, dass sie ihr Leben lang nicht vergessen würden. Totale Vernichtung.


Fazit

Ein Buch mit viel Potenzial und einem guten Anfang. Insgesamt konnte mich die Geschichte aber leider nicht überzeugen. Ich habe mich die ganze Zeit nur gefragt: „Warum tut sie das denn?“, „Was bringt ihr das?“, konnte Taten und Entscheidungen nicht nachvollziehen. Dadurch war ich auch zwischenzeitlich etwas genervt. Für mich war das Buch leider zu extrem und unwirklich. Es hat mich beim lesen einfach nicht so richtig gepackt.

unterschrift-laura

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Ein Kommentar zu „Bad Boys & Little Bitches – Andreas Götz

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