„Save Me“ – Mona Kasten

DasBuch

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Verlag: Lübbe Audio


Klappentext

Geld, Glamour, Luxus, Macht – all das könnte Ruby nicht weniger interessieren. Das einzige, was sie sich wünscht, ist ein erfolgreicher Abschluss vom Maxton Hall College, eine der teuersten Privatschulen Englands. Vor allem von James Beaufort, dem heimlichen Anführer des College, hält sie sich fern. Er ist zu arrogant, zu reich und zu sexy. Doch dann sieht sie durch Zufall etwas, das sie nie hätte sehen dürfen – etwas, das den Ruf von James’ gesamter Familie zerstören könnte. Von da an kennt James ihren Namen und lässt sie nicht mehr aus den Augen. Und plötzlich hat Ruby keine andere Wahl, als Teil seiner Welt zu werden …


Bewertung

„Save Me“ war meine erste Geschichte von Mona Kasten und ich habe mich wirklich riesig auf dieses Hörbuch gefreut. Leider folgte auf die wirklich große Begeisterung eine kleine Ernüchterung, denn der Einstieg in die Story erschien mir einfach ein wenig klischeebehaftet. Besonders Ruby und James, die beiden Hauptprotagonisten, scheint man zu beginn sehr einfach in eine Schublade stecken zu können. Ruby die ergeizige Außenseiterin die über allem zu stehen scheint und James, der arrogante Sohn unheimlich reicher Eltern, der denkt mit Geld alles tun und lassen zu können worauf er eben gerade Lust hat und der damit auch noch durch kommt.

Zum Glück bin ich mit den beiden recht schnell warm geworden und besonders Ruby hat mich zu Beginn mit jeder Seite die ich gelesen habe mehr überrascht. Sie ist unheimlich sympatisch, hat viele Seiten und ist hinter ihrer doch recht rauen Schale, wirklich ein tolles und unheimlich liebenswürdiges Mädchen.
Bei James war ich in schwankenden Gefühlen gefangen. Mal dachte ich: „Wusste ichs doch, er ist doch ein toller Typ!“ nur um wenige Seiten später zu denken „Nop, doch nicht…“. Im Vergleich zu seinem engsten Freundeskreis ist James allerdings ein richtig toller Kerl, denn von seinen „Kumpels“ war ich teilweise richtig genervt. Sie sind für mich auch der Grund warum in dem Buch unheimlich viel den Bach runter geht, aber ich möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen.

Die Handlung wird abwechselnd aus Rubys und James Perspektive geschildert, wobei der Erzähler aber die ganze Zeit über neutral bleibt. Diese Aufteilung wurde im Hörbuch besonders deutlich, da hier mit Milena Karas und Michael-Che Koch eine Leserin und ein Leser dem Buch ihre Stimme leihen. Die Umsetzung des Hörbuches fand ich auch wirklich super. Beide haben sehr angenehme Stimmen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht ihnen zuzuhören. Ich glaube ich hätte mich nicht besser in die Story fallen lassen können, wenn ich es selbst gelesen hätte.

Da „Save Me“ der Auftakt zu Mona Kastens neuer Reihe ist, war mir von Beginn an klar, dass ich es zum Ende wohl mit einem Cliffhanger zu tun haben werde. Dieser hat bei mir leider einen eher komsichen EIndruck hinterlassen – er sollte mit Sicherheit nochmal einiges an Spannung in das Buch bringen, hat bei mir aber eher das Gegenteil bewirkt. Jetzt habe ich eher ein bisschen Angst vor der Fortsetzung, denn das Ende dieses ersten Teils ist für mich einfach ein einziges großes Klischee. Ich hoffe wirklich, dass der zweite Teil nicht so weiter geht und wir Leser bzw. Hörer uns nicht in einer Endlosspirale aus „Er benimmt sich wie das größte Rindvieh und sie verzeiht ihm an Ende ja eh alles“ wieder finden.

Insgesamt gebe ich diesem Hörbuch wegen der wirklich tollen Umsetzung aber ein paar zu sehr bedienter Klischees 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


Fazit

Das Hörbuch wurde wirkich wunderbar umgesetz und auch die äußere Aufmachung hat mir sehr gut gefallen. Jedoch habe ich auch das Gefühl, dass mir Mona Kasten mit „Save Me“ nichts wirklich neues erzählt hat, sondern eher alt bekanntes neu verpackt hat. Ich hoffe der nächste Teil wird da eine Steigerung zeigen.

unterschrift-laura

„Midnight Sun“ – Trish Cook

DasBuch

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Verlag: cbt


… ich kann davon meine geistigen Fähigkeiten verlieren, taub und stumm werden, Schlaganfälle bekommen, und ich kann daran sogar sterben. Infolge dessen sitze ich tagsüber zu Hause fest wie Rapunzel in ihrem Turm. Die hat davon schließlich ’nen Lagerkoller gekriegt und ist mit dem erstbesten Typen durchgebrannt. Mädel, ich kann dich total und absolut verstehen.


Klappentext

Auf den ersten Blick ist die 17-jährige Katie ein Mädchen wie jedes andere: Sie schreibt ihre eigenen Songs, hängt mit ihrer besten Freundin ab oder beobachtet ihren Schwarm Charlie aus der Ferne. Als der eines Abends Katies Auftritt als Straßenmusikerin sieht, verliebt er sich Hals über Kopf in sie. Katie schwebt im siebten Himmel – doch sie verschweigt Charlie etwas Lebenswichtiges: Katie leidet an einer seltenen Krankheit, die jegliches Sonnenlicht zur tödlichen Gefahr macht. Wie berauscht treibt sie mit Charlie durch die lauen Sommernächte und setzt alles auf eine Karte …


Now I walk with you, my head held high, in the darkest night, I feel so alive


Bewertung

Bevor ich überhaupt gehört habe, dass es einen Film mit diesem Namen gibt, habe ich dieses Buch entdeckt, mir ist bis ich es in den Händen hielt nicht mal aufgefallen, dass darauf steht „Der Roman zum Kinofilm“.
Besonders gespannt auf das Buch war ich durch den Klappentext. Dieser verspricht ja schon eine schöne und emotionale Geschichte.

Die Hauptprotagonistin in dieser Geschichte ist Katie. Katie ist eine unfassbar starke Person und sie war mir direkt sympathisch. Schon allein wie das Buch beginnt, hat mich begeistern können, denn sie hat einen tollen Humor. Sie spricht den Leser auf den ersten Seiten direkt an und so wird man sofort mit ihr warm. Katie ist schlau, ohne dass sie wie ein Besserwisser wirkt und sie bemitleidet sich nicht die ganze Zeit selbst, sondern hat Mut und Lebenswillen, obwohl sie sehr stark eingeschränkt ist in ihrem Leben. Sie hat fast ihre gesamte Kindheit und Jugend nur mit ihrem Vater und ihrer besten Freundin zu Hause verbracht. Die Idee, dass sie durchs Fenster einen Jungen jeden morgen beobachtet fand ich ganz süß, aber nicht neu.

Charlie ist ein wirklich sehr netter Kerl und soll den männlichen Hauptcharakter in diesem Buch darstellen. Er ist einfühlsam und bemüht sich sehr um Katie. Leider kommt seine Rolle in diesem Buch meiner Meinung nach viel zu kurz. Ich hatte das Gefühl nur 60% von ihm kennengelernt zu haben. Genauso ging es mir mit Katies bester Freundin Morgan und Katies Vater. Alle Figuren wirken für mich neben Katie und ihrer Krankheit sehr blass. Das fand ich sehr schade, denn die Autorin hat es geschafft mit der Hauptprotagonistin ein Mädchen zu schaffen, dass ihre Krankheit selbst nicht in den Mittelpunkt stellt und tut es mit der Gestaltung der anderen Charaktere und der Entwicklung der Geschichte dann doch selbst.

Insgesamt war mir die Geschichte dann doch zu klischeehaft gestaltet – tolles Mädchen, toller Junge, schlimme Krankheit, große Liebe und dann der Teil mit den großen dicken Tränen die einem als Leser auf den letzten Seiten über die Wange kullern. Es war insgesamt schon recht vorhersehbar wie sich die Story entwickelt und was mit den Figuren geschieht.

Trotzdem ist das Buch natürlich nicht schlecht – ich konnte an vielen Stellen schmunzeln, die Charaktere sind wirklich witzig. Auch der Schreibstil konnte mich überzeugen. Er ist sehr locker und schon ein bisschen an Umgangssprache angelehnt – für mich sehr passend für ein Jugendbuch.

Insgesamt vergebe ich daher 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


Fazit

Bei „Midnight Sun“ handelt es sich für mich um ein schönes Buch für zwischendurch. Es kann in einigen Stellen durchaus überzeugen, konnte mich aber doch nicht komplett überzeugen. Insgesamt wurde mir dazu einfach zu viel mit altbekannten Abläufen und Klischees gearbeitet.

unterschrift-laura

„Nicht mein Märchen“ – E. M. Tippetts

DasBuch

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Verlag: Selfpublished


Klappentext

Stellt euch vor, Robert Pattinson taucht an eurer Haustür auf und will euch mit Eiscreme füttern, aber ihr hattet nie Interesse daran, die Twilight-Filme zu sehen. Eure Mitbewohnerin und jede andere Frau in der Nachbarschaft werden fast ohnmächtig, aber irgendwie fühlt ihr euch zu dem Typen einfach nicht hingezogen.

So ähnlich ergeht es auch Chloe Winters. Gezeichnet von einer schweren Kindheit war sie gezwungen ihr Leben sehr pragmatisch anzugehen, sie schlägt sich als Studentin in Albuquerque durch und gehört nicht zu den Leuten, die an Märchen glauben.

Eines Tages aber kommt Hollywood-Superstar Jason Vanderholt zurück in seine Heimatstadt Albuquerque um dort einen Film zu drehen. Er entschließt sich, bei den Statisten vorbeizuschauen, zu denen auch Chloe gehört. Die sieht in dem Schauspieler, der bei jeder anderen Frau die Knie weich werden lässt, aber nicht gerade ihren Traummann. Sie nimmt nur einen Typen mit einem seltsamen Job und eigener Entourage wahr, der sie zweifellos in fünf Minuten wieder vergessen haben wird.

Aber Jason sieht in ihr mehr als nur ein weiteres hübsches Gesicht. Chloe kommt ihm bekannt vor und er hat eine Menge Fragen an sie, die sie lieber nicht beantworten möchte. Diese ganze Geschichte ist einfach nicht ihr Märchen.


Bewertung

Ich will euch heute zu erst erzählen, was ich von diesem Buch erwartet habe: um ehrlich zu sein ist das nicht viel. Das klingt hart, aber es ist so. Ich hatte die letzten Wochen viel Stress auf der Arbeit und war auf der Suche nach einem leichten Buch, einem Buch bei dem ich einfach den Kopf ausschalten kann und nicht denken muss. Ich wollte ein angenehmes Buch für zwischendurch und dachte es in „Nicht mein Märchen“ gefunden zu haben – und dann hat mich die Geschichte so sehr überrascht.

E. M. Tippetts erzählt in ihrem Roman die Geschichte von der bodenständigen und liebenswürdigen Studentin Chloe Winters und dem allseits umschwärmten Hollywood-Star Jason Vanderholt. Jason ist für viele wahrscheinlich der Traumtyp schlecht hin. Kino-Star, jede Menge Geld und natürlich das dazu passende Äußere. Allerdings hat die Autorin hier einen Charakter geschaffen, der zusätzlich auch mit seinem Inneren überzeugen kann. Jason ist ein unheimlich netter, warmherziger und lustiger Typ. Dabei schafft es E. M. Tippetts auf tolle Art und Weise die meisten Vorurteile über Bord zu werfen und einen wirklich vielschichtigen Kerl zu schaffen den man einfach mögen muss – man kommt einfach nicht drum rum. Doch nicht nur Jason sonder auch Hauptprotagonistin Chloe ist mir während der Story sehr ans Herz gewachsen. Sie ist stark, selbstständig und wirklich lieb. Sie ist keine von diesen „übertrieben emanzipierten Mädchen“ die unbedingt alles allein schaffen muss, egal was kommt. Sie kennt ihre Grenzen, lässt sich auch mal helfen und tut alles für ihre Freunde. Außerdem kann sie mit einer wirklich spannenden und überzeugend gestaltet Vergangenheit überzeugen.

Der Autorin ist es gelungen mich mit ihrer modernen Story in eine romantische Märchenwelt zu entführen. Besonders gut gefallen hat mir daran die humorvolle Atmosphäre. Dabei wirkt nichts aufgesetzt, übertrieben oder gespielt. Die Geschichte hat mir einfach gut gefallen. Sie ist leicht und hat ein angenehmes Spannungslevel und wenn man sich ein wenig auf die Figuren einlässt können sie einen auch gut mitnehmen.

Besonders gut hat mir die Liebesgeschichte gefallen, die die Autorin um Chloe und Jason gestrickt hat. Sie wirkt einfach irgendwie normal. Es gibt keine rosarote Welt und dann die mega Enttäuschung nur damit sich die beiden dann anschließend wieder vertragen. Die beiden wirken fast schon wie ein normales Pärchen. Klar gibt es Höhen und Tiefen aber ihre Geschichte entwickelt sich langsam und nicht überhastet. Klar ist hier und dort auch ein bisschen Kitsch zu finden, allerdings finde ich das Gesamtpaket durchaus gelungen. Ich bin wirklich begeistert.

Insgesamt vergebe ich für das Buch 4 von 4 Punkten.

vier-punkte


Fazit

Insgesamt bietet „Nicht mein Märchen“ einige märchenhafte Momente, aber auch ruhigere Augenblicke, erschreckende Sekunden und die ein oder andere Szene, die einen wirklich überraschend sein kann. E.M. Tippetts hat hier eine erfrischende Lovestory aufs Papier gebracht, die mich zufrieden zurückgelassen hat.

unterschrift-laura

„Einmal im Jahr für immer“ – Sarah Ricchizzi

DasBuch

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Verlag: Selfpublishing


Alles wäre verloren.
Fort.
Kaputt.
Für immer.
Warum lebte die Welt noch, während sie selbst das Gefühl hatte, dass alles in Fetzen gerissen wurde?


Klappentext

Math ist tot.
Und Amelie Red fragt sich, weshalb sie noch weiterleben soll.
Wozu den Schein wahren, wenn der Tod so schwer auf ihr lastet?

In ihrer Trauer um ihren verstorbenen Ehemann, vergisst Amelie Red, wer sie einst gewesen ist und verliert sich in ihrer eigenen Gedankenwelt.
Dann klopft ein Clown unerwartet an ihre Badezimmertür und sprengt ihr Leben mit Abenteuern, die sie nicht erleben will.
Ein Clown lässt sich allerdings nicht so einfach ignorieren, schon gar nicht, wenn im eigenen Treppenhaus ein Regenbogen erscheint, eine Hüpfburg im Wohnzimmer thront und sie das Haus nicht mehr durch die Haustür, sondern durch ein Fenster betreten muss.


„Weißt du Raj, er ist noch überall. Versteckt. Mit seinen kleinen Wundern und Geheimnissen. Bitte, geh auf Reisen, such die Zuflucht irgendwo auf der Welt. Aber komm irgendwann zurück. Math ist hier, er wird immer hier sein. Hier sind seine Erinnerungen zu Hause, Raj.“


Bewertung

Ich habe mich dazu entschlossen, die Bewertung für dieses Buch nicht wie sonst zu schreiben. Heute werde ich meine Meinung in einen Brief an die Autorin formulieren. Ich denke so fällt es mir leichter, dass über das Buch auszudrücken, was ich wirklich denke. Außerdem passt ein Brief auch sehr gut zu dem Buch selbst…

Liebe Sarah,

ich bin hin und her gerissen. Da ist auf der einen Seite das Gefühl, das Buch feiern zu müssen, weil es wirklich fast an Perfektion grenzt und auf der anderen bin ich dir böse (erschrick jetzt bitte nicht, sondern lies erst weiter, du wirst verstehen, was ich damit meine). Ich bin dir ein bisschen böse, weil du mit deinem Roman „Einmal im Jahr für immer“ einen ziemlich wunden Punkt bei mir getroffen hast. Die Angst den Partner, die Person die man so sehr liebt, zu verlieren, kennt wahrscheinlich fast jeder. Ich selbst habe riesige Angst davor und  du hast mit deinem Buch genau diesen wunden Punkt getroffen. Ich will ehrlich sein: so wie bei deinem Buch, hab ich nicht mal bei „P.S. Ich liebe dich“ geweint (ich bin wirklich nah am Wasser gebaut). Auch deswegen bin ich dir ein wenig böse – ich sah nach der letzten Seite so verheult aus, das konnte man keinem mehr anbieten.
Du merkst es ist also ein „gutes böse“, denn dein Roman hat bei mir ins Schwarze getroffen, aber es ist eben ein Thema mit dem ich mich nicht gern beschäftige, aber denkt schon gern über solche Ängste nach?
„Einmal im Jahr für immer“ ist ein Buch, das so viele Emotionen in sich vereint, dass es eigentlich platzen müsste. Ich konnte jeder Zeit Amelies Gefühle nachvollziehen und habe eigentlich auf jeder Seite mit ihr gelitten. Ich fand es auch nicht übertrieben oder zu dramatisch – für mich hast du die Trauerthematik unglaublich echt und realistisch aufgearbeitet. Ich lehne mich jetzt mal ein wenig aus dem Fenster und sage: besser geht es nicht.
Auch die von dir geschaffenen Figuren konnten mich von der ersten Seite an überzeugen. Eigentlich sollte jedem der so etwas durchmacht ein Clown zustehen. Ich vermisse ihn übrignes ein bisschen, jetzt wo das Buch ausgelesen ist. Er hat so viel Farbe in Amelies Leben gebracht, dass es für mich das reinste Vergnügen war ihn dabei begleiten zu können. Er war eigentlich mein kleines Highlight in diesem Buch. Der Clown ist so stark und schafft es das scheinbar unmögliche, möglich zu machen. Er nimmt Amelie mit auf seine verrückten Abenteuer und nimmt sie so mit zurück ins Leben – das größte Geschenk was man ihr machen kann.
Dein Schreibstil passt auch wunderbar zu dem Gesamtbild des Romans. Zwar haben sich hier und da kleine Fehler eingeschliche, aber die habe ich wegen der Tränen in den Augen eh kaum gesehen.
Du hast wirklich einen tollen Roman geschrieben, den ich jedem weiterempfehlen würde. Hoffentlich gibt es bald noch mehr von dir zu lesen.

Liebe Grüße,
Laura


Sorge dafür, dass die Wände Farbe kriegen.
Bring etwas Kindheit in das Hau, in dem keine wohnen
Zeig ihr, dass sie mich hassen darf, für das, was ich ihr antue
Zerstör die Küche
Lass sie Whisky trinken
Feier ihren Geburtstag, egal wie lange ich bereits tot bin
Gib ihr Stift und Papier
Zwing sie zu leben
Sag iht, dass ich sie liebe


Fazit

„Einmal im Jahr für immer“ ist ein Buch, dass nicht mehr Emotionen vermitteln könnte. Ich habe geweint und gelacht und manchmal auch beides gleichzeitig.
Wer nah am Wasser gebaut ist, so wie ich, der sollte die Packung Taschentücher schon mal bereit stellen.
Hier vereinen sich eine tolle Story, ein angenehmer Schreibstil, toll gestaltete Charakter und der ein oder andere Stoff zum Nachdenken. Ich kann euch allen das Buch nur ans Herz legen.

unterschrift-laura

„Kiss me in Paris“ – Cathrine Rider

DasBuch

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Verlag: cbt


Projekt Romantik läuft einwandfrei. Nicht.


Klappentext

Paris, kurz vor Weihnachten. New Yorkerin Serena Fuentes wollte Paris eigentlich mit ihrer Schwester Lara erkunden, als diese sie schamlos versetzt. Kurzentschlossen quartiert sich Serena beim wildfremden Jean-Luc ein, der sich vor allem für seine Kamera zu interessierren scheint. Doch das ändert sich, als Serena und Jean-Luc eine verrückte, abenteuerlustige Tour durch die romantischste Stadt der Welt machen…


Ich werde nie verstehen, wie ich dich jeden Tag sehen kann und trotzdem das Gefühl habe, dich zu vermissen.


Bewertung

In „Kiss me in Paris begleiten wir Hauptprotagonistin Serena auf ihrer Reise nach Paris. Eigentlich wollte sie diese zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester unternehmen, um die Erinnerung an ihren Vater aufblühen zu lassen. Doch beide versetzen sie kurzfristig.

Um ehrlich zu sein, hatte ich mich vor diesem Hintergrund auf eine schöne, winter- bzw. weihnachtliche Geschichte gefreut, die einem auch mal eine andere Seite von Paris offenbart, als man sie schon kennt (Eifelturm etc.). Besonders durch den Einfluss des in Paris lebenden Jean-Luc habe ich gehofft, dass es in diesem Buch versteckte Plätze und andere Besonderheiten zu entdecken gibt. Das sich hier eine kleine kitschige Liebesgeschichte anbahnt wird ja auch bereits im Klappentext klar – stört mich aber nicht, in der Weihnachtzeit lese ich soetwas auch mal recht gern. Leider konnte mich das Buch aber überhaupt nicht überzeugen.

Zum einen erscheinen mir viele Handlungen wirklich unglaubwürdig. So wird Serena zum Beispiel einfach so von der Schwester sitzen gelassen, so was ist natürlich gar nicht schlimm… wer ärgert sich schon über sowas? Ein Punkt den ich außerdem kritisieren muss ist die Liebesgeschichte – ja ich weiß sowas wird oft übertrieben dargestellt, aber dieses Buch ist ein neuer Höhepunkt für mich: die große Liebe erkennt man hier nämlich nicht innerhalb von ein paar Wochen oder einigen Tagen wie sonst – nein es ist ein Tag. Ein einziger kurzer Tag, den zwei Fremde zusammen verbringen und es macht einfach „Bang!“ und sie wissen es. Ich hab wirklich kein Problem mit rosaroten Brillen und ein bisschen Kitsch… aber das war mir dann doch zu viel.

Auch das weihnachtliche ist in diesem Buch komplett verloren gegangen. Die Geschichte spielt zwar zu dieser Zeit, aber das war es auch. Wäre dieser Umstand nicht genannt worden, hätte der Zeitpunkt eigentlich auch jeder andere sein können.

Genauso wie der Geschichte das gewisse etwas fehlt, ist es leider auch bei den Figuren. Hier hat mire in wenig Tiefe gefehlt. Zwar wurden die beiden Hauptprotagonisten durch die Autoren gut beschrieben, aber auch hier haben sich wieder verschiedene Klischees wiedergespiegelt. Was mir außerdem gefehlt hat sind andere Charaktere. Zwar taucht hin und wieder ein zusätzlicher Protagonist am Rande auf, aber es geschieht nichts von Bedeutung – aber wie eigentlich auch, es ist ja nur ein Tag der abgehandelt wird.

Das einzig wirklich positive was ich diesem Buch abgewinnen kann ist der Schreibstil. Leicht und flüssig beschreibt Cathrine Rider hier die Geschehnisse. Für mich passt das gut zum Rest des Buches und natürlich auch zu der Zielgruppe, die die Autorin mit ihrem Young-Adult Roman erreichen will. Beschrieben wird die Geschichte dabei sowohl aus der Perspektive von Serana als auch von Jean-Luc. Wer im Mittelpunkt steht, wird durch die jeweilige Kapitelüberschrift verraten. Geschrieben sind die einzelnen Abschnitte dann jeweils in der Ich-Perspektive. Die Autorin fügt außerdem immer wieder den ein oder anderen Gedanken der Figuten ein, was die Charaktere dem Leser ein bisschen näher bringt.

Aufgrund der aufgezählten Kritikpunkte konnte mich das Buch insgesamt nicht überzeugen, daher vergebe ich 2 von 4 möglichen Punkten.

zwei-punkte


Fazit

Ich habe Klischees erwartet wurde aber trotzdem damit überladen. Einige unglaubwürdige Handlungen tragen noch dazu bei, dass ich manchmal nur noch den Kopf schütteln wollte beim Lesen. Zusätzlich ist von der, vor allem durch das Cover versprochenene, Weihnachtsstimmung nichts zu merken. Ich kann das Buch nicht wirklich empfehlen.

unterschrift-laura

„Was andere Menschen Liebe nennen“ – Andrea Cremer & David Levithan

DasBuch

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Verlag: cbt


Nach einer Weile hörte ich auf, mich nach dem Warum zu fragen. Ich hörte auf, dass Wie erforschen zu wollen. Hörte auf, ununterbrochen das Was und Was-Nicht wahrzunehmen. Übrig geblieben ist mein Leben, nicht mehr und nicht weniger, und ich lebe es einfach.
Ich bin wie ein Geist, der nie sterben durfte.


Klappentext

Der 16-jährige Stephen fühlt sich wie der einsamste Mensch der Welt – und das mitten in New York City. Als er bei dem Nachbarsmädchen Liz eine nie gekannte Verbundenheit findet, entspinnt sich zwischen den beiden eine Liebesgeschichte so traumhaft schön wie der Sommer, aber gleichzeitig auch so bedrohlich wie ein nahendes Unwetter…


Vierundzwanzig Stunden.
Nicht einmal mehr. Jetzt nur noch dreiundzwanzig. Weniger.
Es heißt immer, dass die Zeit wie Sand durch die Finger rinnt. Dabei wird nicht bedacht, dass manche Sandkörner für immer fest an der Haut haften. Das sind die Erinnerungen, die einem bleiben, Erinnerungen an die Zeit, als noch Zeit übrig war.


Bewertung

Mir fällt die Bewertung dieses Buches eher schwer. Der Grund dafür ist eigentlich recht schnell gefunden. Der Klappentext hat mich etwas ganz anderes vermuten lassen, als ich dann tatsächlich gelesen habe und leider war das keine durchweg positive Überraschung. Ich hatte mich eigentlich sehr auf einen leichten Young Adoult Roman gefreut, bei dem ich einfach abschalten und ein wenig vor der Realität flüchten kann. Und dann kam es doch ein bisschen anders als gedacht.
Eigentlich ist spoilere ich nur sehr sehr ungern in meinen Rezensionen aber dieser muss jetzt einfach sein, denn sonst kann ich euch nicht sagen, was mich so sehr verwirrt hat. Was der Klappentext nämlich nicht vermuten lässt: eigentlich handelt sich sich hier um eine Fantasygeschichte. Als ich das beim Lesen bemerkt habe, war ich schon etwas verwundert, dachte mir aber: ach was soll’s? Du magst Fantasy das wird schon gut werden. Am Anfang war ich auch hin und weg. 3 tolle Hauptcharaktere und eine emotionale und fast schon poetische Schreibweise versüßen einem hier ganz klar das Leseerlebnis. Es hat wirklich alles zusammen gepasst und die Geschichte schien ein tolles Gesamtpaket zu ergeben. Und dann… ja dann bin ich irgendwie nicht mehr so richtig klar gekommen und war irgendwie raus aus der Geschichte.

Aber woran hat das gelesen? Ist es weil ich zur Zeit unheimlich viel um die Ohren habe und mich nicht zu 100% auf das Buch einlassen konnte? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Ab dem Zeitpunkt, in dem das Fantasyelement vertieft wurde, habe ich mit dem Buch gehadert. Es war nicht schlecht, aber ich habe für mich einfach die ganze Zeit von einen Moment gewartet, bei dem ich mich wieder grenzenlos in die Geschichte sinken lassen und jedes Wort genießen kann. Leider kam dieser Moment aber für mich nicht. Ich habe mich die ganze Zeit nur als Gast in den Geschehnissen gefühlt… als abseits stehender Zuschauer der aber doch nicht so richtig dabei ist.

So kam es auch, dass ich das Gefühl hatte, dass sich besonders die weibliche Hauptprotagonistin immer mehr von den anderen und irgendwie auch von mir entfernt hat. Vieles erschien mir unverständlich, manches zu schnell und manches zu langsam. Auch der Schreibstil kam mir verändert vor. Liegt es vielleicht daran, dass hier zwei Autoren am Werk waren? Oder kam es mir nur so vor, weil sich die Figur verändert hat? Der teilweise fast schon poetische Schreibstil vom Beginn war irgendwie weg. Er kam zwar zum Ende hin langsam zurück, aber da war eben ein Großteil der Geschichte schon vorüber und ich konnte nicht mehr restlos überzeugt werden. Ich hatte manchmal auch ein bisschen das Gefühl, als würde man mir eine Gewisse Spannung aufzwingen wollen, was aber nicht geklappt hat. Insgesamt kam mir auch das Tempo der gesamten Geschichte auch manchmal unpassend vor. Unpassend fasst das Ganze auch irgendwie gut zusammen. Es war für mich wie ein paar geniale Schuhe die man im Schaufenster sieht. Ich habe es „anprobiert“ und soooo sehr gehofft, dass es passt. Hat es aber irgendwie nicht so richtig. Es hat einfach an allen Stellen ein bisschen gedrückt und gezwickt.

Weil ich in Nachhinein wirklich denke, dass es mehr an mir und meiner Situation als an dem Buch an sich gelegen hat, vergebe ich 3 von 4 möglich Punkten. Ich bin mir sicher einige Leser wird die Geschichte verzaubern und mit sich reißen, Potenzial sehe ich auf jeden Fall.

drei-punkte


Das ist für mich alles so neu. Ich habe den Verdacht, dass diese Sache das ist, was andere Menschen Liebe nennen.


Fazit

Leider hat das Buch nicht gepasst. Zu mir, zur Situation oder vielleicht Allgemein. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall habe ich ein wenig mehr erwartet. Eins kann man hier auf jeden Fall lernen: nicht zu sehr auf den Klappentext vertrauen.

unterschrift-laura

„150 Days to Date“ – Katharina Lang

DasBuch

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Verlag: Bastei Lübbe


Sie hat ja keine Ahnung! Es gibt nur wenige Dinge, die man als Neu-Single noch ätzender findet als seine eigene, erbärmliche Situation. Krieg, Krankheit, Tod, die fünfte Staffel Der Bachelor – und auf der Hochzeit der besten Freundin als einziges bemitleidenswertes Single-Würstchen an einem Tisch voll verliebter Zweier-Kombinationen zu sitzen,


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„Ewig Dein“ – Janet Clark

DasBuch

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Hier geht‘ zum Buch!

Verlag: cbj


Habt ihr auch schon mal von einer besonderen Bestimmung geträumt? Von einer Bestimmung, so gefährlich und aufregend wie die Eurer liebsten Romanheldinnen, die, beflügelt von ihrer großen Liebe, eine zum Untergang verdammte Welt retten müssen?
Ja?
Ich auch.


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„Maybe Someday“ – Colleen Hoover

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dasbuch

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Verlag: dtv


You’ll find something you wanted
Something you needed
Something you wanted to have repeated
Oh, that feeling’s all right


fazit

Alles, was Sydney will, ist eine neue Wohnung.

Alles, was Ridge will, ist eine Mitbewohnerin, die ihm beim Songschreiben hilft.

Alles, was beide nicht wollen, ist, sich ineinander zu verlieben. Und dann passiert es doch… „„Maybe Someday“ – Colleen Hoover“ weiterlesen