„Die erstaunliche Familie Telemachus“ – Daryl Gregory

DasBuch

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Verlag: Eichborn


Klappentext

Auf den ersten Blick ist Matty Telemachus ein typischer vierzehnjähriger Junge mit den typischen Problemen eines vierzehnjährigen Jungen. Aber Matty ist alles andere als normal und seine Familie ist es schon gar nicht. Als Matty entdeckt, dass er über ungewöhnliche Fähigkeiten verfügt, macht er sich auf die Suche nach dem lange gehegten Familiengeheimnis: Sind seine Verwandten wirklich Medien, beherrschen sie Telepathie, Telekinese und vielleicht noch andere Kräfte?

Ein umwerfender Roman über eine ganz besondere Familie und die unsichtbaren Kräfte, die uns alle zusammenhalten.


Bewertung

Die Familie Telemachus ist keine gewöhnliche Familie. Jeder von Ihnen verfügt über paranormale Fähigkeiten und jede dieser Fähigkeiten ist einzigartig.

Diese Tatsache und der Klappentext ließen mich einen lustigen und humorvollen Roman erwarten, der den pubertären Matty als Hauptcharakter mit sich bringt. Doch irgendwie hat sich das nicht so recht eingestellt. Ich kann euch aber auch nicht direkt sagen, was dieses Buch ausmacht – es ist irgendwie von allem ein bisschen. Zu Beginn scheint es sich tatsächlich ein Roman über den unsicheren Teenager Matty zu gehen, dazu kommen einige kleine Fantasy-Elemente. Doch je weiter man in der Story voran kommt desto mehr entwickelt sich hier meiner Meinung nach ein ziemliches Durcheinander. Ich kann mir vorstellen, dass manche den Mix aus verschiedenen Genres spannend und abwechslungsreich finden- ich fand es irgendwie verwirrend.

Die Idee jedes Kapitel aus Sicht eines anderen Charakters zu schreiben fand ich eigentlich schön. Es bringt Abwechslung in die Story und bietet dem Leser tiefe Einblicke in verschiedenen Gefühlswelten und Ansichten der verschiedenen Familienmitglieder. Da die Kapitel aber für mich doch recht lang sind ziehen sie sich doch ein wenig in die Länge. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass die Story nicht recht voran kommt sonder mehr oder weniger langsam vor sich hin plätschert. Erst zum Schluss, als es ein paar schnellere Szenenwechsel gibt scheint die Story an Schwung und Spannung zu gewinnen.

Auch durch den ein oder anderen Sprung in der Zeit hat meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen, was ich sehr schade fand, denn die durch den Autor wirklich liebevoll gestalteten Figuren hätten eine wahnsinnig spannende Story verdient, doch irgendwie konnte es mich nicht packen.

Insgesamt vergebe ich 2 von 4 möglichen Punkten.

zwei-punkte


Fazit

Die Geschichte entwickelt sich langsam – für meinen Geschmack leider zu langsam. Ich bin mit der Story trotz der vielschichtig und liebevoll gestalteten Charaktere nicht so recht warm geworden. Man muss sich als Leser wirklich auf diesen skurrilen Roman einlassen können, was mir leider nicht so wirklich gelungen ist.

unterschrift-laura

Unser Monatsrückblick – Februar ’18

Februar

… wie war Euer Monat? Bei uns brachte der kürzeste Monat des Jahres eine klirrende Kälte mit sich. Aber hey … umso mehr Grund um sich mit Decke und Tee auf der Couch zu verziehen. Das war unser Lesemonat Februar:

Cindy

Meine gelesenen  Bücher:

MeinLebenOderEinHaufenUnvollkommenerMomente

Rezension – „Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente“

Leider war es diesen Monat etwas schwer für mich Alles unter einen Hut zu bringen. Deshalb habe ich es geschafft nur ein Buch zu lesen. Ein weiteres Buch befindet sich in Arbeit und das Hörspiel von ‚Sleeping Beauties‘ von Stephen King läuft nebenbei im Auto auf dem Weg zur Arbeit.

Meine Neuzugänge:

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Diesen Monat durften „Die Sehnsucht des Vorlesers“ von Jean-Paul Didierlaurent bei mir einziehen, sowie „Das Leben ist manchmal woanders“ von Ulrike Herwig. Das erste Buch befindet sich schon seit Ewigkeiten auf meiner Wunschliste. Auf das Zweite freue ich mich besonders.


Laura

Meine gelesenen Bücher:

 

Rezension – „Federleicht 6“

Rezension – „Ein bisschen wie Unendlichkeit“

Rezension – „Räuberherz“

Rezension – „Nicht mein Märchen“

Rezension – „Das Herz der Lilie“

Rezension – „Hörbuch Ariell und Rapunzel“

Rezension – „Midnight Sun“

Ich bin mit meinem Lesemonat wirklich sehr zufrieden. Mein Highlight war dabei ganz klar „Räuberherz“ von Julianna Grohe. Es konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. Ich hoffe auch ihr alle habt tolle Bücher gelesen in diesem Monat.

Meine Neuzugänge:

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Midnight Sun habe ich bereits beendet. Das Hörbuch von Save Me läuft genau in diesem Moment – und ich kann schon jetzt sagen: es ist phänomenal!


Wir wünschen euch einen tollen März!

laura-cindy

„Midnight Sun“ – Trish Cook

DasBuch

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Verlag: cbt


… ich kann davon meine geistigen Fähigkeiten verlieren, taub und stumm werden, Schlaganfälle bekommen, und ich kann daran sogar sterben. Infolge dessen sitze ich tagsüber zu Hause fest wie Rapunzel in ihrem Turm. Die hat davon schließlich ’nen Lagerkoller gekriegt und ist mit dem erstbesten Typen durchgebrannt. Mädel, ich kann dich total und absolut verstehen.


Klappentext

Auf den ersten Blick ist die 17-jährige Katie ein Mädchen wie jedes andere: Sie schreibt ihre eigenen Songs, hängt mit ihrer besten Freundin ab oder beobachtet ihren Schwarm Charlie aus der Ferne. Als der eines Abends Katies Auftritt als Straßenmusikerin sieht, verliebt er sich Hals über Kopf in sie. Katie schwebt im siebten Himmel – doch sie verschweigt Charlie etwas Lebenswichtiges: Katie leidet an einer seltenen Krankheit, die jegliches Sonnenlicht zur tödlichen Gefahr macht. Wie berauscht treibt sie mit Charlie durch die lauen Sommernächte und setzt alles auf eine Karte …


Now I walk with you, my head held high, in the darkest night, I feel so alive


Bewertung

Bevor ich überhaupt gehört habe, dass es einen Film mit diesem Namen gibt, habe ich dieses Buch entdeckt, mir ist bis ich es in den Händen hielt nicht mal aufgefallen, dass darauf steht „Der Roman zum Kinofilm“.
Besonders gespannt auf das Buch war ich durch den Klappentext. Dieser verspricht ja schon eine schöne und emotionale Geschichte.

Die Hauptprotagonistin in dieser Geschichte ist Katie. Katie ist eine unfassbar starke Person und sie war mir direkt sympathisch. Schon allein wie das Buch beginnt, hat mich begeistern können, denn sie hat einen tollen Humor. Sie spricht den Leser auf den ersten Seiten direkt an und so wird man sofort mit ihr warm. Katie ist schlau, ohne dass sie wie ein Besserwisser wirkt und sie bemitleidet sich nicht die ganze Zeit selbst, sondern hat Mut und Lebenswillen, obwohl sie sehr stark eingeschränkt ist in ihrem Leben. Sie hat fast ihre gesamte Kindheit und Jugend nur mit ihrem Vater und ihrer besten Freundin zu Hause verbracht. Die Idee, dass sie durchs Fenster einen Jungen jeden morgen beobachtet fand ich ganz süß, aber nicht neu.

Charlie ist ein wirklich sehr netter Kerl und soll den männlichen Hauptcharakter in diesem Buch darstellen. Er ist einfühlsam und bemüht sich sehr um Katie. Leider kommt seine Rolle in diesem Buch meiner Meinung nach viel zu kurz. Ich hatte das Gefühl nur 60% von ihm kennengelernt zu haben. Genauso ging es mir mit Katies bester Freundin Morgan und Katies Vater. Alle Figuren wirken für mich neben Katie und ihrer Krankheit sehr blass. Das fand ich sehr schade, denn die Autorin hat es geschafft mit der Hauptprotagonistin ein Mädchen zu schaffen, dass ihre Krankheit selbst nicht in den Mittelpunkt stellt und tut es mit der Gestaltung der anderen Charaktere und der Entwicklung der Geschichte dann doch selbst.

Insgesamt war mir die Geschichte dann doch zu klischeehaft gestaltet – tolles Mädchen, toller Junge, schlimme Krankheit, große Liebe und dann der Teil mit den großen dicken Tränen die einem als Leser auf den letzten Seiten über die Wange kullern. Es war insgesamt schon recht vorhersehbar wie sich die Story entwickelt und was mit den Figuren geschieht.

Trotzdem ist das Buch natürlich nicht schlecht – ich konnte an vielen Stellen schmunzeln, die Charaktere sind wirklich witzig. Auch der Schreibstil konnte mich überzeugen. Er ist sehr locker und schon ein bisschen an Umgangssprache angelehnt – für mich sehr passend für ein Jugendbuch.

Insgesamt vergebe ich daher 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


Fazit

Bei „Midnight Sun“ handelt es sich für mich um ein schönes Buch für zwischendurch. Es kann in einigen Stellen durchaus überzeugen, konnte mich aber doch nicht komplett überzeugen. Insgesamt wurde mir dazu einfach zu viel mit altbekannten Abläufen und Klischees gearbeitet.

unterschrift-laura

„Disney Prinzessinen – Ariell & Rapunzel“ – Hörbuch

DasBuch

… bzw. Hörbuch 🙂

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Verlag: der Hörverlag


Klappentext

Meerjungfrau Arielle rettet bei einem Sturm Prinz Eric das Leben und verliebt sich in ihn. Um ihn wiedersehen zu können, verpfändet sie ihre schöne Stimme an die böse Meerhexe Ursula. Mit Hilfe ihrer Freunde, der scheuen Flunder Fabius und der Reggae-singenden Krabbe Sebastian, versucht sie in einem Wettlauf mit der Zeit die Liebe des Prinzen zu gewinnen.

Seit sie als Baby von einer bösen Hexe entführt wurde, lebt die schöne Rapunzel eingesperrt in einem Turm. Doch eines Tages taucht überraschend ein junger Mann bei ihr auf. Er heißt Flynn Rider, ist Abenteurer, Dieb und ein verwegener Frauenheld. Mit seiner Hilfe befreit sich Rapunzel und macht sich auf den Weg, ihren sehnlichsten Traum zu erfüllen.

Gelesen von den Synchronstimmen Anna Carlsson (Arielle) und Alexandra Neldel (Rapunzel).


Bewertung

In dieser kleinen Box befinden sich zwei der wohl bekanntesten und schönsten Disney-Filme: Ariell die Meerjungfrau und Rapunzel – Neu verföhnt. Da diese beiden Märchen Klassiker wohl nicht unbekannt sind, brauche ich dazu nicht viel zu sagen. Die Handlung folgt jeweils dem bekannten Film-Vorbild, nur das hier die Lieder und Melodien fehlen. Es ist eben auch in Hörbuch und kein Hörspiel. Ich muss aber gestehen, dass ich an der ein oder anderen Stelle schon aus das einsetzten der Musik gewartet habe – da hat für mich einfach die Gewohnheit gesiegt.

Die Geschichten selbst waren nicht neu für mich, sie als Hörbuch zu hören allerdings schon. Ich konnte mir alle Szenen sehr gut vorstellen, was wahrscheinlich aber auch daran liegt, dass ich die bildliche Umsetzung wie gesagt ebenfalls kenne.

Für mich haben sowohl Anna Carlsson als auch Alexandra Neldel wirklich tolle Stimmen und lesen hier wirklich sehr gut vor. Bei beiden haben mir die Ausdrucksweise und auch die Betonung sehr gut gefallen. Beide verstehen sich ebenfalls bestens darauf, die Stimmen lebhaft an die Protagonisten anzupassen und den Hörbüchern so eine spannende Note zu verpassen. Beide Hörbücher bieten für mich Humor und Spannung und nehmen den Hörer, egal ob Groß oder Klein, mit zu den Abenteuern die Ariell und Rapunzel erleben. Besonders Ariell die Meerjungfrau fand ich auch wirklich kindgerecht gelesen.

Der einzige kleine Kritikpunkt den ich nennen möchte ist die Länge der Hörbücher. Die Laufzeit liegt bei beiden Geschichten deutlich über zwei Stunden. Ich kann mir vorstellen, dass das besonders für den ein oder anderen kleineren Hörer doch recht lang ist, besonders da durch die fehlende Musik auch nicht so viel Abwechslung während des Hörens geboten wird.

Insgesamt vergebe ich 3 von 4 Punkten für das Hörbuch.

drei-punkte


Fazit
Sowohl Arielle, als auch Rapunzel entführen den Hörer in ihre jeweilige Märchenwelt und nehmen uns mit auf ihre Abenteuer. Anna Carlsson und Alexandra Neldel konnten mich mit ihrer Art zu lesen überzeugen und auch abholen. Allerdings kommt bei mir ohne die musikalische Unterstützung nur 95% des Disney-Feelings auf.
unterschrift-laura

„Nicht mein Märchen“ – E. M. Tippetts

DasBuch

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Verlag: Selfpublished


Klappentext

Stellt euch vor, Robert Pattinson taucht an eurer Haustür auf und will euch mit Eiscreme füttern, aber ihr hattet nie Interesse daran, die Twilight-Filme zu sehen. Eure Mitbewohnerin und jede andere Frau in der Nachbarschaft werden fast ohnmächtig, aber irgendwie fühlt ihr euch zu dem Typen einfach nicht hingezogen.

So ähnlich ergeht es auch Chloe Winters. Gezeichnet von einer schweren Kindheit war sie gezwungen ihr Leben sehr pragmatisch anzugehen, sie schlägt sich als Studentin in Albuquerque durch und gehört nicht zu den Leuten, die an Märchen glauben.

Eines Tages aber kommt Hollywood-Superstar Jason Vanderholt zurück in seine Heimatstadt Albuquerque um dort einen Film zu drehen. Er entschließt sich, bei den Statisten vorbeizuschauen, zu denen auch Chloe gehört. Die sieht in dem Schauspieler, der bei jeder anderen Frau die Knie weich werden lässt, aber nicht gerade ihren Traummann. Sie nimmt nur einen Typen mit einem seltsamen Job und eigener Entourage wahr, der sie zweifellos in fünf Minuten wieder vergessen haben wird.

Aber Jason sieht in ihr mehr als nur ein weiteres hübsches Gesicht. Chloe kommt ihm bekannt vor und er hat eine Menge Fragen an sie, die sie lieber nicht beantworten möchte. Diese ganze Geschichte ist einfach nicht ihr Märchen.


Bewertung

Ich will euch heute zu erst erzählen, was ich von diesem Buch erwartet habe: um ehrlich zu sein ist das nicht viel. Das klingt hart, aber es ist so. Ich hatte die letzten Wochen viel Stress auf der Arbeit und war auf der Suche nach einem leichten Buch, einem Buch bei dem ich einfach den Kopf ausschalten kann und nicht denken muss. Ich wollte ein angenehmes Buch für zwischendurch und dachte es in „Nicht mein Märchen“ gefunden zu haben – und dann hat mich die Geschichte so sehr überrascht.

E. M. Tippetts erzählt in ihrem Roman die Geschichte von der bodenständigen und liebenswürdigen Studentin Chloe Winters und dem allseits umschwärmten Hollywood-Star Jason Vanderholt. Jason ist für viele wahrscheinlich der Traumtyp schlecht hin. Kino-Star, jede Menge Geld und natürlich das dazu passende Äußere. Allerdings hat die Autorin hier einen Charakter geschaffen, der zusätzlich auch mit seinem Inneren überzeugen kann. Jason ist ein unheimlich netter, warmherziger und lustiger Typ. Dabei schafft es E. M. Tippetts auf tolle Art und Weise die meisten Vorurteile über Bord zu werfen und einen wirklich vielschichtigen Kerl zu schaffen den man einfach mögen muss – man kommt einfach nicht drum rum. Doch nicht nur Jason sonder auch Hauptprotagonistin Chloe ist mir während der Story sehr ans Herz gewachsen. Sie ist stark, selbstständig und wirklich lieb. Sie ist keine von diesen „übertrieben emanzipierten Mädchen“ die unbedingt alles allein schaffen muss, egal was kommt. Sie kennt ihre Grenzen, lässt sich auch mal helfen und tut alles für ihre Freunde. Außerdem kann sie mit einer wirklich spannenden und überzeugend gestaltet Vergangenheit überzeugen.

Der Autorin ist es gelungen mich mit ihrer modernen Story in eine romantische Märchenwelt zu entführen. Besonders gut gefallen hat mir daran die humorvolle Atmosphäre. Dabei wirkt nichts aufgesetzt, übertrieben oder gespielt. Die Geschichte hat mir einfach gut gefallen. Sie ist leicht und hat ein angenehmes Spannungslevel und wenn man sich ein wenig auf die Figuren einlässt können sie einen auch gut mitnehmen.

Besonders gut hat mir die Liebesgeschichte gefallen, die die Autorin um Chloe und Jason gestrickt hat. Sie wirkt einfach irgendwie normal. Es gibt keine rosarote Welt und dann die mega Enttäuschung nur damit sich die beiden dann anschließend wieder vertragen. Die beiden wirken fast schon wie ein normales Pärchen. Klar gibt es Höhen und Tiefen aber ihre Geschichte entwickelt sich langsam und nicht überhastet. Klar ist hier und dort auch ein bisschen Kitsch zu finden, allerdings finde ich das Gesamtpaket durchaus gelungen. Ich bin wirklich begeistert.

Insgesamt vergebe ich für das Buch 4 von 4 Punkten.

vier-punkte


Fazit

Insgesamt bietet „Nicht mein Märchen“ einige märchenhafte Momente, aber auch ruhigere Augenblicke, erschreckende Sekunden und die ein oder andere Szene, die einen wirklich überraschend sein kann. E.M. Tippetts hat hier eine erfrischende Lovestory aufs Papier gebracht, die mich zufrieden zurückgelassen hat.

unterschrift-laura

„Das Herz der Lilie“ – Sandra Regnier

DasBuch

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Verlag: impress


Klappentext

**Die gesamte Lilien-Reihe in einem Buch**

Ein ungewollter Zeitsprung an den Versailler Hof des 17. Jahrhunderts wirft die 16-jährige Julia komplett aus der Bahn. Plötzlich muss sie sich nicht nur mit einer völlig überholten Etikette auseinandersetzen, sondern sich auch in einer Welt undurchschaubarer höfischer Intrigen zurechtfinden. Gut, dass ihr zumindest der junge Graf von Montsauvan zur Seite steht. Nur dass seine Gegenwart ihr Leben schließlich noch um einiges komplizierter macht…


Bewertung

Was mich bei diesem Buch schon im Klappentext angesprochen hat, ist das Zeitreise-Thema. Als Leser wird man auch direkt mit der Zeitreise konfrontiert. Man hat nur wenige Seiten um sich in der Geschichte zurecht zu finden, bevor das große Treiben direkt losgeht. Hier hätten es für mich gern ein paar Seiten mehr sein dürfen, um Hauptprotagonistin Julia besser kennen zulernen.

Die Zeitreise als solche wurde anders umgesetzt, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte eher einen öfteren Wechsel zwischen den Zeiten im Kopf. Autorin Sandra Regnier hat hier allerdings eine andere Gestaltungsart gewählt und das Setting des Buches komplett in die Vergangenheit gesetzt. Das ist auf keinen Fall schlechter, eben nur anders als erwartet. Allerdings denke ich, dass der ein oder andere Sprung in der Zeit der Geschichte noch mehr Spannung gegeben hätte. Zudem hatte ich hier zur Beginn das ein oder andere Problemchen mit der Glaubwürdigkeit. Irgendwie schien sich Julia zu schnell mit der Situation abzufinden. Da hätte ich vor allem am Anfang mehr Widerstand gewünscht.

Dennoch fand ich Julia als Hauptprotagonistin insgesamt sehr spannend. Sie ist offenherzig, spontan und lässt sich nicht unterkriegen. Auch ihr männlicher Gegenpol Etienne wurde meiner Meinung nach authentisch und vielschichtig gestaltet. Er kann streng und hochnäsig sein, nur um im nächsten Moment seine liebevolle und fürsorgliche Seite zu zeigen.

Autorin Sandra Regnier kann für mich in diesem Buch nicht nur mit ihrem angenehmen und dynamischen Schreibstil, sondern auch mit der wirklich toll gelungenen Einbindung der französischen Geschichte punkten. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl hier wirklich ein kleines Stück der damaligen Ereignisse und Gegebenheiten miterleben zu können. Alles wirkte gut recherchiert. Zusätzlich kommt natürlich auch das Thema „Liebe“ nicht zu kurz. Verschiedene Gefühle wurden von der Autorin gut eingebunden ohne aber übertrieben und aufgesetzt zu wirken. Besonders gut fand ich, dass zu Beginn nicht die Liebesgeschichte im Mittelpunkt steht und das Buch dieser genug Raum gibt um sich langsam und glaubwürdig zu entwickeln.

Insgesamt vergebe ich 3 von 4 Punkten. Das Buch hat zwar kleine Schwächen kann diese aber durch viele positive Punkte ausgleichen.

drei-punkte


Fazit

„Das Herz der Lilie“ besticht mit einer zauberhaften Welt mit Intrigen, Geheimnissen, Freundschaft, Etikette und ganz großen Gefühlen. Dadurch können kleine Schwächen schnell vergessen werden.  Insgesamt hat mir das Lesen viel Spaß gemacht. Ein schönes Buch um abzuschalten und den Kopf ein bisschen aus dem Alltag herauszubekommen.

unterschrift-laura

„Ein bisschen wie Unendlichkeit“ – Harriet Reuter Hapgood

DasBuch

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Verlag: KJB


„Es kommt nicht auf die Melodie an, sondern auf die Lautstärke“


Klappentext

„So ist es, wenn man jemanden liebt. So ist es, wenn man um jemanden trauert. Ein bisschen wie Unendlichkeit.“

Als die Ferien anfangen, möchte Gottie eigentlich nur unter dem Apfelbaum liegen, in die Sterne schauen und über das Universum philosophieren. Doch dann taucht ihr bester Freund Thomas wieder auf, der vor einigen Jahren weggezogen war. Ein schicksalhafter Sommer beginnt – voller Fragen, galaxienverwirbelnder Geheimnisse und Küsse im Regen…


Ich kann wählen zwischen dem jetzigen Zustand – dem Anhalten der Zeit, damit meine Welt so wunderbar überschaubar bleibt – und dem Zerschmettern meines eigenen Herzens. Tja. Man reiche mir den Hammer.


Bewertung

Mein erster Gedanke zu dem Buch war: „Dieses Buch geht ans Herz.“ Eine zauberhaft erzählte Geschichte eines jungen Mädchens, welches erwachsen wird, mit ihren Gefühlen kämpft und sich quer durch die Zeit bewegt. Diesen Eindruck habe ich durch den Klappentext bekommen und im Nachhinein kann ich sagen, er war nicht komplett richtig, aber auch nicht komplett falsch.

Gottie, die eigentlich Margot H. Oppenheimer heißt, ist die Hauptprotagonistin dieses Buches. Als Leser begleitet man Gottie in einer schwierigen Zeit, sie ist in Trauer um ihren geliebten Großvater. Der nach ihren Beschreibungen lustige und lebensfrohe Alt-Hippi fehlt ihr in jeder Sekunde. Zusätzlich kehrt in dieser Zeit Thomas in ihr Leben zurück. Ihr Kindheitsfreund, der irgendwann weggezogen ist und zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte.

Zu Beginn war ich sehr gefesselt von der Geschichte. Ich bin gut hinein gekommen, konnte mich wunderbar mit den verschiedenen Figuren anfreunden und hatte einfach einen draht zu der Story selbst. Besonders Gottie und Thomas als Charaktere haben mich schnell in die Geschichte einsteigen lassen. Sie sind beide liebenswert und sympatisch, ein bisschen chaotisch und eben nicht „0815“. Man merkt sofort, dass sie eine tiefe Verbindung haben und auch nach der langen Zeit, in der sie voneinander getrennt eine Einheit bilden.

Gottie wird dabei immer wieder aus der Bahn geworfen, da ist es kein Wunder, dass ihr Leben aus den Fugen gerät und dieses Mal sogar aus den Fugen der Zeit. Sie findet sich immer wieder in kleineren und größeren Flashbacks wieder und scheint besondere Szenen aus der Vergangenheit wiederholt zu durchleben. Um diesen „Zeitreisen“ auf den Grund gehen zu können, begibt man sich als Leser zusammen mit Gottie auf die Suche nach der Ursache dieser Wurmlöcher. Was lässt sie entstehen? Gibt es eine mathematische Formel, die sie erklären kann? Hat es etwas mit Thomas‘ Rückkehr zu tun? Gottie nimmt sich der Fragen an, wie sie es am besten kann: sie schreibt Formeln und mathematische Theorien nieder und kommt Stück für Stück der Antwort näher.
Da Gottie ein Physik- und Mathegenie ist, beschreibt die Autorin diese Sachverhalten mit den entsprechenden fachlichen Gegebenheiten.

Diese Fachlichkeit macht für mich auch das Besondere dieses Buches aus und ich fand diese Gestaltung sehr gelungen. Leider konnte ich aber mit den ständigen Flashbacks nichts anfangen. Die haben mich irgendwie immer wieder aus meinem Lesefluss geworfen. Ich habe mich wirklich versucht darauf einzulassen, aber es wollte mir nicht so recht gelingen. Leider haben sie mich so mehr am lesen gehindert und gestört, als alles andere.

Deswegen vergebe ich auch 3 von 4 Punkten für das Buch.

drei-punkte


Ich fange an, mir Pi bis in die hundertste Dezimalstelle vorzusagen. Doch mein Hirn spielt nicht mit, es verheddert sich irgendwie: Und ich frage mich: Was wäre passiert, wenn Thomas mich vor fünf Jahren geküsst hätte? Oder wenn er niemals weggegangen wäre?


Fazit

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, leider konnte ich nichts mit den eingebauten „Zeitreisen“ anfangen, sie haben meine Lesefluss irgendwie behindert. Außerdem hatte ich auch das Gefühl, dass sie die Story nicht wirklich vorangebracht haben. Deswegen lässt mich das Buch nicht zu 100% zufrieden zurück.

unterschrift-laura

„Räuberherz“ – Julianna Grohe

DasBuch

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Verlag: Drachenmond



Klappentext

Als wäre sie in eine schräge Version von „Die Schöne und das Biest“ geraten, findet sich Ella in der Villa eines reichen Mannes wieder. Statt jedoch mit tollen Kleidern und Schmuck verwöhnt zu werden, soll sie die Hausarbeit erledigen, während ihr Entführer eine Traumfrau nach der anderen anschleppt.

Welches Geheimnis verbirgt er? Weshalb hört Ella manchmal Stimmen im Haus, obwohl niemand in der Nähe ist? Und warum fühlt sie diese seltsamen elektrischen Schläge, wenn sie aus Versehen seine Haut berührt?

Ella ahnt bereits nach kurzer Zeit, dass seine Hartherzigkeit nichts als Fassade ist … doch was wird sie dahinter finden? Vielleicht etwas viel Gefährlicheres?

Verdammt! Kochen, putzen, waschen, bügeln – und das alles für diesen superarroganten Schönling? Ein Traum. Genau so habe ich mir den Rest meines Lebens vorgestellt …


Bewertung

„Die vierte Braut“ von Julianna Grohe war das erste Buch, dass ich vom Drachenmond Verlag gelesen habe und ich war fasziniert. Seit dem stöbere ich nicht nur immer wieder unheimlich gern auf der Verlagsseite, sondern warte auch darauf, dass die Autorin ein neues Buch veröffentlicht. Mit „Räuberherz“ wurde mein Warten nun endlich beendet und so viel kann ich schon sagen: ich bin mal wieder hin und weg ♥

Das Buch hat mich gefesselt und nicht mehr losgelassen! Innerhalb kürzester Zeit habe ich die Geschichte von Ella verschlungen, weil sie mich so überrascht und begeistert hat.
Nicht nur, dass Ella als Protagonistin ganz anders ist, als man es erwartet, nein. Sie ist auch unglaublich liebenswert und super sympathisch, nimmt kein Blatt vor dem Mund, weiß Sarkasmus zu schätzen und ist schlau. Sie hat einfach einen tollen Charakter mit einigen Ecken und Kanten.

Aber auch die anderen Charaktere wurde wirklich genial gestaltet. Besonders Arthur und James, ihres Zeichens Hund und Katze von Crys haben mir super gut gefallen. Sie bringen unheimlich viel Humor in die Story ein und bilden einen angenehmen Kontrast zu den anderen Figuren. Außerdem… wer kann sprechende Tiere denn nicht gut finden?

Crys. Ach Crys. Da bekomm ich doch glatt Herzchen in den Augen wenn ich an ihn denke. Ja klar benimmt er sich am Anfang wie ein … aber das ist vollkommen egal. Mir zumindest. Er hatte mich einfach sofort und am Ende konnte ich mich wirklich kaum von ihm trennen. Die Autorin schafft es meiner Meinung nach das „harte Schale weicher Kern“ Image komplett neu und interessant zu gestalten. Um ihn drehen sich auch die Geheimnisse und Plottwists dieses Buches und ich war wirklich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.

Die Story selbst fließt quasi in einem Rutsch durch. Der Spannungsbogen ist super gestaltet, es gibt keine Längen oder langweilige Stellen. Ich habe das Buch an zwei Tagen durchgelesen und war zwischenzeitlich sogar genervt, auf Arbeit zu müssen und nicht weiterlesen zu können. Die Geschichte und ihre Figuren haben mich gepackt, mit sich gerissen und wollten mich bis zur letzten Seite und eigentlich sogar noch ein bisschen länger nicht mehr losgelassen. Deswegen vergebe ich 4 von 4 möglichen Punkten.

vier-punkte


Fazit

Das Buch war für mich wirklich ein absolutes Highlight. Da hat sich das zu Beginn erwähnte warten wirklich mehr als gelohnt. Neben einer flüssigen und spannenden Story kann das Buch mit erfrischenden Charakteren überzeugen. Für mich ist es ein neues Herzensbuch. Deswegen spreche ich hier auch sehr gern eine Leseempfehlung aus.

unterschrift-laura

Von Blog zu Blog… [5]

Die ersten Wochen des Jahres sind um und wieder habt ihr eure Leser und damit auch mich mit tollen Artikeln verwöhnt. Mir ist es einfach immer wieder eine Freude auf verschiedenen Blogs auf Entdeckungsreise zu gehen und immer wieder neue tolle Beiträge zu finden. Die, die mir dabei besonders gut gefallen haben, findet ihr hier gesammelt. Vielleicht findet ihr ja auch den ein oder anderen Beitrag, der euch gefällt.

Beginnen möchte ich mit einem super interessanten Booktalk. Geschrieben wurde er von der lieben Jill auf ihrem Blog Letterheart. Inhaltlich geht es um das Buch „Nur noch ein einziges Mal“ von Colleen Hoover. Ihren Talk zu dem Buch fand ich wirklich unfassbar toll und auch sehr emotional. Deswegen möchte ich ihn euch auf jeden Fall empfehlen.

Danach möchte ich euch auf Danielas Blog Livricieux entführen. Zum einen spricht sie mir mit ihrem Artikel „Plauderecke | 10 Dinge, die ganz toll sind am Winter“ wirklich aus dem Herzen – ich liebe ihn ja auch, den Winter. Er ist meine liebste Jahreszeit.
Außerdem teilt sie unter der Überschrift „Leckeres | Haselnuss-Schoko Kuchen“ ein tolles Rezept mit uns – mir ist ja direkt das Wasser im Mund zusammen gelaufen.

Kennt ihr Ivy und ihren Blog „ivy.booknerd“? Ich hoffe es, denn auch sie schreibt immer wieder sehr lesenswerte Beiträge. „UNSERE GIER NACH LIKES UND FOLLOWER – EIN WETTLAUF UM ANERKENNUNG“ heißt einer ihrer aktuellen Artikel. Hier teilt sie uns ihre Gedanken bezüglich der Follower- und Likeanzahl und dem streben nach besser, schöner, höher mit und trifft dabei auch aus meiner Sicht den ein oder anderen Nagel direkt auf den Kopf.
Doch auch mit einem völlig anderen Beitrag konnte sie meine Neugier und meine Begeisterung wecken. Ihr Reisebericht zu Stonehenge macht wirklich Lust auf einen Besuch. Wenn ihr auch ein bisschen Fernweh bekommen wollt, kann ich ihn euch nur empfehlen.

Influencer: Alles was da gerade schief läuft – erklärt an einem Beispiel“ ist der Titel eines Kommentares, der auf der Seite Mobile Geeks online gegangen ist. Die Welt der Influencer ist überhaupt nicht meine – so viel sei gesagt. Ich kenne keine Namen, Seiten, YouTube Kanäle oder ähnliches. Und doch bin ich über diesen Beitrag gestolpert und fand ihn unheimlich gut – und das nicht nur, weil ich an der ein oder anderen Stelle schmunzeln konnte. Die Autoren greifen hier zwar einen konkreten Fall auf (Elle Darby gegen einen Hotelbesitzer) doch der Grundton, war das was mich stutzig gemacht hat – böse Kommentare, Hass und Neid – da fragt man sich wirklich manchmal wo man hingekommen ist.

Ein Blog dem ich immer gerne folge und bei dem ich mich über jeden neuen Artikel freue ist „Kat from Minas Morgul“. Sie schafft es immer wieder mich freiwillig der englischen Sprache zu widmen (was ich eigentlich nicht sooo gern mache, da ich meine Sprachkenntnisse nicht als so toll empfinde). So zum Beispiel mit ihrem Beitrag „If I was in Hogwarts: my life in the wizarding world“.Ich fand diesen Artikel sehr unterhaltsam und möchte ihn euch deswegen ans Herz legen – außerdem: wer träumt denn nicht von einem Leben in Hogwarts?
In einem anderen Beitrag berichtet Kat von Kerzen im Bereich Book Merch. Ich habe mir gleich noch 2 von den Shops, die sie aufzählt notiert. Was sowas angeht kann es ja gar nicht ausreichend Tipps geben. Ich freue mich schon auf nachfolgende Beiträge über den Bereich Book Merch.

Bald ist es so weit: die Leipziger Buchmesse naht. Auch wir haben uns riesig über unsere Presseausweise gefreut und hoffen, dass ihr eure auch schon alle in der Post hattet. Wer sich nochmal bezüglich ein paar Tipps und Tricks für die Messe belesen möchte, kann das bei Nici von Trallafittibooks tun. Ihren Artikel zur Leipziger Buchmesse 2018 findet ihr HIER.

Für heute bildet Jennifer von Lesen in Leipzig den Abschluss. Unter der Überschrift „[Hinter meinem Blog] Warum ihr euch keine knackigen Überschriften für Rezensionen ausdenken solltet!“ berichtet sie über ihre Erfahrungen mit Beitragstitel. Dabei spielt auch der Zusammenhang mit den Google-Suchergebnissen eine Rolle – für mich sehr informativ und lesenswert.


Ich hoffe ihr habt Zeit zum stöbern und finden den ein oder anderen Artikel, den ihr noch nicht kanntet. 🙂

unterschrift-laura

„Federleicht – Wie der Kuss einer Fee“ – Marah Woolf

DasBuch

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Verlag: Selfpublishing


Klappentext

Cassian und Eliza wurden aus der magischen Welt verbannt, Rubin ist verschwunden und Sky völlig verzweifelt. Der einzige Lichtblick: Grace ist wieder da!
Aber Damian de Winter greift unerbittlich nach der Macht, um die magischen Völker zu unterjochen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er die zwei fehlenden Siegel für sich fordert.
Da erreicht Eliza eine Nachricht von Elisien, der Königin der Elfen, und sie muss entscheiden, wie viel sie riskiert, um die Magische Welt zu retten. Werden ihre Freunde und vor allem Cassian ihr zur Seite stehen oder muss sie sich ihrer Bestimmung allein stellen?

Bewertung

Da es sich bei „Federleicht – Wie der Kuss einer Fee“ um den 6. Teil der Federleicht-Reihe handelt, kann ich nicht garantieren, dass die Rezension spoilerfrei gestaltet ist 🙂
Als Leser begibt man sich auch in diesem Teil wieder mit Eliza auf das ein oder andere Abenteuer, so wie man es bereits aus den vorangegangenen Teilen gewohnt ist. Was mir hier besonders gut gefallen hat, ist dass Autorin Sarah Woolf dieses mal auf neue Settings verzichtet hat und uns wieder an bekannte Orte zurück führt und es so auch das ein oder andere Wiedersehen mit einigen Nebencharakteren gibt.
Ansonsten trifft man auch im 6. Teil der Reihe auf die guten alte Bekannten, wenn man es so sagen will. Neben Eliza und Cassian (die nun endlich zusammen gefunden haben), sind auch Sky, Frazer und Rubin wieder mit von der Partie. Doch irgendwie vermisse ich in diesem Buch die Entwicklung der Charaktere. Ich hatte hin und wieder das Gefühl, mich in alten Mustern wiederzufinden. Cassian will alles bestimmen und Eliza ist mutig aber teilweise auch naiv und dadurch extrem unvorsichtig. An manchen Stellen der Geschichte kam es mal mehr und an anderen wieder weniger durch. Vor allem da Cassian nun zu seinen Gefühlen und damit zu Eliza steht hatte ich mir da irgendwie eine größere Veränderung erhofft.
Durch verschiedene Geschehnisse im vorangegangenen Teil, wie beispielsweise Viktors Tod, scheint die Gruppe der Figuren auch recht zerrissen, was ich auch ein bisschen Schade fand, jedoch denke ich, dass hier stark auf den finalen 7. Teil hingearbeitet wird.
Auch an der Story erkennt man meiner Meinung nach einen „Vorbereitungsteil“ wenn man es so nennen möchte. Es geschieht effektiv nicht so viel wie in den anderen Büchern, das Level an Action wird hier ein bisschen nach unten geschraubt. Allerdings erscheint mir das, was passiert essentiel für das große Finale. Ich werde mich also überraschen lassen, was mich im 7. Buch der Federleicht-Reihe erwartet wird.
Zum Schreibstil als solches werde ich jetzt nur sehr wenig sagen: er ist flüssig und toll zu lesen wie ich es von Marah Woolf gewohnt bin.
Insgesamt vergebe ich für dieses Buch 3 von 4 möglichen Punkten.
drei-punkte

Fazit

„Federleicht – Wie der Kuss einer Fee“ ist für mich ein schönes Buch, dass sich flüssig lesen lässt. Jedoch steht er seinen Vorgängern doch in einigen Punkten nach. Ich hoffe, dass es sich hier um einen klassischen Vorbereitungsteil für das große Finale handelt und das eben dieses mich dann wider vom Hocker hauen wird.
unterschrift-laura