„Palace of Glass“ – C. E. Bernard

DasBuch

image1 (13)

Verlag: penhaligon


Wie wäre es, wenn heute Abend jeder seine Geheimnisses für sich behalten darf?


Klappentext

Stellen Sie sich vor…

London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist.



Bewertung

Das Buch hat mir wirklich ganz besonders gut gefallen! Ich habe mit gefiebert, hatte Gänsehaut und freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

Besonders gut hat mir die Charaktergestaltung gefallen. Sie waren irgendwie alle so unperfekt perfekt. Ich mochte fast alle von ganzem Herzen und habe bei jeder einzelnen Geschichte um sie mitgefiebert. Sie alle haben viel mehr in sich als sie und auch der Leser zu Beginn vermuten.
Die Hauptprotagonistin in diesem Buch ist Rea, eine wirklich bemerkenswerte junge Frau mit vielen verschiedenen Facetten. Sie ist wie sie ist, lässt sich nicht verbiegen und kämpft für sich und ihr Glück. Ich hatte beim Lesen fast schon das Gefühl Rea zu kennen, so als wäre sie eine alte Freundin. Aber auch Robin hat es mir irgendwie angetan – lange konnte ich ihn überhaupt nicht einschätzen und am Ende war ich fast traurig nichts mehr über und mit ihm lesen zu können.

Auch das Setting hat mir gut gefallen. London an sich ist ja schon toll, aber was die Autorin aus dieser Stadt heraus holt ist noch einmal etwas ganz besonderes. Unzählige Verbote und Regeln kennzeichnen diese Welt und machen sie somit nur noch interessanter.

Zu Beginn konnte mich das Buch noch nicht so recht packen – als Leser wird man mit allerhand Worldbuilding konfrontiert und ich konnte es auch nicht recht erwarten, dass es so richtig los geht. Dafür wurde ich dann aber nur wenige Seiten später sehr entlohnt. Die Story nimmt schnell Tempo auf und auch was die Spannung angeht tut sich viel. Diese hält sich auch bis auf die letzte Seite, denn durch einige geschickte und wirklich überraschende Plottwists schafft es die Autorin den Leser immer wieder an der Nase herum zu führen und die Wahrheit zu verschleiern. Das Ende hat mich dann auch wirklich überrascht und auch ein bisschen traurig gemacht – aber es gibt ja noch zwei weitere Teile auf die ich mich jetzt nur umso mehr freue.

Auch der Schreibstil der Autorin konnte mich voll überzeugen. Er wirkt liebevoll und man merkt wie viel Herzblut C.E. Bernard in ihr Werk gesteckt hat. Für mich hat sie einen wirklich guten Punkt zwischen Spannung, Action und Liebe getroffen, so das ich mit jeder Seite mehr Spaß am Lesen bekommen habe. Jede Beschreibung wirkt flüssig und beschert dem Leser ein wirklich tolles Kopfkino.

Für mich sind das volle 4 von 4 Punkten.

vier-punkte


Fazit

Mit „Palace of Glass“ hat die Autorin einen wirklich tollen Reihenauftakt geschrieben. Ich habe einfach alles an diesem Buch geliebt – das Setting, die Figuren, den Schreibstil – alles war toll. Ich kann dieses Buch wirklich nur weiter empfehlen. Lest es! 🙂

unterschrift-laura

„Der schwarze Thron – Die Königin“ – Kendare Blake

DasBuch

image1

Verlag: Penhaligon


Klappentext

Mirabella, Katharine und Arsinoe sind Drillinge, jede eine Anwärterin auf den Thron der Insel Fennbirn. Ihr Reich verlangt nach einer neuen Königin – doch damit eine von ihnen die Herrschaft erlangen kann, muss sie ihre Schwestern eigenhändig töten. Der Kampf um den Thron ist längst entbrannt – nun muss sich jede Königin entscheiden, ob sie leben oder sterben will. Doch während zwei von ihnen noch gegen ihre Bestimmung rebellieren, schreckt die Dritte auf dem Weg zur Krone vor nichts zurück.


„Alle Königinnen sind heilig“


Bewertung

„Der schwarze Thron – Die Königin“ ist der zweite Band einer Reihe – die Rezension kann also den ein oder anderen kleinen Spoiler enthalten.

Bei mir hat es genau drei Sätze gedauert und ich war wieder in der Welt von Fennbirn gefangen. Der erste Teil liegt ja doch schon eine kleine Weile zurück – ich hatte aber überhaupt kein Problem damit wieder in diese Geschichte einzutauchen. Alles war sofort wieder in meinem Kopf – der Aufstieg, die Figuren und vor allem die drei Königinnen, und auch was ich im ersten Teil gefühlt habe (einige die es gelesen haben, hatten ja die ein oder andere Vorliebe für eine der Königinnen). Die Story geht dabei nahtlos weiter – es wird nichts wiederholt. Auf der anderen Seite steht auch keine große Lücke zwischen den Bänden – für mich genau richtig.

Der erste Teil hatte mir ja sehr sehr gut gefallen. Lasst es mich gleich hier erwähnen: zu 100% konnte der zweite Teil da meiner Meinung nach nicht mithalten. Ich sehe den Grund dafür vor allem in der Entwicklung der Figuren und der Story selbst. Insgesamt hätte es da für mich einfach ein bisschen mehr Brutalität sein dürfen. Immerhin sollen die Schwestern in der Grundidee der auf der Insel vorherrschenden Tradition ja ihre Geschwister umbringen, um den Thron besteigen zu können. Die Umsetzung war mir hier einfach ein bisschen zu weich und fast schon ein bisschen flach – brutale Szenen wurden so beispielsweise meist recht schnell durch andere Ereignisse unterbunden.

Bei der Entwicklung der Charaktere ist es für mich das Gleiche – manchmal ist Mehr eben doch Mehr und hier war es klar zu wenig. Die Geschichte selbst hat so ein riesen Potential, da erhoffe ich mir für die nächsten Bände (wie ich hörte sollen noch zwei Bücher erscheinen) einfach mehr. Stärkere Charaktere mit mehr Ecken und Kanten und vor allem eine stärkere Konzentration auf die Königinnen selbst und nicht auf ihre Freunde, so wie es mir in diesem Band teilweise vorkam.

Zum Schreibstil möchte ich eigentlich nicht mehr viel sagen – ich fand ihn im ersten Band toll und war auch hier wieder voll überzeugt. Er hat mir eindeutig über die ein oder andere länge in der Geschichte geholfen.

Insgesamt war ich ein kleinwenig enttäuscht von dieser Fortsetzung. Der vorherige Teil war für mich aber auch ein Hammer schlecht hin. Da mit zu halten ist schwer – das war mir auch vorher klar. Aber wie sagt man: die Hoffnung stirbt zuletzt. Wenn ich alle Punkte zusammen zähle kann ich hier dennoch keine volle Punktzahl vergeben. Somit bin ich bei 3 von 4 Punkten.

drei-punkte


Fazit

Ein gutes Buch, das seinem Vorgänger dennoch in einigen Punkten nachsteht. Insgesamt ist es dennoch eine solide Fortsetzung. Von den Bänden die noch erschienen fordere ich dennoch mehr: mehr tiefe in der Story und eine stärkere Charakterentwicklung. Die Geschichte selbst gibt es auf jeden Fall her.

unterschrift-laura

Die Schule der Nacht – Ann A. McDonald

DasBuch

DSC00658

Verlag: Penhaligon


Sie rannte.
Durch den Tunnel, barfuß über den Steinboden. An den Hauptwegen leuchteten blakende Fackeln, darum tauchte sie tiefer ins Labyrinth ab, stolperte verborgene Treppen hinunter und die dunklen, verschlungenen Gänge entlang, bis stickiger Modergeruch in der Luft lag und die Türen protestierend aufstöhnten, wenn sie sie aufstemmte. Und immer noch rannte sie weiter.


Klappentext
»Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.« Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität. Kurzerhand beschließt sie, nach England zu reisen, um mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Dort entdeckt Cassie eine Welt voller Traditionen und Privilegien und merkt schnell, dass hier eine dunkle Macht am Werk ist – verbunden mit einer geheimen Gesellschaft, die sich Die Schule der Nacht nennt …


Sie hatten denselben Traum wie so oft: von staubigen Katakomben und flackernden Fackeln, von Flucht und Panik und Angst. Sie träumte von der Dunkelheit, und als sie erwachte, klebte der Hunger dick in ihren Adern. Cassie lag wach, sie zählte die Minuten. Dies war ihre letzte Nacht. Die einzige Nacht.
Dies war das Ende.


Bewertung

Mit „Die Schule der Nacht“ entführt uns die Autorin in eine Welt voller Intrigen, Lügen und Geheimnisse. Man findet sich sofort in der Geschichte wieder und rutscht zusammen mit Cassie immer mehr in diese Verstrickungen und Verwirrungen des Colleges. Dabei schafft es die Autorin auch den Leser lange im Dunkeln zu lassen – Wer ist gut und wer böse? Wem kann man vertrauen und wem nicht? Und wie hängt nun eigentlich alles zusammen? Diese Fragen beschäftigen den Leser sehr lange und man kommt auch wirklich erst kurz vor dem Ende allem auf die Schliche. So baut sich der Spannungsbogen langsam aber sicher auf – für mich hätte es zwar an manchen Stellen ein wenig mehr Tempo sein dürfen aber zu sehr hat es mich nicht gestört.

Eine entscheidende Rolle spielen in diesem Roman die Figuren. Im Mittelpunkt steht Cassie mit ihrer Vergangenheit. Sie ist der Auslöser von allem und man erkundet zusammen mit ihr eine neue Welt. Nach und nach treten dann immer mehr Nebenfiguren in das Geschehen ein, wodurch ich manchmal das Gefühl hatte beim lesen ins schlingern zu geraten. Ich denke, dass liegt vor allem daran, dass Cassie immer misstrauisch ist und nur langsam anfängt anderen zu Vertrauen und man als Leser von ihrer Vorsicht „infiziert“ wird. Was mich hier manchmal ein bisschen ratlos zurückgelassen hat war das Gefühl, dass die Hauptprotagonistin keine klares Verhalten an den Tag gelegt hat. Mal hat sie meiner Meinung nach schneller vertraut und wieder andere grundlos von sich gestoßen. Mal wurde sorgfältig geplant und dann wieder überstürzt gehandelt. Hier hätte ich mir einfach ein bisschen mehr Tiefe gewünscht.

Trotzdem habe ich jede Seite gespannt weiter verfolgt – ich bin ein neugieriger Mensch und musste einfach wissen wie die Autorin diese ganzen Geschehnisse verknüpfen will und alles zu einem Ganzen zusammenfließen lässt. Und dann war ich von dem Ende leider so sehr enttäuscht… ich finde es passt einfach nicht zum Rest des Buches. Die Wendungen und Ereignisse am Ende haben sich für mich einfach ein bisschen an den Haaren herbeigezogen angefühlt. Ich hab einfach keine Verbindung zum Rest des Buches sehen können und die Erklärung und die geschlossenen Zusammenhänge schienen mir auch irgendwie nicht so richtig plausible. Das fand ich im schon ziemlich schade – denn wie gesagt mit dem Anfang der Geschichte bin ich ziemlich gut klar gekommen. Deswegen vergebe ich 2 von 4 möglichen Punkten.

zwei-punkte


Er hielt sie sanft, und Cassies Widerstand fiel in sich zusammen. Die Schatten erhoben sich, um sie ganz zu verschlingen, und im nächsten Moment war da nichts mehr, nur noch Schwarz und Rot, Zorn und Macht, und ein ekstatischer Wirbelsturm in ihren Adern.


Fazit

Starker und spannender Anfang gegen schwaches und für mich unpassendes Ende. Leider konnte mich das Buch so nicht komplett überzeugen und hat mich eher unzufrieden zurückgelassen. Vor allem von der Auflösung hatte ich mir mehr erhofft.

Für alle Liebhaber von Geheimbünden und Verschwörungen die Fantasy nicht scheuen empfehlenswert. Für Leser die klare Strukturen und hohe Spannungsbögen mögen meiner Meinung nach leider eher nicht.


Morde und Komplotts können warten. Erst wird gegessen.


unterschrift-laura

„Der schwarze Thron – Die Schwestern“ – Kendare Blake

 

DasBuch

DSC00595

Verlag: Penhaligon


Drei Königinnen, dunkel, unschuldig, klein
einem Schoß entsprungen
können niemals Freundinnen sein.

Drei dunkle Schwestern, jede so schön,
zwei werden verschlungen,
nur eine gekrönt.


Klappentext

Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …

„„Der schwarze Thron – Die Schwestern“ – Kendare Blake“ weiterlesen