„Magic Academy – Das erste Jahr“ – Rachel E. Carter

DasBuch

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Verlag: cbt


“Menschen erzählen viel, wenn der Tag lang ist. Das heißt nicht, dass sie auch immer die Wahrheit sagen”


Klappentext

In einer Welt voller Magie und Rivalen traue nur dir selbst!

Die 15-jährige Ryiah kommt mit ihrem Zwillingsbruder an die Akademie. Die berüchtigtste Ausbildungsstätte ihres Reichs, an der nur die besten Schüler aufgenommen werden. Nur fünfzehn der Neuankömmlinge werden die Ausbildung antreten dürfen. Der Wettkampf um die begehrten Plätze ist hart und die Rivalität groß. Vor allem, als Ry Prinz Darren näher kommt, macht sie sich Feinde. Wird sie trotz aller Widerstände gut genug sein und ihren Platz an der Akademie behaupten?


Bewertung

„Magic Academy – Das erste Jahr“ war für mich ein Buch, dass ich sofort lesen wollte – der Klappentext hat mich sofort überzeugt und ich war einfach neugierig auf die Story um die Akademie und ihre Wettstreiter.

Das Buch begann mit etwas Tempo, konnte mich aber nicht so recht packen. Der Leser begleitet hier Ryiah und ihren Zwillingsbruder auf dem Weg zur Akademie. Ich habe mich hier nicht so recht in die Geschichte einfinden und auch im Nachhinein denke ich, dass diese paar Seiten dem Buch nicht fehlen würden.
Sobald man mit den beiden in der Akademie ankommt gewinnt die Handlung allerdings an Spannung und Intensität. Mir machte das Lesen von Seite zu Seite mehr Spaß.

Insgesamt konnte das Buch mich überzeugen, auch wenn es trotzdem den ein oder anderen Kritikpunkt gibt.
Besonders die Figurengestaltung hat mir gut gefallen. Besonders Darren hat es mir angetan. Ich fand ihn vielschichtig und geheimnisvoll und finde es toll, dass die Autorin ihn bis zum Schluss ein bisschen uneinschätzbar lässt. Schon allein um Darren durchschauen zu können, möchte ich den nächsten Teil lesen.
Ry ist ein sehr starker Charakter. Sie kämpft und gibt nie auf. Allerdings habe ich das Gefühl, dass sie gegenüber Darren oder ihrer Freundin Ella ein bisschen blass wirkt.

Die Story selbst hat mir gut gefallen. Es ist eben ein Konzept, dass an sich immer gut funktioniert – eine Schule in der etwas magisches gelehrt wird. Rachel E. Carter gestaltet ihre Geschichte allerdings auf einem brutaleren Niveau, wobei ich mir hier stellenweise doch noch ein bisschen mehr gewünscht hätte. Ich hatte an manchen Stellen das Gefühl, dass sie brutale Unterrichtseinheiten beschreiben wollte, es allerdings nicht so richtig geschafft hat. Allerdings es ihr das umso besser bei dem Verhalten der Schüler untereinander geschafft – Pricilla hat sich wirklich zu einer wunderbaren Hassfigur entwickelt. Sie gehört zu der Art Charakteren die man einfach anschreien möchte.

Der Schreibstil der Autorin passt recht gut zur Story selbst. Er ist nicht zu umgangssprachlich aber auch nicht zu starr. Insgesamt lässt sich das Buch recht angenehm und schnell lesen.
Trotzdem erschien mir der Schreibstil an manchen Stellen langatmig. Dadurch gab es immer wieder Szenen, die sich etwas zogen. Vielleicht lag dieses kleine Manko auch an dem doch recht vorhersehbaren Verlauf der Geschichte. Selbst die eingebauten Überraschungen kamen mir recht müde und geplant vor und konnten mich somit nicht richtig vom Hocker reißen.

Für mich ist „Magic Academy – Das erste Jahr“ ein gutes Buch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Deswegen vergebe ich 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


Fazit

Der erste Band der Magic Academy Reihe weißt ganz klar Stärken, aber auch Schwächen auf. Hier ist eindeutig Potenzial zur Steigerung vorhanden. Ich freue mich dennoch auf die Fortsetzung, weil ich einfach wissen möchte wie es weiter geht und auch ein bisschen, weil ich Darren wieder treffen möchte.

unterschrift-laura

Scherben der Dunkelheit – Gesa Schwartz

DasBuch

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Verlag: cbt


Er sah aus wie ein Clown, doch nicht wie einer von den lustigen, die man aus dem Zirkus kannte. Er wirkte, als hätte er die Maske, hinter der seinesgleichen sich für gewöhnlich verstecken zerbrochen. Und dahinter lag nichts, als namenlose Finsternis.


Klappentext

Die sechzehnjährige Anouk verbringt die Ferien in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Kurz nach ihrer Ankunft gastiert der Dark Circus in der Nähe: ein geheimnisvoller Zirkus, der im Dorf für seine düsteren und besonderen Vorstellungen bekannt ist. Auch Anouk gerät schnell in seinen Bann und damit in einen Kosmos, den sie kaum für möglich hielt: Eine magische Welt öffnet sich vor ihr, in der sie den mysteriösen Zauberer Rhasgar kennenlernt. Doch der Dark Circus birgt mehr, als Anouk ahnt. Bald schon schwebt sie in tödlicher Gefahr und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Denn es gibt keine Regeln im Dark Circus bis auf eine: Nichts ist, wie es scheint …


„Manchmal muss man verlieren, um zu gewinnen“


Bewertung

Dunkel und dyster, aber gleichzeitig mystisch und farbenfroh ist sie, die Welt des Dark Circus, einem Zirkus, der seine Zuschauer fesselt und mit sich reißt. Dort hin entführt Autorin Gesa Schwartz den Leser in ihrem Buch „Scherben der Dunkelheit“. Im Mittelpunkt der Handlung stehen Anouk, ein Mädchen, dem die Welt schon viel zu deutlich ihre Grausamkeit gezeigt hat, und Rashgar der Zauberer.

Die Gestaltung der beiden Hauptprotagonisten kommt für mich schon sehr nah, an das Ideal heran. Man lernt sie einfach wirklich kennen – nicht nur ihre schönen Seiten mit der guten Laune und der Sonnenseite des Lebens. Durch sie erfährt man auch viel Schmerz und bekommt ihre Ängste gezeigt. Ich hatte hier wirklich das Gefühl die beiden zu kennen und nicht nur einen kurzen Ausschnitt gesehen zu haben. Auch die anderen Charaktere wurden sehr gut in die Welt integriert. Besonders das Zirkus Thema mit all den schaurigen, gruseligen, verrückten aber eben auch wunderschönen und begeisternden Seiten findet man in den einzelnen Protagonisten wider.

Unterstützt wird diese starke Gestaltung von dem intensiven Schreibstil der Autorin. Die Welt wurde detailreich und gelungen beschrieben. Sie baut sich nach und nach auf – aus Dunkelheit wird Farbe. Dabei schafft es die Autorin den Leser bei temporeichen Beschreibungen an das Buch zu fesseln und wunderbare Bilder im Kopf entstehen zu lassen, aber auch ruhige und bedächtige Passagen einzubauen – je nach dem was die jeweilige Situaion verlangt. Wer ihre vorherigen Bücher, wie beispielsweise „Herz aus Nacht und Scherben“ kennt, weiß was ich meine. Ich kann mir zwar vorstellen, dass viele diesen Stil als zu schwer und zu ausschweifend empfinden, kann diese Ansicht selbst jedoch nicht teilen – ihre Bücher stecken so sehr voller Magie und Zauber, dass man sie meiner Meinung nach nicht „leicht und locker“ abhandeln kann – es würde überhaupt nicht in das Gesamtpaket passen, dass ihre Werke verkörpern. Damit gehört das Buch zwar nicht in die Kategorie „leichte Kost“, aber wenn man sich etws Zeit nimmt, kann man sich dennoch ganz wunderbar in der Geschichte verlieren.

Die Handlung selbst beginnt langsam, man lernt zuerst Anouk und ihr Leben kennen. Nach und nach entfaltet sich die Geschichte dann immer mehr. Es kommen mehr Charaktere hinzu, die Welt gewinnt an Farbe, Geheimnisse werden aufgedeckt – kurz gesagt: alles nimmt an fahrt auf. Das Ende würde ich fast als großen und langen Paukenschlag bezeichnen – der mir an manchen Stellen fast schon ein bisschen zu crazy und um ehrlich zu sein auch ein klein wenig zu langatmig war, aber hey!, es ist ein Zirkus! Verrücktheit muss da einfach dabei sein!

Insgesamt vergebe ich 3 von 4 Punkten für dieses Buch.

drei-punkte


Die Welt ist voller Wunder. Und wie dunkel es auch um dich werden mag: Tief in dir, mein Sohn, ist das Licht.


Fazit

Stark und intensiv erzählt Gesa Schwartz in diesem Buch die Geschichte von Anouk, Rashgar und dem Dark Circus. Der einzige Kritikpunkt sind hier und da kleine Längen, die man aber sehr gut verkraften kann, wenn man die gesamte, in diesem Buch geschaffene Welt, betrachtet. Besonders liebhabern von intensiven Fantasyromanen kann ich es durchaus empfehlen.

unterschrift-laura

„Wenn nachts der Ozean erzählt“ – Zana Fraillon

 

DasBuch

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Verlag: cbt


‚Wenn wir Kinder die Welt regieren würden, gäbe es jeden Tag Eis und einmal im Monat Lammbraten mit Minzsauce und Kartoffeln, und so viel Wasser, wie wir trinken können, ohne das uns der Magen platzt.‘


Klappentext

Subhi ist ein Flüchtlingskind, geboren in einem Auffanglager. Seine Welt beschränkt sich auf einen staubigen Flecken Erde hinter einem Maschendrahtzaun. Aber wenn alle schlafen, dann träumt Subhi vom Nachtmeer, das zu seinem Zelt kommt und ihm Schätze bringt. Eines Tages bringt es ihm Jimmie. Das Mädchen Jimmie lebt auf der anderen Seite des Zauns, fühlt sich jedoch genauso verloren und einsam wie Subhi. Zwischen den beiden entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft, die auf eine harte Probe gestellt wird. Am Ende müssen beide mutiger sein als je zuvor, um sich und der Welt neue Hoffnung zu geben. „„Wenn nachts der Ozean erzählt“ – Zana Fraillon“ weiterlesen

„Hallo Leben, hörst Du mich?“ – Jack Cheng

DasBuch

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Verlag: cbt


Klappentext

Was würdest du tun, wenn du allein mit deiner Mom lebst, die manchmal ihre “ruhigen Tage” hat, und du planst, deinen iPod mit einer selbstgebauten Rakete ins All zu schießen, um den Außerirdischen das menschliche Leben auf der Erde zu erklären?

Ganz einfach: Der 11-jährige Alex wagt gemeinsam mit seinem Hund Carl Sagan die große Reise quer durchs Land zu einer Convention von Raketen-Nerds. Dabei lernt er nicht nur die unterschiedlichsten Menschen kennen, sondern erfährt auch eine Menge über Freundschaft, Familie, Liebe und all die anderen Dinge, die das Leben als Mensch so lustig, traurig, wunderschön und überraschend machen. Und zum Schluss ist Alex´ Welt um viele kostbare Freundschaften und sogar eine Schwester reicher.


„„Hallo Leben, hörst Du mich?“ – Jack Cheng“ weiterlesen

„Mädchen aus Papier“ – Sina Flammang

DasBuch

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Verlag: cbt


Mir ist es lieber, wenn ich nichts sehe, wenn ich die Augen schließe und mich fallen lasse. In das weiche Kissen der Dunkelheit. Ich habe es immer schon geliebt, unterzugehen, zu verschwinden. Wie blasse Wasserfarbe, die sich zurück ins Papier saugt.


Klappentext

“Meine Schwester ist das gestohlene Meisterwerk. Ich bin nur die Fälschung.“

Mari ist drei, als ihre Schwester in einem Kaufhaus spurlos verschwindet. Seit Mari sich erinnern kann, schwebt der Schatten der verlorenen Tochter über der Familie und lässt die Verschwundene beinahe realer scheinen als sie selbst. Als Annika nach zwölf Jahren wie aus dem Nichts wieder auftaucht, sind alle überfordert von diesem Geistermädchen, das verschlossen, unzugänglich und geheimnisvoll ist. Während die Eltern krampfhaft heile Welt spielen, fühlt Mari sich mehr und mehr verdrängt. Bis ihr irgendwann nichts anderes übrig bleibt, als selbst zu verschwinden. Zusammen mit ihren Freunden Clementine und Ole macht sie sich auf einen irrwitzigen Trip nach Italien – um am Ende doch zurückzufinden.

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“ Léon & Claire “ – Ulrike Schweikert

DasBuch

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Léon wandte sich ab. Verfluchte Bande! Waren die Junkies und Tagesdiebe, die hier unten hausten, nicht schon schlimm genug? Warum mussten sich auch noch Studenten und Schüler hier herumtreiben und mit ihren lauten Partys die Stille zerstören? Sie waren alle dumme Ignoranten, die wie eine Horde Büffel herumtrampelten und nichts von der Schönheit seiner Welt sahen. Nichts von ihrem Zauber spürten.


Klappentext

Paris hat eine dunkle Seite …

Sie nennen sich selbst die Kämpfer der Schatten und haben der Stadt den Rücken gekehrt. Vom hellen Licht sind sie in das Reich der Dunkelheit hinabgestiegen, in die Katakomben tief unter Paris. Unter ihnen lebt Léon, der magische Fähigkeiten besitzt. Er allein weiß um die Macht des Meisters der Finsternis, dessen Ziel es ist, Paris zu vernichten. Als Léon eines Tages der schönen Claire das Leben rettet, ist es um sie beide geschehen. Léon nimmt Claire mit in seine düstere Welt; Licht und Schatten verbinden sich. Doch das Glück der beiden ist nicht nur dem attraktiven Adrien ein Dorn im Auge, der schon lange in Claire verliebt ist, sondern vor allem dem Meister der Finsternis selbst, der seine ganz eigenen Pläne mit Léon hat. Schon bald werden die beiden Liebenden zum Spielball dunkler Mächte.


„Wer bist du?“, fragte sie mit bebender Stimme.

„Was sind schon Namen und Gesichter? Sie sagen nichts. Du heißt Claire, nicht wahr? Ich kenne deinen Namen und haben gesehen, wie schön du bist, doch weiß ich deshalb etwas über dich?“


Bewertung

Zu Beginn hatte ich einige Probleme gehabt. Mein vorheriger Jugendroman hing mir noch ziemlich am Herzen und deshalb konnte ich mich nur schwer darauf einlassen. Aber ich habe es geschafft und keine Seite davon bereut. Ich habe noch nie ein Buch von Ulrike Schweikert gelesen – historische Romane sind absolut nicht mein Ding.

Der Anfang begann etwas holprig. Dies war sicherlich auch auf die vielen Namen zu Beginn des Buches zurückzuverfolgen. Es wurde zu viel Input auf einmal gegeben. Aber wenn man dann einmal drin war ging es auch. Schweikert’s Schreibstil ist sehr detailliert, sodass man sich Alles bildlich vorstellen kann und dann Gefühl hat sich direkt in der Geschichte zu befinden. Ab und an war ich etwas genervt oder besser gesagt gelangweilt von den vielen historischen Beschreibungen. Sie wirkten so überzogen und langatmig das ich des Öfteren Pausen einlegen musste. Trotz alledem fand ich es persönlich sehr gut, dass es realitätsnah gehalten wurde. Also kein extremer High-Fantasy-Roman.

Die Charaktere waren gut ausgewählt. Claire wirkte zu Beginn etwas naiv und verzogen, was sich des Öfteren auch wiedergespiegelt hat. Das hat sich aber im Laufe des Buches geändert. Obwohl sie reiche Eltern hat, ist sie doch sehr bodenständig und herzlich. Léon ist einfach klasse. Das Bild was ich zu Beginn von ihm hatte, hat sich überraschend entwickelt und war erfrischend anders, als die anderen Charaktere die man aus Fantasy-Romanen kennt. Zum Ende des Buches hatte ich das Gefühl, dass sich die Figuren erst so richtig entwickelt haben und „ihre Bestimmung gefunden haben“.

Das Cover ist wunderschön gestaltet und auch der Beginn jedes einzelnen, neuen Kapitels sticht optisch sehr durch seine Illustrationen hervor.

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Wegen der kleiner Problemchen gibt es von mir drei von vier Punkten. Dennoch eine sehr gelungene Geschichte.


„Ich heiße Léon. Lebe wohl Claire. Du brauchst dich nicht an mich zu erinnern. Ich denke nicht, dass wir uns noch einmal begegnen werden.“


Fazit

Für Leser, die es eher etwas realitätsnah mögen und keine zu große und verwobene Fantasy mögen ist es das perfekte Buch. Meine Kritikpunkte fässt sowieso jeder Leser anders auf – deshalb solltet Ihr euch nicht daran festmachen. Young-Adult-Liebhaber kommen hier auch auf ihre Kosten.

Es ist kein absolutes Muss, aber wirklich sehr schön zu lesen.


Es gibt die Sage von einem Zauber, der so mächtig ist, dass er die Welt in Stücker zu reißen vermag, doch der, der ihn sprach, war nicht stark genug, ihn zu beherrschen, also fiel der Zauber auf ihn zurück.


unterschrift-cindy

„Ich gebe dir die Sonne“ – Jandy Nelson

DasBuch

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Verlag: cbt


Die Ruhe des Aneinandergeschmiegtseins durchströmt mich. Jude atmet ein und ich atme mit. Vielleicht sind wir zu alt, um das immer noch zu machen, aber egal. Ich kann sie lächeln sehen, obwohl ich geradeaus gucke. Wir atmen zusammen aus, zusammen ein, ausatmen, einatmen, ein und aus, aus und ein, bis nicht mal die Bäume sich erinnern, was gestern im Wald passiert ist, bis aus den wütenden Stimmen von Mom und Dad Musik geworden ist, bis wir nicht nur gleich alt, sondern die gleiche Person sind.


Klappentext

Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler …


Die Blindheit hält nur eine Sekunde an, dann strömen die Farben auf mich ein: Nicht durch die Augen sondern direkt durch die Haut, sie ersetzen Blut und Knochen, Muskeln und Sehnen, bis ich rotorangeblaugrünlilagelbrotorangeblaugrünlilagelb bin.


Bewertung

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Da wir Beide unbedingt dieses Buch lesen und rezensieren wollten haben wir uns dazu entschieden, dass wir eine doppelte Rezension schreiben. Somit kann Jeder seine Eindrücke schildern 😉

Cindy:

Ich muss mich erst einmal sammeln bevor ich meine Bewertung verfasse – denn ich habe das Gefühl, dass mich dieses Buch sehr lange nicht mehr loslassen wird und ich bei dem nächsten Buch große Probleme haben werde in die Geschichte zu kommen.

Dank dem cbt Verlag habe ich die Möglichkeit bekommen, endlich wieder meine Leidenschaft zu den Young-Adult-Romanen zu entdecken. Ich habe es sehr vermisst und werde es ab sofort besser pflegen.

Man kann sagen, dass ich schockverliebt bin. Schockverliebt in den unfassbar süßen Noah, der so extrovertiert ist und ein so gefühlvoller Junge. In Jude, welche versucht mit aller Macht gegen die Liebe anzukämpfen und doch verliert. Guillermo, der seine Dualseele gefunden hat und sie nach langem Suchen doch gehen lassen musste. Mich hat selten ein Buch so sehr berührt, zum Lachen gebracht und gleichzeitig in eine Art Tranche versetzt wie dieses. Jandy Nelson hat ein Meisterwerk geschaffen, welches nicht nur die junge Generation, sondern auch Ältere in Begeisterung versetzt. Der Schreibstil ist sehr detailliert, umgangssprachlich und leicht geschrieben, sodass man nie Schwierigkeiten hat beim Lesen. Als ich zu Beginn die Seitenanzahl von knapp 480 Seiten sah war ich etwas abgeschreckt. Doch ich habe es verschlungen und ins Herz geschlossen ohne zu merken, wie schnell ich doch durch war.

Noah und Jude sind noch immer in meinem Kopf und werden auch noch sehr lange darin herumschwirren. Es ist kein Tabuthema, dass ich sehr oft und sehr lange Büchern hinterherhänge – tada! Es ist wieder passiert. Während der gesamten Zeit wollte ich Noah und Jude, Grandma Sweetwine und alle anderen aus dem Buch ziehen und in mein Leben integrieren – ja sogar Prophet, den Papageien.

Es tut sehr weh, dass ich dieses Buch so schnell verschlungen habe – ich denke, dass ich es sehr bald wieder lesen werde und es später meinen Kindern ans Herz legen werde. Solch ein wunderbaren Schatz sollte man weiterreichen.

Laura:

Das ich dieses wunderbare Buch gelesen habe war vermutlich Schicksal. Ich habe es mir nicht gekauft und ich habe es auch nicht als Rezensionsexemplar bekommen. Ich habe es bei einem Gewinnspiel gewonnen, um genau zu sein habe ich es bei der lieben Nela gewonnen. Um ehrlich zu sein war ich mir beim auspacken nicht  ganz sicher ob es mir gefallen wird, weil mich der Klappentext nicht so richtig gut gefallen hat…
Aber jetzt muss ich sagen: DANKE liebe Nela, DANKE Schicksal, DANKE dafür, dass ich dieses wunderbare Buch lesen durfte.

Es hat mich einfach vom Hocker gehauen. Ich habe mich schlicht weg in alle Figuren verliebt. Vor allem in Noah – Noah fand ich einfach so unfassbar toll. Er ist vor allem zu beginn ein so außergewöhnlicher und sensibler Junge – er ist mir sofort ans Herz gewachsen. Und natürlich Oscar, ich könnte ihm im echten Leben wahrscheinlich nicht widerstehen. Ach warum fang ich hier überhaupt an irgendwelche speziellen Charaktere aufzuzählen? Sie sind alle toll. Alle! Auch mit der Geschichte und allem was dazu gehört hat es Jandy Nelson wirklich geschafft etwas durch und durch außergewöhnliches zu erschaffen.

Mir fehlen einfach die Worte zu dem Buch – ich kann meine Begeisterung einfach nicht in Worte fassen. Selten hat mich ein Buch vor allem emotional so sehr gefesselt wie dieses. Dazu kommt noch, dass mir der Schreibstil wirklich wunderbar gefallen hat. 3 Tage und das Buch war durchgelesen. Und es ist mir seid langer langer Zeit mal wieder passiert, dass ich wirklich endlos traurig war, als das Buch zu Ende war. Ich hätte gerne noch viele Seiten und Kapitel mehr gelesen. Ich werde auch auf jeden Fall verfolgen was von Jandy Nelson in Zukunft noch kommen wird und hoffe dass diese Bücher dann genauso genial werden wie dieses 🙂 Außerdem ist mir eine weiter Kleinigkeit aufgefallen: ich finde selten passt ein Titel so gut zur Geschichte wie in diesem Fall „Ich gebe dir die Sonne“ trifft den Nagel einfach auf den Kopf. Es ist einfach etwas besonderes und ich kann euch nur raten: lest es! Ich bin mir sicher, ihr werdet es genauso lieben wie Cindy und ich.

Wir bewerten …

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… mit vollen vier Punkten, da wir Beide hin und weg waren von der Story, der Aufmachung und den Protagonisten.


„Platon hat von diesen Wese mit vier Beinen, vier Armen und zwei Köpfen geredet, die es einmal gegeben haben soll. Sie existieren in völliger Unabhängigkeit, ekstatisch und mächtig. Zu mächtig, deshalb hat Zeus sie alle halbiert und die Hälften über die ganze Welt verstreut, damit waren die Menschen für alle Zeiten dazu verdammt, nach ihrer anderen Hälfte zu suchen, mit der sie ihre ureigene Seele teilen. Weißt du, nur die Menschen, die großes Glück haben, finden ihre Dualseele.“


Fazit

Ein Buch voller Emotionen. Wir fanden es beide einfach perfekt und werden es noch eine ganze Weile in unseren Gedanken mit uns tragen. Wir sind uns eigentlich auch jetzt schon sicher, dass es zu unseren Highlights 2017 gehören wird. Deswegen verbinden wir diese Rezension auch mit einer absoluten Leseempfehlung.

Eigentlich bleibt für uns nur eine einzige Frage offen :“Verdammt, wo ist Ralph?“
(Diejenigen unter euch die das Buch bereits gelesen haben wissen was wir meinen; und der Rest hat jetzt gleich noch einen Grund mehr einen Blick in das Buch zu werfen)


Sie lächelt, denkt einen Moment nach, dann sagt sie: „Und wenn man müde ist, kriecht man in seine Blume und schläft. Während des Tages verständigen sich alle mit Farben statt mit Tönen. Es ist ganz still.“ Sie schließt die Augen und sagt langsam: „Wenn Leute sich verlieben, gehen sie in Flammen auf.“


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