„Ein Himmel aus Lavendel“ – Marlena Anders

DasBuch

DSC00745

Verlag: Drachenmond


„Es hat nichts mit Mut zu tun, seinen Weg gehen zu wollen“


Klappentext

Deine Seele gegen eine Gabe. Oder einen Fluch?

Es heißt, es sei gar nobel, sein Leben für das eines geliebten Menschen zu geben. Doch niemand hat davon gesprochen, wie es sich anfühlt, diejenige zu sein, die diese Bürde auf sich nimmt. Darf man eine solche Entscheidung bereuen?

Diese Frage stellt sich Emery in ihren dunkelsten Momenten. Denn weder ihre Mutter noch ihre Schwester wissen, auf was sie alles verzichtet, um ihnen ein normales Leben zu ermöglichen. Ein Fremder war es, der ihr für ihre Seele eine Gabe versprach – die Fähigkeit, in gefährlichen Situation wie ein Phönix in Flammen aufzugehen. Doch auch wenn der Phönix für neues Leben steht, bringt jede Verwandlung Emery einen Schritt näher an den Tod.

Um dies zu verhindern, macht sich Emery verzweifelt auf die Suche nach einer Möglichkeit, um den Handel rückgängig zu machen. Dabei soll ihr Nael helfen, der ihr eine Ausflucht aus ihrem alten Leben bietet. Aber ihm sind seine eigenen Dämonen dicht auf den Fersen …


Es gibt kein Risiko. Wenn die Luft einmal dünn werden sollte, kannst du dich einfach in Luft auflösen, Emery. Ein Wunder, stell es dir vor! In Luft! Wer kann das schon?


Bewertung

Im Mittelpunkt des Buches stehen Emery und Nael. Beide haben eine Fluch auf sich genommen, um andere zu schützen. Während sich Emery immer mehr in ein gefiedertes Wesen verwandelt und Angst hat, nach der nächsten Verwandlung nur noch aus Stein zu bestehen, wird Nael von Albträumen gequält, in denen er immer wieder sieht, wie er seine Lieben eigenhändig ermordet.

Das Setting der Geschichte ist wirklich wunderschön und einzigartig. Avize heißt die Stadt, in der beide leben. Sie erinnert mich sehr, an ein Venedig aus früherer Zeit. Der Kern besteht aus wunderschönen Herrenhäusern und um die Stadt herum befidnet sich eine wunderschöne Landschaft. Die Bewohner tragen immerzu edle Kostüme und das wichigste sind Masken, die das Gesicht verhüllen – denn es geht niemanden an was man fühlt und niemand soll die eigenen Emotionen im Gesicht sehen. Diese eigentlich farbenfrohe, bunte und umfangreiche Welt wurde meiner Meinung nach etwas zu wenig beschrieben. Hier hätte ich mir einfach mehr gewünscht, die Grundlage dazu war auf jeden Fall vorhanden.

Trotz dieses Kritikpunktes war der Schreibstil trotzdem angenehm zu lesen – er war wie gesagt nicht sehr ausschweifend, aber irgendwie hat diese klare Art zu der Hauptprotagonistin gepasst. Man konnte das Buch flüssig lesen, es gab keine großen Längen. Insgesamt bewegt sich Fluss der Geschichte aber etwas langsamer – zwar gibt es immer wieder rasantere Stellen, aber selbst bei denen hatte ich das Gefühl, dass die Autorin diese mit mehr Ruhe wiedergibt, als ich es aus anderen Büchern kenne – dort bekommt man ja manchmal fast Herzrasen. Die verwende Sprache der Charaktere passt für mich sehr gut zu dem gewählten Setting. Sie wirkt ein bisschen hochgestochen, es wird keine Umgangssprache verwendet.

Was mich in diesem Buch manchmal fast um den Verstand gebrach hat, ist die Emery, die Hauptprotagonistin dieser Geschichte. Ich weiß bis jetzt noch nicht zu 100% was ich von ihr halten soll. In manchen Momenten fand ich sie mutig und stark, war stolz auf ihre Reaktionen, in anderen Stellen hatte ich Mittleid mit ihr und konnte ihre Launen auf Grund ihres Schicksals gut verstehen. Und dann gab es Momente da wollte ich sie nur anschreien, dass sie einfach mal wieder runter kommen soll – schließlich war sie das Problem und nicht die anderen. Wie ihr seht, hatte ich da sehr gemischte Gefühle. Ganz anders war es da bei ihrem männlichen Begleiter Nael. Das war wieder der klassische Fall: von ihm gelesen, für toll befunden und die Meinung das restliche Buch über nicht mehr geändert. Im Bereich der Charaktere muss ich auf jeden Fall noch zwei besondere Figuren benennen: Slays und Ode. Die Autorin hat mir mit den beiden wieder vor Augen geführt, wie sehr man fiktive Personen hassen kann. Böse Gegenspieler kennt man ja aus den meisten Büchern, erst recht im Fantasy-Bereich. Aber die beiden befinden sich eindeutig am oberen Ende der Skala. Dem Buch geben sie dadruch mehr Facetten, außerdem treiben sie die Handlung voran.

Da es trotz vieler positiver Punkte auch einige negative Kritikpunkte gibt, bewerte ich das Buch mit 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


Ein Versprechen ist so flüchtig wie sein Echo. Es ist nicht greifbar und längst verhallt, bevor dein Verstand es begriffen hat.


Fazit

Besonders das Setting macht dieses Buch zu einer schönen Leseerfahrung. Zwar hätten die Beschreibungen hier noch wesentlich tiefgreifender sein können, aber ich hoffe da jetzt einfach auf die Fortsetzung, die auf der letzten Seite versprochen wird. Ich bin definitiv gespannt wie die Geschichte weitergeht und freue mich deswegen schon auf den nächsten Teil.

unterschrift-laura

Ein Kommentar zu „„Ein Himmel aus Lavendel“ – Marlena Anders

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s