Rotkäppchen und der Hipster-Wolf – Nina MacKay

DasBuch

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Verlag: Drachenmond Verlag


„Bei den ganzen Allüren und Traumata der Helden bei uns im Märchenwald würde ein Psychiater sicher gut verdienen. Leider haben wir nur Möchtegern-Psychiater zu bieten, die noch gestörter sind als ihre Patienten.“ S.8


Klappentext

Im Märchenwald ist die Hölle los. Alle Happy Ends wurden gestohlen! Cinderella, Schneewittchen und Co beschließen, ihre verschwundenen Prinzen zu retten, wozu sogleich eine „Verhöre-und-Töte“-Liste der Verdächtigen erstellt wirde.

1. Wölfe töten
2. Hexen töten
3. böse Stiefmutter töten (wobei das oft mit Punkt 2 einhergeht)
4. böse Feen töten

Nur Red findet die Idee äußerst schwachsinnig. Doch dann taucht ein gutaussehender Hipster auf, der mehr über die verschwundenen Prinzen zu wissen scheint. Schnell stellt sich heraus, dass Everton eigentlich ein Werwolf ist und auf der Liste der durch die Prinzessinnen bedrohten Arten steht. Red bleiben plötzlich nur sieben Tage, um die Prinzen zu finden, bevor sie Ever ausliefern muss. Doch warum will gerade er eigentlich die Hapy Ends zurückbringen? Benutzt er Red nur für seine eigenen Zwecke? Sicher ist jedoch: In Reds Leben nimmt ab sofort die Zahl der Hipsterwitze wahnwitzige Ausmaße an, sehr zum Leidwesen von Ever…


„Hier Leben einfach alle nach dem Motto: lieber etwas unheimlich Dummes gemacht, statt einmal nachgedacht!“


Bewertung

„Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ war für mich ganz klar ein Cover- bzw. Titelkauf. Ich finde das Cover wirklich super gestaltet, weil es einige märchenhafte aber hipsterbezogenen Elemente vereint und somit super zum Titel passt. Außerdem ist es auch irgendwie ein bisschen verrückt und passt damit auch super zum Inhalt des Buches.

Die Geschichte selbst ist auf jeden Fall eins: humorvoll. Vieles wirkt skuril und ein bisschen verrückt aber auf eine sehr positive Art. Das merkt man zum einen in Nina MacKays lockeren und fließenden Schreibstil, aber auch in der Figurengestaltung der verschiedenen Figuren.
Am meisten habe ich Red und Ever in mein Herz geschlossen. Sie haben beide einen trockenen Humor und nehmen sich gegenseitig ein bisschen auf die Schippe und nehmen sich dabei vor allem selber nicht so ernst. Trotzdem haben alle Charaktere natürlich auch Eigenschaften, die zu den Märchen passen, aus denen sie stammen. So hat z.B. Rotkäppchen Angst vor Wölfen, Rose schläft andauernd ein und Rapunzels meterlanger Zopf darf natürlich auch nicht fehlen. Neben diesen klassischen Eigenschaften hat die Autorin aber auch sehr moderne Elemente in ihr Buch einfließen lassen und holt damit die Märchenwelt ins 21. Jahrhundert. Cinder ist immer und überall nur mit Selfie-Stick anzutreffen und Schneewittchens magischer Spiegel ist der beste Hacker weit und breit. Red bloggt über ihre coolen Flechtfrisuren und auch die anderen sind mittlerweile sehr social media-affin. Hier liegt auch der Witz des Buches, denn die Autorin schafft es diese „moderne Welt“ vor allem zu Beginn des Buches recht humorvoll in den Märchenwald einfließen zu lassen. Allerdings liegt hier für mich auch ein kleiner Kritikpunkt denn leider hatte ich das Gefühl, dass irgendwie immer wieder die gleichen Witze gemacht wurden. Da war eben immer wieder der unpassende Selfie-Stick, Rapunzel schlief immer wieder ein und Cinder postete ständig Geheimnisse, die dann eben nicht mehr so geheim waren.

Die Story selbst ist gut geschrieben. Es gibt immer wieder Abwechslung und eigentlich wird es nie langweilig um die doch ein bisschen naiven Prinzessinnen auf der Suche nach ihren Prinzen. Besonders gut gefallen hat mir hier, das die Autorin immer wieder verschiedene Welten eingebaut hat. Neben verschiedenen Reisen durch den Märchenwald begleitet der Leser den verrücken Trupp auch nach Wonderland, Neverland und in das Morgenland und hat so immer wieder viele neue Kleinigkeiten und Märchen zu entdecken, die in die Geschichte einfließen.
Trotzdem hat mir irgenwie etwas gefehlt und weil ich am Ende doch ein bisschen genervt von den oft wiederkehrenden Witzen war, vergebe ich 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


„Vielleicht sollten wir zuerst alle umbringen und danach Fragen stellen“


Fazit

„Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ ist für mich eine unterhaltsame, lustige und sehr interessante Geschichte über bekannte Märchen-Charaktere mit ganz eigenen Herausforderungen. Leider konnte es mich nicht komplett überzeugen und ich denke, ich werde erstmal ein bisschen Zeit vergehen lassen, ehe ich mich auf den zweiten Teil stürze.

unterschrift-laura

Nicht weg und nicht da – Anne Freytag

DasBuch

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Verlag: heyne>fliegt


Ich sehe ihren kahl rasierten Kopf und diesen harten Blick. Ein Blick wie ein Schlag. Wie eine Wand aus Wut, hinter der sie niemanden lässt. Ich bin genauso.


Klappentext

Den Anfang kannst du nicht ändern, das Ende schon
Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken …


Die Wolken sind aufgerissen, und der Himmel hat große blaue Flecken. Sie sind dunkel. Schwarz-Blau mit einem Schuss Violett. Wie Blutergüsse. Dieser Farbton erinnert mich an meine Kindheit.


Bewertung

„Nicht weg und nicht da“ von Anne Freytag ist eins von den Büchern, bei denen ich nicht weiß wo ich anfangen soll. Kurz um: es ist wirklich so einzigartig und für mich so unfassbar toll, das ich keinen richtigen Anfang für diese Rezension finden kann.
Die Autorin berauscht mit diesem Buch – ihrem Schreibstil, ihren Protagonisten, einfach mit der gesamten Geschichte. Wenn Anne Freytags schreibt gelingt es ihr Dinge einerseits lieblich zu umschreien und mit vielen Antithesen und Metaphern zu bestechen, und andererseits die Wahrheit auf den Punkt bringt und nichts zu beschönigen , das einfach nicht zu beschönigen geht. So greift sie in ihren Büchern auch immer wieder eher seltene Themen auf. Hier ist es Selbstmord. Kristopher, Luises Bruder hat sich das Leben genommen und Luise bleibt allein zurück. Ihr Schmerz ist unfassbar groß und die Autorin schafft es den Leser ebenfalls mit diesem Schmerz zu überschütten. Anfangs lernt man Luise als kaputtes Mädchen und trotzdem liebenswertes Mädchen mit unfassbar traurigen und auch viel zu lauten Gedanken kennen. Sie trauert um ihren Bruder, ohne den sie sich einfach nicht mehr ganz fühlt.

Dann kommt da auf einmal Jakob. Jakob ist einer dieser Charaktere, die man am liebsten aus den Büchern reißen möchte nur um rufen zu können „Du bist ganz klar meins!“. Er ist unheimlich sensibel und ein unheimlich liebevoller und toller Kerl, der aber auch sein eigenens Päckchen zu tragen hat. Durch ihn kommt Licht in diese düstere Geschichte und er verschafft diesem Buch viele schöne Momente. Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Luise und Jacob entwickelt fungiert dabei nur als Anstoß in die richtige Richtung, überlagert die eigentliche Handlung aber keineswegs. Ich bin absolut begeistert, wie die Autorin dieses ernste Thema verpackt, ohne es von einem Happy-End Charakter überlagern zu lassen.

Dieser wundervollen Geschichte, die obedrein auch noch in ein für mich wunderschönes schlichtes Cover gepackt wurde, kann ich einfach nur 4 von 4 Punkte geben – Lest es!

vier-punkte


Morgen habe ich Geburtstag. Den ersten ohne meinen Bruder. Den ersten als Einzelkind. Ich weiß nicht, wie das gehen soll. Meine Welt funktioniert nicht ohne Kristopher. Es ist wie bei einer Gleichung. Wenn er fehlt, komme ich nicht weiter.


Fazit

Mit „Nicht weg und nicht da“ ist Anne Freytag ein großartiges Jugendbuch gelungen. Tief berührend, intensiv und einfühlsam. Auch wenn es ein schwieriges Thema behandelt, liest es sich doch mit einer Leichtigkeit, die mich begeistert zurückbleiben lässt.

unterschrift-laura

Hazel Wood – Melissa Albert

DasBuch

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Verlag: Dressler


„Hast du nicht manchmal das Gefühl, dein Leben wäre ein Film? Und du würdest eine Rolle darin spielen? Das Gefühl, dass du all deine Zeit damit verschwendest, dir selbst in diesem Film zuzusehen und zu denken, wie gut du das machst, bist du eines Tages aufwachst und dir klar wird, dass es tatsächlich die Wirklichkeit ist? Das jeder einzelne Mensch um dich herum verdammt noch mal echt ist?“


KlappentextSeit Alice denken kann, wird sie vom Unheil verfolgt. Dann stirbt ihre Großmutter, die mysteriöse Märchenerzählerin Althea Proserpine, und kurz darauf verschwindet Alices Mutter spurlos. Zurück bleiben die Worte „Halt dich fern von Hazel Wood”. Alice spürt, dass sie ihre Mutter erst wiedersehen wird, wenn sie an den Anfang ihrer eigenen Geschichte geht. Schritt für Schritt entdeckt sie eine unheimliche Wahrheit. Um endlich frei zu sein, bleibt Alice nur eine Wahl: Sie muss nach Hazel Wood … Dorthin, wo alles beginnt.


„Du bist im Zwischenwald«, sagte Katherine. »Und hier wirst du umherirren.
Bis dir der Tod reizvoller erscheint und du ihn wählst.“


Bewertung

„Hazle Wood“ – Ein Buch mit einem wirklich wunderschönen Cover und einem mehr als viel versprechendem Klappentext und auch die Handlung ist eigentlich nicht schlecht.
Unsere Hauptprotagonistin ist in hier Alice. Während Alices Mutter Ella mit Märchen großgezogen wurde, ist Alice auf Highways aufgewachsen.
Alle paar Monate mussten die beiden umziehen, denn sie werden vom Unheil verfolgt.
Als Alices Großmutter Althea Proserpine stirbt, lassen die beiden sich in Brooklyn nieder, doch das Unheil können sie nicht abschütteln.In dieser Situation lernen wir Alice kennen. Leider bin ich mit Ihr nicht so richtig warm geworden. Sie wirkte auf mich stehts unruhig und fahrig. Wahrscheinlich hat das mit ihrer Vergangenheit zu tun und ist damit auch verständlich und doch mochte ich sie nicht so wirklich. Sie ist ständig unfreundlich, meint mit Allem allein am besten klar zu kommen und scheint einfach nie zu lächeln. In ihr kocht eine unterschweillige Wut die sich nicht wirklich beschreiben lässt, die sie aber dennoch recht unsympatisch macht.
Das ändert sich auch dann nicht, als ihre Mutter Ella spurlos verschwindet und sie auf die Hilfe eines Mitschülers, Finch den ich im übrigen sehr mochte, angewiesen ist.

Die Welt in die Melissa Albert uns mit „Hazle Wood“ entführt ist die, von Alice Großmutter Althea. Sie war Autorin für gruselige und scharige Märchen und lebte auf ihrem Anwesen Hazle Wood. In den Märchen (von denen ein paar im Buch zu finden sind, was ich wirklich toll finde) scheint alles sehr abstrus und kalt zu sein. Und genau das scheint sich auch in das gesamte Buch hinein zu ziehen. Ich bin damti nur sehr schwer und langsam warm geworden. Und als es dann endlich soweit war, nahm das Buch eine Wendung die ich persönlich gar nicht mochte, wodurch ich wieder komplett raus war.

Doch diese schon fast ein bisschen verrückte und nicht wirklich greifbare Welt hat natürlich auch seine wunderbaren Seiten. Sie wirkt angenehm dunkel und in einem gewissen Maß auch ein bisschen gruselig und skuril – genau das richtige für den Herbst. Die Märchen von Alice Großmutter Althea unterstreichen diese Stimmung auch super.

Leider konnte es mich schlussendlich doch nicht zu 100% überzeugen. Deswegen vergebe ich 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


„Du würdest dich auf der Suche nach mir verirren“, sagt sie. „Du bräuchtest Brotkrumen oder eine Spule Garn.“


Fazit

Im Großen und Ganzen ist das Buch ein düsterer und märchenhafter Fantasyroman mit viel Potenzial. Die große Frage, ob das Schicksal das Leben einer Person von vornherein bestimmt oder ob man ihn zu seiner Gunst verändern kann, spielt hier eine große Rolle und wird auf eine einfache Art übermittelt.

Wer düstere Märchen, eine etwas andere Art von Protagonistin und Fantasy mag, wird hier sicherlich seinen Spaß dran haben.

unterschrift-laura

„Nation Alpha“ – Christin Thomas

DasBuch

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Verlag: Zeilengold


Ich bin auch ein Mensch. Ich verdiene einen Namen und ein Preischild, auf dem Unbezahlbar steht.


Klappentext

Ich bin eine Omega. Wir werden als Sklaven für die Königsrasse der Alphas gezüchtet und haben keine Rechte, keinen Namen, kein Leben. Man behandelt uns nicht wie Menschen, sondern wie Ware. Nach dreihundertjährigem Martyrium wollen die Alphas uns auslöschen und durch Maschinen ersetzen. Meine Zeit ist abgelaufen, falls der verzweifelte Rettungsplan nicht gelingt. Doch wer würde darauf bauen, wenn die sogenannten Retter selbst Alphas sind? Kann ich ihnen vertrauen oder ist unser Untergang bereits besiegelt?


Wo bist du? Wo, wenn nicht hier bei mir, während du zusiehst wie ich leide?


Bewertung

„Nation Alpha“ beschäftigt sich mit einem Thema, dass meiner Meinung nach jeden etwas angeht: Rassismus. Autorin Christin Thomas hat in ihrem Werk eine Welt geschaffen, in der Rassismus offen ausgelebt wird und sogar von der Regierung vorgelebt und gesetzlich vorgeschrieben wird. Die Alphas (weiße Menschen) herrschen über die Omegas (Menschen mit dunkler Haut). In dieser Welt sind Omegas Sklaven, sie dienen zum arbeiten, dürfen nicht sprechen und werden für jeden Fehler schwer bestraft.

Als Leser wird man in diese Welt hinein geworfen und lernt gleich zu Beginn Grace kennen. Grace ist eine junge Omega. Ihr bisheriges Leben war geprägt von Schmerz und Traurigkeit. Ich habe Grace als eine junge, liebenswerte Frau kennengelernt. Tief in ihr schlummert auch ein gewisser Mut und auch eine Menge Wut und Unverständnis, was sich allerdings alles hinter einer Mauer aus Angst versteckt. Man erfährt nicht viel über Grace, was daran liegt, dass sie selbst nahezu nichts über sich weiß – ihr Leben bestand bisher nur aus Herren, denen sie diente. Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich so auch ein paar Problemchen damit hatte mit ihr warm zu werden, irgendwie wollte es sogar bis zum Ende nicht recht klappen.
Ähnlich erging es mir leider auch mit den anderen Charakteren dieses Buches. Ich habe nicht das Gefühl einen von ihnen komplett kennen gelernt zu haben. Es wirkt eher als hätte man nur einen kleinen Ausschnitt aus ihren jeweiligen Leben und ihrer gesamten Gefühlswelt mitbekommen. Hier hätte ich mir einfach ein bisschen mehr gewünscht, um mich noch besser in die Figuren hinein versetzen zu können.

Wie bereits der Klappentext verrät dreht sich die Story zu einem großen Teil um die Rettung der Omegas. Im Mittelpunkt steht auch hier natürlich Grace. Sie ist dazu auserwählt worden die erste gerettete Omega zu sein. Da die Handlung aus ihrer Sicht geschildert wird bekommt man leider nicht so viel mit, was die Hintergründe der Rettung anbelangt. Für mich waren die Beweggründe der unterstützenden Alphas zwar nachvollziehbar, aber wurden irgendwie ein bisschen schwammig und zu kurzatmig abgehandelt. Ich habe einfach die Veränderung in ihrer Sichtweise nicht verstanden. Große Alphas werden so innerhalb weniger Seiten zu den wichtigsten Drahtziehern – eine Entwicklung die mir einfach zu schnell und zu geplant erscheint.

Leider haben somit einige Punkte dazu beigetragen, dass mich das Buch nicht vom Hocker gehauen hat. Deshalb vergebe ich 2 von 4 Punkten.

zwei-punkte


„Glaub mir, egal was du tust, all das lässt sich nicht ändern. Wer Hass sät, kann keine Liebe ernten. Und die Saat in diesem Land ist schon seit Ewigkeiten vergifet.“


Fazit

Die Thematik des Buches ist wirklich wichtig und geht wirklich jeden etwas an. Allerdings konnte ich mich mit der für mich zu konstruierten Geschichte und den doch recht undurchsichtigen Charakteren nicht anfreunden. Der Story wohnt eigentlich ein riesen Potential inne, was meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft wurde.

unterschrift-laura

 

„Palace of Glass“ – C. E. Bernard

DasBuch

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Verlag: penhaligon


Wie wäre es, wenn heute Abend jeder seine Geheimnisses für sich behalten darf?


Klappentext

Stellen Sie sich vor…

London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist.



Bewertung

Das Buch hat mir wirklich ganz besonders gut gefallen! Ich habe mit gefiebert, hatte Gänsehaut und freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

Besonders gut hat mir die Charaktergestaltung gefallen. Sie waren irgendwie alle so unperfekt perfekt. Ich mochte fast alle von ganzem Herzen und habe bei jeder einzelnen Geschichte um sie mitgefiebert. Sie alle haben viel mehr in sich als sie und auch der Leser zu Beginn vermuten.
Die Hauptprotagonistin in diesem Buch ist Rea, eine wirklich bemerkenswerte junge Frau mit vielen verschiedenen Facetten. Sie ist wie sie ist, lässt sich nicht verbiegen und kämpft für sich und ihr Glück. Ich hatte beim Lesen fast schon das Gefühl Rea zu kennen, so als wäre sie eine alte Freundin. Aber auch Robin hat es mir irgendwie angetan – lange konnte ich ihn überhaupt nicht einschätzen und am Ende war ich fast traurig nichts mehr über und mit ihm lesen zu können.

Auch das Setting hat mir gut gefallen. London an sich ist ja schon toll, aber was die Autorin aus dieser Stadt heraus holt ist noch einmal etwas ganz besonderes. Unzählige Verbote und Regeln kennzeichnen diese Welt und machen sie somit nur noch interessanter.

Zu Beginn konnte mich das Buch noch nicht so recht packen – als Leser wird man mit allerhand Worldbuilding konfrontiert und ich konnte es auch nicht recht erwarten, dass es so richtig los geht. Dafür wurde ich dann aber nur wenige Seiten später sehr entlohnt. Die Story nimmt schnell Tempo auf und auch was die Spannung angeht tut sich viel. Diese hält sich auch bis auf die letzte Seite, denn durch einige geschickte und wirklich überraschende Plottwists schafft es die Autorin den Leser immer wieder an der Nase herum zu führen und die Wahrheit zu verschleiern. Das Ende hat mich dann auch wirklich überrascht und auch ein bisschen traurig gemacht – aber es gibt ja noch zwei weitere Teile auf die ich mich jetzt nur umso mehr freue.

Auch der Schreibstil der Autorin konnte mich voll überzeugen. Er wirkt liebevoll und man merkt wie viel Herzblut C.E. Bernard in ihr Werk gesteckt hat. Für mich hat sie einen wirklich guten Punkt zwischen Spannung, Action und Liebe getroffen, so das ich mit jeder Seite mehr Spaß am Lesen bekommen habe. Jede Beschreibung wirkt flüssig und beschert dem Leser ein wirklich tolles Kopfkino.

Für mich sind das volle 4 von 4 Punkten.

vier-punkte


Fazit

Mit „Palace of Glass“ hat die Autorin einen wirklich tollen Reihenauftakt geschrieben. Ich habe einfach alles an diesem Buch geliebt – das Setting, die Figuren, den Schreibstil – alles war toll. Ich kann dieses Buch wirklich nur weiter empfehlen. Lest es! 🙂

unterschrift-laura

„Magic Academy – Das erste Jahr“ – Rachel E. Carter

DasBuch

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Verlag: cbt


“Menschen erzählen viel, wenn der Tag lang ist. Das heißt nicht, dass sie auch immer die Wahrheit sagen”


Klappentext

In einer Welt voller Magie und Rivalen traue nur dir selbst!

Die 15-jährige Ryiah kommt mit ihrem Zwillingsbruder an die Akademie. Die berüchtigtste Ausbildungsstätte ihres Reichs, an der nur die besten Schüler aufgenommen werden. Nur fünfzehn der Neuankömmlinge werden die Ausbildung antreten dürfen. Der Wettkampf um die begehrten Plätze ist hart und die Rivalität groß. Vor allem, als Ry Prinz Darren näher kommt, macht sie sich Feinde. Wird sie trotz aller Widerstände gut genug sein und ihren Platz an der Akademie behaupten?


Bewertung

„Magic Academy – Das erste Jahr“ war für mich ein Buch, dass ich sofort lesen wollte – der Klappentext hat mich sofort überzeugt und ich war einfach neugierig auf die Story um die Akademie und ihre Wettstreiter.

Das Buch begann mit etwas Tempo, konnte mich aber nicht so recht packen. Der Leser begleitet hier Ryiah und ihren Zwillingsbruder auf dem Weg zur Akademie. Ich habe mich hier nicht so recht in die Geschichte einfinden und auch im Nachhinein denke ich, dass diese paar Seiten dem Buch nicht fehlen würden.
Sobald man mit den beiden in der Akademie ankommt gewinnt die Handlung allerdings an Spannung und Intensität. Mir machte das Lesen von Seite zu Seite mehr Spaß.

Insgesamt konnte das Buch mich überzeugen, auch wenn es trotzdem den ein oder anderen Kritikpunkt gibt.
Besonders die Figurengestaltung hat mir gut gefallen. Besonders Darren hat es mir angetan. Ich fand ihn vielschichtig und geheimnisvoll und finde es toll, dass die Autorin ihn bis zum Schluss ein bisschen uneinschätzbar lässt. Schon allein um Darren durchschauen zu können, möchte ich den nächsten Teil lesen.
Ry ist ein sehr starker Charakter. Sie kämpft und gibt nie auf. Allerdings habe ich das Gefühl, dass sie gegenüber Darren oder ihrer Freundin Ella ein bisschen blass wirkt.

Die Story selbst hat mir gut gefallen. Es ist eben ein Konzept, dass an sich immer gut funktioniert – eine Schule in der etwas magisches gelehrt wird. Rachel E. Carter gestaltet ihre Geschichte allerdings auf einem brutaleren Niveau, wobei ich mir hier stellenweise doch noch ein bisschen mehr gewünscht hätte. Ich hatte an manchen Stellen das Gefühl, dass sie brutale Unterrichtseinheiten beschreiben wollte, es allerdings nicht so richtig geschafft hat. Allerdings es ihr das umso besser bei dem Verhalten der Schüler untereinander geschafft – Pricilla hat sich wirklich zu einer wunderbaren Hassfigur entwickelt. Sie gehört zu der Art Charakteren die man einfach anschreien möchte.

Der Schreibstil der Autorin passt recht gut zur Story selbst. Er ist nicht zu umgangssprachlich aber auch nicht zu starr. Insgesamt lässt sich das Buch recht angenehm und schnell lesen.
Trotzdem erschien mir der Schreibstil an manchen Stellen langatmig. Dadurch gab es immer wieder Szenen, die sich etwas zogen. Vielleicht lag dieses kleine Manko auch an dem doch recht vorhersehbaren Verlauf der Geschichte. Selbst die eingebauten Überraschungen kamen mir recht müde und geplant vor und konnten mich somit nicht richtig vom Hocker reißen.

Für mich ist „Magic Academy – Das erste Jahr“ ein gutes Buch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Deswegen vergebe ich 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


Fazit

Der erste Band der Magic Academy Reihe weißt ganz klar Stärken, aber auch Schwächen auf. Hier ist eindeutig Potenzial zur Steigerung vorhanden. Ich freue mich dennoch auf die Fortsetzung, weil ich einfach wissen möchte wie es weiter geht und auch ein bisschen, weil ich Darren wieder treffen möchte.

unterschrift-laura

„Der DaVinci Fluch“ – Katharina Sommer

DasBuch

Davinci-Fluch

Verlag: Zeilengold


Auch gemeine Menschen müssen leben, das ist das Gleichgewicht der Natur…


Klappentext

„Menschen jagen Hexen – Hexen jagen die Zeit…“

Eine Welt voller Magie, eine Welt ohne die berühmte Mona-Lisa.

Als Carrie ihre magischen Kräfte verliert, muss sie auf eine französische Privatschule wechseln. Ab sofort bestimmen nicht mehr Zaubersprüche, sondern Zicken und Hausaufgaben ihren Alltag. Auch Francis, Sahneschnittchen Nummer eins, macht ihr das Leben alles andere als einfach. Doch als er erfährt, wer ihre Vorfahren sind, verwandelt sich sein Hass in verdächtig intensives Interesse.
Ist sie bereit ihm zu helfen? Vor allem wenn dabei eine Möglichkeit für sie herausspringt, ihre alten Kräfte wiederzuerlangen? Eine magische Reise in die Vergangenheit beginnt…


Er brauchte meine Hilfe aber war ich bereit, für ihn mein Leben aufs Spiel zu setzen?


Bewertung

Morgen am 08.03.2018 wird dieses wirklich schöne Buch erscheinen – ich hatte die wundervolle Ehre es vorab lesen zu dürfen! 🙂
Was ich von dem Buch halte könnte ihr hier lesen.

Als ich den Klappentext gelesen habe war ich das erste mal hin und weg – als ich das Cover gesehen habe war ich es das zweite mal. Beides hat mich sofort überzeugt und ich war wirklich mega gespannt auf die Story.

Die Story beginnt angenehm lassen. Die Autorin Katharina Sommer lässt uns als Leser ein bisschen Zeit um Hauptprotagonistin Carrie erst einmal ein wenig kennen zu lernen, bevor wir uns mit ihr in ihre neue Welt und ihr neues Leben eintauchen. Carrie war mir sofort super sympatisch. Sie ist ein bisschen chaotisch, super lieb und hat auch ein bisschen eine große Klappe. Bei ihr ist das Herz genau auf dem rechten Fleck. Anders sieht es bei ihrem männlichen Gegenpol aus – zumindest zu Beginn. Von Francis war ich zu Beginn ein wenig genervt – genau wie Carrie, was wieder zeigt wie gut ich mich mit ihr identifizieren konnte. Ich konnte sein Verhalten nicht richtig einordnen und wusste nicht so richtig was er vor hat. Das hat den Spannungsbogen auf den ersten Seiten aber auf ein angenehmes Level gehoben und ich habe die Seiten nur so verschlungen weil ich endlich erfahren wollte was er eigentlich will.

Diese Auflösung verpackt die Autorin in einer wirklich tollen Wendung, die ich so auf keinen Fall habe kommen sehen. Katharina Sommer hat es geschafft hier eine wirklich schön zu lesende Zeitreise-Story einzuflechten die sich logisch aufbaut. Was ich besonders toll fand war, dass sie die Thematik „Was passiert wenn sich die Vergangenheit ändert“ immer wieder in die Geschichte eingeflochten hat. Das fehlt mir in anderen Büchern oft.

Mit kleineren und größeren Plottwists und ein paar ungeahnten Überraschungen hat es die Autorin geschafft die Spannung immer auf einem angenehmen Level zu halten, so dass ich das Buch in wenigen Stunden durchgelesen habe.

Der einzige kleine Kritikpunkt den ich habe, ist, dass ich an ein-zwei Stellen das Gefühl hatte, dass die Story irgendwie in eine bestimmte Richtung gedrängt wurde. Ich kann es nicht richtig beschreiben. Es ist ein wenig als hätte die Autorin gewusst wo sie hin will und den Weg dorthin einfach ein bisschen zu schnell gesucht. Aber im Vergleich zu dem sonst wirklich tollen Buch sind das wirklich nur Kleinigkeiten.

Der Cliffhanger am Ende war allerdings richtig böse – wie soll man da nur so lange warten können, bis die Fortsetzung erscheint? Ich muss die Auflösung einfach wissen und freue mich schon riesig auf ein Wiedersehen mit Carrie und Francis.

Insgesamt vergebe ich 3 von 4 Punkten für das Buch.

drei-punkte


Fazit

Allen die Lust auf einen schönen Zeitreiseroman haben, den kann ich „Der DaVinci Fluch“ wirklich empfehlen. Besonders die insgesamt witzigen und super sympatischen Charaktere die ich auf nur wenigen Seiten lieb gewonnen habe und die wirkliche tolle Bearbeitung der Zeitreisenthematik konnten mich überzeugen und kleine Kritikpunkte wettmachen. Ich kann es euch wirklich ans Herz legen 🙂

unterschrift-laura

„Die erstaunliche Familie Telemachus“ – Daryl Gregory

DasBuch

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Verlag: Eichborn


Klappentext

Auf den ersten Blick ist Matty Telemachus ein typischer vierzehnjähriger Junge mit den typischen Problemen eines vierzehnjährigen Jungen. Aber Matty ist alles andere als normal und seine Familie ist es schon gar nicht. Als Matty entdeckt, dass er über ungewöhnliche Fähigkeiten verfügt, macht er sich auf die Suche nach dem lange gehegten Familiengeheimnis: Sind seine Verwandten wirklich Medien, beherrschen sie Telepathie, Telekinese und vielleicht noch andere Kräfte?

Ein umwerfender Roman über eine ganz besondere Familie und die unsichtbaren Kräfte, die uns alle zusammenhalten.


Bewertung

Die Familie Telemachus ist keine gewöhnliche Familie. Jeder von Ihnen verfügt über paranormale Fähigkeiten und jede dieser Fähigkeiten ist einzigartig.

Diese Tatsache und der Klappentext ließen mich einen lustigen und humorvollen Roman erwarten, der den pubertären Matty als Hauptcharakter mit sich bringt. Doch irgendwie hat sich das nicht so recht eingestellt. Ich kann euch aber auch nicht direkt sagen, was dieses Buch ausmacht – es ist irgendwie von allem ein bisschen. Zu Beginn scheint es sich tatsächlich ein Roman über den unsicheren Teenager Matty zu gehen, dazu kommen einige kleine Fantasy-Elemente. Doch je weiter man in der Story voran kommt desto mehr entwickelt sich hier meiner Meinung nach ein ziemliches Durcheinander. Ich kann mir vorstellen, dass manche den Mix aus verschiedenen Genres spannend und abwechslungsreich finden- ich fand es irgendwie verwirrend.

Die Idee jedes Kapitel aus Sicht eines anderen Charakters zu schreiben fand ich eigentlich schön. Es bringt Abwechslung in die Story und bietet dem Leser tiefe Einblicke in verschiedenen Gefühlswelten und Ansichten der verschiedenen Familienmitglieder. Da die Kapitel aber für mich doch recht lang sind ziehen sie sich doch ein wenig in die Länge. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass die Story nicht recht voran kommt sonder mehr oder weniger langsam vor sich hin plätschert. Erst zum Schluss, als es ein paar schnellere Szenenwechsel gibt scheint die Story an Schwung und Spannung zu gewinnen.

Auch durch den ein oder anderen Sprung in der Zeit hat meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen, was ich sehr schade fand, denn die durch den Autor wirklich liebevoll gestalteten Figuren hätten eine wahnsinnig spannende Story verdient, doch irgendwie konnte es mich nicht packen.

Insgesamt vergebe ich 2 von 4 möglichen Punkten.

zwei-punkte


Fazit

Die Geschichte entwickelt sich langsam – für meinen Geschmack leider zu langsam. Ich bin mit der Story trotz der vielschichtig und liebevoll gestalteten Charaktere nicht so recht warm geworden. Man muss sich als Leser wirklich auf diesen skurrilen Roman einlassen können, was mir leider nicht so wirklich gelungen ist.

unterschrift-laura

„Midnight Sun“ – Trish Cook

DasBuch

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Verlag: cbt


… ich kann davon meine geistigen Fähigkeiten verlieren, taub und stumm werden, Schlaganfälle bekommen, und ich kann daran sogar sterben. Infolge dessen sitze ich tagsüber zu Hause fest wie Rapunzel in ihrem Turm. Die hat davon schließlich ’nen Lagerkoller gekriegt und ist mit dem erstbesten Typen durchgebrannt. Mädel, ich kann dich total und absolut verstehen.


Klappentext

Auf den ersten Blick ist die 17-jährige Katie ein Mädchen wie jedes andere: Sie schreibt ihre eigenen Songs, hängt mit ihrer besten Freundin ab oder beobachtet ihren Schwarm Charlie aus der Ferne. Als der eines Abends Katies Auftritt als Straßenmusikerin sieht, verliebt er sich Hals über Kopf in sie. Katie schwebt im siebten Himmel – doch sie verschweigt Charlie etwas Lebenswichtiges: Katie leidet an einer seltenen Krankheit, die jegliches Sonnenlicht zur tödlichen Gefahr macht. Wie berauscht treibt sie mit Charlie durch die lauen Sommernächte und setzt alles auf eine Karte …


Now I walk with you, my head held high, in the darkest night, I feel so alive


Bewertung

Bevor ich überhaupt gehört habe, dass es einen Film mit diesem Namen gibt, habe ich dieses Buch entdeckt, mir ist bis ich es in den Händen hielt nicht mal aufgefallen, dass darauf steht „Der Roman zum Kinofilm“.
Besonders gespannt auf das Buch war ich durch den Klappentext. Dieser verspricht ja schon eine schöne und emotionale Geschichte.

Die Hauptprotagonistin in dieser Geschichte ist Katie. Katie ist eine unfassbar starke Person und sie war mir direkt sympathisch. Schon allein wie das Buch beginnt, hat mich begeistern können, denn sie hat einen tollen Humor. Sie spricht den Leser auf den ersten Seiten direkt an und so wird man sofort mit ihr warm. Katie ist schlau, ohne dass sie wie ein Besserwisser wirkt und sie bemitleidet sich nicht die ganze Zeit selbst, sondern hat Mut und Lebenswillen, obwohl sie sehr stark eingeschränkt ist in ihrem Leben. Sie hat fast ihre gesamte Kindheit und Jugend nur mit ihrem Vater und ihrer besten Freundin zu Hause verbracht. Die Idee, dass sie durchs Fenster einen Jungen jeden morgen beobachtet fand ich ganz süß, aber nicht neu.

Charlie ist ein wirklich sehr netter Kerl und soll den männlichen Hauptcharakter in diesem Buch darstellen. Er ist einfühlsam und bemüht sich sehr um Katie. Leider kommt seine Rolle in diesem Buch meiner Meinung nach viel zu kurz. Ich hatte das Gefühl nur 60% von ihm kennengelernt zu haben. Genauso ging es mir mit Katies bester Freundin Morgan und Katies Vater. Alle Figuren wirken für mich neben Katie und ihrer Krankheit sehr blass. Das fand ich sehr schade, denn die Autorin hat es geschafft mit der Hauptprotagonistin ein Mädchen zu schaffen, dass ihre Krankheit selbst nicht in den Mittelpunkt stellt und tut es mit der Gestaltung der anderen Charaktere und der Entwicklung der Geschichte dann doch selbst.

Insgesamt war mir die Geschichte dann doch zu klischeehaft gestaltet – tolles Mädchen, toller Junge, schlimme Krankheit, große Liebe und dann der Teil mit den großen dicken Tränen die einem als Leser auf den letzten Seiten über die Wange kullern. Es war insgesamt schon recht vorhersehbar wie sich die Story entwickelt und was mit den Figuren geschieht.

Trotzdem ist das Buch natürlich nicht schlecht – ich konnte an vielen Stellen schmunzeln, die Charaktere sind wirklich witzig. Auch der Schreibstil konnte mich überzeugen. Er ist sehr locker und schon ein bisschen an Umgangssprache angelehnt – für mich sehr passend für ein Jugendbuch.

Insgesamt vergebe ich daher 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


Fazit

Bei „Midnight Sun“ handelt es sich für mich um ein schönes Buch für zwischendurch. Es kann in einigen Stellen durchaus überzeugen, konnte mich aber doch nicht komplett überzeugen. Insgesamt wurde mir dazu einfach zu viel mit altbekannten Abläufen und Klischees gearbeitet.

unterschrift-laura

„Nicht mein Märchen“ – E. M. Tippetts

DasBuch

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Verlag: Selfpublished


Klappentext

Stellt euch vor, Robert Pattinson taucht an eurer Haustür auf und will euch mit Eiscreme füttern, aber ihr hattet nie Interesse daran, die Twilight-Filme zu sehen. Eure Mitbewohnerin und jede andere Frau in der Nachbarschaft werden fast ohnmächtig, aber irgendwie fühlt ihr euch zu dem Typen einfach nicht hingezogen.

So ähnlich ergeht es auch Chloe Winters. Gezeichnet von einer schweren Kindheit war sie gezwungen ihr Leben sehr pragmatisch anzugehen, sie schlägt sich als Studentin in Albuquerque durch und gehört nicht zu den Leuten, die an Märchen glauben.

Eines Tages aber kommt Hollywood-Superstar Jason Vanderholt zurück in seine Heimatstadt Albuquerque um dort einen Film zu drehen. Er entschließt sich, bei den Statisten vorbeizuschauen, zu denen auch Chloe gehört. Die sieht in dem Schauspieler, der bei jeder anderen Frau die Knie weich werden lässt, aber nicht gerade ihren Traummann. Sie nimmt nur einen Typen mit einem seltsamen Job und eigener Entourage wahr, der sie zweifellos in fünf Minuten wieder vergessen haben wird.

Aber Jason sieht in ihr mehr als nur ein weiteres hübsches Gesicht. Chloe kommt ihm bekannt vor und er hat eine Menge Fragen an sie, die sie lieber nicht beantworten möchte. Diese ganze Geschichte ist einfach nicht ihr Märchen.


Bewertung

Ich will euch heute zu erst erzählen, was ich von diesem Buch erwartet habe: um ehrlich zu sein ist das nicht viel. Das klingt hart, aber es ist so. Ich hatte die letzten Wochen viel Stress auf der Arbeit und war auf der Suche nach einem leichten Buch, einem Buch bei dem ich einfach den Kopf ausschalten kann und nicht denken muss. Ich wollte ein angenehmes Buch für zwischendurch und dachte es in „Nicht mein Märchen“ gefunden zu haben – und dann hat mich die Geschichte so sehr überrascht.

E. M. Tippetts erzählt in ihrem Roman die Geschichte von der bodenständigen und liebenswürdigen Studentin Chloe Winters und dem allseits umschwärmten Hollywood-Star Jason Vanderholt. Jason ist für viele wahrscheinlich der Traumtyp schlecht hin. Kino-Star, jede Menge Geld und natürlich das dazu passende Äußere. Allerdings hat die Autorin hier einen Charakter geschaffen, der zusätzlich auch mit seinem Inneren überzeugen kann. Jason ist ein unheimlich netter, warmherziger und lustiger Typ. Dabei schafft es E. M. Tippetts auf tolle Art und Weise die meisten Vorurteile über Bord zu werfen und einen wirklich vielschichtigen Kerl zu schaffen den man einfach mögen muss – man kommt einfach nicht drum rum. Doch nicht nur Jason sonder auch Hauptprotagonistin Chloe ist mir während der Story sehr ans Herz gewachsen. Sie ist stark, selbstständig und wirklich lieb. Sie ist keine von diesen „übertrieben emanzipierten Mädchen“ die unbedingt alles allein schaffen muss, egal was kommt. Sie kennt ihre Grenzen, lässt sich auch mal helfen und tut alles für ihre Freunde. Außerdem kann sie mit einer wirklich spannenden und überzeugend gestaltet Vergangenheit überzeugen.

Der Autorin ist es gelungen mich mit ihrer modernen Story in eine romantische Märchenwelt zu entführen. Besonders gut gefallen hat mir daran die humorvolle Atmosphäre. Dabei wirkt nichts aufgesetzt, übertrieben oder gespielt. Die Geschichte hat mir einfach gut gefallen. Sie ist leicht und hat ein angenehmes Spannungslevel und wenn man sich ein wenig auf die Figuren einlässt können sie einen auch gut mitnehmen.

Besonders gut hat mir die Liebesgeschichte gefallen, die die Autorin um Chloe und Jason gestrickt hat. Sie wirkt einfach irgendwie normal. Es gibt keine rosarote Welt und dann die mega Enttäuschung nur damit sich die beiden dann anschließend wieder vertragen. Die beiden wirken fast schon wie ein normales Pärchen. Klar gibt es Höhen und Tiefen aber ihre Geschichte entwickelt sich langsam und nicht überhastet. Klar ist hier und dort auch ein bisschen Kitsch zu finden, allerdings finde ich das Gesamtpaket durchaus gelungen. Ich bin wirklich begeistert.

Insgesamt vergebe ich für das Buch 4 von 4 Punkten.

vier-punkte


Fazit

Insgesamt bietet „Nicht mein Märchen“ einige märchenhafte Momente, aber auch ruhigere Augenblicke, erschreckende Sekunden und die ein oder andere Szene, die einen wirklich überraschend sein kann. E.M. Tippetts hat hier eine erfrischende Lovestory aufs Papier gebracht, die mich zufrieden zurückgelassen hat.

unterschrift-laura