„Magic Academy – Das erste Jahr“ – Rachel E. Carter

DasBuch

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Verlag: cbt


“Menschen erzählen viel, wenn der Tag lang ist. Das heißt nicht, dass sie auch immer die Wahrheit sagen”


Klappentext

In einer Welt voller Magie und Rivalen traue nur dir selbst!

Die 15-jährige Ryiah kommt mit ihrem Zwillingsbruder an die Akademie. Die berüchtigtste Ausbildungsstätte ihres Reichs, an der nur die besten Schüler aufgenommen werden. Nur fünfzehn der Neuankömmlinge werden die Ausbildung antreten dürfen. Der Wettkampf um die begehrten Plätze ist hart und die Rivalität groß. Vor allem, als Ry Prinz Darren näher kommt, macht sie sich Feinde. Wird sie trotz aller Widerstände gut genug sein und ihren Platz an der Akademie behaupten?


Bewertung

„Magic Academy – Das erste Jahr“ war für mich ein Buch, dass ich sofort lesen wollte – der Klappentext hat mich sofort überzeugt und ich war einfach neugierig auf die Story um die Akademie und ihre Wettstreiter.

Das Buch begann mit etwas Tempo, konnte mich aber nicht so recht packen. Der Leser begleitet hier Ryiah und ihren Zwillingsbruder auf dem Weg zur Akademie. Ich habe mich hier nicht so recht in die Geschichte einfinden und auch im Nachhinein denke ich, dass diese paar Seiten dem Buch nicht fehlen würden.
Sobald man mit den beiden in der Akademie ankommt gewinnt die Handlung allerdings an Spannung und Intensität. Mir machte das Lesen von Seite zu Seite mehr Spaß.

Insgesamt konnte das Buch mich überzeugen, auch wenn es trotzdem den ein oder anderen Kritikpunkt gibt.
Besonders die Figurengestaltung hat mir gut gefallen. Besonders Darren hat es mir angetan. Ich fand ihn vielschichtig und geheimnisvoll und finde es toll, dass die Autorin ihn bis zum Schluss ein bisschen uneinschätzbar lässt. Schon allein um Darren durchschauen zu können, möchte ich den nächsten Teil lesen.
Ry ist ein sehr starker Charakter. Sie kämpft und gibt nie auf. Allerdings habe ich das Gefühl, dass sie gegenüber Darren oder ihrer Freundin Ella ein bisschen blass wirkt.

Die Story selbst hat mir gut gefallen. Es ist eben ein Konzept, dass an sich immer gut funktioniert – eine Schule in der etwas magisches gelehrt wird. Rachel E. Carter gestaltet ihre Geschichte allerdings auf einem brutaleren Niveau, wobei ich mir hier stellenweise doch noch ein bisschen mehr gewünscht hätte. Ich hatte an manchen Stellen das Gefühl, dass sie brutale Unterrichtseinheiten beschreiben wollte, es allerdings nicht so richtig geschafft hat. Allerdings es ihr das umso besser bei dem Verhalten der Schüler untereinander geschafft – Pricilla hat sich wirklich zu einer wunderbaren Hassfigur entwickelt. Sie gehört zu der Art Charakteren die man einfach anschreien möchte.

Der Schreibstil der Autorin passt recht gut zur Story selbst. Er ist nicht zu umgangssprachlich aber auch nicht zu starr. Insgesamt lässt sich das Buch recht angenehm und schnell lesen.
Trotzdem erschien mir der Schreibstil an manchen Stellen langatmig. Dadurch gab es immer wieder Szenen, die sich etwas zogen. Vielleicht lag dieses kleine Manko auch an dem doch recht vorhersehbaren Verlauf der Geschichte. Selbst die eingebauten Überraschungen kamen mir recht müde und geplant vor und konnten mich somit nicht richtig vom Hocker reißen.

Für mich ist „Magic Academy – Das erste Jahr“ ein gutes Buch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Deswegen vergebe ich 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


Fazit

Der erste Band der Magic Academy Reihe weißt ganz klar Stärken, aber auch Schwächen auf. Hier ist eindeutig Potenzial zur Steigerung vorhanden. Ich freue mich dennoch auf die Fortsetzung, weil ich einfach wissen möchte wie es weiter geht und auch ein bisschen, weil ich Darren wieder treffen möchte.

unterschrift-laura

„Tochter des dunklen Waldes“ – Katharina Seck

DasBuch

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Verlag: Bastei Lübbe


Träumen,  so dachten die einfachen Menschen, Träumen war nicht mehr als ein Hirngespinst, das vom wahren Leben abhielt.


Klappentext

Jedes Geräusch des nächtlichen Waldes schien eine Geschichte zu erzählen.
Und nicht jede davon hatte ein gutes Ende…

Der Morgenwald ist verboten. Er ist Nacht. Er ist gefährlich.

Seit sie denken kann, hört die junge Lilah Warnungen vor dem finsteren Morgenwald. Niemand aus dem Dorf betritt ihn, auch wenn kaum jemand mehr weiß, was Wahrheit und was Legende ist. Doch dann wird am Waldrand die Leiche einer Frau gefunden. Sind die alten Geschichten also wahr? Gibt es Ungeheuer im Wald? Lilah wird es herausfinden. Denn zur selben Zeit verschwindet Dorean, der Mann, dem Lilahs Herz gehört. Er ist in den verfluchten Wald gegangen. Und Lilah trifft eine folgenschwere Entscheidung: Sie folgt ihm …


Zu sterben fühlt sich manchmal an wie die Ruhe vor dem Sturm. Erst war es friedlich, still, plätschernd wie eine Welle, die sacht gegen das Ufer schlug.
Und dann riss sie einen auf einmal, ohne Vorwarnung, auf den Meeresgrund.


Bewertung

In „Tochter des dunkeln Waldes“ begleiten wir Hauptprotagonistin Lilah auf eine mutige und spannende Reise. Ihr Ziel ist es ihren geliebten Dorean zu retten. Auf ihrem Weg entdeckt sie dabei ein magisches Geheimnis, dass ihr gesamten Leben verändert.

Lilah ist ein interessanter Charakter. Sie zeigt ihre Gefühle sehr offen und ist dadurch auch recht impulsiv. Sie will immer helfen und die Menschen die sie liebt schützen. Ich mochte sie eigentlich recht gern. Manchmal erschien sie mir zwar ein kleines bisschen Naiv, aber darüber konnte ich gut hinweg sehen. Mein Favorit in diesem Buch war eher Dorean. Ich mochte ihn von Beginn an. Obwohl sein Auftreten zu Beginn eher knapp war und er erst zum Ende hin größere Auftritte bekam, hatte ich gleich einen Draht zu ihm. Er ist mein Held in der Geschichte.
Neben den Lilah und Dorean gab es noch ein paar Nebenprotagonisten. Diese waren für mich aber wirklich nur Randfiguren. Hier hätte ich mir irgendwie einen größeren Einfluss und eine tiefere Gestaltung gewünscht. Da es so immer nur um Lilah ging, kamen mir ein paar wenige Passagen etwas lang vor.

Was mich selbst überrascht hat war mein Lesefluss in diesem Buch. Warum ich da selbst überrascht war? Ich habe den Spannungsbogen als vergleichsweise flach und eintönig empfunden. Es läuft alles auf eine Lösung hin, die für mich selbst schon relativ zeitig zu erkennen war, es gab in diesem Sinn also keine Überraschung. Zudem schien mir die Handlung ein bisschen steif, meiner Meinung nach hat man hier ein bisschen zu sehr den „Fahrplan“ gemerkt, als wäre der Verlauf der Geschichte ein wenig  zu durchdacht.
Trotzdem habe ich das Buch an zwei Tagen durchgelesen weil es mich doch gut unterhalten hat.

Der Schreibstil Autorin erscheint mir zwar ein wenig poetisch, lässt sich aber trotzdem recht flüssig lesen. Sie verwendet viele Adjektive und drückt sich auch allgemein mit vielen Worten aus. Zu Beginn erschien es mir ein bisschen viel, mit der Zeit kam ich aber immer besser zurecht und konnte mich quasi einlesen. Allerdings finde ich im Nachhinein, dass dieser ausladende Schreibstil nicht zu 100% zu dem restlichen Gesamtpaket passt. Dafür hätte er für mich ein bisschen klarer und „einfacher“ sein müssen.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, deswegen vergebe ich 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


Es gibt keine falsche Zeit für Glück. Müssen wir nicht vielmehr dankbar sein, wenn es gerade dann kommt, wenn wir Schlimmes erlebt haben? Wenn wir glauben, es sonst gar nicht überstehen zu können?


Fazit

Für mich ist „Tochter des dunklen Waldes“ ein angenehm zu lesendes Buch. Allerdings hätte ich mir insgesamt mehr Höhen und Tiefen gewünscht. Insgesamt ist es aber ein schönes Buch für zwischendurch.

unterschrift-laura

Scherben der Dunkelheit – Gesa Schwartz

DasBuch

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Verlag: cbt


Er sah aus wie ein Clown, doch nicht wie einer von den lustigen, die man aus dem Zirkus kannte. Er wirkte, als hätte er die Maske, hinter der seinesgleichen sich für gewöhnlich verstecken zerbrochen. Und dahinter lag nichts, als namenlose Finsternis.


Klappentext

Die sechzehnjährige Anouk verbringt die Ferien in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Kurz nach ihrer Ankunft gastiert der Dark Circus in der Nähe: ein geheimnisvoller Zirkus, der im Dorf für seine düsteren und besonderen Vorstellungen bekannt ist. Auch Anouk gerät schnell in seinen Bann und damit in einen Kosmos, den sie kaum für möglich hielt: Eine magische Welt öffnet sich vor ihr, in der sie den mysteriösen Zauberer Rhasgar kennenlernt. Doch der Dark Circus birgt mehr, als Anouk ahnt. Bald schon schwebt sie in tödlicher Gefahr und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Denn es gibt keine Regeln im Dark Circus bis auf eine: Nichts ist, wie es scheint …


„Manchmal muss man verlieren, um zu gewinnen“


Bewertung

Dunkel und dyster, aber gleichzeitig mystisch und farbenfroh ist sie, die Welt des Dark Circus, einem Zirkus, der seine Zuschauer fesselt und mit sich reißt. Dort hin entführt Autorin Gesa Schwartz den Leser in ihrem Buch „Scherben der Dunkelheit“. Im Mittelpunkt der Handlung stehen Anouk, ein Mädchen, dem die Welt schon viel zu deutlich ihre Grausamkeit gezeigt hat, und Rashgar der Zauberer.

Die Gestaltung der beiden Hauptprotagonisten kommt für mich schon sehr nah, an das Ideal heran. Man lernt sie einfach wirklich kennen – nicht nur ihre schönen Seiten mit der guten Laune und der Sonnenseite des Lebens. Durch sie erfährt man auch viel Schmerz und bekommt ihre Ängste gezeigt. Ich hatte hier wirklich das Gefühl die beiden zu kennen und nicht nur einen kurzen Ausschnitt gesehen zu haben. Auch die anderen Charaktere wurden sehr gut in die Welt integriert. Besonders das Zirkus Thema mit all den schaurigen, gruseligen, verrückten aber eben auch wunderschönen und begeisternden Seiten findet man in den einzelnen Protagonisten wider.

Unterstützt wird diese starke Gestaltung von dem intensiven Schreibstil der Autorin. Die Welt wurde detailreich und gelungen beschrieben. Sie baut sich nach und nach auf – aus Dunkelheit wird Farbe. Dabei schafft es die Autorin den Leser bei temporeichen Beschreibungen an das Buch zu fesseln und wunderbare Bilder im Kopf entstehen zu lassen, aber auch ruhige und bedächtige Passagen einzubauen – je nach dem was die jeweilige Situaion verlangt. Wer ihre vorherigen Bücher, wie beispielsweise „Herz aus Nacht und Scherben“ kennt, weiß was ich meine. Ich kann mir zwar vorstellen, dass viele diesen Stil als zu schwer und zu ausschweifend empfinden, kann diese Ansicht selbst jedoch nicht teilen – ihre Bücher stecken so sehr voller Magie und Zauber, dass man sie meiner Meinung nach nicht „leicht und locker“ abhandeln kann – es würde überhaupt nicht in das Gesamtpaket passen, dass ihre Werke verkörpern. Damit gehört das Buch zwar nicht in die Kategorie „leichte Kost“, aber wenn man sich etws Zeit nimmt, kann man sich dennoch ganz wunderbar in der Geschichte verlieren.

Die Handlung selbst beginnt langsam, man lernt zuerst Anouk und ihr Leben kennen. Nach und nach entfaltet sich die Geschichte dann immer mehr. Es kommen mehr Charaktere hinzu, die Welt gewinnt an Farbe, Geheimnisse werden aufgedeckt – kurz gesagt: alles nimmt an fahrt auf. Das Ende würde ich fast als großen und langen Paukenschlag bezeichnen – der mir an manchen Stellen fast schon ein bisschen zu crazy und um ehrlich zu sein auch ein klein wenig zu langatmig war, aber hey!, es ist ein Zirkus! Verrücktheit muss da einfach dabei sein!

Insgesamt vergebe ich 3 von 4 Punkten für dieses Buch.

drei-punkte


Die Welt ist voller Wunder. Und wie dunkel es auch um dich werden mag: Tief in dir, mein Sohn, ist das Licht.


Fazit

Stark und intensiv erzählt Gesa Schwartz in diesem Buch die Geschichte von Anouk, Rashgar und dem Dark Circus. Der einzige Kritikpunkt sind hier und da kleine Längen, die man aber sehr gut verkraften kann, wenn man die gesamte, in diesem Buch geschaffene Welt, betrachtet. Besonders liebhabern von intensiven Fantasyromanen kann ich es durchaus empfehlen.

unterschrift-laura

Ehrlich Brothers – Magie zum anfassen

Die beide  waren vor einer Woche in Dresden… und ich und mein Freund hatten Karten 🙂
Ich habe mich die ganze Woche darauf gefreut, weil ich wirklich eine geniale Show erwartet habe… und die habe ich auch bekommen.

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Zugegeben die beiden haben… nennen wir es ungewöhnliche… Frisuren. Aber was sie machen ist der absolute Hammer. Sollte sie jemand von euch noch nicht kennen: sie sind Magier. Klingt genial – ist es auch.
Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass sie ganz viel mit dem Publikum arbeiten. Egal ob kleine Tricks mit Münzen oder Seilen oder sogar große Sachen wie das Verschwindenlassen von 7 Schwiegermüttern (das fand ich besonders genial :D).

In ihrer Show scheint einfach alles möglich zu sein. Ich habe wirklich die ganze Zeit gedacht: Wie? Das kann doch nicht möglich sein!

Dabei scheint es einfach keine Grenzen zu geben.. einen Monstertruck aus dem Bühnenboden (unter dem man als Zuschauer übrigens die ganze Zeit drunter schauen konnte) zaubern? Mit einem Motorrad aus einem iPad fahren? Oder Teleportation? Alles kein Problem. Neben diesen riesigen und Aufwendigen Tricks gab es aber auch noch eine Reihe kleiner, nahezu niedlicher Kunststücke, was für mich die gesamte Show einfach nur noch zauberhafter gemacht hat.

Ein zusätzliches Plus ist, das die beiden das Ganze auch noch lustig verkaufen. Ich habe an dem ganzen Abend einfach nur gestaunt und gelacht – manchmal abwechselnd und manchmal sogar gleichzeitig. Meiner Meinung nach hat man auch gemerkt, dass die Witze und Späße spontan waren, in der Richtung war nichts einstudiert… die beiden sind auf der Bühne einfach total normal und wirken überhaupt nicht gestellt.
Ein wirklich super Rundumpaket bei dem sich vermutlich keiner beschweren kann. 🙂

Ich kann euch wirklich nur empfehlen auch mal in eine ihrer Shows zu gehen – es lohnt sich wirklich. Ich selbst würde auch immer wieder hin gehen.

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Die Quelle der Bilder findet ihr wie immer wenn ihr einfach drauf klickt 🙂

unterschrift-laura