„Emmy & Oliver“ – Robin Benway

DasBuch

EmmyUndOliver

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Verlag: magellan


Mir kam es so vor, als müsste Oliver das Ende der Welt längst erreicht haben und von der Kante gestürzt sein. Mit meinen sieben Jahren schien mir das die einzig logische Erklärung. Die Welt drehte sich so schnell, dass Oliver im Weltraum immer weiter von uns wegschwebte.


Klappentext

Emmy hat es satt, ständig in Watte gepackt zu werden. Surfen oder auf Partys gehen kann sie nur hinter dem Rücken ihrer Eltern. Seit zehn Jahren geht das so, seit damals, als der Nachbarjunge entführt wurde. Und auch nachdem Oliver zurückgekehrt ist, ändert sich daran nichts. Dabei will Emmy einfach nur Zeit mit Oliver verbringen. Auf den Wellen reiten. Glücklich sein. Aber die Ereignisse der Vergangenheit haben nicht nur Schatten auf ihr Leben geworfen, sondern auch auf das ihrer Eltern. Emmy spürt: Um glücklich zu werden, muss sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen.


Oliver lachte mit verstopfter Nase. „Das ist ja wohl die seltsamste Freundschaft aller Zeiten.“ „Definitiv.“, stimmte ich zu. „Aber es ist unsere.“


Bewertung

Emmy hat vor zehn Jahren ihren besten Freund und Seelenverwandten verloren. Eine einzige handfeste Erinnerungen ist ihr geblieben, welche sie sorgfältig in einem Karton aufgewahrt. Gott, wie haben ihr die Abende gefehlt, an denen Oliver und Emmy sich nur per Lichtzeichen durch ihre Fenster unterhielten. Nach all den Jahren hat jede Familie ein eigenes Lebens aufgebaut und doch blieb immer die schmerzliche Erinnerungen … doch dann steht Oliver auf einmal wieder da. Er ist kein sieben mehr, sondern mittlerweile ein junger Mann. Wie sollen Alle damit umgehen und vor allem Emmy?

Auch wenn es auf den ersten Blick so erscheinen mag, aber Emmy & Oliver ist keine normale Teenie-Romanze. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass es für mich die wohl schönste Liebesgeschichte die ich seit langer Zeit gelesen habe. Benway hat eine handvoll wunderbare Charaktere erschaffen. Emmy, die sich versucht ihr Wunschleben hinter den Rücken ihrer Eltern aufzubauen und noch immer so sehr an Oliver hängt (Gott, ich liebe ihren Charakter einfach!). Oliver, der entführte Junge, der auf der einen Seite seinen Vater hasst und auf der anderen liebt. Der Probleme hat mit der neuen Umgebung und dem neuen Leben klarzukommen. Drew und Caro  – beide gehörten damals zum Vierergespann, dann waren es nur noch Emmy’s treue Freunde. Doch auch mit der Zeit findet Oliver wieder einen Draht zu ihnen.

Jede Zeile des Buches und jede Seite lädt zum Träumen und Dahinschmelzen ein. Die Geschichte liest sich mit einer Leichtigkeit und durch die relativ kurzen Kapitel stören kleinere Pausen keineswegs. Des Weiteren haben mir die Rückblicke in die Zeit vor Olivers Verschwinden sehr gut gefallen.

Das Cover ist wunderschön und auch die Innenseiten des Einbandes sind sehr schön gestaltet. Aber das ist ja nichts Außergewöhnliches beim Magellan-Verlag. Auch die kleinen Verzierungen auf den Seiten der neuen Kapitel machen viel aus.

Ich kann für die Geschichte und die gesamte Aufmachung des Buches nur die volle Punktzahl vergeben.

vier-punkte


Oliver drückte mich noch fester an sich und küsste mich abermals. Das Gefühl ließ sich nur mit dem letzten Schultag vor den Sommerferien beschreiben, diesem Wissen, dass Monate voller Freiheit und Sonnenschein vor einem lagen, in denen man tun und lassen konnte, was man wollte, und endlose Möglichkeiten auf einen warteten. So fühlte ich mich in seinen Armen, als hätte die Zukunft keine Grenzen, nur weil er da war. Endlich war er da.


Fazit

Ich habe einen normalen Young-Adult-Roman erwartet und die wohl schönste Liebesgeschichte erlebt. Es ist, als würde ich noch immer auf Wolken schweben. Jeder, der auf der Suche nach einen ungewöhnlichen Liebesgeschichte ist oder nach einem neuem leichten Young-Adult-Roman sucht ist hier an der richtigen Stelle. Ich werde dieses Buch nicht das letzte Mal gelesen haben …


Mein Handy lag unten, also konnte ich ihm keine letzte SMS schicken, und so saßen wir nur im Dunkeln, vereint durch all die Trauer und Verluste und Neuanfänge, bis ich gar nicht mehr wusste, was eigentlich zu Olivers und was zu meinem Leben gehörte.


unterschrift-cindy

„Salz für die See“ – Ruta Sepetys

DasBuch

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Verlag: Königskinder



Die Mutter war ein Anker. Die Mutter bedeutete Trost. Die Mutter war das Zuhause. Ein Mädchen , das die Mutter verloren hatte, glich einem winzigen Boot auf einem zornigen Ozean.


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Dunkelschwester – Kara Thomas

DasBuch

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Verlag: heyne>fliegt


Du fragst dich wahrscheinlich, wer seinen Vater wegen zweihundert Dollar allein sterben lassen würde. Aber mein Vater hat für deutlich weniger – plus eine Schachtel Zigaretten – auf einen Supermarktbesitzer geschossen und ihn beinahe getötet.
Darum.


Klappentext

Traue niemandem – schon gar nicht denen, die du liebst.

Was hat ihre Schwester damals verheimlicht? In jener Nacht vor zehn Jahren, als die junge Lori sterben musste? Tessa hat es nie herausgefunden, denn kurz nach dem Mord und dem darauffolgenden Prozess, in dem sie die Hauptzeugin war, brach ihre Familie auseiannder und sie war fortan allein. Nun kehrt die 18-jährige Tessa in ihr Heimatstädtchen zurück – mit dunklen Schatten und vielen Fragen  im Gepäck. Als erneut ein Mord geschieht, der dem an Lori bis ins Detail gleicht, macht sich Tessa auf die Suche nach der Wahrheit. Eine gefährliche Suche…


Denkt sie noch daran?


Bewertung

Auf der Rückseite des Buches steht: „Gänsehaut von der erste bis zur letzten Seite garantiert“. Meine Meinung zu dem Buch ist leider eine andere… aber ersteinmal alles der Reihe nach.

Ich habe mich vorab wirklich auf das Buch gefreut – es versprach viel Spannun, quasi ein guter Kandidat um es in einem Rutsch durchlesen zu können. Und genau das wollte ich auch. Leider konnte das Buch für mich beide Punkte nicht erfüllen.
Dabei hat die Story einiges Potential: ein vergangener Mord, ungeklärte Fragen und ein erneuter Mord der eigentlich gar nicht möglich ist, da der vermeindliche Mörder hinter Gittern sitzt.

Leider wurde das Potential nicht so richtig ausgenutzt. Für mich persönlich wurde die Geschichte einfach zu langatmig gestaltet. Zum einen schien es kein wirkliches Ziel zu geben. Sollte der wahre Mörder gefunden werden? Oder sollte doch bewiesen werdern das der Richtige im Gefängnis sitzt? Nein eigentlich geht es darum Tessas Schwester und Mutter zu finden. Außerdem stellt sich die Frage was vor zehn Jahren wirklich passiert ist. Haben alle das gesehen was sie ausgesagt haben? Vielleicht war es auch eine Mischung aus allem. Für mich zu unstrukturiert, zu viele Nebensächlichkeiten die die Haupthandlung nicht so richtig voranbringen und von Wichtigem abzulenken scheinen.

Zudem kam mir die Handlung immer ein bisschen an den Haaren herbeigezogen vor. [ACHTUNG, die Begründung könnte ein kleiner Spoiler sein.] Da erkennen eben nur die beiden Hauptprotagonistinnen Tessa und Callie die 100%ige Ähnlichkeit zu den Serienmorden von vor 10 Jahren  – die Polizei natürlich nicht. Die wollen nur den Erstebesten verhaften. Ich weiß nicht, ob diese Gestaltung gewählt wurde, weil es sich um einen Jugend-Thriller handelt und die Hauptcharaktere sich als Heldinnen entpuppen sollen, aber auf mich hat es so ziemlich gestellt gewirkt.

Auch mit der Figurengestaltung hatte ich persönlich meine Probleme. Zwar erfährt man viel, vor allem über Tessa und Callie in der Zeit von vor 10 Jahren, aber trotzdem schien mir die Gestaltung recht oberflächlich. Ich bin mit ihnen nicht so richtig warm geworden, konnte verschiedene Gefühle und Handlungen nicht nachvollziehen. Ich konnte einfach keine Buíndung zu ihnen aufbauen.

Ein positiver Punkt an dem Buch ist für mich trotz der anderen Kritikpunkte dennoch der Schreibstil. Er ist recht einfach und geradlinig. So passt er für mich zum einen für ein Jugendbuch und kann durch seine Klarheit und keine verspielten Elemente auch für einen Thriller überzeugen – in Bezug auf das Gesamtpaket erschien er mir so recht stimmig.

Da mich das Buch jedoch insgesamt nicht sehr überzeugen konnte, vergebe ich 2 von 4 Punkten.

zwei-punkte


Fazit

Das Buch hat ein großes Potential aber leider hat mir die Umsetzung nicht so gut gefallen. Viele Längen und ein für mich zu niedriger Spannungsbogen haben das Lesen ein bisschen zäh werden lassen.

unterschrift-laura

„Kiss me in Paris“ – Cathrine Rider

DasBuch

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Verlag: cbt


Projekt Romantik läuft einwandfrei. Nicht.


Klappentext

Paris, kurz vor Weihnachten. New Yorkerin Serena Fuentes wollte Paris eigentlich mit ihrer Schwester Lara erkunden, als diese sie schamlos versetzt. Kurzentschlossen quartiert sich Serena beim wildfremden Jean-Luc ein, der sich vor allem für seine Kamera zu interessierren scheint. Doch das ändert sich, als Serena und Jean-Luc eine verrückte, abenteuerlustige Tour durch die romantischste Stadt der Welt machen…


Ich werde nie verstehen, wie ich dich jeden Tag sehen kann und trotzdem das Gefühl habe, dich zu vermissen.


Bewertung

In „Kiss me in Paris begleiten wir Hauptprotagonistin Serena auf ihrer Reise nach Paris. Eigentlich wollte sie diese zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester unternehmen, um die Erinnerung an ihren Vater aufblühen zu lassen. Doch beide versetzen sie kurzfristig.

Um ehrlich zu sein, hatte ich mich vor diesem Hintergrund auf eine schöne, winter- bzw. weihnachtliche Geschichte gefreut, die einem auch mal eine andere Seite von Paris offenbart, als man sie schon kennt (Eifelturm etc.). Besonders durch den Einfluss des in Paris lebenden Jean-Luc habe ich gehofft, dass es in diesem Buch versteckte Plätze und andere Besonderheiten zu entdecken gibt. Das sich hier eine kleine kitschige Liebesgeschichte anbahnt wird ja auch bereits im Klappentext klar – stört mich aber nicht, in der Weihnachtzeit lese ich soetwas auch mal recht gern. Leider konnte mich das Buch aber überhaupt nicht überzeugen.

Zum einen erscheinen mir viele Handlungen wirklich unglaubwürdig. So wird Serena zum Beispiel einfach so von der Schwester sitzen gelassen, so was ist natürlich gar nicht schlimm… wer ärgert sich schon über sowas? Ein Punkt den ich außerdem kritisieren muss ist die Liebesgeschichte – ja ich weiß sowas wird oft übertrieben dargestellt, aber dieses Buch ist ein neuer Höhepunkt für mich: die große Liebe erkennt man hier nämlich nicht innerhalb von ein paar Wochen oder einigen Tagen wie sonst – nein es ist ein Tag. Ein einziger kurzer Tag, den zwei Fremde zusammen verbringen und es macht einfach „Bang!“ und sie wissen es. Ich hab wirklich kein Problem mit rosaroten Brillen und ein bisschen Kitsch… aber das war mir dann doch zu viel.

Auch das weihnachtliche ist in diesem Buch komplett verloren gegangen. Die Geschichte spielt zwar zu dieser Zeit, aber das war es auch. Wäre dieser Umstand nicht genannt worden, hätte der Zeitpunkt eigentlich auch jeder andere sein können.

Genauso wie der Geschichte das gewisse etwas fehlt, ist es leider auch bei den Figuren. Hier hat mire in wenig Tiefe gefehlt. Zwar wurden die beiden Hauptprotagonisten durch die Autoren gut beschrieben, aber auch hier haben sich wieder verschiedene Klischees wiedergespiegelt. Was mir außerdem gefehlt hat sind andere Charaktere. Zwar taucht hin und wieder ein zusätzlicher Protagonist am Rande auf, aber es geschieht nichts von Bedeutung – aber wie eigentlich auch, es ist ja nur ein Tag der abgehandelt wird.

Das einzig wirklich positive was ich diesem Buch abgewinnen kann ist der Schreibstil. Leicht und flüssig beschreibt Cathrine Rider hier die Geschehnisse. Für mich passt das gut zum Rest des Buches und natürlich auch zu der Zielgruppe, die die Autorin mit ihrem Young-Adult Roman erreichen will. Beschrieben wird die Geschichte dabei sowohl aus der Perspektive von Serana als auch von Jean-Luc. Wer im Mittelpunkt steht, wird durch die jeweilige Kapitelüberschrift verraten. Geschrieben sind die einzelnen Abschnitte dann jeweils in der Ich-Perspektive. Die Autorin fügt außerdem immer wieder den ein oder anderen Gedanken der Figuten ein, was die Charaktere dem Leser ein bisschen näher bringt.

Aufgrund der aufgezählten Kritikpunkte konnte mich das Buch insgesamt nicht überzeugen, daher vergebe ich 2 von 4 möglichen Punkten.

zwei-punkte


Fazit

Ich habe Klischees erwartet wurde aber trotzdem damit überladen. Einige unglaubwürdige Handlungen tragen noch dazu bei, dass ich manchmal nur noch den Kopf schütteln wollte beim Lesen. Zusätzlich ist von der, vor allem durch das Cover versprochenene, Weihnachtsstimmung nichts zu merken. Ich kann das Buch nicht wirklich empfehlen.

unterschrift-laura

„Der Zauber des Winters“ – Nadine Skonetzki [Hrsg.]

DasBuch

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Verlag: Zeilengold


Wer sagt uns, was real ist und was nicht?
Wer kneift uns, wenn wir glauben zu träumen?


Klappentext

Winterliche Zeilen voller Magie

Ob am Hindukusch, in Griechenland oder fantastischen Welten, die Winter- und Weihnachtszeit hat überall ihren ganz besonderen Charme. Einsame Mädchen finden ein Zuhause, Feen werden von Flüchen erlöst und dem Weihnachtsmann ist kein Kinderwunsch zu ausgefallen, um ihn zu erfüllen.

Zehn wundervolle Geschichten warten nur darauf, dich auf Schiffe, Ballnächte und Waldlichtungen zu entführen, dich zu verzaubern und am Ende ein wenig nachdenklich zurückzulassen. Die erste Zeilengoldanthologie vereint in einzigartiger Weise die Geschichten des Winters mit Botschaften, die direkt ins Herz gehen.


Die besten Tage sind immer die, an denen etwas Überraschendes passiert. So wie heute.


Bewertung

„Der Zauber des Winters“ war die erste Anthologie, die ich gelesen habe. Vorher habe ich mich nie so richtig an diese Bücher herangewagt – sind die Geschichten doch recht kurz und damit einfach anders als „normale Bücher“. Da ich mir aber vorgenommen habe mich immer wieder aus meinem Komfort-Lesebereich herauszuwagen, habe ich diese Chance genutzt und mich wirklich sehr über das e-book gefreut.

Alle Geschichten, die in dieser Sammlung vereint wurden, haben eins gemeinsam: das Thema. Überall geht es um den Winter bzw. um Weihnachten, oder es sind zuminest winterliche elemente enthalten. Das war für mich auch der Hauptgrund, weswegen ich die Anthologie lesen wollte, mit Weihnachten bekommt man mich einfach immer rum.
Außer dem Thema, konnte ich allerdings noch eine kleine Gemeinsamkeit entdecken: der Schreibstil – zwar ist jede Geschichte natrülich im persönlichen Stil des jeweiligen Autors verfasst, allerdings wirken sie alle leicht, flüssig zu lesen und schaffen wunderschöne Bilder. Die einzelnen Erzählungen stehen für sich, schaffen aber doch irgendwie ein angenehmes Gesamtbild.

Insgesamt finde ich die Anthologie toll, um neue Autoren zu entdecken und kennen zu lernen.

Hazel und Mara – Lilith Korn
Das Thema hinter dieser Geschichte muss man mögen, mein Fall war es nicht. Ein Horror-Weihanchtsmann schockt mich einfach zu sehr – ich finde aber auch den Grinch schrecklich. Auf jeden Fall wird hier die Weihanchtsthematik mal auf einem anderen Werg aufgegriffen. Mara ist hier die Protagonistin und erlebt zusammen mit der süßen Fee Hazel ein weihnachtliches Abenteuer.

Die Geschichte der ewigen Nacht – Ney Sceatcher
Diese Erzählung gehört zu meinen Lieblingen in diesem Buch. Ney Sceatcher schreibt so wunderschön, traurig und intensiv, ich habe mich schlichtweg verliebt. Auch die Geschichte selbst hat mir gefallen und ich finde, sie macht Lust auf mehr, da ich einfach zugern wissen würde, wie es weiter geht mit dem Mädchen, dem jäger und dem Fluch.

Das Feuer in mir – Nicole Obermeier
„Das Feuer in mir“ widmet sich ganz der kalten Jahreszeit: dem Winter. Die Kälte wurde beim Lesen fast spürbar. In nur wenigen Seiten schafft es die Autorin hier von einem Geheimnis bis zu einem kleinen Happy End. Allerdings hatte ich vor allem hier das Gefühl, das der Story selbst ein größerer Seitenumfang gut getan hätte – Potential war auf jeden Fall vorhanden.

Wellen in der Nacht – Kat Rupin
Die Autorin spricht in ihrer Geschichte eine wichtige und auch aktuelle Thematik an: das Leid der Flüchtlinge auf dem Weg über das Mittelmeer. Ich fand die Erzählung auch gut geschrieben, allerdings passt sie für mich nicht so recht in die Anthologie rein. Sie ist wirklich gut, aber mir fehlt leider das klare Weihanchts- bzw. Wintermotiv.

Weihnachten am Hindukusch – Sabrina Schuh
Diese Kurzgeschichte hat für mich wirklich etwas besonderes an sich. Im Mittelpunkt steht ein US Private, der Weihnachten in einem Kriegsgebiet verbringen muss und deshalb nicht zu Hause, bei seiner Familie sein kann. Zwar fand ich die Story selbst ein wenig unrealistisch, aber es ist schließlich Weihnachten, da will ich es nicht so eng sehen.

Die Schneespielerin – Lina Rina
Dieser Erzählung verkörpert für mich ein tolles Beispiel für den Teil einer Anthologie. Es geht hier um Miss Amité, eine Cellistin mit einem ganz besonderen Talent. Lina Rina baut hier auf wenigen Seiten aus einer Famileifehde und einem kleinen fantastischen Element eine Geschichte die in sich geschlossen ist, eine Botschaft beinhaltet und auch zu einem schönen Ende findet.

Unter den Sternen – Bettina Auer
Eine angenehme Geschichte, die bei mir leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte. Ich mochte zwar die Story selbst, allerdings war mir auch hier das weihanchtliche bzw. winterliche Motiv zu klein geraten. Allerdings hat es mir gut gefallen, dass die Autorin fast schon auf märchenhafte Weise die Thematik des klassenunterschiedes aufgegriffen hat – es hat mich beinahe an ein Aschenputtel in einer anderen Zeit erinnert.

Zwischen Schokomännern und Weihnachtsküssen – Mariella Heyd
Für mich die beste Kurzgeschichte in diesem Buch. Ich fand die Thematik sehr gelungen, die Betrachtung derer die Arbeiten um anderen Menschen ein schönes Weihnachten zu ermöglichen, finde ich einfach toll. Dazu kommt noch eine kleine Liebesgeschichte (wer sagt dazu in der Weihnachtszeit nein?). Für mich packt Mariella Heyd viele tolle Elemente in einen kleinen Rahmen, schafft ein süßes Happy End und schließt die Geschichte rundherum ab. Ich hatte hier zu keinen Punkt das Gefühl, dass etwas Fehlt oder ich mehr erfahren müsste. Einfach eine tolle Kurzgeschichte.

Jack & Luchs – Salome Fuchs
Eine wirklich niedliche Geschichte. Im Mittelpunkt steht eine kleine, arme Familie die nichts mehr im Leben hat. Die Autorin schreibt für mich sehr erzählerisch und bildhaft und beschert mit ihrer Erzählung nicht nur der kleinen Familie sondern auch allen Lesern ein Weihnachtswunder.

Das Fest der Liebe – Christin Thomas
Hier gibt es den Weihnachtsmann wirklich (insgeheim habe ich es doch immer gewusst!) und im Mittelpunkt steht seine Werkstatt, die dank seiner Sekretärin Emma Weiß am laufen gehalten wird. Auch hier passiert ein wunderschönes Weihanchtwunder das auch noch eines der akutellsten und doch sehr wenig besprochenen Themen behandelt: die Organspende. Trotz dieser ernsten Thematik schafft es die Autorin trotzdem einen schönen Weihnachtlichen Rahmen aufzubauen – ganz toll!


Zeit können wir nur einander schenken.


Fazit

Eine Anthologie mit Höhen und Tiefen – ich denke aber, dass das für Sammlungen von Kurzgeschichten normal ist. Es kann einem schließlich nicht alles gefallen. Da mich aber ein paar Geschichten wirklich komplett überzeugen konnten, gebe ich 3 von 4 Punkten.

drei-punkte

unterschrift-laura

„Und wenn die Welt verbrennt“ – Ulla Scheler

DasBuch

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Verlag: heyne fliegt


Wenn es regnet, ist die Welt lauter und wilder und weiter. Wenn es regnet, fühle ich mich mit der Welt mehr verbunden. Ich kann nicht in meinen Gedanken versinken, wenn die Welt auf mich tropft, tropft, tropft.


Klappentext

Er ist ein Junge mit bunten Kreiden, der Menschen in Bildern auf dem Asphalt einfängt. Sie ist ein Mädchen mit einem dunklen Geheimnis, das niemand an sich heranlässt. Felix und Alisia. Beide leben in ihrer eigenen Welt, bis sie sich durch Zufall begegnen. Und plötzlich ist es ausgerechnet Alisia, die Felix versteht wie niemand sonst. Zusammen sind sie stark, fast unschlagbar. Bis ein Haus brennt und Alisia von den Schatten der Vergangenheit eingeholt wird…


Ich habe Angst, dass er dich findet.
Ich habe Angst, dass du wieder verschwindest.
Ich habe Angst, dass niemand mich je ganz sieht.
Ich habe Angst, dass Felix mich ganz sehen könnte.
Ich habe Angst, dass er dann geht.


Bewertung

„Und wenn die Welt verbrennt“ ist ein unheimlich intensives Buch. Ich habe schon viele durch und durch positive Rezensionen gelesen – mich konnte es leider nicht komplett überzeugen.

Mit Felix und Alisia hat Ulla Scheler zwei sehr emotionale und tiefe Charaktere geschaffen. Sie sind beide unheimlich vielschichtig, ich musste lange warten, bis ich vor allem für Alisia ein Gefühl entwickeln konnte. Trotz der intensiven Gestaltung oder der unzähligen Emotionen, welche im Buch vermittelt werden, bin ich mit ihr nicht recht warm geworden. Sie wirkt immer zerbrechlich, als wäre sie eine einzelne Blume im Sturm. Ich selbst mag lieber laute Charaktere, die sich nicht verstecken – es ist eben eine Geschmackssache. Felix dagegen hat mich von Beginn an fasziniert mit seiner einfühlsamen und vorsichtigen Art. Für einen männlichen Hauptcharakter ist er eher außergewöhnlich – lieb, auch sehr emotional und ruhig, durch und durch eine Künstlerseele.

Wer deutliche Höhen und Tiefen in einem Buch sucht, wird sie hier, meiner Meinung nach, nicht finden. Zwar führt die Geschichte zu einem bestimmten Punkt hin und es ist ein leichter Spannungsbogen zu erkennen, jedoch fehlt mir hier einfach der große Knall. Das Geheimnis, was Alisia hat war mir persönlich einfach zu klein, ich war nicht wirklich schockiert. Da hatte ich mir aus dem Klappentext ein wenig mehr erhofft. Ich konnte zwar auf Grund der Geschehnisse ihr Verhalten viel besser nachvollziehen und mich besser in sie hineinversetzen, aber wie gesagt: DAS DING, war es für mich irgendwie nicht.

Der Schreibstil der Autorin war für mich passend zu dem Buch selbst. Ihr Stil ist schwerer, als man es von anderen Jugendromanen erwartet. Da hier allerdings ganz klar die verschiedenen Emotionen im Mittelpunkt stehen, fand ich das sehr passend. Ein leichter fließender Stil hätte hier nicht gepasst.

Insgesamt hat mir das Buch trotz der Kritikpunkte gut gefallen. Es ist eindeutig mal etwas anderes. Ich vergebe für das Buch 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


Fazit

Durch starke Emotionen und tiefgründig gestaltete Charaktere kann dieses Buch überzeugen. Allerdings war mir die Auflösung des angekündigten Geheimnisses ein wenig zu „flach“. Da hatte ich mir einfach mehr erhofft.

unterschrift-laura

„Und Du kommst auch drin vor“ – Alina Bronsky

DasBuch

UndDuKommstAuchDrinVor

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Verlag: dtv


Nur ich, ich hörte zu. Und ich konnte es nicht fassen. Was diese Leah Eriksson da nuschelte, handelte von mir. Von meiner Familie. Von meinem Leben. Von meinen Gedanken.


Klappentext

Seit der ersten Klasse sind sie beste Freundinnen: Kim, 15, eher unauffällig, und Petrowna, klug, exzentrisch und daran gewöhnt, immer und überall den Ton anzugeben. Alles wird anders, als die beiden mit ihrer Klasse zu einer Schullesung gehen: Während die anderen tuscheln, sich die Haare kämmen oder aus dem Fenster schauen, wird Kim hellhörig, denn was die Autorin da vor sich hin nuschelt, handelt von ihr. Okay, es kommen andere Namen vor und ein paar unwichtige Details stimmen nicht, aber der Rest ist sie! Doch die Geschichte geht nicht gut aus, vor allem nicht für Jasper, Kims Klassenkameraden, der, wenn das Buch die Wahrheit sagt, am Ende an einem Wespenstich stirbt. Um das zu verhindern, bleibt Kim nichts anderes übrig, als ihr Leben völlig auf den Kopf zu stellen. Auf einmal macht sie alle möglichen Dinge zum ersten Mal, wie zum Beispiel Jasper zu küssen. Das aber passt Petrowna ganz und gar nicht ins Konzept …

 


Ich guckte sie nur an. Ich wusste nicht, wie man Bücher kaufte. Bei Timberlands hätte ich zu Beispiel die Farbe und meine Schuhgröße genannt. Sollte ich hier sagen: „Ich hätte gern ein blaues Buch mit zweihundert Seiten?“


Bewertung

Es soll sogar Leute geben die keine Bücher mögen. Unvorstellbar oder? Und dann lesen diese besagten Leute ein einziges Buch und was lässt sich dabei feststellen? Es handelt sich genau um ihre Geschichte! Genauso erging es Kim. Nie hatte sie ein Buch in der Hand gehalten. Und doch muss sie dieses eine Buch lesen. Das Buch, welches Ihr Leben erzählt und Jeder kann es lesen.

Die Idee ist wirklich sehr gut. Jedoch ist es etwas an der Umsetzung gescheitert. Bronsky hat versucht auf gerade einmal 189 Seiten eine so komplexe Story zu entwickeln … man hatte als Leser die ganze Zeit das Gefühl, dass eine ewig lange Geschichte erzählt wird, welche sich absolut nicht um den Kern dreht und plitzplautz ist auf einmal das Ende da. Zwar ist Bronsky’s Schreibstil sehr gut nachzuvollziehen, lässt sich auch sehr realistisch lesen – jedoch ist es Nichts was den Leser packt und dazu bringt zu sagen ‚Ich muss sofort weiterlesen und kann das Buch nicht aus der Hand legen.‘ Auch die Enden der jeweiligen Kapitel haben mich nicht dazu verleitet sofort weiterzulesen. Die gewisse Spannung, welche in beinahe jedem Genre vertreten sein sollte hat einfach gefehlt.

Ein weiteres Problem waren in meinen Augen die Charaktere. Kim war eine Person die ich keineswegs einschätzen konnte. In einem Moment hätte ich sie am liebsten in den Arm genommen und getröstet, im anderen Moment hätte ich nur ausrasten können bei ihrer naiven Art. Genauso ging es mir bei ihrer besten Freundin Petrowna – ich hasse sie wirklich 😀 Einen so schrecklichen Charakter habe ich wirklich selten erlebt. Jasper hingegen eine in meinen Augen eine viel zu geringe Rolle gespielt.

Das Einzige was es tatsächlich raus gerissen hat war das Cover. Also ganz ehrlich – es spiegelt und glitzert. Wer findet das bitteschön nicht toll?

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Es tut mir wirklich sehr leid, aber ich war sehr enttäuscht von diesem Buch. Daher gibt es leider nur einen Punkt.


„Es gibt Autoren, die behaupten, dass ausgedachte Ereignisse aus ihren Büchern tatsächlich wahr werden“, sagte sie. „Hätten Sie was Schönes geschrieben könnten Sie jetzt ein reines Gewissen haben.“


Fazit

Ich habe mir sehr viel erhofft und wirklich viel erwartet von diesem Buch. Leider konnte es mich keineswegs überzeugen. Es gleicht einer kleinen Teenie-Komödie die man zu jeder Zeit und überall einfach so lesen kann. Jedoch auch nicht mehr …

Ich werde das Buch nicht wieder lesen und kann es auch nicht empfehlen.


Ich konnte Petrowna nicht zwingen, ihn zu lieben. Ich konnte mich selbst noch weniger zwingen, damit aufzuhören. Ich konnte nur ich sein und niemand sonst.


unterschrift-cindy

Viel näher als zu nah – Angela Kirchner

DasBuch

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Verlag: Dressler


Stimmen in der Dunkelheit. Sie durchdringen die Stille, schneiden mich auf, lassen das Schwarz aus meinem Inneren tropfen, bis gleißend helles Licht seinen Platz einnimmt. Es ist kalt und tut weh. Ich will schreien.


Klappentext

LUCAS Ich sollte Test über den Moment kleben, einen Film darüber drehen, was dieses Lächeln mit ihr macht, oder sie darum bitten, einfach einmal am Tag so zu lächeln. Für den Rest ihres Lebens.

FEY Das hier ist viel näher als zu nah. Meine Hände liegen auf seiner Brust, ich muss sie wegnehmen, damit seine Wärme mich nicht einfängt. Gleich nehme ich sie weg. Gleich.


Wieso habe ich das getan, sie zum lachen gebracht?
Jedes.
Einzelne.
Lachen.
Macht es schwerer.


Bewertung

Dieses Buch war für mic schon beim Auspacken ein Erlebnis – ich war vom ersten Moment an begeistert von der Machart des Buches. Die Buchdeckel sowie der Rücken sind aus dicker, harter Pappe gefertigt und werden von Stoff zusammengehalten. Titel, Klappentext usw. wurden in die Pappe geprägt. Ich habe noch keine vergleichbare Aufmachung gesehen und finde es einfach unheimlich schön.

Aber nicht nur das Äußere, auch das Innere des Buches hat mir gut gefallen. Im Mittelpunkt stehen hier Fey und Lucas, die durch ein bedeutungsvolles Ereignis aneinander gebunden werden – ob sie es wollen oder nicht. Die Geschichte hat meiner Meinung nach einiges Potential, besonders was die Figurengestaltung angeht – denn wenn Extremsituationen und Schicksalsschläge in die Handlung eingebaut werden, so wie hier, machen die Charaktere, wie sie mit allem umgehen und ihre eigenen Geschichten, den Unterschied – hier mag hier eine besondere Tiefe und will die Protagonisten ganz besonders intensiv kennenlernen, mit ihnen leiden und ihnen beistehen. In diesem Buch hat mir die Gestaltung und Ausarbeitung gut gefallen, ist aber für mich noch etwas ausbaufähiger. Besonders über Feys Gefühlswelt hätte ich mir mehr erhofft, da der Fokus ein bisschen mehr auf Lucas gerichtet ist.

Den Schreibstil fand ich sehr gut. Er hat zur Geschichte selbst und natürlich auch der Zielgruppe gepasst. Er war leicht und flüssig – passend zu einem Jugendbuch. Besonders die Dialoge zwischen den jungen Protagonisten wurden eher umgangssprachlich umgesetzt, was für mich sehr angenehm zu lesen war. Dabei wurde jedoch nicht auf den benötigten Ernst und klare Strukturen in einigen Szenen verzichtet. Eine gute Mischung könnte man sagen, der jeweiligen Situation angepasst.

Für eine schöne Umsetzung und eine schöne Idee für ein Jugendbuch vergebe ich 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


Fazit

Angenehm, leicht und flüssig zu lesen. Für mich ganz klar ein schönes Buch für zwischen durch. Die Leseempfehlung kann ich geben 🙂

unterschrift-laura

New York zu verschenken – Anna Pfeffer

DasBuch

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Verlag: cbj


Wie kurz ist denn dein Schlafanzug? Zeigst du viel Bein? Und – ist es ein dickes oder ein dünnes Bein?


Klappentext

Aufgepasst Leute! Hier gibt es einen Urlaub der Extraklasse zu gewinnen! Und zwar nach New York, zehn Tage, full package inklusive. Nur das Beste vom Besten, Luxus-Hotel und die perfekte Reisebegleitung – nämlich mich. Was ihr dafür tun müsst? Ganz einfach: Olivia Lindmann heißen. „New York zu verschenken – Anna Pfeffer“ weiterlesen