„Einmal im Jahr für immer“ – Sarah Ricchizzi

DasBuch

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Verlag: Selfpublishing


Alles wäre verloren.
Fort.
Kaputt.
Für immer.
Warum lebte die Welt noch, während sie selbst das Gefühl hatte, dass alles in Fetzen gerissen wurde?


Klappentext

Math ist tot.
Und Amelie Red fragt sich, weshalb sie noch weiterleben soll.
Wozu den Schein wahren, wenn der Tod so schwer auf ihr lastet?

In ihrer Trauer um ihren verstorbenen Ehemann, vergisst Amelie Red, wer sie einst gewesen ist und verliert sich in ihrer eigenen Gedankenwelt.
Dann klopft ein Clown unerwartet an ihre Badezimmertür und sprengt ihr Leben mit Abenteuern, die sie nicht erleben will.
Ein Clown lässt sich allerdings nicht so einfach ignorieren, schon gar nicht, wenn im eigenen Treppenhaus ein Regenbogen erscheint, eine Hüpfburg im Wohnzimmer thront und sie das Haus nicht mehr durch die Haustür, sondern durch ein Fenster betreten muss.


„Weißt du Raj, er ist noch überall. Versteckt. Mit seinen kleinen Wundern und Geheimnissen. Bitte, geh auf Reisen, such die Zuflucht irgendwo auf der Welt. Aber komm irgendwann zurück. Math ist hier, er wird immer hier sein. Hier sind seine Erinnerungen zu Hause, Raj.“


Bewertung

Ich habe mich dazu entschlossen, die Bewertung für dieses Buch nicht wie sonst zu schreiben. Heute werde ich meine Meinung in einen Brief an die Autorin formulieren. Ich denke so fällt es mir leichter, dass über das Buch auszudrücken, was ich wirklich denke. Außerdem passt ein Brief auch sehr gut zu dem Buch selbst…

Liebe Sarah,

ich bin hin und her gerissen. Da ist auf der einen Seite das Gefühl, das Buch feiern zu müssen, weil es wirklich fast an Perfektion grenzt und auf der anderen bin ich dir böse (erschrick jetzt bitte nicht, sondern lies erst weiter, du wirst verstehen, was ich damit meine). Ich bin dir ein bisschen böse, weil du mit deinem Roman „Einmal im Jahr für immer“ einen ziemlich wunden Punkt bei mir getroffen hast. Die Angst den Partner, die Person die man so sehr liebt, zu verlieren, kennt wahrscheinlich fast jeder. Ich selbst habe riesige Angst davor und  du hast mit deinem Buch genau diesen wunden Punkt getroffen. Ich will ehrlich sein: so wie bei deinem Buch, hab ich nicht mal bei „P.S. Ich liebe dich“ geweint (ich bin wirklich nah am Wasser gebaut). Auch deswegen bin ich dir ein wenig böse – ich sah nach der letzten Seite so verheult aus, das konnte man keinem mehr anbieten.
Du merkst es ist also ein „gutes böse“, denn dein Roman hat bei mir ins Schwarze getroffen, aber es ist eben ein Thema mit dem ich mich nicht gern beschäftige, aber denkt schon gern über solche Ängste nach?
„Einmal im Jahr für immer“ ist ein Buch, das so viele Emotionen in sich vereint, dass es eigentlich platzen müsste. Ich konnte jeder Zeit Amelies Gefühle nachvollziehen und habe eigentlich auf jeder Seite mit ihr gelitten. Ich fand es auch nicht übertrieben oder zu dramatisch – für mich hast du die Trauerthematik unglaublich echt und realistisch aufgearbeitet. Ich lehne mich jetzt mal ein wenig aus dem Fenster und sage: besser geht es nicht.
Auch die von dir geschaffenen Figuren konnten mich von der ersten Seite an überzeugen. Eigentlich sollte jedem der so etwas durchmacht ein Clown zustehen. Ich vermisse ihn übrignes ein bisschen, jetzt wo das Buch ausgelesen ist. Er hat so viel Farbe in Amelies Leben gebracht, dass es für mich das reinste Vergnügen war ihn dabei begleiten zu können. Er war eigentlich mein kleines Highlight in diesem Buch. Der Clown ist so stark und schafft es das scheinbar unmögliche, möglich zu machen. Er nimmt Amelie mit auf seine verrückten Abenteuer und nimmt sie so mit zurück ins Leben – das größte Geschenk was man ihr machen kann.
Dein Schreibstil passt auch wunderbar zu dem Gesamtbild des Romans. Zwar haben sich hier und da kleine Fehler eingeschliche, aber die habe ich wegen der Tränen in den Augen eh kaum gesehen.
Du hast wirklich einen tollen Roman geschrieben, den ich jedem weiterempfehlen würde. Hoffentlich gibt es bald noch mehr von dir zu lesen.

Liebe Grüße,
Laura


Sorge dafür, dass die Wände Farbe kriegen.
Bring etwas Kindheit in das Hau, in dem keine wohnen
Zeig ihr, dass sie mich hassen darf, für das, was ich ihr antue
Zerstör die Küche
Lass sie Whisky trinken
Feier ihren Geburtstag, egal wie lange ich bereits tot bin
Gib ihr Stift und Papier
Zwing sie zu leben
Sag iht, dass ich sie liebe


Fazit

„Einmal im Jahr für immer“ ist ein Buch, dass nicht mehr Emotionen vermitteln könnte. Ich habe geweint und gelacht und manchmal auch beides gleichzeitig.
Wer nah am Wasser gebaut ist, so wie ich, der sollte die Packung Taschentücher schon mal bereit stellen.
Hier vereinen sich eine tolle Story, ein angenehmer Schreibstil, toll gestaltete Charakter und der ein oder andere Stoff zum Nachdenken. Ich kann euch allen das Buch nur ans Herz legen.

unterschrift-laura

2 Kommentare zu „„Einmal im Jahr für immer“ – Sarah Ricchizzi

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