New York zu verschenken – Anna Pfeffer

DasBuch

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Verlag: cbj


Wie kurz ist denn dein Schlafanzug? Zeigst du viel Bein? Und – ist es ein dickes oder ein dünnes Bein?


Klappentext

Aufgepasst Leute! Hier gibt es einen Urlaub der Extraklasse zu gewinnen! Und zwar nach New York, zehn Tage, full package inklusive. Nur das Beste vom Besten, Luxus-Hotel und die perfekte Reisebegleitung – nämlich mich. Was ihr dafür tun müsst? Ganz einfach: Olivia Lindmann heißen.

Der selbstsichere Sonnyboy Anton hat ein Ticket nach New York zu verschenken, denn von seiner Freundin ist ihm nur der Name auf dem Ticket geblieben. Tatsächlich meldet sich eine Olivia, aber sie ist ganz anders, als er es sich vorgestellt hat …


Ich verstehe nicht, wie man Filme Büchern vorziehen kann. Filme können toll sein, keine Frage, und es gibt auch klasse Verfilmungen, aber der beste Film spielt sich doch in deinem Kopf ab.


Bewertung

Mir ist gerade etwas passiert, was mir noch nie passiert ist (oder jedenfalls weiß ich nichts mehr davon)… ich weiß nicht wie ich diese Rezension beginnen soll. Ich bin ratlos – darüber wie ich das Buch finden soll, es bewerten soll, was ich schlicht und einfach darüber erzählen möchte.

Um was es in dem Buch geht, wird meiner Meinung nach bereits im Klappentext sehr anschaulich beschrieben. Anton hat jetzt keine Freundin mehr und braucht einen Ersatz – zumindest für die geplante New York Reise. Dafür startet er einen Aufruf auf Instagram und mehrere Personen melden sich – darunter Liv. Als Leser verfolgt man in diesem Jugendroman ihren Chatverlauf von der ersten Nachricht an. Es gibt dabei keine begleitende Handlung, Erklärungen durch einen außenstehenden Erzähler oder ähnliches. Das Buch ist quasi ein einziger langer Chatverlauf. Mir persönlich hat diese Variante der Gestaltung sehr gut gefallen. Es wirkt dadurch frisch und auch einfach sehr real. Anfangs hatte ich zwar meine Zweifel, ob durch diesen Stil die Figurengestaltung leiden würde, aber das ist überhaupt nicht der Fall. durch ihre Nachrichten und die so eingebauten Erzählungen über sich selbst, ihren Tag, ihre Familien usw. bekommt der Leser die Chance sowohl Liv, als auch Anton gut kennen zu lernen. An dieser Stelle muss ich bemerken, dass meiner Ansicht nach Liv dabei die tiefere Gestaltung duch die Autorinnen bekommen hat – ich finde das weder negativ noch positiv, da man ehrlicher Weise sagen muss, dass es über Liv mehr zu sagen gibt.

Insgesamt hat mich ihr Chatverlauf an einigen Stellen zum Schmunzeln, und an ein paar sogar zum Lachen gebracht.  Mit ihrer trockenen Art und dem ständig vorhandenen Sarkasmus konnte ich mich sehr gut identifizieren. Und doch hatte ich an einigen Stellen das Gefühl die beiden würden sich im Kreis drehen. Oft kehrt ihr Gespräch auf ein Thema zurück: Schubladendenken. Wer von ihnen macht es öfter, wer ist schlimmer…?
Ich messe diesem Punkt zwar nicht zu viel Bedeutung zu – ich kenne es schließlich von mir selbst, dass man manchmal ohne es zu wollen bei den ewig gleichen Themen landet – aber es hat mich doch ein wenig in meinem Lesefluss gestört, da ich in mir so öfter das Gefühl hoch kam ‚Hab ich das nicht schon mal gelesen?‘.

Dafür konnte mich das Ende dann doch noch einmal packen und sogar richtig überraschen. Eine unerwartete Wendung hatte ich nicht erwartet und war ehrlich verwundert darüber. So konnte ich mich doch noch einmal mit dem Buch versöhnen. Deshalb vergebe ich 3 von 4 Punkten.

drei-punkte

Ich finde es übrigens sehr schön, das cbj das Cover dieses Buches, ähnlich zu einem bereits erschienen Buch (Für dich solls tausend Tode regnen) von Anna Pfeffer gestaltet hat.


Und sag mal, postest du echt nur Bücher? Wie langweilig ist das denn?!


Fazit

„New York zu verschenken“ ist für mich ein leichter und lockerer Jugendroman, der mir leider trotz vieler guter Punkte ein wenig „unrund“ erschienen ist. Trotzdem kann man den Chat-Roman gut lesen. Für Zwischendurch eine angenehme Empfehlung, von der man allerdings auch nicht zu viel erwarten sollte.

unterschrift-laura

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