„Der Zauber des Winters“ – Nadine Skonetzki [Hrsg.]

DasBuch

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Verlag: Zeilengold


Wer sagt uns, was real ist und was nicht?
Wer kneift uns, wenn wir glauben zu träumen?


Klappentext

Winterliche Zeilen voller Magie

Ob am Hindukusch, in Griechenland oder fantastischen Welten, die Winter- und Weihnachtszeit hat überall ihren ganz besonderen Charme. Einsame Mädchen finden ein Zuhause, Feen werden von Flüchen erlöst und dem Weihnachtsmann ist kein Kinderwunsch zu ausgefallen, um ihn zu erfüllen.

Zehn wundervolle Geschichten warten nur darauf, dich auf Schiffe, Ballnächte und Waldlichtungen zu entführen, dich zu verzaubern und am Ende ein wenig nachdenklich zurückzulassen. Die erste Zeilengoldanthologie vereint in einzigartiger Weise die Geschichten des Winters mit Botschaften, die direkt ins Herz gehen.


Die besten Tage sind immer die, an denen etwas Überraschendes passiert. So wie heute.


Bewertung

„Der Zauber des Winters“ war die erste Anthologie, die ich gelesen habe. Vorher habe ich mich nie so richtig an diese Bücher herangewagt – sind die Geschichten doch recht kurz und damit einfach anders als „normale Bücher“. Da ich mir aber vorgenommen habe mich immer wieder aus meinem Komfort-Lesebereich herauszuwagen, habe ich diese Chance genutzt und mich wirklich sehr über das e-book gefreut.

Alle Geschichten, die in dieser Sammlung vereint wurden, haben eins gemeinsam: das Thema. Überall geht es um den Winter bzw. um Weihnachten, oder es sind zuminest winterliche elemente enthalten. Das war für mich auch der Hauptgrund, weswegen ich die Anthologie lesen wollte, mit Weihnachten bekommt man mich einfach immer rum.
Außer dem Thema, konnte ich allerdings noch eine kleine Gemeinsamkeit entdecken: der Schreibstil – zwar ist jede Geschichte natrülich im persönlichen Stil des jeweiligen Autors verfasst, allerdings wirken sie alle leicht, flüssig zu lesen und schaffen wunderschöne Bilder. Die einzelnen Erzählungen stehen für sich, schaffen aber doch irgendwie ein angenehmes Gesamtbild.

Insgesamt finde ich die Anthologie toll, um neue Autoren zu entdecken und kennen zu lernen.

Hazel und Mara – Lilith Korn
Das Thema hinter dieser Geschichte muss man mögen, mein Fall war es nicht. Ein Horror-Weihanchtsmann schockt mich einfach zu sehr – ich finde aber auch den Grinch schrecklich. Auf jeden Fall wird hier die Weihanchtsthematik mal auf einem anderen Werg aufgegriffen. Mara ist hier die Protagonistin und erlebt zusammen mit der süßen Fee Hazel ein weihnachtliches Abenteuer.

Die Geschichte der ewigen Nacht – Ney Sceatcher
Diese Erzählung gehört zu meinen Lieblingen in diesem Buch. Ney Sceatcher schreibt so wunderschön, traurig und intensiv, ich habe mich schlichtweg verliebt. Auch die Geschichte selbst hat mir gefallen und ich finde, sie macht Lust auf mehr, da ich einfach zugern wissen würde, wie es weiter geht mit dem Mädchen, dem jäger und dem Fluch.

Das Feuer in mir – Nicole Obermeier
„Das Feuer in mir“ widmet sich ganz der kalten Jahreszeit: dem Winter. Die Kälte wurde beim Lesen fast spürbar. In nur wenigen Seiten schafft es die Autorin hier von einem Geheimnis bis zu einem kleinen Happy End. Allerdings hatte ich vor allem hier das Gefühl, das der Story selbst ein größerer Seitenumfang gut getan hätte – Potential war auf jeden Fall vorhanden.

Wellen in der Nacht – Kat Rupin
Die Autorin spricht in ihrer Geschichte eine wichtige und auch aktuelle Thematik an: das Leid der Flüchtlinge auf dem Weg über das Mittelmeer. Ich fand die Erzählung auch gut geschrieben, allerdings passt sie für mich nicht so recht in die Anthologie rein. Sie ist wirklich gut, aber mir fehlt leider das klare Weihanchts- bzw. Wintermotiv.

Weihnachten am Hindukusch – Sabrina Schuh
Diese Kurzgeschichte hat für mich wirklich etwas besonderes an sich. Im Mittelpunkt steht ein US Private, der Weihnachten in einem Kriegsgebiet verbringen muss und deshalb nicht zu Hause, bei seiner Familie sein kann. Zwar fand ich die Story selbst ein wenig unrealistisch, aber es ist schließlich Weihnachten, da will ich es nicht so eng sehen.

Die Schneespielerin – Lina Rina
Dieser Erzählung verkörpert für mich ein tolles Beispiel für den Teil einer Anthologie. Es geht hier um Miss Amité, eine Cellistin mit einem ganz besonderen Talent. Lina Rina baut hier auf wenigen Seiten aus einer Famileifehde und einem kleinen fantastischen Element eine Geschichte die in sich geschlossen ist, eine Botschaft beinhaltet und auch zu einem schönen Ende findet.

Unter den Sternen – Bettina Auer
Eine angenehme Geschichte, die bei mir leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte. Ich mochte zwar die Story selbst, allerdings war mir auch hier das weihanchtliche bzw. winterliche Motiv zu klein geraten. Allerdings hat es mir gut gefallen, dass die Autorin fast schon auf märchenhafte Weise die Thematik des klassenunterschiedes aufgegriffen hat – es hat mich beinahe an ein Aschenputtel in einer anderen Zeit erinnert.

Zwischen Schokomännern und Weihnachtsküssen – Mariella Heyd
Für mich die beste Kurzgeschichte in diesem Buch. Ich fand die Thematik sehr gelungen, die Betrachtung derer die Arbeiten um anderen Menschen ein schönes Weihnachten zu ermöglichen, finde ich einfach toll. Dazu kommt noch eine kleine Liebesgeschichte (wer sagt dazu in der Weihnachtszeit nein?). Für mich packt Mariella Heyd viele tolle Elemente in einen kleinen Rahmen, schafft ein süßes Happy End und schließt die Geschichte rundherum ab. Ich hatte hier zu keinen Punkt das Gefühl, dass etwas Fehlt oder ich mehr erfahren müsste. Einfach eine tolle Kurzgeschichte.

Jack & Luchs – Salome Fuchs
Eine wirklich niedliche Geschichte. Im Mittelpunkt steht eine kleine, arme Familie die nichts mehr im Leben hat. Die Autorin schreibt für mich sehr erzählerisch und bildhaft und beschert mit ihrer Erzählung nicht nur der kleinen Familie sondern auch allen Lesern ein Weihnachtswunder.

Das Fest der Liebe – Christin Thomas
Hier gibt es den Weihnachtsmann wirklich (insgeheim habe ich es doch immer gewusst!) und im Mittelpunkt steht seine Werkstatt, die dank seiner Sekretärin Emma Weiß am laufen gehalten wird. Auch hier passiert ein wunderschönes Weihanchtwunder das auch noch eines der akutellsten und doch sehr wenig besprochenen Themen behandelt: die Organspende. Trotz dieser ernsten Thematik schafft es die Autorin trotzdem einen schönen Weihnachtlichen Rahmen aufzubauen – ganz toll!


Zeit können wir nur einander schenken.


Fazit

Eine Anthologie mit Höhen und Tiefen – ich denke aber, dass das für Sammlungen von Kurzgeschichten normal ist. Es kann einem schließlich nicht alles gefallen. Da mich aber ein paar Geschichten wirklich komplett überzeugen konnten, gebe ich 3 von 4 Punkten.

drei-punkte

unterschrift-laura

4 Kommentare zu „„Der Zauber des Winters“ – Nadine Skonetzki [Hrsg.]

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