„Elias und Laia – Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ – Sabaa Tahir

DasBuch

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Verlag: One


Wenn die Angst die Führung übernimmt, benutze das Einzige, was noch mächtiger, noch unzerstörbarer ist: deinen Geist. Dein Herz.


Klappentext

Elias – Der Krieger.
Der nicht mehr kämpfen will

Laia – Die Sklavin.
Die den Gehorsam verweigert

Helena  – Die Vertraute.
Die Verrat üben muss

Das Schicksal hat Elias und Laia zusammengeführt und sie im Widerstand gegen das Imperium vereint. Gemeinsam fliehen sie aus Schwarzkliff, um im Gefängnis von Kauf Laias inhaftierten Bruder aus seiner Zelle zu befreien. Mit seinem Wissen könnte er von großem Wert sein für die Rebellen. Doch werden Elias und Laia es schaffen, sich unbemerkt bis ans andere Ende des Landes durchzuschlagen?
Immerhin ist ihnen Helena dicht auf den Fersen. Und als rechte Hand des Imperators hat sie einen klaren Auftrag: Die beiden Verräter zu finden – und zu töten…


Bald wird er seinen Fehler bemerken: er hat gelobt mit offenen Karten zu spielen.
Ich aber nicht.


Bewertung

Bei „Elias und Laia – Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ handelt es sich um den zweiten Band einer Reihe – ich kann also nicht garantieren, dass die Rezension (besonders in Bezug auf den ersten Teil) hundertprozentig spoilerfrei ist 🙂

Die Handlung schließt sich nahtlos an den ersten Teil an. Der Leser flüchtet also mit Elias  und Laia aus Schwarzkliff. Dadurch geht es sehr rasant los. Wie schon im voran gegangen Band bilden schnelle und bildgewaltige Szenen auch hier den Standart. Wobei ich sagen muss, dass hier meiner Meinung nach noch mehr solcher Szenen gab. Man kommt quasi kaum zur Ruhe – war eine Szene, die mir Herzrasen bereitet hat vorbei, war die nächste nur wenige Seiten entfernt. Dadurch konnte ich das Buch kaum weglegen – der Spannungsbogen wird dauerhaft hoch gehalten und immer wieder gibt es kleinere oder größere Plot-Twists.

Begünstigt wurde dieser durchgängig gute Lesefluss zusätzlich durch den für mich wunderbaren Schreibstil der Autorin. Sie passt ihre Worte immer der gegebenen Situation an – bei ruhigen Szenen besonders wenn es um Elias und Laia geht sind ihre Worte ruhig, weich, fast schon liebevoll. In den Szenen die voller roher Gewalt sind kann sie ihren Stil aber auch hart und erbarmungslos wirken lassen.

Besonders gut gefallen hat mir das Wiedersehen mit den verschiedenen Charakteren. Alle wichtigen Protagonisten aus dem ersten Band spielen auch hier wieder eine Rolle, angefangen bei Elias, Leia und Helene bis hin zu Köchin. Dabei ist auch die Entwicklung der verschiedenen Figuren gut gelungen. Hier stechen aber besonders die Nebencharaktere wie Köchin oder Kinan hervor. Aber auch nur Charaktere überraschen den Leser. Wie schon im vorherigen Band ist auch hier vieles nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint. Insgesamt hat hier alles stimmig gewirkt zwar gab es des öfteren Stellen, an denen ich dachet „Wow da wäre ich nicht drauf gekommen“ oder „Das ist wirklich überraschend“ aber nie „Also so ein Quatsch, das gibt ja gar keinen Sinn“. Die Autorin hat es einfach geschafft ein tolles Gesamtbild zu schaffen. Dazu gehören auch die bereits aus dem ersten Band bekannte gnadenlose und grenzenlose Gewaltbereitschaft einiger Figuren. Ich möchte eigentlich schon sagen, das besonders der neue Imperator, die Kommandantin und der in diesem Band eingeführte Vorsteher krank im Kopf sind. Extreme Gewaltbereitschaft, Quälerei und Fanatismus find sich hier wieder. Wem das auf den ersten Blick zu übertrieben erscheint, dem kann ich nur sagen: ist ist vielleicht nichts für sehr schwache nerven, aber es passt definitiv super zum Gesamtkonzept.

Zusätzlich zu der überzeugenden Figurenentwicklung, der Stimmigkeit zum ersten Teil und dem tollen Schreibstil schafft es die Autorin durch die Flucht von Elias und Laia noch mehr Eindrücke aus der von ihr geschaffenen Welt, dem Imperium, einfließen zu lassen. Dabei bezieht sie sowohl die Landschaften und Orte sowie die Lebensweise und Verbundenheit der Stämme mit ein.

Ich fand die Fortsetzung wirklich sehr gelungen und vergebe deswegen 4 von 4 möglichen Punkten.

vier-punkte


Fazit

Der erste Teil war toll und der zweite ist es auch. Sabaa Tahir hat mit „Elias und Laia – Eine Fackel im dunkel der Nacht“ geschafft eine komplett stimmige, spannende und fesselnde Fortsetzung zu schreiben. Ich freue mich schon jetzt riesig auf Band drei.

unterschrift-laura

„Iskari – Der Sturm naht“ – Kristen Ciccarelli

DasBuch

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Verlag: heyne fliegt


Es war einmal ein Mädchen, das sich von Bösem angezogen fühlte. Wie zum Beispiel von verbotenen, uralten Geschichten.


Klappentext

Asha ist die Iskari, die Todbringerin. Mutig wie niemand sonst kämpft sie gegen die Drachen, die Feinde ihres Landes, und vernichtet sie. Doch sie hat noch einen Feind: Jarek, Kommandant des Königs und in sieben Tagen ihr Ehemann. Es gibt nur einen Weg, der Hochzeit zu entgehen: wenn sie den mächtigsten aller Drachen bezwingt. Eine unlösbare, tödliche Aufgabe.
Da findet Asha einen unerwarteten Verbündeten. Jemand, der sie noch nicht einmal ansehen dürfte: Torwin, der geheimnisvolle Sklave Jareks…


Die alten Helden würden Namsara genannt, nach einem geliebten Gott, sagte er.
Also solle sie Iskari genannt werden, nach einer tödlichen Göttin.


Bewertung

Die Welt in der Asha – die Iskari – lebt, hat mich begeistert, gefesselt und überrascht. Vorab möchte ich gleich eins sagen: für mich ist „Iskari“ von Kristen Ciccarelli ein Buchtipp.

Asha ist die Hauptprotagonistin in diesem Buch und ich hätte mir keinen besseren Charakter vorstellen können. Wenn sie will kann sie hart, eiskalt und gnadenlos sein. Auf der anderen Seite ist sie aber auch unheimlich loyal und liebt ihre Familie über alles. Für mich war sie eine jener starken Frauen, die ich mir öfter wünschen würde. Denn sie stellt ihre Emotionen wenn nötig auch hinten an, denkt an andere und pfeift darauf ein hübsches und braves Mädchen zu sein. Ihr Ziel ist klar: Drachen töten.

Begleitet wurde Asha von zahlreichen weiteren Charakteren. Diese waren ebenso liebevoll gestaltet waren die die Hauptprotagonistin. Dabei war es zu keiner Zeit undurchsichtig, ich bin zu keiner Zeit durcheinander gekommen. Jede Figur hatte ihren klaren Platz in der Geschichte und spielte eine entscheidende Rolle für deren Entwicklung.

Auch der Schreibstil der Autorin konnte mich begeistern. Er war klar und nicht zu verschnörkelt, ließ aber trotzdem immer ausreichend Platz für die fast schon mystischen Teile der Geschichte. Auch die Emotionen wurden für mich ausreichend transportiert, stehen aber nicht im Mittelpunkt des Geschehens, dass hätte für mich auch nicht in das Gesamtkonzept gepasst. Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass die Autorin zahlreiche Plot-Twists eingebaut hat. Immer wieder wendet sich der Verlauf der Geschichte, längst vergessene Geheimnisse treten ans Licht und alles ist anders als Gedacht. Somit wurde das Buch für mich zu einer einzigen Überraschung, denn es kam nichts so, wie zu Beginn gedacht.

Was meine Begeisterung für dieses Buch noch gesteigert hat ist, dass die Autorin nicht nur Asha selbst und die Welt in der sie lebt geschaffen hat, sondern dieser Welt auch noch eine große Vergangenheit gegeben hat, die der Leser während des Lesens der Geschichte immer mehr mit entdeckt. Doch nicht nur der Hintergrund der Welt wurde detailreich ausgeschmückt. Kristen Ciccarelli hat auch alte Geschichten für geschaffen, die sich nahezu nahtlos in die eigentliche Handlung einfügen.

Kurz gesagt: ganz großes Kino, 4 von 4 Punkten.

vier-punkte


Sie sind fort, dachte Asha.
Und mit diesem Gedanken ging eine Einsamkeit einher, so stechend und grausam, dass es sich anfühlte, als würde ihr Herz von einer Axt entzweigeschlagen.


Fazit

Mir hat dieses Buch wirklich super gut gefallen. Tolle Charaktere, eine faszinierende Welt und schöne Fantasyelemente bilden hier ein mehr als lesenswertes Gesamtpaket.
Ich kann wirklich nur eine ganz klare Leseempfehlung geben 🙂

unterschrift-laura

Eonvár-Zwischen den Welten – Kat Rupin

DasBuch

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Verlag: Zeilengold


Magie, eine andere Welt, unerklärliche Wunder – wie hatte sich ihr Leben nur so schnell auf den Kopf gestellt?


Klappentext

Nichts vermag die toughe Elisa zu stoppen. Weder die Hindernisse des Alltags noch das raue Leben in der Großstadt. Plötzlich taucht ihr lange verschollener Jugendfreund Gabriel auf – und mit ihm die Chance, in einer magischen Welt voller Abenteuer zu leben. Elisa steht vor einer schweren Entscheidung. Nur wer sich vollkommen von der irdischen Welt trennt, darf in Eonvár bleiben. Doch ist das Leben als Hexe und ohne Rollstuhl wirklich das, was sie sich wünscht? Kann sie die Menschen, die sie liebt, zurücklassen? Statt eine Wahl zu treffen, beginnt Elisa ein gefährliches Doppelleben zwischen den Welten.


Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.


Bewertung

Bei „Eonvár“ handelt es sich um den Debüt-Roman von Kat Rupin – und ich kann euch sagen: besser kann man es eigentlich nicht machen.

Die Autorin schafft in diesem Buch eine Welt, die einfach sagenhaft ist. Sie steckt voller Magie, ist wahnsinnig vielfältig, bunt, wunderschön und kann gelichzeitig unheimlich grausam sein. Die Fantasie von Kat Rupin scheint sich in ihrem Buch wirklich bis ins Unendliche entfaltet zu haben – egal ob Gestaltenwandler, Gedankenspäher, fantastische Tiere oder magische Bäume, die Schönheit dieser Welt kennt keine Grenzen.

Als Leser darf man in diesem Buch der Hauptprotagonistin Elisa über die Schulter spähen. Mit ihr hat die Autorin vieles verkörpert, was ich mir von einer weiblichen Hauptprotagonistin erhoffe, denn sie ist mit Sicherheit vieles, aber nicht perfekt. Wer kennt sie nicht, die Mädchen, die sich für hässlich halten, sich als Außenseiter fühlen und während des Romans quasi bemerken das sie unfassbar toll sind, und die dann nahzu perfekt scheinen? Kat Rupin hat mit Elisa eine junge Frau erschaffen, die diesem Klischee in keinster Weise ähnelt. Sie macht ständig was kaputt, redet schneller als sie denkt und hat eine sehr direkte Art. Sie sitzt im Rollstuhl, ist dabei die personifizierte Sturheit und will alles alleine stemmen. Trotzdem hat sie aber ein unfassbar großes Herz und würde alles für die Menschen tun die sie liebt, allen voran ihre beste Freundin.
Als Gegenpol hat Kat Rupin Gabriel ins Leben gerufen – den Ruhepol des Buches. Er ist ein unheimlich lieber Kerl, den man am liebsten ständig in den Arm nehmen würde. Bei dem Aufeinandertreffen dieser beiden starken Charaktere ist der ein oder andere Konflikt natrülich vorprogrammiert – genauso wie diverese Abendteuer die mal mehr und mal weniger gut ausgehen. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass neben den Hauptprotagonisten auch die Nebencharaktere sehr liebevoll gestaltet wurden.

Neben der einzigartigen Welt und den tollen Charakteren kann die Autorin aber auch durch ihren Schreibstil überzeugen. Davon war ich wirklich sehr positiv überrascht – es handelt sich ja wie gesagt um ihr erstes Buch, ich habe daher mit kleinen holperern im Lesefluss oder auch kleineren Längen gerechnet, die ich ihr aber nicht übel genommen hätte. Aber nichts davon ist mir über den Weg gelaufen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, sie schlägt während des ganzes Buches ein gutes Tempo an und nimmt den Leser immer wieder mit in spannende Szenen, wodurch sich dieses Buch für mich zu einem echten Pageturner entwickelt hat.

Und weil das nicht ausreicht (ich kann die Autorin ja verstehen, wenn man schon zu so einem Hammer ausholt, dann auch richtig), ist auch das Cover auch noch ein Traum! Ich finde es einfach wunderschön und es passt meiner Meinung nach auch noch wahnsinnig toll zu der Geschichte.

Bei den ganzen positiven Punkten, kann man doch nur die volle Punktzahl (4 von 4) vergeben!

vier-punkte


„In der Magie des Wortes findet sich eine Heimat für jeden, der liest.“


Fazit

Ein geniales Debüt. Besser kann man es nicht zusammenfassen. Eine tolle Welt, liebevoll gestaltete Charaktere und ein schöner Schreibstil überzeugen hier auf ganzer Linie. Für „Eonvár“ kann ich ganz klar eine Leseempfehlung geben !

unterschrift-laura

„Die Wächter von Avalon – Die Legende von Ýr“ – Amanda Koch

DasBuch

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Verlag: fehu Fantasy


Klappentext

Avalon wird erschüttert. Die Magie einer alten Kraftlinie scheint zu erwachen. Es ist eine Sternenkarte, die die Hohepriesterin in die irdische Welt blicken lässt. Jupiter durchwandert das goldene Tor der Sterne und schickt sein Licht nach Aran – die Insel mit der verschollenen Kraft des Wassers.
Raven aber glaubt, darin ein ganz anderes Geheimnis zu erkennen und begibt sich mit Aylórien allein an den von Nagaina geweissagten Ort. Auf der Insel wirkt nicht nur die mystische Kraft des Meeres. Muireall gebietet dort über die Magie des Feuers und des Mondes. Und noch bevor die Wächter die Zeichen der Neuen Zeit verstehen, wirkt Muireall einen verhängnisvollen Zauber.
Welche Mächte herrschen verborgen in der irdischen Welt? Und was ist die Wahrheit der Legende von Ýr aus längst vergangenen Tagen?


Bewertung

Achtung ihr Lieben, hier handelt es sich um die Bewertung des dritten Teils der Reihe „Die Wächter von Avalon“. Ich kann leider nicht garantieren, dass die Rezension 100% spoilerfrei in Bezug auf die vorab erschienen Teile ist.

Mit „Die Legende von Ýr“ entführt Amanda Koch den Leser noch einmal in die von ihr geschaffene magische Welt von Amaduria. Meiner Meinung nach knüpft sie dabei sehr schön an die vorherigen Teile an – nicht nur im Bezug auf die Story selbst sonder auch mit ihrem Schreibstil.

Ich bin wieder sehr gut in die Geschichte hinein gekommen, was wahrscheinlich zum Großteil daran liegt, dass mich von der ersten Seite an ein angenehmer Lesefluss gepackt hat. Es war zwar nicht so, dass ich das Buch gar nicht mehr beiseite legen konnte, aber ich habe immer wieder gern danach gegriffen und mich in der fremden Welt versinken lassen. Wie bereits geschrieben, knüpft die Autorin in der Gestaltung der Geschichte an die ersten beiden Bände der Reihe an – allerdings ist an dieser Stelle zu sagen, dass eine gewisse Entwicklung in den Büchern zu spüren ist. Mit jedem Buch wurde der Schreibstil ein wenig malerischer und ausladender. Gleichzeitig wurde meiner Meinung nach auch das Niveau der Sprache angehoben. Ich finde diese Entwicklung  schön, da man so immer weiter heran geführt wird (was ja vor allem für High-Fantasy Neulinge sehr interessant sein kann). In Sachen Spannung steht dieses Finale seinen Vorgängern in nichts nach und auch die Seitenzahl verspricht ein atmosphärisches und tiefgründiges Erlebnis, das sich auf über 500 Seiten erstreckt. Die Charaktere wachsen weiter an ihren Aufgaben. Sie müssen schließlich einiges meistern. Außerdem ist es Amanda Koch gelungen, einen neuen und spannenden Charakter in die Geschichte einzuflechten: Muireall. Er verdeutlicht die Konflikte zwischen „Gut und Böse“ in uns selbst – für mich in diesem Band eigentlich die spannendste Figur.

Und doch hatte ich mir von diesem abschließenden Teil ein wenig mehr erhofft. Leider hatte ich an einigen (wenn auch wenigen) Stellen, dass Gefühl mich ein wenig im Kreis zu drehen. Hier haben vor allem wiederholte Erläuterungen und auch öfter wiederkehrende Themen wie zum Beispiel „Die Blindheit der Menschen“ dafür gesorgt, dass es neben dem sonst wirklich toll zu lesendem Buch, kleinere Längen gab. Diese habe den Gesamteindruck ein wenig geschmälert. Auch mit dem Ende hatte ich ein paar Problemchen, es schien mir einfach nicht richtig zu passen wollen.

Insgesamt konnte mich diese Band nicht zu 100% überzeugen, bildet aber trotzdem einen schönen Abschluss für eine wirklich lesenswerte Reihe. Ich vergebe 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


Fazit

Würde ich das Buch in nur 3 Worten beschreiben sollen, wären es wohl diese: Ein schöner Abschluss. Dieser Band runden meiner Meinung nach, trotz kleiner Schwächen, die Reihe „Die Wächter von Avalon“ sehr gelungen ab – ich kann also mit gutem gewissen eine Leseempfehlung für alle 3 Bücher aussprechen. Ich möchte sie besonders den High-Fantasy Liebhabern unter euch ans Herz legen.

unterschrift-laura

„Die Wächter von Avalon – Der Fluch des Suadus“ – Amanda Koch

DasBuch

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Verlag: fehu


Der Kreislauf des Lichtes beginnt von Neuem.
Erklimmt aus den Tiefen der Dunkelheit den Tag.
Du in deiner Blindheit kannst wieder sehen.
Die Schatten des Mondes ziehen vorüber.
Das Neue Leben erwacht.


Klappentext

Die Hohepriesterin spürt die Schwäche Avalons innerhalb der drei Welten. Deshalb übergibt die Herrin vom See Raven eine abgerissene Schriftrolle, die die Wächter in die Andere Welt, nach Amaduria, führen soll. Dort folgen sie der Spur aus der Dunklen Zeit nach Juamé, wo König Easar das Schwert des Windes hütet.

Doch Evolet sieht in einer Vision sein schreckliches Schicksal.
Lastet auf ihm ein Fluch, der bis nach Avalon reicht?

Die Lichtelfe Aylórien scheint der Schlüssel zu einem Geheimnis aus der Alten Zeit zu sein, welches die vier Königreiche der Anderen Welt verbindet. Die dunklen Schatten des Mondes bedrohen ganz Amaduria.

Doch wie kann die Kraft der smaragdgrünen Sonne in Aylórien den Wächtern bei ihrem Kampf helfen?


Es ist der Tod, der mich ständig umgibt, ohne sich meines Lebens zu bedienen. Er fließt seit der Dunklen Zeit durch meine Adern und ich werde ihn nicht los.


Bewertung

Achtung ihr Lieben, heute kann die Rezension ein paar kleine Spoiler enthalten, weil es sich um den Zweiten Teil einer Reihe handelt und das Ganze ohne ein paar Vergleiche nicht auskommt.

Bei „Die Wächter von Avalon – Der Fluch des Suadus“ handelt es sich um die Fortsetzung von „Die Wächter von Avalon – Die Prophezeiung“. Die Rezension zum ersten Teil findet ihr nochmal HIER 🙂

Dieser Band hat mich vollkommen überrascht – erst einfach ganz anders als sein Vorgänger. Das meine ich weder positiv noch negativ. Es ist gleich gut, nur eben…. anders. Es scheint sich viel verändert zu haben in dieser fantastischen Welt. Das fängt für mich schon bei der Grundstimmung der Geschichte an. Alles scheint ernster, Emotionen wurden für mich in den Hintergrund gerückt. Die Rettung der Welt steht im Vordergrund. Für mich passt das zu den Geschehnissen und ich hatte überhaupt kein Problem mit diesem „Stimmungswandel“. Auch die Figuren wurden daran angepasst. Auch sie lassen einen den Ernst der Sache spüren, witzeln weniger rum als im ersten Band sondern konzentrieren sich viel mehr auf ihre Aufgaben. Mir persönlich hat das seht gut gefallen – diese Ernsthaftigkeit fehlt mir manchmal in vergleichbaren Reihen oder Romanen. Eine besondere Wandlung hat dabei Esmé durchgemacht. Sie ist nun wieder eine Lichtelfe und der Unterschied wird in jeder ihrer Handlungen und in jedem Wort erkennbar. Für mich hat das die Autorin sehr gut umgesetzt und mich auch voll überzeugt.

Die Geschichte selbst ist für mich immer noch spannend, auch wenn im Vergleich zum ersten Band mit mehr Ruhe gearbeitet wird. Einen großen Unterschied gibt es jedoch auch hier zum ersten Teil: das Setting ist nahezu komplett in der fantastischen Welt, also Amaduria selbst. Ich habe diese Wandlung sehr genossen, da der erste Teil ja überwiegend in unserer menschlichen Welt gespielt hat. Die Autorin hat diese Welt wirklich ganz wunderbar gestaltet. Sie hat es mit ihren Worten geschafft Bilder der Landschaften und Szenerien in meinen Kopf zu zaubern – wirklich ein tolles Leseerlebnis. Auch der Schreibstil selbst trägt dazu bei. War dieser im ersten Band eher leicht zeichnet sich dieses Buch eher durch seinen Tiefgang aus. Ich finde insgesamt bewegt sich „Der Fluch des Suadus“ viel mehr im High-Fantasy Bereich. Für mich hat das auch wunderbar zusammengepasst – das Komplettpaket war wieder ziemlich gut. Deshalb vergebe ich auch wieder 4 von 4 Punkten.

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Das war merkwürdig. Deutete dies auf ihre Aufgabe in Amaduria hin? Sie schaute auf. Ob mit der Entzauberung auch ihr Land zu neuem Leben erwachte?


Fazit

Ganz anders und trotzdem genau so schön. Dieser Band hat mich wieder komplett überzeugt. Wer in wunderschöne und einzigartige Fantasywelten abtauchen will ist meiner Meinung nach mit diesen Büchern gut beraten. Ich freue mich schon auf den dritten und damit letzten Teil dieser Reihe – wenn er seinen Vorgängern folgt ist er einfach einzigartig 🙂

unterschrift-laura