Dunkelschwester – Kara Thomas

DasBuch

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Verlag: heyne>fliegt


Du fragst dich wahrscheinlich, wer seinen Vater wegen zweihundert Dollar allein sterben lassen würde. Aber mein Vater hat für deutlich weniger – plus eine Schachtel Zigaretten – auf einen Supermarktbesitzer geschossen und ihn beinahe getötet.
Darum.


Klappentext

Traue niemandem – schon gar nicht denen, die du liebst.

Was hat ihre Schwester damals verheimlicht? In jener Nacht vor zehn Jahren, als die junge Lori sterben musste? Tessa hat es nie herausgefunden, denn kurz nach dem Mord und dem darauffolgenden Prozess, in dem sie die Hauptzeugin war, brach ihre Familie auseiannder und sie war fortan allein. Nun kehrt die 18-jährige Tessa in ihr Heimatstädtchen zurück – mit dunklen Schatten und vielen Fragen  im Gepäck. Als erneut ein Mord geschieht, der dem an Lori bis ins Detail gleicht, macht sich Tessa auf die Suche nach der Wahrheit. Eine gefährliche Suche…


Denkt sie noch daran?


Bewertung

Auf der Rückseite des Buches steht: „Gänsehaut von der erste bis zur letzten Seite garantiert“. Meine Meinung zu dem Buch ist leider eine andere… aber ersteinmal alles der Reihe nach.

Ich habe mich vorab wirklich auf das Buch gefreut – es versprach viel Spannun, quasi ein guter Kandidat um es in einem Rutsch durchlesen zu können. Und genau das wollte ich auch. Leider konnte das Buch für mich beide Punkte nicht erfüllen.
Dabei hat die Story einiges Potential: ein vergangener Mord, ungeklärte Fragen und ein erneuter Mord der eigentlich gar nicht möglich ist, da der vermeindliche Mörder hinter Gittern sitzt.

Leider wurde das Potential nicht so richtig ausgenutzt. Für mich persönlich wurde die Geschichte einfach zu langatmig gestaltet. Zum einen schien es kein wirkliches Ziel zu geben. Sollte der wahre Mörder gefunden werden? Oder sollte doch bewiesen werdern das der Richtige im Gefängnis sitzt? Nein eigentlich geht es darum Tessas Schwester und Mutter zu finden. Außerdem stellt sich die Frage was vor zehn Jahren wirklich passiert ist. Haben alle das gesehen was sie ausgesagt haben? Vielleicht war es auch eine Mischung aus allem. Für mich zu unstrukturiert, zu viele Nebensächlichkeiten die die Haupthandlung nicht so richtig voranbringen und von Wichtigem abzulenken scheinen.

Zudem kam mir die Handlung immer ein bisschen an den Haaren herbeigezogen vor. [ACHTUNG, die Begründung könnte ein kleiner Spoiler sein.] Da erkennen eben nur die beiden Hauptprotagonistinnen Tessa und Callie die 100%ige Ähnlichkeit zu den Serienmorden von vor 10 Jahren  – die Polizei natürlich nicht. Die wollen nur den Erstebesten verhaften. Ich weiß nicht, ob diese Gestaltung gewählt wurde, weil es sich um einen Jugend-Thriller handelt und die Hauptcharaktere sich als Heldinnen entpuppen sollen, aber auf mich hat es so ziemlich gestellt gewirkt.

Auch mit der Figurengestaltung hatte ich persönlich meine Probleme. Zwar erfährt man viel, vor allem über Tessa und Callie in der Zeit von vor 10 Jahren, aber trotzdem schien mir die Gestaltung recht oberflächlich. Ich bin mit ihnen nicht so richtig warm geworden, konnte verschiedene Gefühle und Handlungen nicht nachvollziehen. Ich konnte einfach keine Buíndung zu ihnen aufbauen.

Ein positiver Punkt an dem Buch ist für mich trotz der anderen Kritikpunkte dennoch der Schreibstil. Er ist recht einfach und geradlinig. So passt er für mich zum einen für ein Jugendbuch und kann durch seine Klarheit und keine verspielten Elemente auch für einen Thriller überzeugen – in Bezug auf das Gesamtpaket erschien er mir so recht stimmig.

Da mich das Buch jedoch insgesamt nicht sehr überzeugen konnte, vergebe ich 2 von 4 Punkten.

zwei-punkte


Fazit

Das Buch hat ein großes Potential aber leider hat mir die Umsetzung nicht so gut gefallen. Viele Längen und ein für mich zu niedriger Spannungsbogen haben das Lesen ein bisschen zäh werden lassen.

unterschrift-laura

„Mord im Orientexpress“ – Agatha Christie

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Verlag: der Hörverlag

Hier geht’s zum Hörbuch


Klappentext

Eigentlich wollte Hercule Poirot die Reise im weltberühmten Orientexpress genießen. Doch dann wird einer seiner Mitreisenden ermordet – Fazit: ein Toter und der Zug voller Verdächtiger. Ein Fall, wie geschaffen für den belgischen Meisterdetektiv. Seine Ermittlungen führen ihn vom fahrenden Tatort aus weit zurück in die Vergangenheit …


Bewertung

Jeder kennt Agatha Christie und in Verbindung damit den absoluten Klassiker ‚Mord im Orientexpress‘. Meine Oma hatte mir damals viele alte Christie Bücher von sich gegeben. Ich war sofort infiziert und wusste, dass ich wahrscheinlich einen Faible für Krimi’s habe. Als wir in der Kino-Vorschau den Trailer zum Kinofilm sahen dachte ich mir „Mh, solltest Du vielleicht auch mal wieder lesen.“ Aber wieso nur lesen, wenn ich doch auf meinem relativ ausgedehnten Arbeitsweg das Hörbuch hören kann. Früh benötige ich sowieso meist etwas um wach zu werden und wenn ich mich beim Autofahren konzentrieren muss scheint das doch perfekt zu sein. Gesagt – Getan.

An Alle unter Euch die denselben Gedanken wie ich hatten und den Krimi noch nicht kennen: bitte nicht während der Autofahrt hören! Für mich war es zwar nur eine Art Wiederholung der lange verstaubten Geschichte, jedoch benötigt man alle Konzentration um die Charaktere und die Zusammenhänge zu verstehen und vor allem ihnen zu folgen.

Ein weiteres Problem stellt für mich meist die Stimme des Erzählers dar. Stimmen sind eh so eine Sache – entweder man liebt sie und lauscht ihnen gerne, oder man will die Person einfach nur zum schweigen bringen (perfekt für Thriller – haha! ;-)) Im Großen und Ganzen war ich sehr zufrieden mit der Erzählerstimme – mich haben jedoch die verschiedenen Akzente seeeeehr genervt. Es war irgendwie zu … übertrieben … gezwungen.

Trotz alledem war es wieder einmal ein wundervolles Erlebnis gewesen. Eintauchen in die Krimiwelt von Agatha Christie und zusammen mit Poirot auf Täterfang gehen.

zwei-punkte

Es gibt von mir die Hälfte der Punkte denn, auch wenn mich Einiges gestört hatte, so ist es ein Klassiker den jeder gelesen oder gehört haben sollte.


Fazit

Wenn Ihr die Geschichte noch nicht kennt – lest sie unbedingt! Und wenn Ihr doch lieber Hörbücher hört dann nehmt Euch Zeit dafür. Auch wenn es gerade einmal etwas um die drei Stunden dauert, so verlangt es doch die ganze Aufmerksamkeit.

Ich persönlich freue mich schon sehr auf den Film! Habt Ihr ihn schon gesehen?

unterschrift-cindy

„Flugangst 7A“ – Sebastian Fitzek

DasBuch

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Hier geht’s zu Fitzek’s neuem Psychothriller

Verlag: Droemer HC


„Nein, Dr. Krüger“, sagte der Erpresser. „Ihre Frau hat damit nichts zu tun. Ich verspreche es Ihnen. Übrigens tut es mir sehr leid, dass sie damals so einsam sterben musste. Wäre doch schade, wenn es Nele ebenso ergehen würde.“


Klappentext

Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet.
Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen.
Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben …


Er hatte das Gefühl, im Besitz eines Spiegels zu sein, der mit der Wahrheit und den Antworten auf all seine Fragen beschriftet war, nur dass er jetzt zerschmettert vor ihm auf dem Boden lag und er alle Scherben wieder zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfügen musste.


Bewertung

So, da kommen wir wieder einmal zu dem ewig schrecklichen Problem bei meinen Fitzek-Rezensionen … ich muss beinahe wie immer dasselbe schreiben 😀 Ich habe mich so sehr auf den neuen Fitzek gefreut und schon nach Bekanntgabe des Erscheinungsdatums vorbestellt. Als mich das Buch am 25. Oktober dann auch endlich erreicht hat, habe ich wirklich Bauklötzer gestaunt. Sebastian ist bekannt für seine ausgefallenen Cover bzw. das ganze Drumherum. Schon bei Das Paket hat mich die limitierte Auflage mit der paketartigen Verpackung und dem pappeartigen Buchumschlag beeindruckt. Als ich Flugangst 7A in der Hand hielt war ich schon positiv überrascht, als ich jedoch die Buchhülle entfernt habe und das Wackelbild zum Vorschein kam war ich echt geplättet.

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Kommen wir nun aber erst einmal zum Inhalt … denn das wird die meisten von Euch eher interessieren 😉 Ja, es ist halt ein typischer Fitzek. Ich liebe seinen Schreibstil, die Art und Weise wie er jeden einzelnen Leser mit jedem einzigen Kapitel an sich fesselt. Fitzek spricht gerne davon, dass seine Charaktere beim Schreiben ihr Eigenleben entwickeln – das merkt man auch in diesem Buch wieder sehr deutlich. Ich bewundere ihn wirklich sehr für diese Gabe und habe ihn wahrscheinlich auch aus diesem Grund als einen meiner Lieblingsautoren auserkoren. Bei Flugangst 7A hat Fitzek sehr viele Themen in seinen Psychothriller gepackt und somit ein sehr breitgefächertes Spektrum an Horror geschaffen. 400 Seiten haben mich zu Beginn etwas überfordert aber wie auch schon vorher vermutet, war das Buch innerhalb von zwei Tagen durch und ich wieder in meinem großen After-Fitzek-Loch gefangen. Und wieder einmal konnte ich das Rätsel bis zu den letzten Seiten nicht lösen.

Man konnte wieder direkt mit jedem Charakter mitfühlen. Mats, der hin und hergerissen war – soll er wirklich diese psychische Bombe hochgehen lassen oder doch lieber auf sein Bauchgefühl und seine Intuition hören? Mats Tochter Nele, welche so viel in ihrem Leben durchmachen musste und doch eine so bodenständige und liebevolle Person ist bzw. sich zu dieser entwickelt hat. Ich verliere mich in seinen Geschichten immer wieder in neue Welten.

vier-punkte

Es gibt nichts weiter hinzuzufügen. Fitzek ist und bleibt mein absoluter Lieblingsautor!


Statistik, dachte Mats, während er in die Aluminiumschüssel starrte, die in Flugzeugen, selbst hier in der obersten Luxusklasse, immer an eine Gefängnistoilette erinnerte. Statistik dient nur so lange zur Beruhigung, wie man selbst nicht betroffen ist.


Fazit

Meine Angst, welche ich nach AchtNacht hatte, konnte sich zum Glück nicht bestätigen. Während ich bei Fitzeks letztem Thriller etwas enttäuscht war, konnte er in alter und gewohnter Manier endlich wieder ein Meisterwerk raushauen, welches mich und sicherlich viele Andere komplett vom Hocker gerissen hat. Sebastian ist seinem Schreibstil treu geblieben, hat wunderbare Charaktere geschaffen und seinen Lesern wieder diese mulmige Gefühl aufgedrückt, nicht zu wissen wie Alles ausgehen wird.

Zum Glück habe ich dieses Buch nicht vor unserem Sommerurlaub lesen können. Denn hätte ich dies getan … ich wäre höchstwahrscheinlich nicht in den Flieger gestiegen.

Es ist nicht nur für Fitzek-Fans eine absolute Empfehlung. Wenn Ihr Thriller mögt, dann lest es. Alle großen Fitzek-Fans unter Euch werden es entweder schon gelesen haben oder wenigstens bereits besitzen. Wer sich noch nicht darunter zählen kann: tut es!

Nun heißt es leider wieder ein Jahr warten, bis der Meister sein nächstes Werk herausbringt. Wenn ich dies jedoch in Kauf nehmen muss um wieder so begeistert zu sein – dann tu ich es gerne.


„Siehst du“, hatte er seinen Bruder triumphierend sagen hören. „Wir können uns nicht nichts vorstellen. Denn das Nichts ist keine endlose Leere, sondern das Nichtvorhandensein derselben. Das Nichts“, schloss er, „ist ein verschwundenes Loch“.


unterschrift-cindy

„Gwendys Wunschkasten“ – Stephen King, Richard Chizmar

DasBuch

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Hier geht’s zu King’s neuem Meisterwerk!

Verlag: HEYNE


„Und wofür ist die rote Taste da?“

„Für alles, was du willst“, sagt er. „Und du wirst etwas wollen. Wer den Kasten besitzt, will immer etwas. Das ist normal. Dinge wissen und Dinge tun zu wollen, das macht einen Menschen aus. Forscherdrang, Gwendy! Sowohl die Krankheit als auch das Heilmittel!“


Klappentext

Die kleine Stadt Castle Rock in Maine hat die seltsamsten Vorkommnisse und ungewöhnlichsten Besucher erlebt. Warum sollte es der 12-jährigen Gwendy anders ergehen? Eines Tages tritt ein schwarz gekleideter Unbekannter an sie heran und macht ihr ein Geschenk: einen Kasten mit lauter Schaltern und Hebeln. Wozu er dient? Gwendy probiert es aus, und ihr Leben verändert sich von Grund auf.


Geheimnisse sind ein Problem, vielleicht das größte Problem, das es gibt. Sie belasten einen und beanspruchen Platz in der Welt.


Bewertung

In jeder Stadt und auf jeder Schule gibt es diese eine Person. Die Person, die gehänselt wird, mit der man nicht spielen mag und von der man Abstand nimmt. Auch wenn es mehr als schlimm ist – leider ist es die traurige Wahrheit. Genauso ergeht es Gwendy. Gwendy ist eher pumlig als schlank. Während andere Mädchen ein wunderbares Leben führen, wird sie von ihrem Schwarm geärgert und verachtet. Doch all das ändert sich schlagartig, als dieser geheimnisvolle Mann mit seinem schwarzen Anzug und dem kleinen schwarzen Hut in ihr Leben tritt. Denn er hat etwas für Gwendy – er hat sie unter allen Menschen ausgewählt. Er hat sie auserwählt für den Wunschkasten …

 

Auch wenn King neben Fitzek mein absoluter Lieblingsautor ist, war ich von seinen letzten Werken eher enttäuscht als erfreut. Dieses Buch konnte meine Meinung definitiv wieder richten. Über King’s Schreibstil lässt sich nicht streiten. Er ist und bleibt ein absoluter Meister seines Werks. Deshalb ist es auch sinnlos großartig über den Schreibstil zu philosophieren.

Ich habe mich sofort in den ersten Seiten unsterblich in die Geschichte von Gwendy und ihrem geheimnisvollen Wunschkasten verliebt. Diese Mischung aus einem Hauch Fantasy und ganz viel ‚Märchen‘ hat es mir angetan. Auch wenn es nur 128 Seiten sind und die Kapitel relativ knapp gehalten sind, habe ich das Buch verschlungen.

Gwendy ist eine so wunderbare Person. Sie ist nett, zuvorkommend, aufmerksam und vernünftig. Auch wenn sie sich im Laufe der Geschichte und der damit verbundenen Jahre ändert, so bleibt sie stets so wie sie ist.

Natürlich ist auch die Aufmachung des Covers wundervoll. Der Inhalt der Geschichte spiegelt sich darin komplett wieder und durch das Holzmuster wirkt das Buch sehr edel.

vier-punkte

Was soll ich sagen? Ein typischer King – mein King! Ich bin verzaubert von diesem Buch!


„Wenn Sie eine Taste hätten, einen magischen Wunderknopf, und wenn Sie da draufdrücken, dann könnten Sie Leute umbringen oder einfach verschwinden lassen oder jeden Ort in die Luft jagen, der Ihnen nur einfällt – wen würden Sie verschwinden lassen, oder was würden Sie in die Luft jagen?“


Fazit

Ich hatte wirklich Bedenken. Und Angst. Ich wollte nicht wieder von einem Buch so enttäuscht werden. Danke King, dass Du die Kurve gekriegt und mich wieder voll und ganz als Fangirl gewonnen hast! Dieses Buch kann ich nicht nur jedem King-Fan ans Herz legen … es eignet sich beinahe für jeden Leser.

Falls Ihr diese wundervolle Geschichte noch nicht gelesen habt – tut es!


„Ein Schirm“, flüsterte sie, und genau das war es. Ein Schirm, der ihre Familie vor zu viel Sonne beschützte, aber auch den Regen abhielt. Alles war gut, und solange kein starker Wind aufkam und den Schirm umstülpte, blieb auch alles gut. Und warum sollte auch etwas passieren?


unterschrift-cindy

„Niemand wird sie finden“ – Caleb Roehrig

DasBuch

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Verlag: cbj


Ihre Schritte polterten über den dunklen Heuboden, dann stieg sie die Leiter hinunter und durchquerte die Scheune unter mir. Ich hörte, wie sich das Tor quietschend öffnete, und erhaschte einen Blick auf ihr leuchtend blondes Haar, als sie zurück zu den Bäumen und Richtung Wiese lief. Es war das letzte Mal, dass ich sie sah. Es waren die letzten Worte, die sie zu mir sagte.


Klappentext

Zwei können ein Geheimnis bewahren – wenn einer von beiden tot ist.

Flynns Freundin January ist verschwunden. Die Polizei vermutet ein Verbrechen und stellt Fragen, die Flynn nicht beantworten kann. Alle Augen sind auf ihn gerichtet, schließlich war – ist – er ihr Freund und sie waren in der Nacht vor ihrem Verschwinden zusammen …

Ein grausamer Mord scheint die naheliegende Erklärung zu sein. Doch die Aussagen von Mitschülern und Freunden zeichnen ein völlig fremdes Bild von dem Mädchen, das Flynn so gut zu kennen glaubte. Er muss herausfinden, was mit January geschehen ist, ohne dabei zu verraten, dass er ebenfalls ein Geheimnis hat. Vor seinen Eltern. Vor seinen Freunden. Und vor allem vor sich selbst …


„Du kannst nicht so tun, als hättest du nicht ein kleines bisschen Angst gehabt.“ Januarys verwirrter Blick mochte echt sein oder auch nicht, in den Tiefen ihrer friedlichen Augen lag ein vielsagendes Flackern. „Flynn, hast du das noch nicht gemerkt? Ich habe vor überhaupt nichts Angst.“


Bewertung

Die perfekte Mischung aus meinen zwei Lieblingsgenres zu finden, stellt sich eigentlich als sehr schwer dar. Thriller und Young-Adult-Roman in einem gibt’s nicht. Oder doch? Caleb Roehrig hat bewiesen, das es doch gehen kann!

Mit seinem Buch „Niemand wird sie finden“, hat Roehrig ein Meisterwerk geschaffen. Während der Leser auf der einen Seite von der Leichtigkeit eines Young-Adult-Romans getragen wird, spielt auch hier der Nervenkitzel durch die Form eines Thrillers eine große Rolle. Mit jeder Seite wird man mehr in das Buch hineingesogen und nicht mehr losgelassen. Ich selbst habe das Buch in einem Wisch gelesen und es auf Schritt und Tritt in den Händen gehabt. Es ist wirklich eine unfassbar fesselnde Geschichte, welche den Leser sofort packt.

Hierbei werden viele verschiedene Themen angesprochen. Während es zum Einen um das Hauptthema, das Verschwinden von January geht, so wird auch wieder hier das Thema der Homosexualität aufgegriffen ebenso wie Gewaltverbrechen.

Während des gesamten Buches habe ich mit Flynn gelitten und ihm dabei geholfen die vielen Intrigen und Geheimnisse aufzudecken. Meine Meinung gegenüber January schwankte stets von Seite zu Seite, was es noch spannender machte. Die Spannungskurve wird von Seite zu Seite immer weiter aufgebaut und schwächt nie wirklich ab. Sehr gut gefiel mir hierbei auch das Einbinden von vergangenen Momenten. Oft denkt Flynn an vorherige Tage mit January zurück oder Worte die sie gesagt hat. Dies ist in kursiver Schrift gehalten und gibt dem Leser die Möglichkeit, gewisse Szenarien besser zu verstehen und nachvollziehen zu können.

Die Story war einfach nur grandios, auch wenn ich es doch relativ leicht aufzuklären fand. Somit hatte mich das Ende nicht wirklich überrascht, trotz alledem hat dies der Geschichte nichts anhaben können.

vier-punkte

Volle Punkte für die perfekte Mischung aus einem leichten Young-Adult-Roman und dem Nervenkitzel eines Thrillers.


Wie man es auch drehte und wendete, meine Freundin hatte mir in letzter Zeit eine Menge verheimlicht, und ich fragte mich allmählich, ob ich sie auch nur annähernd so gut kannte, wie ich gedacht hatte.


Fazit

Wer meinen Genregeschmack teilt kommt hier voll auf seine Kosten. Dieses Buch ist also in meinen Augen ein absolutes Muss für jeden Bücherwurm! Ich hoffe, dass ich auch andere Leser dafür begeistern kann denn was ich sagen kann ist, dass ich es definitiv noch einmal lesen werde. Also wenn Ihr es noch nicht gelesen habt – kauft es!


„Ach halt die Klappe“, sagte sie lachend und warf ein Kissen nach mir. „Sei besser nett zu mir, sonst verwende ich das Budget, um die Grenzen zwischen dieser Welt und dem Jenseits niederzureißen, und wenn ich sterbe, wird dich mein Geist heimsuchen und zu Tode erschrecken!“ „Aber bitte nicht im Bad, wenn ich gerade pupse, okay?“ „Ich meine es ernst, Flynn Doherty“, sagte sie mit einem verschmitzten Lächeln. „Mich wirst du nie loswerden.“


unterschrift-cindy

„Baby Doll“ – Hollie Overton

DasBuch

BabyDoll

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Verlag: Goldmann


„Tss, tss, Babydoll. Hab ich dir nicht gesagt, was passiert, wenn du mir nicht gehorchst?“


Klappentext

Lily Risers neues Leben beginnt an einem kalten Winterabend: Nur mit einem dünnen Schlafanzug bekleidet tritt sie vor die Tür, drückt ihre Tochter an sich – und rennt los. Weg von dem Haus im Wald, weg von dem Mann, der sie acht Jahre lang gefangen hielt. Dem Vater ihrer Tochter Sky, dem Mann, der an diesem Abend zum ersten Mal einen Fehler machte, als er vergaß, die Tür zu verriegeln. Doch schnell wird klar, dass es für Lily kein Zurück zur Normalität gibt. Zu viel ist geschehen, zu tief sind die Wunden, die sie und ihre Familie durch die Entführung davongetragen haben. Schritt für Schritt tasten sie sich in eine mögliche Zukunft, ohne zu ahnen, dass die dramatischste Bewährungsprobe noch vor ihnen liegt. Denn selbst im Gefängnis plant Lilys Entführer bereits, wie er sie, seine Babydoll, für ihren Ungehorsam bestrafen wird …


Mit wachsendem Grauen wurde ihr klar, dass sie sich keine fünf Meilen von zu Hause entfernt befanden. Fünf Meilen! Die Erkenntnis ließ sie fast zusammenbrechen. Am liebsten wäre sie auf die Knie gefallen und hätte vor hilfloser Wut laut aufgeschrien. Doch das ging nicht. „Konzentrier dich auf diesen Moment.“ Dieser Moment war alles, worauf es ankam. „Immer einen Fuß vor den anderen“, wies sie sich an.


Bewertung

Wie geht eine Frau damit um, nach acht Jahren Gefangenschaft und einer daraus entstandenen Tochter, wieder ins Leben zurück zu finden? Was fühlt eine Mutter, die seit so langer Zeit ihre totgeglaubte Tochter in den Armen hält? Und wie kommt die Zwillingsschwester der Vermissten, welche stets daran glaubte das ihre Schwester noch am Leben ist, damit klar?

Hollie Overton’s Thriller hat mich zu Beginn des Lesens dazu verleitet, dass Buch zur Seite zu legen. Zu viele Dingen schienen auf den ersten Blick an das Buch ‚RAUM‘ zu erinnern. Zum Glück habe ich jedoch weitergelesen.

Durch die Unterteilung der einzelnen Kapitel bekommt der Leser immer mehr den Einblick in die Gedankenwelten der einzelnen Charaktere. Hierzu zählt nicht nur die verschwundene Lily, sondern auch die Mutter, die Schwester und ihr Entführer. Dank dieser guten Aufteilung liest sich das Buch sehr flüssig, leicht und vor allem aber spannend. Wichtige Details werden immer mehr aufgedeckt und der Leser in den Bann der Geschichte gezogen. Overton weiß wirklich wie man seine Leser fesselt und jede Seite zu einem Abenteuer macht. Jeder Charakter hat sein eigenes Päckchen zu tragen und es wird geschildert, wie sich das Leben der jeweiligen Person durch Lily’s Entführung verändert hat. Oft gab es Momente in denen ich einen Kloß im Hals hatte und eine kleine Verschnaufpause benötigte. Des Weiteren konnte ich immerzu nur den Kopf schütteln in Bezug auf den Täter. Lily jedoch musste erst einmal verstehen, dass sich das Leben was sie damals kannte und immer in Erinnerung behielt, sich sehr stark verändert hat mit der Zeit.

Für Thriller-Fans die schon Erfahrung in Sachen ‚Fallaufklärung‘ haben kommt nun der entscheidende Kritikpunkt: Das Ende. Es hat mich nicht wirklich aus den Socken gerissen und war auch irgendwie abzusehen.

drei-punkte

Drei von vier Punkten für eine sehr spannende und krasse Geschichte, welche aber durch das Ende etwas gedrückt wurde.


Qualvolle Monate vergingen, während die ganze Stadt kollektiv den Atem anhielt und auf einen Schlussstrich wartete, auf Antworten. Doch es gab keine Spuren, keine Anhaltspunkte. Egal, wie gern sie Lily hatten, sie mussten weiterleben. Es dauerte nicht lange, bis Lily nur noch eine Erinnerung war, ein auf eine Gedenktafel am Schulbüro geprägtes Gesicht.


Fazit

Eine absolute Empfehlung für jeden Thriller-Fan. Es sei denn, Ihr seid zu gut darin Fälle aufzudecken – dann wird Euch das Ende etwas enttäuschen. Im Großen und Ganzen lässt sich jedoch sagen, dass es ein sehr gelungenes Buch ist und ich hoffe das es nicht das Letzte sein wird, welches ich von Hollie Overton lesen werde.


Eve hatte sich gefragt, ob sie sich wohl je von dem Verlust erholen würde, doch ihre Verzweiflung war nichts im Vergleich zu Abbys. Ihre Töchter waren ein Paar, Abby war die Anführerin, sechs Minuten älter und ausgesprochen herrisch. Lily akzeptierte Abby Rolle als Oberkommandierende gern, doch bald merkte Eve, dass Lily der Leim war, der die beiden zusammenhielt. Ohne Lily erlosch das Leuchten in Abby. Lily war Abbys Licht.


unterschrift-cindy

„The Girl before“ – JP Delaney

DasBuch

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Verlag: Penguin


Ich fühle mich wie eine Figur in einem Film. Umgeben von so viel gutem Geschmack, sorgt das Haus auf unerklärliche Weise dafür, dass ich eleganter gehe, bewusster stehe und mich möglichst effektvoll vor jeder Kulisse positioniere.


Klappentext

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas muss hier geschehen sein. Etwas Schreckliches.

Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.


Das Bild zeigt eine dunkelhaarige Frau, die vor einer Art Zeichenbrett sitzt und in die Kamera lächelt. Obwohl das Foto recht verschwommen ist, wird mir klar, dass die Frau darauf Emma Matthews stark ähnelt. Also vermutlich auch mir.


Bewertung

Zu Beginn des Lesens dachte ich nur: „Was ist das denn für eine schreckliche ‚Shades of Grey‘- Nachahmung?“. Das hat sich aber auch sehr schnell wieder zum Gegenteil entwickelt.

Ich liebe Thriller und doch komme ich nur schwer in die Geschichten mir noch unbekannter Autoren herein. Oft können sie mich nicht überzeugen, sind zu zäh und hauen mich nicht wirklich vom Hocker. Dieses Buch hat mich vom Gegenteil überzeugt!

JP Delaney hat einen sehr schönen Schreibstil, soweit man ’schön‘ bei Thrillern verwenden kann?! Man füllt sich direkt in die Geschichte hineinkatapultiert und das Kopfkino schaltet sich an. Da ich es gewohnt bin, dass die wörtliche Rede in Anführungsstrichen steht, war ich anfangs etwas verwirrt ob es sich um ein Gespräch oder nur Gedanken handelt. Aber auch hier konnte ich es sehr schnell akzeptieren und habe mich damit abfinden können.

Ich finde auch, dass die Spannungskurve immer in einer angenehmen Höhe geblieben ist und der Leser zum Ende jeden Kapitels mit neuen Info’s ‚angefüttert‘ wurde und somit den Leser gezwungen hat, dass Buch weiterzulesen. Ein großer Vorteil war auch hier die Aufteilung der Kapitel. Ein Kapitel gehörte Emma, dass andere wiederum Jane – so ging es immer im Wechsel. Dieser Wechsel diente der bessern Veranschaulichung von Gemeinsamkeiten gegenüber der beiden Frauen. Leider war es oft etwas zäh, falls sich einige Dinge genau so wiederholt haben oder verwirrend, weil man oft nicht mehr so schnell im Kopf geschalten hat um welche Person es sich gerade dreht.

Auch wenn der Leser sich seine Story zusammenspinnt, so wird es sofort zerschlagen und man ist am Ende bei dem Ergebnis baff. Genau solche Storys liebe ich!

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Drei von vier Punkten für die oft verwirrende Aufteilung und Beschreibung. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass das Buch sehr gut war.


Der Brauch, beim Bau eines neuen Hauses oder einer Festung einen Menschen zu opfern, ist sehr alt. Grundsteine und Balken wurden auf der ganzen Welt in menschliches Blut eingebettet. Diese abscheuliche Sitte wurde bis vor wenigen Jahrhunderten auch in Europa praktiziert. Die Legende über den Maori Taraia besagt, er habe sein eigenes Kind lebendig unter einem Pfosten seines neuen Hauses begraben lassen.


Fazit

Dieses Buch solltet Ihr nicht Abends im Bett lesen. Sucht Euch also lieber eine andere Nachtlektüre. Vor allem nicht, wenn Ihr Angst habt allein in Eurer Wohnung bzw. Eurem Haus. Ich kann es sehr empfehlen, auch wenn es ein bisschen dauert bis man sich an diese Aufteilung Schreibweise gewöhnt hat. Und lasst Euch bitte nicht von der Erotik zu Beginn beeinflussen – es bessert sich 😉 (Es sei denn Ihr seid solche Leser, welche genau diese Romane mögen :-D)


Danach, als ich wegdämmerte, höre ich ihn murmeln: Du gehört mir, Emma. Das weißt du doch? Mir.


unterschrift-cindy

„Cop Town“ – Karin Slaughter

DasBuch

CopTown

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Verlag: blanvalet


Es ist sehr wichtig für dein Leben, eine Bedeutung zu haben. Sogar an den diesen Tagen macht es dich unglücklich und du brauchst noch einen Zweck.


Klappentext

Eine Stadt in Angst. Ein Killer, der Cops tötet. Zwei Frauen, die ihren Mann stehen.

1974. Atlanta befindet sich im Ausnahmezustand: Ein Killer terrorisiert die Stadt, und seine Opfer sind ausschließlich Cops. Als niemand den Blutrausch des Attentäters zu stoppen vermag, kocht die Stimmung unter den Polizisten über. Plötzlich ist ihnen jedes Mittel recht, um den Killer zur Strecke zu bringen. Sie beginnen eine brutale Menschenjagd und werden so gefährlich wie der Killer selbst. Und Kate Murphy, die ihren ersten Dienst beim Atlanta Police Department antritt und sich als Frau ihren Platz hart erkämpfen muss, fürchtet zurecht, dass dieser Tag zugleich ihr letzter sein könnte …

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Sherlock – Ein Fall von Pink

DasBuch

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Verlag: Carlsen Manga


Klappentext

Der Militärarzt John Watson kehrt verwundet aus dem Afghanistankrieg nach London zurück. Auf der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung lernt er den schrägen Sherlock Holmes kennen. Kurzentschlossen zieht Watson zu Holmes in die 221B Baker Street. Kurz darauf ereignet sich eine merkwürdige Reihe von Todesfällen, zusammenhängende Selbstmorde, wie von Detective Inspector Lestrade vermutet wird. Sherlock wird als inoffizieller Berater der Polizei hinzugezogen und dieser zieht Watson hinzu, da er den Forensiker der Polizei hasst. Der Tatort ist ganz in Pink gehalten und bietet eindeutige Hinweise auf einen Serienmord…

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„AchtNacht“ von Sebastian Fitzek

DasBuch

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Verlag: Droemer Knaur


„Aber nur der Tod stellt den Zeiger auf null.“

Das hatte Oz ihr oft gesagt, und es war ja nun nicht so, dass man für diese Erkenntnis besonders viel Lebenserfahrung brauchte. Alles war dafür gemacht, kaputtzugehen: der Kühlschrank, die Liebe, der Verstand.


Klappentext

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten – und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen …

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