Wir auf der LBM 2018

Wenn wir unseren Urlaub für das kommende Jahr abgeben müssen steht bereits ein Termin fest: die alljährliche Leipziger Buchmesse. Dieses Jahr haben wir uns dazu entschieden, nur einen Tag auf der Messe zu verbringen – somit haben wir den Freitag für uns genutzt und uns zwischen Schulklassen zu den einzelnen Hallen geschoben.

LBM Halle

… das tolle Bild was Ihr hier oben sehen könnt ist vom letzten Jahr. 2017 sind wir im strahlenden Sonnenschein über die LBM spaziert und haben es bereut, dass wir kein T-Shirt angezogen haben. Leider sah es dieses Jahr etwas anders aus. Sachsen wurde komplett vom (hoffentlich) letzten Winterschub heimgesucht und es herrschte komplettes Chaos. Zu unserem Glück konnten wir die Messe am Freitag besuchen und mussten nicht wie viele Andere am Samstag darum bangen, ob wir überhaupt ankommen. Wir hoffen, dass es allen gut geht und die Meisten den Besuch auf der LBM trotz Wintereinbruch geschafft haben.

Wir haben unsere Shopping-Ausbeute, sowie unsere Eindrücke für Euch aufgeschrieben:


Cindy

Meine Bücher:

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Dieses Jahr habe ich mir gezielt „Illuminae“ gekauft. Seit langer Zeit umgarne ich das Buch nun schon und konnte es dieses Mal einfach nicht lassen. „Unheimliche Geschichten“ von Edgar Allan Poe ist eine illustrierte Ausgabe und hier habe ich gerne etwas tiefer in die Geldtasche gegriffen. „Mit anderen Worten: Ich“ wollte ich schon letztes Jahr auf der LBM kaufen, aber habe mich doch dagegen entschieden. Dieses Jahr war etwas mehr Budget drin und da habe ich meine Chance genutzt. „Staubchronik“ ist mein erstes Buch aus dem Drachenmond-Verlag und hat mich vor allem optisch in seinen Bann gezogen. Als es dann noch hieß „Sie können das Buch gleich signieren lassen“ war es natürlich perfekt! Ich freue mich am meisten auf dieses Buch, welches ich zusammen mit Laura lese.

Weiterhin durfte bei mir ein Buch der Bücherkinder Leipzig e. V. einziehen. Letztes Jahr standen Laura und ich vor dem Stand und wollten unbedingt ein Bild mitnehmen. Dieses Jahr gab es einige Bücher im Sale und ich habe sofort zugeschlagen. Außerdem habe ich ein wunderschönes Bild für den leeren Platz neben unserem Fernseher ergattern können. Dann gab es noch ein paar kleine Dinge wie drei Tombow-Brush-Pens zum Lettern und ein Etui mit Notizbuch. Im Großen und Ganzen war es ein sehr erfolgreicher Einkauf.

Meine Eindrücke:

Ein großer Pluspunkt geht dieses Mal an die Messebuchhandlungen. Auch wenn ich noch immer nicht mit der großen Messebuchhandlung warm werden konnte und nicht verstehe, weshalb sich die Jugendliteratur in der Kinderabteilung befindet, bin ich positiv überrascht gewesen von der Buchauswahl dieses Jahr. Auch wenn es nur eine kleine Sache ist, aber der Gang zur Toilette war kein Horrorakt langer Schlangen mehr, sondern es ging ziemlich zügig voran. Dies lag sicher daran, dass die Cosplayer sich anscheinend nicht mehr auf der Toiletten in den anderen Hallen fertig machen durften. Dadurch, dass der Besucherfluss am Freitag noch erträglich war, mussten wir nicht immer auf das Ausstellerverzeichnis zurückgreifen, sondern konnten einfach durch die Hallen zu den Verlagen schlendern und entdecken ohne, dass wir uns gezielt durch Menschenmassen kämpfen mussten.


Laura

Meine Bücher:

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Meine Ausbeute ist dieses Jahr ziemlich klein. Das ist natürlich Schade auch mir ging es beim stöbern wie wahrscheinlich euch allen auch: „Soll ich das nehmen? Nein das! Ach ich nehm beide… Uuuuuhhh das klingt auch toll!!“. Meine magere Ausbeute hat aber einen ganz einfachen Grund: in wenigen Wochen steht die erste Wohnung im Programm und mein Gehalt geht derzeit für Möbel, Kochutensielen und ähnlichen Kram drauf – merke nie wieder einen Umzug im Zeitraum der Buchmesse legen!! 😀
Trotzdem bin ich natürlich nicht mit ganz leeren Händen nach Hause gefahren. „Die fünf Gaben“ steht seit ein paar Wochen auf meiner Wunschliste, ich habe jede Menge begeisterte Rezensionen gelesen und bin super neugierig. Als es dann in der Messebuchhandlung vor mir lag, konnte ich auch nicht mehr nein sagen.
Genau so ging es mir bei „Sturmmelodie“ aus dem Drachenmond Verlag. Seit Jahren kann ich an diesem Stand nicht vorbei gehen. Ich wundere mich selbst, dass es nur ein Buch geworden ist, aber so wie ich mich kenne wird die nächste Bestellung nicht lange auf sich warten lassen.
Um „Aquila“ von Ursula Poznanski bin ich auch schon eine Weile herum geschlichen und habe mich vergangenen Freitag dann spontan für das Hörbuch entschieden.

Meine Eindrücke:

Ich liebe sie, die LBM. Man kommt mit den verschiedensten Menschen ins Gespräch und kann einfach so wunderbar viel Entdecken. Besonders positiv ist mir dieses Jahr das Angebot rund ums Buch aufgefallen – wir haben mit tollen Künstlern gesprochen und ich konnte an dem Bild mit dem Küken einfach nicht vorbei gehen.
Da wir dieses Jahr aus privaten Gründen nur einen Tag Zeit hatten haben wir uns wie andere Tagesbesucher ganz entspannt jede Halle angeschaut, gestöbert ohne Ende und Termine weg gelassen. Insgesamt haben mich dieses Jahr die kleinen Verlage wesentlich mehr angezogen – ich finde es wirklich toll was manche aus den doch teilweise recht kleinen Ständen rausholen. Es war wie eine große Entdeckungstour und ich habe jede Mintue genossen. Ich fand den Tag wirklich super und freue mich jetzt schon auf die nächste Messe – dann hoffentlich wieder mit mehr Messetagen.


Wir freuen uns, dass wir auch dieses Jahr wieder ein Teil der Leipziger Buchmesse sein konnten und es durch das Schneechaos geschafft haben.

Wir sehen uns nächstes Jahr wieder, liebe LBM.

laura-cindy

„Bis ans Ende der Geschichte“ – Jodi Picoult

DasBuch

bisansendedergeschichte

Hier geht’s zum Buch!

Verlag: Penguin


Aber Vergebung ist nichts, was man für einen anderen tut. Man tut es für sich selbst.


Klappentext

Sage Singer ist eine junge, leidenschaftliche Bäckerin. Als sie den allseits beliebten pensionierten Lehrer Josef Weber kennenlernt, entwickelt sich trotz des großen Altersunterschieds eine enge Freundschaft zwischen ihnen. Doch als Josef ihr eines Tages ein lange vergrabenes, schreckliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem Dilemma. Denn wo verläuft die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?


In jedem von uns steckt ein Ungeheuer, in jedem von uns steckt ein Heiliger. Die wahre Frage ist die, welchen von beiden wir befördern und welcher den anderen vernichten wird.


Bewertung

Jeder Mensch von uns trägt mindestens ein Geheimnis in sich – davon bin ich überzeugt. Egal ob es groß oder klein ist, wichtig oder eher unwichtig, ausschlaggebend oder doch eher schnell zu vernachlässigen – es existiert in Jedem von uns.

Jedoch gibt es auch Geheimnisse, die in die gesamte Weltgeschichte einschneiden und vielleicht besser nicht gesagt werden. In Picoult’s Buch wird eines der bewegendsten und zugleich verschwiegendsten Thema behandelt: Holocaust.

Es fällt eher schwer über dieses Buch zu urteilen, da es definitiv jeder Leser anders auffinden würde bzw. wird. Für viele könnte die Kombination aus fünf Erzählsträngen für etwas Verwirrung sorgen. Trotz alledem ist zu sagen, dass Picoult wieder einmal einen unglaublichen Schreibstil geboten hat und eine neue herzzerreißende Geschichte entwickelt hat. Die Charaktere sind so ehrlich und natürlich beschrieben, dass man sie einfach verstehen und annehmen muss. Es ginge gar nicht anders …

vier-punkte

Volle Punktzahl für eine weitere herzzerreißende Geschichte von Picoult.


Du verstehst also, warum ich meine Geschichte nie erzählt habe. Wenn man sie erlebt hat, weiß man auch, dass es keine Worte gibt, die das Erlebte auch nur annähernd beschreiben können. Und sofern das nicht möglich ist, wird man es nie verstehen.


Fazit

Nicht nur für Geschichtsbegeisterte ist dieses Buch ein absolutes Muss. Wer Picoult kennt und ebenso ihren überragenden Schreibstil, der wird wissen in welche Richtung sich dieses Buch bewegt. Hier sind Atemaussetzer, Herzpochen und Tränen vorprogrammiert – wenn man ein so sensibler Leser ist wie ich 😉


Gute Menschen und schlechte Menschen. Als wäre das so einfach. Jeder ist beides zugleich.


unterschrift-cindy

Misi in vorweihnachtlicher Stimmung

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Liebste Grüße aus dem wunderschönen Bautzen!

Misi geht es blendend. Das war ja aber auch kein Wunder gewesen, denn er hatte in der Nacht von Freitag auf Samstag ja auch einen wunderbaren Schlaf genossen, der uns wiederum eher verwehrt blieb. Samstag Früh hüpfte Misi sofort in die Küche: „Ich will als erstes meine neuen Freunden einen wunderschönen Guten Morgen wünschen.“ ach einem ausgiebigen Frühstück ging es direkt ans Werk: es mussten noch einige Weihnachtsgeschenke verpackt werden und Misi wollte mich unterstützen. Leider ging dieses Vorhaben etwas in die Hose. Was Misi und ich nämlich beide dabei gelernt haben … gebe niemals, aber auch wirklich niemals, einem Frosch Klebeband! Misi wandt sich voller Freude zu einem Knäul „Hahaha, Huiiiii – wer hätte gedacht das Geschenke einpacken so viel Spaß machen kann?“ Die Freude verging ihm aber danach etwas, denn das Entfitzen tat doch ein wenig weh. Dieser Schock war jedoch sofort vergessen, als es am späten Nachmittag zur Geburtstagsfeier meiner Freundin ging. Da das Wetter so schön war, fuhren wir mit dem Fahrrad. „Darf ich fahren?“, fragte Misi. „Aber nicht doch, Du bist zwar ein richtiger Kerl, aber alleine das Fahrrad fahren ist doch etwas zu anstrengend.“ Ich setzte Misi in meinen Schal und wir fuhren los. Als ich an der Tür klingelte und sich diese öffnete, wollte ich Misi eigentlich vorstellen. Eigentlich … „Das ist Misi, er ist zurzeit bei uns zu Be….“ Misi rannte sprang los, denn er sah schon von weitem das Buffet und konnte es kaum erwarten. „Das ist aber viel Essen. Boooaaah – wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mir meinen kleinen Froschmagen erst nicht so vollgeschlagen.“ Nachdem wir gegessen haben ging zum Filme schauen über. Es dauerte nicht lange bis Misi eingeschlafen ist und ich ihn sorgsam in meinen Schal wickelte um mich mit ihm auf den Heimweg zu machen. Ab dieser Nacht schlief er auf unserer Schlafcouch – da hatte er den ganzen Platz für sich allein.

Da es am Sonntag leider so sehr regnete, haben wir den Weihnachtsmarkt absagen müssen und waren stattdessen beim Adventskaffee mit der Familie. Misi war sehr aufgeregt gewesen. Freunde hatte er zwar schon getroffen aber eine Großfamilie … das noch nicht. „Sind denn alle auch lieb?“, fragte er mich. „Ja natürlich doch – Du brauchst keine Angst zu haben„. „Angst? Ich? Pah, dass ich nicht lache. Ich fürchte mich vor nichts!“, Misi war guter Dinge und durchlöcherte mich weiter mit Fragen: „Wie viele sind es? Was gibt es zu essen? Kennen sich die anderen mit Fröschen aus? Mögen sie überhaupt Tiere?…“ Die Autofahrt wurden eigentlich nur Fragen beantwortet. Angekommen bei der Familie hüpfte Misi langsam und leise hinter mir her. „Du brauchst Dich nicht zu verstecken„, entgegnete ich ihm. Dann stellte ich ihn vor: „Ich habe einen kleinen Ehrengast mitgebracht. Stell Dich doch mal vor.“ „Ich bin nicht klein!“, platzte es aus Misi heraus. „Hallo, ich bin Misi.“, setzte er aber ganz kleinlaut fort. Alle begrüßten ihn voller Freude und er hatte auch sofort Anschluss gefunden. Glühwein gab es für Misi nicht mehr. Stattdessen aber Kinderpunsch der ihm super schmeckte. Abends ging es dann zeitig ins Bett, da ich am Montag wieder arbeiten musste.

Am Montag lernte Misi dann meine Arbeitsstelle kennen. Auch ich arbeite in einer kommunalen Verwaltung und deshalb gab es nicht allzu viel Neues zu entdecken, außer den Kollegen. Zu Misi’s Glück war der Arbeitstag nicht so lang wie bei Laura. um Halb zwei waren wir schon auf dem Nachhause-Weg. Es ist schlimm genug vor Weihnachten noch arbeiten zu müssen, da sollte es wenigstens etwas zeitiger heim gehen dürfen. Doch nach der Arbeit gab es auch noch Einiges für mich zu tun. In meinem DaWanda-Shop trafen einige Bestellungen ein und die mussten angefertigt werden. „Bekomme ich auch eine Tasse von Dir?„, fragte Misi mich. „Aber sehr gerne doch. Was möchtest Du drauf haben?“ „Mh, am besten einen Frosch – einen Großen! So wie ich es ja schließlich bin. Und darüber einen Spruch: Frösche sind das Größte!“ Ich musste lachen – machte mich jedoch sofort ans Werk. „Und warum muss die Tasse in den Ofen? Die schmilzt doch weg.“, äußerte Misi seine Bedenken. „Nein, die Tassen sind doch schon gehärtet. Außerdem ist es nicht allzu heiß. Es ist nur dafür da, dass die Schrift auch auf den Tassen bleibt.“, erklärte ich ihm. Nach getaner Arbeit machten wir uns gemeinsam etwas zu Essen und schauten Abends auf der Couch Harry Potter. „Irgendwie ist es sehr schwer zu verstehen.“, meinte Misi und durchlöcherte mich wieder mit Fragen. Nach dem er noch einen Teil sehen wollte und noch einen fand er es aber sehr gut. „Ich kann verstehen weshalb Du die Filme so toll findest.“, meinte er.

Heute ist der Tag der Abreise. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge musste ich mich erst von Misi verabschieden. Leider muss ich arbeiten und musste ihn deshalb schon wieder auf den Heimweg schicken. „Wie hat es Dir gefallen?“, fragte ich Misi. „Ich bin erst einmal kaputt von den vielen weihnachtlichen Sachen bei Euch. Adventsfeiern, Weihnachtsmärkte, Glühwein, Stollen .. .das muss ich erst einmal Alles verarbeiten. Aber ihr seid beide sehr lieb und Deine Meerschweinchen auch.„, meinte er. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns denn Misi freut sich schon sehr auf Weihnachten und möchte deshalb gerne wieder nach Hause. Ich durfte ihn sogar einmal umarmen. Wir wollen weiterhin in Kontakt bleiben.

Aber nun bleibt nur noch zu sagen: Danke für diese wundervolle Zeit und eine gute Heimreise kleiner … äh, großer Freund! Du wirst uns fehlen.