Buch-Date: Auflösung

Heute, am 08.12. findet das Buch-Date für das Jahr 2017 seinen krönenden Abschluss. Viele Bücher wurden entdeckt, gelesen und rezensiert, für gut befunden oder auch zur Seite gelegt. Ich liebe diese Aktion einfach immer (weswegen ich stark hoffe, dass Worteflumselkritzelkram und das Zeilenende schon in den Startlöchern stehen um das erste Buch-Date für 2018 zu planen).

buchdate

Aber bevor das nächste beginnt, müssen wir das aktuelle ersteinmal zu Ende bringen.

Meine Empfehlungen habe ich von der lieben Myriade bekommen. Sie lauteten:

  • Tad Williams – Stadt der goldenen Schatten
  • Fatou Diome – Der Bauch des Ozeans

  • Francois Lelord – Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück

Auf den ersten Blick liegt keins der Bücher in meiner „Komfortzone“ und das finde ich auch sehr spannend, denn dazu ist das Buch-Date ja da, um den eigenen Horizont ein wenig zu erweitern.
Um trotzdem eine Entscheidung fällen zu können, habe ich nach Rezensionen gegoogelt und dann anschließend einfach meinen Bauch entscheiden lassen, worauf ich gerade Lust habe. Dabei bin ich nach dem Auschlussprinzip vorgegangen. Nach ein wenig Recherche war mir schnell klar, dass es sich bei „Der Bauch des Ozens“ sicher um ein tolles Buch handelt, es aber überhaupt nicht zu meiner momentanen Stimmung passt. Die Thematik ist super aktuell und wichtig – aber ich hatte einfach keine Lust.
Übrig blieben demnach „Stadt der goldenen Bücher“ und „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“. Entschieden habe ich mich letztendlich für „Stadt der goldenen Schatten“ und das aus einem ganz einfahcen Grund: ich habe wirklich noch NIE ein Buch aus dem Science-Ficition Bereich gelesen.

Klappentext

Eine Gruppe mächtiger Männer, die sich Gralsbruderschaft nennt, hat mit enormen Geldmitteln das Simulationsnetzwerk »Otherland« entwickelt. Es ist mehr als nur die Spielwiese einiger Exzentriker: Von langer Hand vorbereitet soll es das gigantische Kontrollsystem werden, das die gesamte Menschheit beherrscht.
Nur wenige haben eine Ahnung davon, welche Ausmaße das Netz bereits angenommen hat. Nur wenige erkennen die tödliche Gefahr. Angelockt von der Vision einer strahlenden, einer goldenen Stadt, versammeln sich neun Menschen in der VR, um sich dem Bösen entgegen zu stellen und seine Pläne zunichte zu machen.

Bewertung

… oder wohl eher Kurz-Bewertung, denn wirklich viel habe ich zu dem Buch irgendwie nicht zu sagen. Eigentlich kann ich es in einem Satz sagen: Mein Unterbewusstsein wusste wahrscheinlich, warum ich vorher noch nie zu einem Science-Ficiton Werk gegriffen habe 😀

Ich war irgendwie die Ganze Zeit über verwirrt. Das kann zum einen daran liegen, dass hier wirklich viele verschiedene Handlungsstränge miteinander verwoben werden, oder einfach an dem wissenschaftlichen Teil, der sich hier auf Computertechnik bezieht (mein Wissenstand ist hier der normale Umgang aber bitte fragt mich nichts tiefgehendes). Es war mir jedenfalls zu viel auf einmal, um die Sache auf den Punkt zu bringen.
„Stadt der goldenen Schatten“ ist ein Buch, auf das man sich wirklich sehr konzentrieren muss, nebenher lesen ist hier meiner Meinung nach unmöglich, dazu ist es einfach zu komplex. Freunde komplexerer Handlungen und vielschichtiger, komplizierter Dystopien kommen hier sicherlich auf ihre Kosten, wer allerdings auf der Suche nach einer entspannenden Lektüre ist, ist mit diesem Buch falsch beraten.

Deswegen war das Buch für mich wirlich schwer zu lesen und ich konnte es nicht richtig genießen, hatte sogar oft den Wunsch, dass es doch endlich vorbei sein möge.

In den sonstigen Punkten, also Schreibstil, Charaktergestaltung usw. kann Tad Williams überzeugen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm und hat mich trotz meienr Probleme noch ein bisschen bei Laune halten können. Die Figuren waren schön ausgestaltet und die Palette an verschiedenen Charakterzügen umfangreich. Mal wurde ein Protagonist ausführlich beleuchtet, ein anderer dafür nur vage beschrieben.

Insgsamt denke ich, handelt es sich heir um ein gutes Buch – wenn man das Genre mag. Das aufeinander Treffen der wirklichen und der Cyber-Welt kann denke ich für viele ein interessantes und spannendes Thema darstellen.

Liebe Myriade, danke für die Empfehlungen. Auch wenn ich mich nicht für das Genre Science-Ficition begeistern konnte, habe ich mich trotzdem gefreut einen Einblick zu gewinnen 🙂

Den Sammelbeitrag zu allen Teilnehmern des Buch-Dates findet ihr übrigens unter folgendem Link: KLICK.

unterschrift-laura

„Ein Himmel aus Lavendel“ – Marlena Anders

DasBuch

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Verlag: Drachenmond


„Es hat nichts mit Mut zu tun, seinen Weg gehen zu wollen“


Klappentext

Deine Seele gegen eine Gabe. Oder einen Fluch?

Es heißt, es sei gar nobel, sein Leben für das eines geliebten Menschen zu geben. Doch niemand hat davon gesprochen, wie es sich anfühlt, diejenige zu sein, die diese Bürde auf sich nimmt. Darf man eine solche Entscheidung bereuen?

Diese Frage stellt sich Emery in ihren dunkelsten Momenten. Denn weder ihre Mutter noch ihre Schwester wissen, auf was sie alles verzichtet, um ihnen ein normales Leben zu ermöglichen. Ein Fremder war es, der ihr für ihre Seele eine Gabe versprach – die Fähigkeit, in gefährlichen Situation wie ein Phönix in Flammen aufzugehen. Doch auch wenn der Phönix für neues Leben steht, bringt jede Verwandlung Emery einen Schritt näher an den Tod.

Um dies zu verhindern, macht sich Emery verzweifelt auf die Suche nach einer Möglichkeit, um den Handel rückgängig zu machen. Dabei soll ihr Nael helfen, der ihr eine Ausflucht aus ihrem alten Leben bietet. Aber ihm sind seine eigenen Dämonen dicht auf den Fersen …


Es gibt kein Risiko. Wenn die Luft einmal dünn werden sollte, kannst du dich einfach in Luft auflösen, Emery. Ein Wunder, stell es dir vor! In Luft! Wer kann das schon?


Bewertung

Im Mittelpunkt des Buches stehen Emery und Nael. Beide haben eine Fluch auf sich genommen, um andere zu schützen. Während sich Emery immer mehr in ein gefiedertes Wesen verwandelt und Angst hat, nach der nächsten Verwandlung nur noch aus Stein zu bestehen, wird Nael von Albträumen gequält, in denen er immer wieder sieht, wie er seine Lieben eigenhändig ermordet.

Das Setting der Geschichte ist wirklich wunderschön und einzigartig. Avize heißt die Stadt, in der beide leben. Sie erinnert mich sehr, an ein Venedig aus früherer Zeit. Der Kern besteht aus wunderschönen Herrenhäusern und um die Stadt herum befidnet sich eine wunderschöne Landschaft. Die Bewohner tragen immerzu edle Kostüme und das wichigste sind Masken, die das Gesicht verhüllen – denn es geht niemanden an was man fühlt und niemand soll die eigenen Emotionen im Gesicht sehen. Diese eigentlich farbenfrohe, bunte und umfangreiche Welt wurde meiner Meinung nach etwas zu wenig beschrieben. Hier hätte ich mir einfach mehr gewünscht, die Grundlage dazu war auf jeden Fall vorhanden.

Trotz dieses Kritikpunktes war der Schreibstil trotzdem angenehm zu lesen – er war wie gesagt nicht sehr ausschweifend, aber irgendwie hat diese klare Art zu der Hauptprotagonistin gepasst. Man konnte das Buch flüssig lesen, es gab keine großen Längen. Insgesamt bewegt sich Fluss der Geschichte aber etwas langsamer – zwar gibt es immer wieder rasantere Stellen, aber selbst bei denen hatte ich das Gefühl, dass die Autorin diese mit mehr Ruhe wiedergibt, als ich es aus anderen Büchern kenne – dort bekommt man ja manchmal fast Herzrasen. Die verwende Sprache der Charaktere passt für mich sehr gut zu dem gewählten Setting. Sie wirkt ein bisschen hochgestochen, es wird keine Umgangssprache verwendet.

Was mich in diesem Buch manchmal fast um den Verstand gebrach hat, ist die Emery, die Hauptprotagonistin dieser Geschichte. Ich weiß bis jetzt noch nicht zu 100% was ich von ihr halten soll. In manchen Momenten fand ich sie mutig und stark, war stolz auf ihre Reaktionen, in anderen Stellen hatte ich Mittleid mit ihr und konnte ihre Launen auf Grund ihres Schicksals gut verstehen. Und dann gab es Momente da wollte ich sie nur anschreien, dass sie einfach mal wieder runter kommen soll – schließlich war sie das Problem und nicht die anderen. Wie ihr seht, hatte ich da sehr gemischte Gefühle. Ganz anders war es da bei ihrem männlichen Begleiter Nael. Das war wieder der klassische Fall: von ihm gelesen, für toll befunden und die Meinung das restliche Buch über nicht mehr geändert. Im Bereich der Charaktere muss ich auf jeden Fall noch zwei besondere Figuren benennen: Slays und Ode. Die Autorin hat mir mit den beiden wieder vor Augen geführt, wie sehr man fiktive Personen hassen kann. Böse Gegenspieler kennt man ja aus den meisten Büchern, erst recht im Fantasy-Bereich. Aber die beiden befinden sich eindeutig am oberen Ende der Skala. Dem Buch geben sie dadruch mehr Facetten, außerdem treiben sie die Handlung voran.

Da es trotz vieler positiver Punkte auch einige negative Kritikpunkte gibt, bewerte ich das Buch mit 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


Ein Versprechen ist so flüchtig wie sein Echo. Es ist nicht greifbar und längst verhallt, bevor dein Verstand es begriffen hat.


Fazit

Besonders das Setting macht dieses Buch zu einer schönen Leseerfahrung. Zwar hätten die Beschreibungen hier noch wesentlich tiefgreifender sein können, aber ich hoffe da jetzt einfach auf die Fortsetzung, die auf der letzten Seite versprochen wird. Ich bin definitiv gespannt wie die Geschichte weitergeht und freue mich deswegen schon auf den nächsten Teil.

unterschrift-laura

„Der Zauber des Winters“ – Nadine Skonetzki [Hrsg.]

DasBuch

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Verlag: Zeilengold


Wer sagt uns, was real ist und was nicht?
Wer kneift uns, wenn wir glauben zu träumen?


Klappentext

Winterliche Zeilen voller Magie

Ob am Hindukusch, in Griechenland oder fantastischen Welten, die Winter- und Weihnachtszeit hat überall ihren ganz besonderen Charme. Einsame Mädchen finden ein Zuhause, Feen werden von Flüchen erlöst und dem Weihnachtsmann ist kein Kinderwunsch zu ausgefallen, um ihn zu erfüllen.

Zehn wundervolle Geschichten warten nur darauf, dich auf Schiffe, Ballnächte und Waldlichtungen zu entführen, dich zu verzaubern und am Ende ein wenig nachdenklich zurückzulassen. Die erste Zeilengoldanthologie vereint in einzigartiger Weise die Geschichten des Winters mit Botschaften, die direkt ins Herz gehen.


Die besten Tage sind immer die, an denen etwas Überraschendes passiert. So wie heute.


Bewertung

„Der Zauber des Winters“ war die erste Anthologie, die ich gelesen habe. Vorher habe ich mich nie so richtig an diese Bücher herangewagt – sind die Geschichten doch recht kurz und damit einfach anders als „normale Bücher“. Da ich mir aber vorgenommen habe mich immer wieder aus meinem Komfort-Lesebereich herauszuwagen, habe ich diese Chance genutzt und mich wirklich sehr über das e-book gefreut.

Alle Geschichten, die in dieser Sammlung vereint wurden, haben eins gemeinsam: das Thema. Überall geht es um den Winter bzw. um Weihnachten, oder es sind zuminest winterliche elemente enthalten. Das war für mich auch der Hauptgrund, weswegen ich die Anthologie lesen wollte, mit Weihnachten bekommt man mich einfach immer rum.
Außer dem Thema, konnte ich allerdings noch eine kleine Gemeinsamkeit entdecken: der Schreibstil – zwar ist jede Geschichte natrülich im persönlichen Stil des jeweiligen Autors verfasst, allerdings wirken sie alle leicht, flüssig zu lesen und schaffen wunderschöne Bilder. Die einzelnen Erzählungen stehen für sich, schaffen aber doch irgendwie ein angenehmes Gesamtbild.

Insgesamt finde ich die Anthologie toll, um neue Autoren zu entdecken und kennen zu lernen.

Hazel und Mara – Lilith Korn
Das Thema hinter dieser Geschichte muss man mögen, mein Fall war es nicht. Ein Horror-Weihanchtsmann schockt mich einfach zu sehr – ich finde aber auch den Grinch schrecklich. Auf jeden Fall wird hier die Weihanchtsthematik mal auf einem anderen Werg aufgegriffen. Mara ist hier die Protagonistin und erlebt zusammen mit der süßen Fee Hazel ein weihnachtliches Abenteuer.

Die Geschichte der ewigen Nacht – Ney Sceatcher
Diese Erzählung gehört zu meinen Lieblingen in diesem Buch. Ney Sceatcher schreibt so wunderschön, traurig und intensiv, ich habe mich schlichtweg verliebt. Auch die Geschichte selbst hat mir gefallen und ich finde, sie macht Lust auf mehr, da ich einfach zugern wissen würde, wie es weiter geht mit dem Mädchen, dem jäger und dem Fluch.

Das Feuer in mir – Nicole Obermeier
„Das Feuer in mir“ widmet sich ganz der kalten Jahreszeit: dem Winter. Die Kälte wurde beim Lesen fast spürbar. In nur wenigen Seiten schafft es die Autorin hier von einem Geheimnis bis zu einem kleinen Happy End. Allerdings hatte ich vor allem hier das Gefühl, das der Story selbst ein größerer Seitenumfang gut getan hätte – Potential war auf jeden Fall vorhanden.

Wellen in der Nacht – Kat Rupin
Die Autorin spricht in ihrer Geschichte eine wichtige und auch aktuelle Thematik an: das Leid der Flüchtlinge auf dem Weg über das Mittelmeer. Ich fand die Erzählung auch gut geschrieben, allerdings passt sie für mich nicht so recht in die Anthologie rein. Sie ist wirklich gut, aber mir fehlt leider das klare Weihanchts- bzw. Wintermotiv.

Weihnachten am Hindukusch – Sabrina Schuh
Diese Kurzgeschichte hat für mich wirklich etwas besonderes an sich. Im Mittelpunkt steht ein US Private, der Weihnachten in einem Kriegsgebiet verbringen muss und deshalb nicht zu Hause, bei seiner Familie sein kann. Zwar fand ich die Story selbst ein wenig unrealistisch, aber es ist schließlich Weihnachten, da will ich es nicht so eng sehen.

Die Schneespielerin – Lina Rina
Dieser Erzählung verkörpert für mich ein tolles Beispiel für den Teil einer Anthologie. Es geht hier um Miss Amité, eine Cellistin mit einem ganz besonderen Talent. Lina Rina baut hier auf wenigen Seiten aus einer Famileifehde und einem kleinen fantastischen Element eine Geschichte die in sich geschlossen ist, eine Botschaft beinhaltet und auch zu einem schönen Ende findet.

Unter den Sternen – Bettina Auer
Eine angenehme Geschichte, die bei mir leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte. Ich mochte zwar die Story selbst, allerdings war mir auch hier das weihanchtliche bzw. winterliche Motiv zu klein geraten. Allerdings hat es mir gut gefallen, dass die Autorin fast schon auf märchenhafte Weise die Thematik des klassenunterschiedes aufgegriffen hat – es hat mich beinahe an ein Aschenputtel in einer anderen Zeit erinnert.

Zwischen Schokomännern und Weihnachtsküssen – Mariella Heyd
Für mich die beste Kurzgeschichte in diesem Buch. Ich fand die Thematik sehr gelungen, die Betrachtung derer die Arbeiten um anderen Menschen ein schönes Weihnachten zu ermöglichen, finde ich einfach toll. Dazu kommt noch eine kleine Liebesgeschichte (wer sagt dazu in der Weihnachtszeit nein?). Für mich packt Mariella Heyd viele tolle Elemente in einen kleinen Rahmen, schafft ein süßes Happy End und schließt die Geschichte rundherum ab. Ich hatte hier zu keinen Punkt das Gefühl, dass etwas Fehlt oder ich mehr erfahren müsste. Einfach eine tolle Kurzgeschichte.

Jack & Luchs – Salome Fuchs
Eine wirklich niedliche Geschichte. Im Mittelpunkt steht eine kleine, arme Familie die nichts mehr im Leben hat. Die Autorin schreibt für mich sehr erzählerisch und bildhaft und beschert mit ihrer Erzählung nicht nur der kleinen Familie sondern auch allen Lesern ein Weihnachtswunder.

Das Fest der Liebe – Christin Thomas
Hier gibt es den Weihnachtsmann wirklich (insgeheim habe ich es doch immer gewusst!) und im Mittelpunkt steht seine Werkstatt, die dank seiner Sekretärin Emma Weiß am laufen gehalten wird. Auch hier passiert ein wunderschönes Weihanchtwunder das auch noch eines der akutellsten und doch sehr wenig besprochenen Themen behandelt: die Organspende. Trotz dieser ernsten Thematik schafft es die Autorin trotzdem einen schönen Weihnachtlichen Rahmen aufzubauen – ganz toll!


Zeit können wir nur einander schenken.


Fazit

Eine Anthologie mit Höhen und Tiefen – ich denke aber, dass das für Sammlungen von Kurzgeschichten normal ist. Es kann einem schließlich nicht alles gefallen. Da mich aber ein paar Geschichten wirklich komplett überzeugen konnten, gebe ich 3 von 4 Punkten.

drei-punkte

unterschrift-laura

„Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution“ – Peter Wensierski

DasBuch

Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution von Peter Wensierski

Hier geht’s zum Buch!

Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (DVA)


Klappentext

Sie sind jung, sie sind frech, sie verweigern sich dem System und fordern den Staat heraus. Sie wollen sich nicht mehr anpassen. Sie wohnen gemeinsam in Abrisshäusern, planen in langen Nächten am See ihre nächsten Aktionen, drucken heimlich Flugblätter, feiern in ihrer illegalen Nachtbar, bis der Morgen anbricht, und demonstrieren am Tag in der ersten Reihe. Sie werden verfolgt, aber mit jeder neuen Aktion verlieren sie ein Stückchen mehr Angst und die Diktatur an Kraft. Deutschland erlebt von Leipzig aus zum ersten Mal in der Geschichte eine gelungene Revolution.

Die wahre Geschichte einer ungewöhnlichen Gruppe junger Leute, die einen Kampf führen, den andere für aussichtslos halten. Und die spannend zu lesende Nahaufnahme eines wichtigen Augenblicks der deutschen Geschichte.


Die bisher gedruckten 6.000 Flugblätter reichten noch lange nicht. Micha hatte inzwischen von Thomas neue Matrizen bekommen. Er gab sie an Uwe weiter, der sich sofort an die Arbeit machte und bis tief in die Nacht tippte. Am nächsten Morgen erhielt Thomas die beschriebenen Matrizen zurück. (…) Nur zwei Tage später lieferte er weitere 4.000 Flugblätter ab, schön ordentlich mit einer Kordel (…) zusammengeschnürt.


Bewertung

Ganz selten schaffen es geschichtliche Erfahrungsberichte in mein Bücherregal. Als ich von diesem Buch erfahren habe, wusste ich das es an der Zeit war wieder einmal in der Vergangenheit zu kramen. Während ich damals am Geschichtsunterricht nur sehr wenig Interesse fand, begeisterten mich Revolutionen umso mehr. Diese ehrgeizigen, mutigen und begeisterten Menschen.

Wensierski hat eine wunderbare Zusammenfassung im Hinblick auf die Leipziger Rebellion in der DDR geschaffen. Es ist unglaublich mit welcher Leidenschaft und welchem Mut die Menschen gelebt und gehandelt haben. Des Weiteren war es sehr aufschlussreich einen „Einblick“ in den Alltag zu erhaschen Alles aus einem anderen Blickwinkel sehen zu können.

Es ist schwer Worte für ein derartiges Buch zu finden. Allein schon wegen der Tatsache, dass es sich um keinen Groschenroman handelt sondern um eine wahre Begebenheit. Der Autor hat durch seinen verständlichen und echten Schreibstil dem Leser das Thema gut näherbringen können. Des Weiteren war man mit den Informationen nicht überfordert, sondern konnte es sich gut vorstellen und nachvollziehen.

vier-punkte

Volle Punkte für dieses abwechslungsreiche und wissensbegierige Buch.


Fazit

Dieses Buch sollten sich Leser zu Herzen nehmen, welche eine Leidenschaft für Geschichte hegen oder ein Interesse an dem Thema besitzen. Ihr werdet nicht enttäuscht! Leider ist es nun mal kein Buch für Jedermann. Deshalb ist es mir auch sehr schwer gefallen passende Zitate bzw. Textpassagen zu finden.


unterschrift-cindy

Vom Buch zum Film oder umgekehrt?

Hallöchen ihre Lieben,
zu aller erst möchte ich euch allen eine wunderschöne Woche wünschen! 🙂

Wie jeden Montag stellt uns Svenja von Buchfresserchen heute ihre Montagsfrage. Für mich wird heute ein ziemlich interessantes Thema angerissen, denn die Frage lautet:

Wenn du weder Buchverfilmung noch Buch kennst, was würdest du zuerst anschauen/lesen?

Das Thema Buchverfilmungen. Viele Einträge wurden dazu bereits verfasst und viele verschiedene Meinungen niedergeschrieben. Und anlässlich der heuten Frage dachte ich mir, dass ich meinen Senf auch mal dazugeben 😀

Ich selbst sehe das Thema eher kritisch. Es ist klar, dass man ein komplettes Buch nicht in einen Film quetschen kann. Dafür gibt es einfach zu viele Kleinigkeiten und Details die nicht alle aufgefasst werden können. Mit Kürzungen und einer anderen Verknüpfung von Dingen rechne ich damit jedes mal und habe insgesamt auch kein Problem damit (außer es sind wirklich grobe Schnitzer oder das halbe Buch fehlt). Trotzdem haben mich schon einige Verfilmungen ziemlich enttäuscht. Andere haben mir recht gut gefallen. Hier kann man eindeutig die Klassiker wie „Harry Potter“ oder „Der Herr der Ringe“ nennen. Hier fand ich Bücher und Filme gleichermaßen genial. Man könnte hier auch die Filme rund um das Marvel-Universum nennen, wobei ich hier die Comic-Grundlagen nicht kenne, aber schon oft gehört habe, dass es tolle Umsetzungen sein sollen.

Bei einigen Verfilmungen fand ich allerdings die Buchgrundlage um einiges besser als den Film. Beispiele dafür sind: P.S. Ich liebe dich, Der Hobbit 2 und 3, Die Bestimmung.
Der Grund warum ich ausgerechnet diese Verfilmungen weniger gelungen fand? Pauschal kann ich das gar nicht sagen, manchmal liegt es eher an Kleinigkeiten und manchmal auch am Gesamtpaket. Bei „P.S. Ich liebe dich“ war es zum Beispiel die Schauspielerin der Hauptprotagonistin. Für mich hat sie nicht zu 100% in die Rolle gepasst und es auch nicht so toll gespielt, dadurch kam bei mir einfach nicht die Gefühle an, dass das Buch so ausmachen. Ein ähnliches Problem hatte ich bei „Die Bestimmung“. Ich bin einfach nicht richtig warm geworden mit dem Film, wobei ich mir nicht sicher wäre, ob mir die Bücher bei einem Re-read auch nochmal so gut gefallen würden wie beim ersten Lesen. Und beim Hobbit? Den ersten Teil fand ich auch super umgesetzt gar keine Frage, wunderbar märchenhaft und verzaubernd. Ab dem zweiten Teil ist es mir da anders ergangen. Für mich war es dann einfach zu viel. Vor allem zu viel Schlachten die im Original zwar auch vorkommen aber längst nicht in der Ausprägung.

Ihr seht es kann also ganz verschiedene Punkte geben, die einen an einer Buchverfilmung stören können. Und ich wollte auch auf keinen Fall einen der Filme schlecht machen oder ähnliches, es ist einfach meine persönliche Meinung dazu. Weil ich aber mittlerweile doch oft befürchte, dass der Film nicht so toll ist wie das Buch, würde ich mir wahrscheinlich (wenn ich mich entscheiden müsste) erst den Film anschauen und dann das Buch lesen. Zum einen, weil ich mich so im Nachhinein über einen tollen Film und ein noch besseres Buch freuen kann und nachträglich noch ein paar Hintergrundinformationen bekomme 🙂

In der Realität ist das Ganze natürlich meist andersrum. Da lese ich zuerst die Bücher und später, wenn es verfilmt wurde, schau ich mir den Film an. Bei Büchern die mich nicht überzeugen konnten gehe ich dann meistens auch nicht ins Kino oder schau mir den Film wo anders an. Ich denke dort muss ich aber ein bisschen was ändern, vielleicht kann mich der Film ja doch überzeugen 🙂

Wie seht ihr das mit verfilmten Büchern? Habt auch ihr eure Probleme oder sehe ich das alles ein bisschen zu eng? Ich freue mich wie immer auf eure Kommentare!

unterschrift-laura

„Cop Town“ – Karin Slaughter

DasBuch

CopTown

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Verlag: blanvalet


Es ist sehr wichtig für dein Leben, eine Bedeutung zu haben. Sogar an den diesen Tagen macht es dich unglücklich und du brauchst noch einen Zweck.


Klappentext

Eine Stadt in Angst. Ein Killer, der Cops tötet. Zwei Frauen, die ihren Mann stehen.

1974. Atlanta befindet sich im Ausnahmezustand: Ein Killer terrorisiert die Stadt, und seine Opfer sind ausschließlich Cops. Als niemand den Blutrausch des Attentäters zu stoppen vermag, kocht die Stimmung unter den Polizisten über. Plötzlich ist ihnen jedes Mittel recht, um den Killer zur Strecke zu bringen. Sie beginnen eine brutale Menschenjagd und werden so gefährlich wie der Killer selbst. Und Kate Murphy, die ihren ersten Dienst beim Atlanta Police Department antritt und sich als Frau ihren Platz hart erkämpfen muss, fürchtet zurecht, dass dieser Tag zugleich ihr letzter sein könnte …

„„Cop Town“ – Karin Slaughter“ weiterlesen

„Back to Blue“ – Rusalka Reh

DasBuch

BackToBlue

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Verlag: magellan


Ich bin glücklich, aber nur ganz vorsichtig, denn ich weiß, wenn das Glück besonders hell daherweht, kommt danach sofort die Wolke. Deshalb bin ich ganz leise und atme nur flach, damit es nicht erschrickt, das Glück.


Klappentext

Eine glückliche Familie – so etwas hat Kid nie gekannt. Sie hat gelernt zu verstecken, wer sie ist, was sie sich wünscht, wofür sie sich begeistert. Denn da, wo ihre Eltern sind, ist kein Raum für sie.
Als sie Maxim kennenlernt, wendet sich ihr Leben: Zum ersten Mal weiß sie, was es heißt, glücklich zu sein. Doch ihre Eltern gönnen ihr dieses Glück nicht. Erst nach und nach begreift Kid, dass Träume nur wahr werden, wenn man um sie kämpft.

„„Back to Blue“ – Rusalka Reh“ weiterlesen

„Herz auf Eis“ – Isabelle Autissier

DasBuch

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Verlag: mare


Dass gehört zum Abenteuer dazu, genau das ist doch ihre Absicht, aus der Erstarrung des Pariser Büroalltags auszubrechen, in dessen bequemer Trägheit sie draufgehen und an ihrem Leben vorbeizuleben drohten. Irgendwann hätte der sechszigste Geburtstag vor der Tür gestanden, und sie hätten es bereut, nichts erlebt, nie gekämpft, sich selbst nie kennengelernt zu haben.


Klappentext

Sie sind jung und verliebt und haben alles, was sie brauchen. Aber ihr Pariser Leben langweilt sie, also nehmen Louise und Ludovic ein Sabbatjahr und umsegeln die Welt. Bei einem Ausflug auf eine unbewohnte Insel vor Kap Hoorn reißt ein Sturm ihre Jacht und damit jegliche Verbindung zur Außenwelt mit sich fort. Was als kleiner Ausbruch aus dem Alltagsleben moderner Großstädter gedacht war, mündet urplötzlich in einen existenziellen Kampf gegen Hunger und Kälte. Nicht weniger aufreibend ist das psychologische Drama, das sich zwischen den Partnern entspinnt. Wer trägt die Schuld an der Misere? Wer behält die Nerven und trifft die richtigen Entscheidungen? Und was wird aus der Liebe, wenn es ums nackte Überleben geht? Herz auf Eis wagt sich an die Frage, was mit uns und unseren Beziehungen geschieht, wenn wir unsere Komfortzone verlassen.

„„Herz auf Eis“ – Isabelle Autissier“ weiterlesen

„Die Hütte“ – William Paul Young

DasBuch

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Hier geht’s zum Buch!

Verlag: Ullstein oder Allegria


“ Mackenzie,

es ist eine Weile her. Ich vermisse Dich. Ich bin am nächsten Wochenende bei der Hütte, wenn Du mich treffen möchtest.

Papa (Gott)“


Klappentext

Vor Jahren ist Mackenzies jüngste Tochter verschwunden. Ihre letzte Spur hat man in einer Schutzhütte im Wald gefunden – nicht weit vom Camping-Ort der Familie. Vier Jahre später, mitten in seiner tiefsten Trauer, erhält Mackenzie eine rätselhafte Einladung in diese Hütte. Ihr Absender ist Gott. Trotz seiner Zweifel lässt Mackenzie sich auf diese Einladung ein. Eine Reise ins Ungewisse beginnt. Was er dort findet, wird Macks Welt für immer verändern.

„„Die Hütte“ – William Paul Young“ weiterlesen