Rotkäppchen und der Hipster-Wolf – Nina MacKay

DasBuch

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Verlag: Drachenmond Verlag


„Bei den ganzen Allüren und Traumata der Helden bei uns im Märchenwald würde ein Psychiater sicher gut verdienen. Leider haben wir nur Möchtegern-Psychiater zu bieten, die noch gestörter sind als ihre Patienten.“ S.8


Klappentext

Im Märchenwald ist die Hölle los. Alle Happy Ends wurden gestohlen! Cinderella, Schneewittchen und Co beschließen, ihre verschwundenen Prinzen zu retten, wozu sogleich eine „Verhöre-und-Töte“-Liste der Verdächtigen erstellt wirde.

1. Wölfe töten
2. Hexen töten
3. böse Stiefmutter töten (wobei das oft mit Punkt 2 einhergeht)
4. böse Feen töten

Nur Red findet die Idee äußerst schwachsinnig. Doch dann taucht ein gutaussehender Hipster auf, der mehr über die verschwundenen Prinzen zu wissen scheint. Schnell stellt sich heraus, dass Everton eigentlich ein Werwolf ist und auf der Liste der durch die Prinzessinnen bedrohten Arten steht. Red bleiben plötzlich nur sieben Tage, um die Prinzen zu finden, bevor sie Ever ausliefern muss. Doch warum will gerade er eigentlich die Hapy Ends zurückbringen? Benutzt er Red nur für seine eigenen Zwecke? Sicher ist jedoch: In Reds Leben nimmt ab sofort die Zahl der Hipsterwitze wahnwitzige Ausmaße an, sehr zum Leidwesen von Ever…


„Hier Leben einfach alle nach dem Motto: lieber etwas unheimlich Dummes gemacht, statt einmal nachgedacht!“


Bewertung

„Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ war für mich ganz klar ein Cover- bzw. Titelkauf. Ich finde das Cover wirklich super gestaltet, weil es einige märchenhafte aber hipsterbezogenen Elemente vereint und somit super zum Titel passt. Außerdem ist es auch irgendwie ein bisschen verrückt und passt damit auch super zum Inhalt des Buches.

Die Geschichte selbst ist auf jeden Fall eins: humorvoll. Vieles wirkt skuril und ein bisschen verrückt aber auf eine sehr positive Art. Das merkt man zum einen in Nina MacKays lockeren und fließenden Schreibstil, aber auch in der Figurengestaltung der verschiedenen Figuren.
Am meisten habe ich Red und Ever in mein Herz geschlossen. Sie haben beide einen trockenen Humor und nehmen sich gegenseitig ein bisschen auf die Schippe und nehmen sich dabei vor allem selber nicht so ernst. Trotzdem haben alle Charaktere natürlich auch Eigenschaften, die zu den Märchen passen, aus denen sie stammen. So hat z.B. Rotkäppchen Angst vor Wölfen, Rose schläft andauernd ein und Rapunzels meterlanger Zopf darf natürlich auch nicht fehlen. Neben diesen klassischen Eigenschaften hat die Autorin aber auch sehr moderne Elemente in ihr Buch einfließen lassen und holt damit die Märchenwelt ins 21. Jahrhundert. Cinder ist immer und überall nur mit Selfie-Stick anzutreffen und Schneewittchens magischer Spiegel ist der beste Hacker weit und breit. Red bloggt über ihre coolen Flechtfrisuren und auch die anderen sind mittlerweile sehr social media-affin. Hier liegt auch der Witz des Buches, denn die Autorin schafft es diese „moderne Welt“ vor allem zu Beginn des Buches recht humorvoll in den Märchenwald einfließen zu lassen. Allerdings liegt hier für mich auch ein kleiner Kritikpunkt denn leider hatte ich das Gefühl, dass irgendwie immer wieder die gleichen Witze gemacht wurden. Da war eben immer wieder der unpassende Selfie-Stick, Rapunzel schlief immer wieder ein und Cinder postete ständig Geheimnisse, die dann eben nicht mehr so geheim waren.

Die Story selbst ist gut geschrieben. Es gibt immer wieder Abwechslung und eigentlich wird es nie langweilig um die doch ein bisschen naiven Prinzessinnen auf der Suche nach ihren Prinzen. Besonders gut gefallen hat mir hier, das die Autorin immer wieder verschiedene Welten eingebaut hat. Neben verschiedenen Reisen durch den Märchenwald begleitet der Leser den verrücken Trupp auch nach Wonderland, Neverland und in das Morgenland und hat so immer wieder viele neue Kleinigkeiten und Märchen zu entdecken, die in die Geschichte einfließen.
Trotzdem hat mir irgenwie etwas gefehlt und weil ich am Ende doch ein bisschen genervt von den oft wiederkehrenden Witzen war, vergebe ich 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


„Vielleicht sollten wir zuerst alle umbringen und danach Fragen stellen“


Fazit

„Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ ist für mich eine unterhaltsame, lustige und sehr interessante Geschichte über bekannte Märchen-Charaktere mit ganz eigenen Herausforderungen. Leider konnte es mich nicht komplett überzeugen und ich denke, ich werde erstmal ein bisschen Zeit vergehen lassen, ehe ich mich auf den zweiten Teil stürze.

unterschrift-laura

Nicht weg und nicht da – Anne Freytag

DasBuch

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Verlag: heyne>fliegt


Ich sehe ihren kahl rasierten Kopf und diesen harten Blick. Ein Blick wie ein Schlag. Wie eine Wand aus Wut, hinter der sie niemanden lässt. Ich bin genauso.


Klappentext

Den Anfang kannst du nicht ändern, das Ende schon
Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken …


Die Wolken sind aufgerissen, und der Himmel hat große blaue Flecken. Sie sind dunkel. Schwarz-Blau mit einem Schuss Violett. Wie Blutergüsse. Dieser Farbton erinnert mich an meine Kindheit.


Bewertung

„Nicht weg und nicht da“ von Anne Freytag ist eins von den Büchern, bei denen ich nicht weiß wo ich anfangen soll. Kurz um: es ist wirklich so einzigartig und für mich so unfassbar toll, das ich keinen richtigen Anfang für diese Rezension finden kann.
Die Autorin berauscht mit diesem Buch – ihrem Schreibstil, ihren Protagonisten, einfach mit der gesamten Geschichte. Wenn Anne Freytags schreibt gelingt es ihr Dinge einerseits lieblich zu umschreien und mit vielen Antithesen und Metaphern zu bestechen, und andererseits die Wahrheit auf den Punkt bringt und nichts zu beschönigen , das einfach nicht zu beschönigen geht. So greift sie in ihren Büchern auch immer wieder eher seltene Themen auf. Hier ist es Selbstmord. Kristopher, Luises Bruder hat sich das Leben genommen und Luise bleibt allein zurück. Ihr Schmerz ist unfassbar groß und die Autorin schafft es den Leser ebenfalls mit diesem Schmerz zu überschütten. Anfangs lernt man Luise als kaputtes Mädchen und trotzdem liebenswertes Mädchen mit unfassbar traurigen und auch viel zu lauten Gedanken kennen. Sie trauert um ihren Bruder, ohne den sie sich einfach nicht mehr ganz fühlt.

Dann kommt da auf einmal Jakob. Jakob ist einer dieser Charaktere, die man am liebsten aus den Büchern reißen möchte nur um rufen zu können „Du bist ganz klar meins!“. Er ist unheimlich sensibel und ein unheimlich liebevoller und toller Kerl, der aber auch sein eigenens Päckchen zu tragen hat. Durch ihn kommt Licht in diese düstere Geschichte und er verschafft diesem Buch viele schöne Momente. Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Luise und Jacob entwickelt fungiert dabei nur als Anstoß in die richtige Richtung, überlagert die eigentliche Handlung aber keineswegs. Ich bin absolut begeistert, wie die Autorin dieses ernste Thema verpackt, ohne es von einem Happy-End Charakter überlagern zu lassen.

Dieser wundervollen Geschichte, die obedrein auch noch in ein für mich wunderschönes schlichtes Cover gepackt wurde, kann ich einfach nur 4 von 4 Punkte geben – Lest es!

vier-punkte


Morgen habe ich Geburtstag. Den ersten ohne meinen Bruder. Den ersten als Einzelkind. Ich weiß nicht, wie das gehen soll. Meine Welt funktioniert nicht ohne Kristopher. Es ist wie bei einer Gleichung. Wenn er fehlt, komme ich nicht weiter.


Fazit

Mit „Nicht weg und nicht da“ ist Anne Freytag ein großartiges Jugendbuch gelungen. Tief berührend, intensiv und einfühlsam. Auch wenn es ein schwieriges Thema behandelt, liest es sich doch mit einer Leichtigkeit, die mich begeistert zurückbleiben lässt.

unterschrift-laura

„Nation Alpha“ – Christin Thomas

DasBuch

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Verlag: Zeilengold


Ich bin auch ein Mensch. Ich verdiene einen Namen und ein Preischild, auf dem Unbezahlbar steht.


Klappentext

Ich bin eine Omega. Wir werden als Sklaven für die Königsrasse der Alphas gezüchtet und haben keine Rechte, keinen Namen, kein Leben. Man behandelt uns nicht wie Menschen, sondern wie Ware. Nach dreihundertjährigem Martyrium wollen die Alphas uns auslöschen und durch Maschinen ersetzen. Meine Zeit ist abgelaufen, falls der verzweifelte Rettungsplan nicht gelingt. Doch wer würde darauf bauen, wenn die sogenannten Retter selbst Alphas sind? Kann ich ihnen vertrauen oder ist unser Untergang bereits besiegelt?


Wo bist du? Wo, wenn nicht hier bei mir, während du zusiehst wie ich leide?


Bewertung

„Nation Alpha“ beschäftigt sich mit einem Thema, dass meiner Meinung nach jeden etwas angeht: Rassismus. Autorin Christin Thomas hat in ihrem Werk eine Welt geschaffen, in der Rassismus offen ausgelebt wird und sogar von der Regierung vorgelebt und gesetzlich vorgeschrieben wird. Die Alphas (weiße Menschen) herrschen über die Omegas (Menschen mit dunkler Haut). In dieser Welt sind Omegas Sklaven, sie dienen zum arbeiten, dürfen nicht sprechen und werden für jeden Fehler schwer bestraft.

Als Leser wird man in diese Welt hinein geworfen und lernt gleich zu Beginn Grace kennen. Grace ist eine junge Omega. Ihr bisheriges Leben war geprägt von Schmerz und Traurigkeit. Ich habe Grace als eine junge, liebenswerte Frau kennengelernt. Tief in ihr schlummert auch ein gewisser Mut und auch eine Menge Wut und Unverständnis, was sich allerdings alles hinter einer Mauer aus Angst versteckt. Man erfährt nicht viel über Grace, was daran liegt, dass sie selbst nahezu nichts über sich weiß – ihr Leben bestand bisher nur aus Herren, denen sie diente. Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich so auch ein paar Problemchen damit hatte mit ihr warm zu werden, irgendwie wollte es sogar bis zum Ende nicht recht klappen.
Ähnlich erging es mir leider auch mit den anderen Charakteren dieses Buches. Ich habe nicht das Gefühl einen von ihnen komplett kennen gelernt zu haben. Es wirkt eher als hätte man nur einen kleinen Ausschnitt aus ihren jeweiligen Leben und ihrer gesamten Gefühlswelt mitbekommen. Hier hätte ich mir einfach ein bisschen mehr gewünscht, um mich noch besser in die Figuren hinein versetzen zu können.

Wie bereits der Klappentext verrät dreht sich die Story zu einem großen Teil um die Rettung der Omegas. Im Mittelpunkt steht auch hier natürlich Grace. Sie ist dazu auserwählt worden die erste gerettete Omega zu sein. Da die Handlung aus ihrer Sicht geschildert wird bekommt man leider nicht so viel mit, was die Hintergründe der Rettung anbelangt. Für mich waren die Beweggründe der unterstützenden Alphas zwar nachvollziehbar, aber wurden irgendwie ein bisschen schwammig und zu kurzatmig abgehandelt. Ich habe einfach die Veränderung in ihrer Sichtweise nicht verstanden. Große Alphas werden so innerhalb weniger Seiten zu den wichtigsten Drahtziehern – eine Entwicklung die mir einfach zu schnell und zu geplant erscheint.

Leider haben somit einige Punkte dazu beigetragen, dass mich das Buch nicht vom Hocker gehauen hat. Deshalb vergebe ich 2 von 4 Punkten.

zwei-punkte


„Glaub mir, egal was du tust, all das lässt sich nicht ändern. Wer Hass sät, kann keine Liebe ernten. Und die Saat in diesem Land ist schon seit Ewigkeiten vergifet.“


Fazit

Die Thematik des Buches ist wirklich wichtig und geht wirklich jeden etwas an. Allerdings konnte ich mich mit der für mich zu konstruierten Geschichte und den doch recht undurchsichtigen Charakteren nicht anfreunden. Der Story wohnt eigentlich ein riesen Potential inne, was meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft wurde.

unterschrift-laura

 

„Midnight Sun“ – Trish Cook

DasBuch

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Verlag: cbt


… ich kann davon meine geistigen Fähigkeiten verlieren, taub und stumm werden, Schlaganfälle bekommen, und ich kann daran sogar sterben. Infolge dessen sitze ich tagsüber zu Hause fest wie Rapunzel in ihrem Turm. Die hat davon schließlich ’nen Lagerkoller gekriegt und ist mit dem erstbesten Typen durchgebrannt. Mädel, ich kann dich total und absolut verstehen.


Klappentext

Auf den ersten Blick ist die 17-jährige Katie ein Mädchen wie jedes andere: Sie schreibt ihre eigenen Songs, hängt mit ihrer besten Freundin ab oder beobachtet ihren Schwarm Charlie aus der Ferne. Als der eines Abends Katies Auftritt als Straßenmusikerin sieht, verliebt er sich Hals über Kopf in sie. Katie schwebt im siebten Himmel – doch sie verschweigt Charlie etwas Lebenswichtiges: Katie leidet an einer seltenen Krankheit, die jegliches Sonnenlicht zur tödlichen Gefahr macht. Wie berauscht treibt sie mit Charlie durch die lauen Sommernächte und setzt alles auf eine Karte …


Now I walk with you, my head held high, in the darkest night, I feel so alive


Bewertung

Bevor ich überhaupt gehört habe, dass es einen Film mit diesem Namen gibt, habe ich dieses Buch entdeckt, mir ist bis ich es in den Händen hielt nicht mal aufgefallen, dass darauf steht „Der Roman zum Kinofilm“.
Besonders gespannt auf das Buch war ich durch den Klappentext. Dieser verspricht ja schon eine schöne und emotionale Geschichte.

Die Hauptprotagonistin in dieser Geschichte ist Katie. Katie ist eine unfassbar starke Person und sie war mir direkt sympathisch. Schon allein wie das Buch beginnt, hat mich begeistern können, denn sie hat einen tollen Humor. Sie spricht den Leser auf den ersten Seiten direkt an und so wird man sofort mit ihr warm. Katie ist schlau, ohne dass sie wie ein Besserwisser wirkt und sie bemitleidet sich nicht die ganze Zeit selbst, sondern hat Mut und Lebenswillen, obwohl sie sehr stark eingeschränkt ist in ihrem Leben. Sie hat fast ihre gesamte Kindheit und Jugend nur mit ihrem Vater und ihrer besten Freundin zu Hause verbracht. Die Idee, dass sie durchs Fenster einen Jungen jeden morgen beobachtet fand ich ganz süß, aber nicht neu.

Charlie ist ein wirklich sehr netter Kerl und soll den männlichen Hauptcharakter in diesem Buch darstellen. Er ist einfühlsam und bemüht sich sehr um Katie. Leider kommt seine Rolle in diesem Buch meiner Meinung nach viel zu kurz. Ich hatte das Gefühl nur 60% von ihm kennengelernt zu haben. Genauso ging es mir mit Katies bester Freundin Morgan und Katies Vater. Alle Figuren wirken für mich neben Katie und ihrer Krankheit sehr blass. Das fand ich sehr schade, denn die Autorin hat es geschafft mit der Hauptprotagonistin ein Mädchen zu schaffen, dass ihre Krankheit selbst nicht in den Mittelpunkt stellt und tut es mit der Gestaltung der anderen Charaktere und der Entwicklung der Geschichte dann doch selbst.

Insgesamt war mir die Geschichte dann doch zu klischeehaft gestaltet – tolles Mädchen, toller Junge, schlimme Krankheit, große Liebe und dann der Teil mit den großen dicken Tränen die einem als Leser auf den letzten Seiten über die Wange kullern. Es war insgesamt schon recht vorhersehbar wie sich die Story entwickelt und was mit den Figuren geschieht.

Trotzdem ist das Buch natürlich nicht schlecht – ich konnte an vielen Stellen schmunzeln, die Charaktere sind wirklich witzig. Auch der Schreibstil konnte mich überzeugen. Er ist sehr locker und schon ein bisschen an Umgangssprache angelehnt – für mich sehr passend für ein Jugendbuch.

Insgesamt vergebe ich daher 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


Fazit

Bei „Midnight Sun“ handelt es sich für mich um ein schönes Buch für zwischendurch. Es kann in einigen Stellen durchaus überzeugen, konnte mich aber doch nicht komplett überzeugen. Insgesamt wurde mir dazu einfach zu viel mit altbekannten Abläufen und Klischees gearbeitet.

unterschrift-laura

„Disney Prinzessinen – Ariell & Rapunzel“ – Hörbuch

DasBuch

… bzw. Hörbuch 🙂

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Verlag: der Hörverlag


Klappentext

Meerjungfrau Arielle rettet bei einem Sturm Prinz Eric das Leben und verliebt sich in ihn. Um ihn wiedersehen zu können, verpfändet sie ihre schöne Stimme an die böse Meerhexe Ursula. Mit Hilfe ihrer Freunde, der scheuen Flunder Fabius und der Reggae-singenden Krabbe Sebastian, versucht sie in einem Wettlauf mit der Zeit die Liebe des Prinzen zu gewinnen.

Seit sie als Baby von einer bösen Hexe entführt wurde, lebt die schöne Rapunzel eingesperrt in einem Turm. Doch eines Tages taucht überraschend ein junger Mann bei ihr auf. Er heißt Flynn Rider, ist Abenteurer, Dieb und ein verwegener Frauenheld. Mit seiner Hilfe befreit sich Rapunzel und macht sich auf den Weg, ihren sehnlichsten Traum zu erfüllen.

Gelesen von den Synchronstimmen Anna Carlsson (Arielle) und Alexandra Neldel (Rapunzel).


Bewertung

In dieser kleinen Box befinden sich zwei der wohl bekanntesten und schönsten Disney-Filme: Ariell die Meerjungfrau und Rapunzel – Neu verföhnt. Da diese beiden Märchen Klassiker wohl nicht unbekannt sind, brauche ich dazu nicht viel zu sagen. Die Handlung folgt jeweils dem bekannten Film-Vorbild, nur das hier die Lieder und Melodien fehlen. Es ist eben auch in Hörbuch und kein Hörspiel. Ich muss aber gestehen, dass ich an der ein oder anderen Stelle schon aus das einsetzten der Musik gewartet habe – da hat für mich einfach die Gewohnheit gesiegt.

Die Geschichten selbst waren nicht neu für mich, sie als Hörbuch zu hören allerdings schon. Ich konnte mir alle Szenen sehr gut vorstellen, was wahrscheinlich aber auch daran liegt, dass ich die bildliche Umsetzung wie gesagt ebenfalls kenne.

Für mich haben sowohl Anna Carlsson als auch Alexandra Neldel wirklich tolle Stimmen und lesen hier wirklich sehr gut vor. Bei beiden haben mir die Ausdrucksweise und auch die Betonung sehr gut gefallen. Beide verstehen sich ebenfalls bestens darauf, die Stimmen lebhaft an die Protagonisten anzupassen und den Hörbüchern so eine spannende Note zu verpassen. Beide Hörbücher bieten für mich Humor und Spannung und nehmen den Hörer, egal ob Groß oder Klein, mit zu den Abenteuern die Ariell und Rapunzel erleben. Besonders Ariell die Meerjungfrau fand ich auch wirklich kindgerecht gelesen.

Der einzige kleine Kritikpunkt den ich nennen möchte ist die Länge der Hörbücher. Die Laufzeit liegt bei beiden Geschichten deutlich über zwei Stunden. Ich kann mir vorstellen, dass das besonders für den ein oder anderen kleineren Hörer doch recht lang ist, besonders da durch die fehlende Musik auch nicht so viel Abwechslung während des Hörens geboten wird.

Insgesamt vergebe ich 3 von 4 Punkten für das Hörbuch.

drei-punkte


Fazit
Sowohl Arielle, als auch Rapunzel entführen den Hörer in ihre jeweilige Märchenwelt und nehmen uns mit auf ihre Abenteuer. Anna Carlsson und Alexandra Neldel konnten mich mit ihrer Art zu lesen überzeugen und auch abholen. Allerdings kommt bei mir ohne die musikalische Unterstützung nur 95% des Disney-Feelings auf.
unterschrift-laura

„Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente“ – Peter Bognanni

DasBuch

MeinLebenOderEinHaufenUnvollkommenerMomente

Hier geht’s zum Buch!

Verlag: Hanser


Ich dachte an den einen Abend zurück, den ich mit Jonah verbracht hatte. Auf der Party. Es war nicht besonders spektakulär oder romantisch gewesen. Und auch wenn sich der Rest als große Lüge herausgestellt hatte, so hatte ich doch immer noch die Erinnerung an diese Nacht. Dieser Moment war echt gewesen, und er gehörte mir. Für immer.


Klappentext

Getroffen haben sich Tess und Jonah nur ein einziges Mal. Obwohl sie sieben Monate zusammen waren. In dieser Zeit haben sie alles miteinander geteilt per Chat, Facebook, Tweets, haben sich herzzerreißende E-Mails geschrieben, ihr Innerstes preisgegeben, sich gegenseitig ihre Liebe erklärt. Und trotzdem hat Tess es nicht kommen sehen: Jonahs Selbstmord. Doch Tess sendet weiter Nachrichten an Jonah, ihre erste Liebe. Es ist ihre Art, die Trauer zu verarbeiten. Und eines Tages erhält sie tatsächlich Antwort … Ein außergewöhnlicher Roman über Tod und Abschied in Zeiten von Social Media und darüber, dass jedem Ende ein neuer Anfang – und vielleicht sogar eine neue Liebe – innewohnt.


Entscheidend ist: Ich will es selbst in der Hand haben. Ich will wissen, wann es passiert, und ich will mir meine letzte Tat selbst aussuchen können, wenn es so weit ist. Denn in letzter Zeit hatte ich ziemlich oft das Gefühl, keine Kontrolle mehr über mein Leben zu haben.


Bewertung

Wieder einmal ein Jugend-Roman. Zwischen all der anstrengenden Literatur und dem stressigen Alltag kann ich somit am besten entfliehen. Auch in diesem Young-Adult-Roman wurden viele wichtige und zum Teil tiefst erschütternde Themen angesprochen. Vor allem das Thema Tod und Depressionen spielen hierbei eine ausschlaggebende Rolle.

Nachdem sich Tess scheinbar große Liebe das Leben genommen hat, fällt sie in ein tiefes Loch aus dem es anscheinend kein Zurück gibt. Doch wie ernst schien es tatsächlich mit Jonah zu sein? Im Laufe der Geschichte kristallisiert sich immer mehr heraus, wie es wirklich um Jonah stand und welche Lügen sein Leben bereitgehalten hat. An sich hatte die Story echt viel Potenzial … aber genau da war auch der Haken. Mir kam es so vor als hätte Bognanni versucht alle seine vielen Ideen in diese kleine Geschichte zu stopfen. Es war mit der Zeit etwas unübersichtlich, verwirrend und einfach … zu viel.

Trotz alledem war Bognanni’s Schreibstil sehr gut. Aus Sicht der Protagonistin Tess geschrieben, hatte er den Stil einer Unterhaltung zwischen Freunden aufgefasst und auch beibehalten. Während des Lesens kam es mir stets so vor, als würde ich mit einer Freundin reden und ihren Problemen und Gedanken folgen.

Ein weiterer negativer Punkt: ich hasse Tess. Auch wenn viele die das Buch bereits gelesen haben es absolut nicht nachvollziehen können — ich hasse Tess wirklich. Sie war mir das ganze Buch über so extrem unsympathisch und überheblich. Aber wahrscheinlich macht es genau das ja auch aus – man regt sich während des Lesens auf und kann das Buch erst recht nicht mehr zur Seite legen. Wie gern würde ich Euch noch mehr zu der Geschichte erzählen, jedoch würde es zu sehr ins Detail gehen und ich würde ins Spoilern übergehen.

Das Cover ist sehr schlicht gehalten und hier bewährt sich der Spruch ‚Weniger ist mehr‘.

drei-punkte

Ich musste wegen Tess aber vor allem der überladenen Umsetzung der Geschichte einen Punkt abziehen.


PS: Ich glaube, Jonah wäre in dich verliebt gewesen, wenn er dazu in der Lage gewesen wäre, irgendjemanden zu lieben.


Fazit

Die Idee hat sehr viel Potenzial und hätte mit dem Schreibstil von Bognanni sicher sehr gut umgesetzt werden können. Es hätte sich mit dem Motto ‚weniger ist mehr‘ nicht nur auf das Cover, sondern vor allem auf die Geschichte bezogen werden sollen.  Auch wenn die Story an sich sehr gut ist und neben vielen nachdenklichen Themen auch Unterhaltung bereit hält, so war es ein Erschlagen von Fakten.

Ich kann es trotzdem Young-Adult-Fans empfehlen, sowie Lesern denen eine leichte Lektüre fehlt.


Es gibt genug andere Möglichkeiten, Gutes zu tun. Und du brauchst Zeit, um das herauszufinden. Mach deinen Schulabschluss. Geh aufs College. Finde heraus, was du willst. Finde heraus, was du nicht willst. Mach Fehler. Lass dir noch mal das Herz brechen. Und versuche, dich dabei anständig zu verhalten. So wird daraus ein Leben.


unterschrift-cindy

 

„Federleicht – Wie der Kuss einer Fee“ – Marah Woolf

DasBuch

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Verlag: Selfpublishing


Klappentext

Cassian und Eliza wurden aus der magischen Welt verbannt, Rubin ist verschwunden und Sky völlig verzweifelt. Der einzige Lichtblick: Grace ist wieder da!
Aber Damian de Winter greift unerbittlich nach der Macht, um die magischen Völker zu unterjochen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er die zwei fehlenden Siegel für sich fordert.
Da erreicht Eliza eine Nachricht von Elisien, der Königin der Elfen, und sie muss entscheiden, wie viel sie riskiert, um die Magische Welt zu retten. Werden ihre Freunde und vor allem Cassian ihr zur Seite stehen oder muss sie sich ihrer Bestimmung allein stellen?

Bewertung

Da es sich bei „Federleicht – Wie der Kuss einer Fee“ um den 6. Teil der Federleicht-Reihe handelt, kann ich nicht garantieren, dass die Rezension spoilerfrei gestaltet ist 🙂
Als Leser begibt man sich auch in diesem Teil wieder mit Eliza auf das ein oder andere Abenteuer, so wie man es bereits aus den vorangegangenen Teilen gewohnt ist. Was mir hier besonders gut gefallen hat, ist dass Autorin Sarah Woolf dieses mal auf neue Settings verzichtet hat und uns wieder an bekannte Orte zurück führt und es so auch das ein oder andere Wiedersehen mit einigen Nebencharakteren gibt.
Ansonsten trifft man auch im 6. Teil der Reihe auf die guten alte Bekannten, wenn man es so sagen will. Neben Eliza und Cassian (die nun endlich zusammen gefunden haben), sind auch Sky, Frazer und Rubin wieder mit von der Partie. Doch irgendwie vermisse ich in diesem Buch die Entwicklung der Charaktere. Ich hatte hin und wieder das Gefühl, mich in alten Mustern wiederzufinden. Cassian will alles bestimmen und Eliza ist mutig aber teilweise auch naiv und dadurch extrem unvorsichtig. An manchen Stellen der Geschichte kam es mal mehr und an anderen wieder weniger durch. Vor allem da Cassian nun zu seinen Gefühlen und damit zu Eliza steht hatte ich mir da irgendwie eine größere Veränderung erhofft.
Durch verschiedene Geschehnisse im vorangegangenen Teil, wie beispielsweise Viktors Tod, scheint die Gruppe der Figuren auch recht zerrissen, was ich auch ein bisschen Schade fand, jedoch denke ich, dass hier stark auf den finalen 7. Teil hingearbeitet wird.
Auch an der Story erkennt man meiner Meinung nach einen „Vorbereitungsteil“ wenn man es so nennen möchte. Es geschieht effektiv nicht so viel wie in den anderen Büchern, das Level an Action wird hier ein bisschen nach unten geschraubt. Allerdings erscheint mir das, was passiert essentiel für das große Finale. Ich werde mich also überraschen lassen, was mich im 7. Buch der Federleicht-Reihe erwartet wird.
Zum Schreibstil als solches werde ich jetzt nur sehr wenig sagen: er ist flüssig und toll zu lesen wie ich es von Marah Woolf gewohnt bin.
Insgesamt vergebe ich für dieses Buch 3 von 4 möglichen Punkten.
drei-punkte

Fazit

„Federleicht – Wie der Kuss einer Fee“ ist für mich ein schönes Buch, dass sich flüssig lesen lässt. Jedoch steht er seinen Vorgängern doch in einigen Punkten nach. Ich hoffe, dass es sich hier um einen klassischen Vorbereitungsteil für das große Finale handelt und das eben dieses mich dann wider vom Hocker hauen wird.
unterschrift-laura

„Fayra – Das Herz der Phönixtochter“ – Nina Blazon

DasBuch

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Verlag: cbt


Diesmal war es nicht ihr üblicher Albtraum, nein, in dieser Nacht wurde Fee von Gespenstern heimgesucht.


Klappentext

Das Erbe der Phönixdrachen
Die 12-jährige Anna-Fee hat mit ihren Eltern vor Kurzem eine schicke Wohnung in einem alten Herrenhaus bezogen. Im verwunschenen Garten des Anwesens begegnet sie nach einer Sturmnacht einem rätselhaften Mädchen. Fayra wurde von einem durchtriebenen Jäger aus einer Parallelwelt hierher gelockt, denn als Tochter eines von Phönixdrachen abstammenden Königs besitzt sie begehrte magische Kräfte. In einem Wettlauf gegen die Zeit suchen die Mädchen nach einem Feuertor, das Fayra wieder nach Hause und in Sicherheit bringt …


Wie eine Puppe, die ein wütendes Kind an die Wand warf, wurde sie vom Tor weggeschleudert und landete zwischen zwei Fenstern.


Bewertung

Wenn es um Nina Blazon geht, greife ich völlig selbstverständlich zu – ich schaue eigentlich gar nicht mehr auf die Thematik, lese nicht mal so richtig den Klappentext. Da spielt es keine Rolle, ob die Protagonistin erst zwölf Jahre alt und der Stil merklich für eine jüngere Zielgruppe gedacht ist oder ob sich das Buch an ältere Leser richtet. Von Nina Blazon bin ich als Leserin vielschichtige, spannende und abwechslungsreiche Geschichten gewohnt. „Fayra – Das Herz der Phönixtocher“ reiht sich dementsprechend in die Reihe schöner Bücher der Autorin ein, auch wenn ich andere ihrer Bücher deutlich besser fand. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass „Fayra“ eine interessante und gut zu lesende Geschichte mit spannenden Fantasyelementen ist, die Werte wie Freundschaft, Vertrauen und Mut in sich vereint und mich immer wieder zu faszinieren wusste.

Nina Blazon schafft es in diesem Buch einmal mehr eine interessante und vielseitig aufgebaute Fantasywelt mit der realen zu verbinden. So findet man als Leser in „Fayra“ keine klassischen Klischees sondern viel mehr spannende Settings, wie beispielsweise das alte Herrenhaus, erkundet verworrene Wege und begleitet Hauptprotagonistin Fee bei dem ein oder anderen Abenteuer. Dabei baut die Autorin immer wieder überraschende Verbindungen zwischen unserer und der fantastischen Welt ein und führt so den Leser immer mehr zum Höhepunkt hin.

Leider ist dies für meinen Geschmack ein bisschen langsam passiert. Hin und wieder gab es leider kleine Längen was meinen Lesefluss immer wieder für kurze Momente unterbrochen hat. Oft konnte ich dies durch neue Entdeckungen und unerwartete Wendungen überwinden, allerdings hat das nicht immer geklappt. Geholfen hat mir hier dennoch Blazons wundervoller Erzählstil, der hier zwar wie bereits erwähnt, merklich an eine jüngere Zielgruppe angepasst ist, jedoch trotzdem nie platt oder kindlich wirkt.

Protagonistin Fee ist zu Beginn der Geschichte eher ein ängstliches Mädchen, oder zumindest ist das ihre eigene Meinung über sich. Sie ist zwar erst 12 Jahre alt, wirkt aber weder kindlich noch übertrieben erwachsen – ihre Gestaltung finde ich wirklich sehr gelungen. Sie durchlebt im Laufe der Handlung die größte Wandlung und wächst über sich hinaus. Doch Blazon baut auch andere interessante und liebenswerte Figuren ein, wie beispielsweise Fees beste Freundin Nelly, durch welche das Buch an Schwung gewinnt.

Ich vergebe 3 von 4 Punkten für dieses Buch.

drei-punkte


Wir sind Freundinnen, Fee! Wir passen aufeinander auf und entscheiden alles gemeinsam!


Fazit

Die Geschichte zeichnet sich vor allen Dingen durch Freundschaft und viel Mut aus. Doch auch Spannung und phantastische Elemente kommen nicht zu kurz und runden die Geschichte ab – denn Fee und ihre Freunde geraten immer wieder in brenzlige Situationen. Bis zum Ende ist der Plot undurchsichtig und spannend und bietet gerade für jüngere Leser einiges an Identifikationspotenzial – doch auch ältere Leser sollten sich nicht von der Altersempfehlung des Verlages abschrecken lassen, das Lesen kann sich durchaus lohnen.

unterschrift-laura

„Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ – John Green

DasBuch

SchlaftGutIhrFiesenGedanken

Hier geht’s zu Green’s neuem Meisterwerk!

Verlag: Hanser


„Ich mag kurze Gedichte mit schrägem Reimschema, weil so das Leben ist.“ „So ist das Leben?“ Ich versuchte zu verstehen was er meinte. „Ja. Das Leben reimt sich, aber nie an der Stelle, wo man es erwartet.“


Klappentext

Die 16-jährige Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedankenwelt zwanghaft beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Sie versucht Mut zu beweisen und überwindet durch Daisy nicht nur kleine Hindernisse, sondern auch große Gegensätze, die sie von anderen Menschen trennen. Für Aza wird es ein großes Abenteuer und eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale, der sie zu entkommen versucht.


Ich hätte ihr gesagt, dass Davis und ich nie viel geredet oder uns angesehen hatten, aber das war egal, weil wir zusammen denselben Himmel sahen, was viel intimer ist, als einander in die Augen zu sehen. In die Augen kann man jedem sehen. Aber jemanden zu finden, der dieselbe Welt sieht, ist ziemlich selten.


Bewertung

Wieder ein John Green Roman. Wieder viel Herzschmerz. Aber vor allem sehr viele weise Worte und: „Es geht weiter.“

Ich kann sofort zu Beginn sagen, dass dies wieder einmal ein Buch ist, über dessen Story ich sehr überrascht war. Irgendwie passiert mir das die letzte Zeit sehr oft, oder?! Nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich wieder mein typisches Kopfkino angestellt und mir zusammengereimt, wie die Geschichte wohl sein wird. Was ich nun jedoch weiß: die Entführung spielt nicht den Großteil dieses Buches und um welche Probleme es sich bei Aza handelt …das müsst Ihr leider selbst lesen weil: Spoiler. Und da ich nicht spoilere, wird diese Bewertung wohl etwas kürzer verlaufen.

Green hat wieder einmal perfekte Charaktere erschaffen. Eine Aza, welche schwer krank ist und aus diesem Grund eine Art Eigenleben entwickelt hat. Davis, welcher nur als Milliardärs-Sohn abgestempelt wird und dessen wahres Talent niemand sieht. Zwei Teenager, welche sich nicht unbedingt gesucht jedoch gefunden haben. Beide haben eine wichtige Person in ihrem Leben verloren und jeder hat sein eigenes, schweres Päckchen zu tragen. Wieder einmal die perfekte Mischung für Herzschmerz und Tränen.

Die meisten von Euch werden Green’s Romane kennen und entweder lieben oder hassen. Ich liebe seinen Schreibstil und die Art und Weise wie er seine Leser berührt und meine Güte – das schafft es wirklich mit jedem Buch! Auch hier hat er wieder Alles gegeben. Ab und an hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte etwas verworren ist, durcheinander und unübersichtlich – aber vielleicht ist es ja gerade das, was Green damit erreichen wollte?!

Was mir nicht gefallen hat: sooo viele offene Fragen mit denen Green seine Leser verabschiedet. Ich hätte gerne so viele Dinge erfahren und Licht ins Dunkel gebracht. Ach und danke John Green – Du hast es geschafft, dass ich seit Ewigkeiten wegen eines Buches in Tränen ausgebrochen bin! Das Ende hat mich zerstört und wird sicherlich noch lange nachschwingen.

Weitere Erkenntnis: Die Rezension wurde doch länger als erwartet und das Buch verdient die volle Punktzahl.

vier-punkte


„You’re everything everything everything“, und genau dieses Gefühl hatte ich. Du bist gleichzeitig das Feuer und das Wasser, das es löscht. Du bist der Erzähler, der Held und die Nebenfigur. Du bist der Autor und die Geschichte. Du bist jemandes Irgendwas, aber du bist auch du.


Fazit

Wieder einmal ein Green und auch wieder einmal bin ich vollkommen überzeugt davon! Das Buch hat mir die Tränen in die Augen getrieben, mich an meine Grenzen gebracht, mir schlaflose Nächte bereitet und Gänsehaut zugefügt.

Der Großteil von Euch wird es schon gelesen haben – und wer nicht – sofort lesen!


„Tut es weh?“, fragte er. Aus irgendeinem Grund wollte ich ihm eine ehrliche Antwort geben. „Ob es weh tut, ist egal.“ „Das ist ein ziemlich gutes Lebensmotto“, sagte er.


unterschrift-cindy

„This love has no end“ – Tommy Wallach

DasBuch

ThisLoveHasNoEnd

Hier geht’s zum Buch!

Verlag: cbj


Wenn die Veränderung ihren Zauber verliert, dann bleibt wirklich nichts mehr, wofür es sich zu leben lohnt.


Klappentext

Als Parker in einer Luxushotellobby dem faszinierenden Mädchen Zelda begegnet und sie um ein obszön dickes Banknotenbündel erleichtert, ist es vorbei mit seiner Unsichtbarkeit. Denn eigentlich hat er die Kunst perfektioniert, niemandem aufzufallen. Doch die silberhaarige Zelda sieht ihm mitten ins Herz. Und so lässt Parker sich mit ihr auf eine hochriskante Wette ein. Die wird sie beide in einem atemberaubenden Wirbel durch die Nacht tragen, sie werden der Liebe begegnen, dem Glück über den Weg laufen, dem Tod ins Auge schauen und erkennen, was ihnen ihr Leben wert ist.


„Sie glauben nur, dass was sie wollen, Parker. Aber niemand will irgendwas für immer. Nur länger, als sie es bekommen.“


Bewertung

Als ich den Klappentext gelesen habe dachte ich mir so: „Klingt gut. Eine Geschichte in der ein Junge einem Mädchen die Sonnenseiten des Lebens aufzeigt um sie vor einem geplanten Selbstmord zu retten.“ Ich hatte immer diese Geschichte in meinem Kopf, habe jedoch nie über den Tellerrand geschaut und gedacht, dass da mehr sein könnte. Mehr als nur normale Teenager und das Leben. Wallach hat mich hierbei eines Besseren belehrt.

Die Geschichte hat eine so extreme und komplett unvorhersehbare Wendung genommen, dass ich selbst jetzt noch total perplex bin. Das aber auf keinen Fall im negativen Sinne – nein! Ich will jetzt nicht spoilern, deshalb belasse ich das jetzt einfach so und kann Euch nur sagen: lest es uns seid selbst so überrascht wie ich. Wallach hat eine wundervolle Art zu schreiben. Nicht nur einfach und leicht, sondern vor allem mit einer solchen Coolness wie ich es bisher bei noch keinem Autor erlebt habe. Beim Lesen hat man das Gefühl, mit einem Bekannten oder Freund zu reden. Ein Grund hierfür kann auch der Aufbau des Buches sein … Die gesamte Geschichte über wird aus der Sicht des Protagonisten Parker geschrieben. Zwischen den einzelnen Kapiteln befinden sich auch Kurzgeschichten von Parker, welche er in Zusammenhang zu der eigentlichen Story schreibt – das tut er sehr gerne und sehr sehr gut. Somit kann man diesen Young-Adult-Roman eigentlich nicht nur in die Jugendroman-Schublade stecken, sondern ebenso gut in die Fantasy-Abteilung. Aber egal – wir kommen vom Thema ab.

Die Geschichte wird dominiert von Parker dem stummen Einzelgänger, welcher durch seine nette und durchgeknallte Art sofort mein Herz erobert hat und natürlich Zelda. Zelda ist das Mädchen, welches sich von der Golden Gate Bridge stürzen will und in das sich Parker verliebt. Auch zu Zelda habe ich sofort einen Draht gefunden. Das liegt sicher an ihrer so quirligen und offenen Art – sie trägt ihr Herz einfach auf der Zunge und sagt was ihr in den Sinn kommt.

Nach lesen des Buches könnte das Cover nicht passender sein. Es passt perfekt zu der Geschichte und wirkt zwar schlicht und trotz alledem so vielsagend.

vier-punkte

Für diese wunderbare Geschichte und der Tatsache, dass ich mich unsterblich in Parker verliebt habe – volle Punktzahl!


Vielleicht ist die Liebe die Ausnahme von deiner Sache mit dem Gesetz des abnehmenden Ertrags.


Fazit

Was soll ich großartig sagen? Ich liebe die Charaktere dieses Buches und noch mehr die Geschichte an sich. Ich war so geplättet und überrascht von der Wendung, dass mir dieses Buch noch sehr lange nachhängen wird. Auf jeden Fall kann ich schon jetzt sagen, dass ich dieses Buch nicht nur ein Mal gelesen haben werde.

Ich hoffe, dass Jeder von Euch dieses Buch liest und genauso sehr liebt wie ich.


„Ich meine, dass du dir die ganze Mühe machst, um mich dazu zu bringen, dass ich weiterleben will, während du kaum Anstrengungen unternimmst, selbst glücklich zu sein.“ Ich wusste, worauf sie hinauswollte, aber es fühlte sich gut an, mir zur Abwechslung mal Sorgen um jemand anderen zu machen, anstatt mich nur in meinen eigenen Mist reinzusteigern, wie ich es sonst immer tat. – Mein Glück hängt davon ab, dass du am Leben bist. – „Du kannst dein Glück nicht von dem eines anderen abhängig machen. Das führt in den Wahnsinn.“


unterschrift-cindy