„Ein bisschen wie Unendlichkeit“ – Harriet Reuter Hapgood

DasBuch

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Verlag: KJB


„Es kommt nicht auf die Melodie an, sondern auf die Lautstärke“


Klappentext

„So ist es, wenn man jemanden liebt. So ist es, wenn man um jemanden trauert. Ein bisschen wie Unendlichkeit.“

Als die Ferien anfangen, möchte Gottie eigentlich nur unter dem Apfelbaum liegen, in die Sterne schauen und über das Universum philosophieren. Doch dann taucht ihr bester Freund Thomas wieder auf, der vor einigen Jahren weggezogen war. Ein schicksalhafter Sommer beginnt – voller Fragen, galaxienverwirbelnder Geheimnisse und Küsse im Regen…


Ich kann wählen zwischen dem jetzigen Zustand – dem Anhalten der Zeit, damit meine Welt so wunderbar überschaubar bleibt – und dem Zerschmettern meines eigenen Herzens. Tja. Man reiche mir den Hammer.


Bewertung

Mein erster Gedanke zu dem Buch war: „Dieses Buch geht ans Herz.“ Eine zauberhaft erzählte Geschichte eines jungen Mädchens, welches erwachsen wird, mit ihren Gefühlen kämpft und sich quer durch die Zeit bewegt. Diesen Eindruck habe ich durch den Klappentext bekommen und im Nachhinein kann ich sagen, er war nicht komplett richtig, aber auch nicht komplett falsch.

Gottie, die eigentlich Margot H. Oppenheimer heißt, ist die Hauptprotagonistin dieses Buches. Als Leser begleitet man Gottie in einer schwierigen Zeit, sie ist in Trauer um ihren geliebten Großvater. Der nach ihren Beschreibungen lustige und lebensfrohe Alt-Hippi fehlt ihr in jeder Sekunde. Zusätzlich kehrt in dieser Zeit Thomas in ihr Leben zurück. Ihr Kindheitsfreund, der irgendwann weggezogen ist und zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte.

Zu Beginn war ich sehr gefesselt von der Geschichte. Ich bin gut hinein gekommen, konnte mich wunderbar mit den verschiedenen Figuren anfreunden und hatte einfach einen draht zu der Story selbst. Besonders Gottie und Thomas als Charaktere haben mich schnell in die Geschichte einsteigen lassen. Sie sind beide liebenswert und sympatisch, ein bisschen chaotisch und eben nicht „0815“. Man merkt sofort, dass sie eine tiefe Verbindung haben und auch nach der langen Zeit, in der sie voneinander getrennt eine Einheit bilden.

Gottie wird dabei immer wieder aus der Bahn geworfen, da ist es kein Wunder, dass ihr Leben aus den Fugen gerät und dieses Mal sogar aus den Fugen der Zeit. Sie findet sich immer wieder in kleineren und größeren Flashbacks wieder und scheint besondere Szenen aus der Vergangenheit wiederholt zu durchleben. Um diesen „Zeitreisen“ auf den Grund gehen zu können, begibt man sich als Leser zusammen mit Gottie auf die Suche nach der Ursache dieser Wurmlöcher. Was lässt sie entstehen? Gibt es eine mathematische Formel, die sie erklären kann? Hat es etwas mit Thomas‘ Rückkehr zu tun? Gottie nimmt sich der Fragen an, wie sie es am besten kann: sie schreibt Formeln und mathematische Theorien nieder und kommt Stück für Stück der Antwort näher.
Da Gottie ein Physik- und Mathegenie ist, beschreibt die Autorin diese Sachverhalten mit den entsprechenden fachlichen Gegebenheiten.

Diese Fachlichkeit macht für mich auch das Besondere dieses Buches aus und ich fand diese Gestaltung sehr gelungen. Leider konnte ich aber mit den ständigen Flashbacks nichts anfangen. Die haben mich irgendwie immer wieder aus meinem Lesefluss geworfen. Ich habe mich wirklich versucht darauf einzulassen, aber es wollte mir nicht so recht gelingen. Leider haben sie mich so mehr am lesen gehindert und gestört, als alles andere.

Deswegen vergebe ich auch 3 von 4 Punkten für das Buch.

drei-punkte


Ich fange an, mir Pi bis in die hundertste Dezimalstelle vorzusagen. Doch mein Hirn spielt nicht mit, es verheddert sich irgendwie: Und ich frage mich: Was wäre passiert, wenn Thomas mich vor fünf Jahren geküsst hätte? Oder wenn er niemals weggegangen wäre?


Fazit

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, leider konnte ich nichts mit den eingebauten „Zeitreisen“ anfangen, sie haben meine Lesefluss irgendwie behindert. Außerdem hatte ich auch das Gefühl, dass sie die Story nicht wirklich vorangebracht haben. Deswegen lässt mich das Buch nicht zu 100% zufrieden zurück.

unterschrift-laura

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