„Die Sehnsucht des Vorlesers“ – Jean-Paul Didierlaurent

DasBuch

DieSehnsuchtDesVorlesers

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Verlag: dtv


Denn nach all den Jahren behandelten die Mitreisenden ihn inzwischen mit der freundlichen Nachsicht, die man harmlosen Spinnern entgegenbringt. Wohl nicht zuletzt, weil Guylain sie in den nächsten zwanzig Minuten ihrem grauen Alltag entreißen würde.


Klappentext

Guylain Vignolles liebt Bücher und hasst seinen Job in einer Papierverwertungsfabrik. Darum liest er jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit den Pendlern im Vorortzug ein paar Seiten vor, die er tags zuvor der Schreddermaschine entrissen hat – sein Akt der Rebellion gegen die Vernichtung von Literatur. Als er im Zug einen USB-Stick entdeckt, auf dem das Tagebuch einer jungen Frau gespeichert ist, verändert das sein Leben. Er muss diese Julie finden. Unbedingt.

 


Was zählte, war der Akt des Vorlesens. Er schenkte jedem einzelnen Blatt seine ungeteilte Aufmerksamkeit, damit das Vorlesen seine magische Wirkung entfalten konnte: Jedes Wort, das ihm über die Lippen kam, befreite ihn ein bisschen von dem Ekel, der ihn beim Gedanken an seine Arbeit überkam.


Bewertung

Dieses Buch ist wirklich ein Meisterstück für jeden Buchliebhaber. Jean-Paul Didierlaurent lässt seine Leser in die Welt der Worte, Buchstaben, des Vorlesens und generell der unsagbaren Liebe zu allen Büchern eintauchen. Denn der Protagonist Guylain hat keine Vorliebe für spezielle Bücher, Autoren oder Genres – er liebt jedes einzelne Wort und jede einzelne Seite in seiner totalen Unvollkommenheit.

Beim Lesen hatte ich stets das Gefühl in das Leben der männlichen Version von der fabelhaften Welt der Amelie Einblick zu erhalten. Mit Guylain hat Didierlaurent einen Charakter geschaffen der sowohl skurril als auch unfassbar herzlich und liebevoll ist. Auch alle weiteren Figuren haben sich sofort in mein Herz geschlichen. Sei es Guylains bester Freund Giuseppe mit dem er sich auf die Reise der verschwundenen Beine begibt, sein Goldfisch Rouget de Lisle oder schlussendlich auch Julie.

Didierlaurent schafft es mit jedem weiteren Satz seine Leser zu verzaubern. Es ist sehr schwer seinen Schreibstil zu bewerten, da sich dieser in keine Schublade packen bzw. vergleichen lässt. Ich hatte stets ein wohliges, heimisches Gefühl beim Lesen und auch wenn dieser Roman nicht unbedingt auf Spannung ausgelegt ist, erwartet man jede neue Seite und versinkt in den Worten.

Beim Lesen des Klappentextes wollte ich das Buch sofort lesen um mehr über die Liebesgeschichte von Guylain und Julie zu erfahren. Ich hatte mir insgeheim einen kleinen Kitschroman erhofft. Doch stattdessen habe ich einen skurrilen und ausgefallenen Roman erhalten, bei dem die Liebesgeschichte nicht so viel wiegt. Auf der einen Seite in Ordnung, jedoch hat es mich auch etwas enttäuscht. Eine ausführlichere und längere Beschreibung der langsam wachsenden Liebe zwischen Guylain und Julie hätte mich wirklich sehr gefreut. Aber da ist auch das weitere Problem: gibt es eine Liebe? Das Ende lässt Raum für Interpretationen übrig. Ob das ein gutes Zeichen ist?

drei-punkte

Auf Grund der letzten zwei Kritikpunkte kann ich nur drei Punkte verteilen.


Julie: Irgendwo tief in mir steckt wohl immer noch das kleine Mädchen, das wenigstens einmal im Jahr noch auf ein Wunder zu hoffen wagt, auch wenn es im Laufe seines Lebens erfahren hat, das dies ebenso sinnlos und dumm ist, wie an die Existenz eines Traumprinzen zu glauben.


Fazit

Trotz der genannten Kritikpunkte hat mich der Roman sofort in seinen Bann gezogen und begeistert. Ich empfehle dieses Buch wirklich jedem Buchliebhaber. Allein Guylains Liebe zu den Worten ist bemerkenswert und man lässt sich gern davon anstecken.

Was ich vielleicht daraus gelernt habe? Ich glaube, dass ich gewisse Wörter, Textpassagen und Seiten bewusster und intensiver wahrnehme. Versucht es doch selbst einmal 🙂


Vor ein paar Tagen habe ich entdeckt, dass es auf dieser Welt jemanden gibt, der eine erstaunliche Wirkung auf mich hat. Jemand lässt alle Farben heller leuchten, nimmt meinem Alltag seine Schwere, wärmt mich von innen, macht das Unerträgliche erträglicher, das Hässliche nicht ganz so hässlich und das Schöne noch viel schöner.


Ich wünsche Euch einen wundervollen Feiertag!

Falls bei Euch auch so ein Schmuddelwetter herrscht wisst Ihr was zu tun ist 😉

unterschrift-cindy

„Wie man die Zeit anhält“ – Matt Haig (Werbung)

DasBuch

WieManDieZeitAnhält

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Anbieter: Audible

Kategorie: Romane

Verlag: der Hörverlag, dtv

Sprecher: Christoph Maria Herbst


Ein weiterer Grund warum Niemand von uns weiß ist, dass wir einen besonderen Schutz genießen. Es gibt da eine Organisation. Wer unser Geheimnis aufdeckt, und daran glaubt, wird möglicherweise sehr bald feststellen, dass sein eigenes, ohnehin kurzes Leben plötzlich noch kürzer geworden ist. Gefahr droht also nicht nur von gewöhnlichen Menschen – sie kommt auch von innen.


Klappentext

Die erste Regel lautet: Du darfst dich niemals verlieben. Niemals.

Tom Hazard ist Geschichtslehrer, ein introvertierter Mann, der ein zurückgezogenes Leben führt. Und er hat ein Geheimnis: Er sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, Paris der zwanziger Jahre erlebt und alle paar Jahre eine neue Identität angenommen. Aber eines war er immer: einsam. Seine einzige große Liebe endete schmerzvoll. Doch jetzt bittet ihn die alleinerziehende Mutter und Kollegin um Hilfe. Während er ihr allmählich näherkommt, verändert sich für ihn alles…


„In der Musik geht es um Zeit“, sagte ich. „Es geht darum die Zeit zu beherrschen.“


Bewertung

Lange Zeit habe ich keine Hörbücher mehr in meinen Alltag gelassen. Zu oft habe ich mich ablenken lassen. Doch auch das muss sich einmal ändern …

Ich habe sehr oft mit Matt Haig’s aktuellem Roman geliebäugelt. Damals war ich hin und weg von Haig’s Buch „Ich und die Menschen“. Trotz der Tatsache das es eher in Richtung Fantasy geht und dies Laura’s Genre ist, hatte man nie das Gefühl das es ‚zu‘ unrealistisch wird.

Tom Hazard (eine von vielen Identitäten) hat mit seinen 400 Jahren Einiges an Lebenserfahrung nachzuweisen und durchlebte diverse Epochen der Geschichte. Doch sein Leben scheint deshalb nicht unbedingt lebenswerter zu sein als das der ‚Eintagsfliegen‘. Neben einem ewigen Leben, haben Albatrosse (wie sich diese Spezies nennt) auch Einiges zu befürchten. Haig beschreibt in seinem Roman nicht nur das Leben des Tom Hazard, sondern gerade auch die heutigen Tücken des 21. Jahrhunderts, die ewige Einsamkeit und die Suche nach Liebe und Geborgenheit.

Zu Beginn hatte ich etwas Bedenken, ob mir diese geschichtliche Seite des Romans überhaupt zusagen würde. Historische Romane sind in meinem Repertoire nicht zu finden – und das aus gutem Grund. Haig hat seine Leser/Hörer jedoch viel mehr in die Biografie Hazard’s eintauchen lassen und schildert lebhaft dessen Leben. Hazard wird von Shakespeare entdeckt, sitzt im selben Lokal wie Chaplin und spielt Musik zu der Josephine Baker ihre Hüften kreist. Ich habe es sehr genossen meiner Fantasie freien Lauf zu lassen und mich den Bildern in meinem Kopf hinzugeben.

Auch wenn diese Geschichte – natürlich – eine Liebesgeschichte enthält, ist diese eher wunderbar und romantisch als zu überladen und kitschig. Haig hat es mit seiner detaillierten und verrückten Art wieder einmal geschafft seinen Lesern/Hörern viel Fantasie und Vorstellungskraft zu entlocken.

Ein großer Kritikpunkt stellt bei Hörbüchern meist die Sprecherstimme für mich dar. Mit Christoph Maria Herbst hat der Hörverlag komplett ins Schwarze getroffen! Es war jederzeit sehr angenehm zu hören und an den passenden Stellen in Szene gesetzt.

Ich hatte jedoch Schwierigkeiten zwischen den verschiedenen Epochen umzuschalten und zu realisieren in welcher Zeit wir uns befinden. Da dies generell sehr schwer bei Hörbüchern nachzuvollziehen ist, kann man dies nicht als große Kritik sehen. Einzig und allein das Ende hat mich ein wenig enttäuscht. Grund hierfür war, dass es in meinen Augen etwas zu schnell verging. Ich hätte gern ein paar weitere Kapitel mit mehr Informationen erwartet bzw. mir gewünscht.

drei-punkte

Es gibt deshalb drei von vier möglichen Punkten von mir.


Liebe ist das was dem Leben Sinn gibt. Die sieben Jahre mit ihr hatten mehr Bedeutung als alles Andere, verstehst Du? Kannst all die Jahre vorher und nachher in die Waagschale legen und sie hätten nicht die geringste Chance.  Das hat die Zeit so an sich, oder? Zeit ist nicht gleich Zeit. Manche Tage, manche Jahre, manche Jahrzehnte sind leer. Sie enthalten Nichts. Flachwasser. Und dann kommt ein Jahr, ein Tag oder ein Nachmittag und er bedeutet Alles. Alles!


Fazit

Haig’s Roman „Wie man die Zeit anhält“ gehört definitiv zu den besten Romanen in 2018. Ich bin noch immer beseelt von den schönen Textpassagen und den Bildern in meinem Kopf.

Wer es noch nicht gelesen hat – tut es! Es lohnt sich auf jeden Fall. Um sich genau auf die geschichtlichen Fakten einlassen zu können bedarf es ein wenig an Konzentration, aber bei diesem fesselnden Buch dürfte dies kein Problem darstellen.

Wenn Ihr wieder einmal Lust auf ein Hörbuch habt: es besteht die Möglichkeit bei Audible einen Probemonat mit einem kostenlosen Hörbuch testen. Dieses Hörbuch gibt es hier auch zu testen 😉


Jahrhunderte lang war sie der einzige Grund für mich am Leben zu bleiben doch in diesem Augenblick wird mir klar, dass es noch andere Gründe gibt. Das Leben an sich. Seine Möglichkeiten, die Zukunft, die Chance von etwas Neuem. Ich – will – leben.


WERBUNG:

Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung: Audible


unterschrift-cindy

„Nation Alpha“ – Christin Thomas

DasBuch

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Verlag: Zeilengold


Ich bin auch ein Mensch. Ich verdiene einen Namen und ein Preischild, auf dem Unbezahlbar steht.


Klappentext

Ich bin eine Omega. Wir werden als Sklaven für die Königsrasse der Alphas gezüchtet und haben keine Rechte, keinen Namen, kein Leben. Man behandelt uns nicht wie Menschen, sondern wie Ware. Nach dreihundertjährigem Martyrium wollen die Alphas uns auslöschen und durch Maschinen ersetzen. Meine Zeit ist abgelaufen, falls der verzweifelte Rettungsplan nicht gelingt. Doch wer würde darauf bauen, wenn die sogenannten Retter selbst Alphas sind? Kann ich ihnen vertrauen oder ist unser Untergang bereits besiegelt?


Wo bist du? Wo, wenn nicht hier bei mir, während du zusiehst wie ich leide?


Bewertung

„Nation Alpha“ beschäftigt sich mit einem Thema, dass meiner Meinung nach jeden etwas angeht: Rassismus. Autorin Christin Thomas hat in ihrem Werk eine Welt geschaffen, in der Rassismus offen ausgelebt wird und sogar von der Regierung vorgelebt und gesetzlich vorgeschrieben wird. Die Alphas (weiße Menschen) herrschen über die Omegas (Menschen mit dunkler Haut). In dieser Welt sind Omegas Sklaven, sie dienen zum arbeiten, dürfen nicht sprechen und werden für jeden Fehler schwer bestraft.

Als Leser wird man in diese Welt hinein geworfen und lernt gleich zu Beginn Grace kennen. Grace ist eine junge Omega. Ihr bisheriges Leben war geprägt von Schmerz und Traurigkeit. Ich habe Grace als eine junge, liebenswerte Frau kennengelernt. Tief in ihr schlummert auch ein gewisser Mut und auch eine Menge Wut und Unverständnis, was sich allerdings alles hinter einer Mauer aus Angst versteckt. Man erfährt nicht viel über Grace, was daran liegt, dass sie selbst nahezu nichts über sich weiß – ihr Leben bestand bisher nur aus Herren, denen sie diente. Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich so auch ein paar Problemchen damit hatte mit ihr warm zu werden, irgendwie wollte es sogar bis zum Ende nicht recht klappen.
Ähnlich erging es mir leider auch mit den anderen Charakteren dieses Buches. Ich habe nicht das Gefühl einen von ihnen komplett kennen gelernt zu haben. Es wirkt eher als hätte man nur einen kleinen Ausschnitt aus ihren jeweiligen Leben und ihrer gesamten Gefühlswelt mitbekommen. Hier hätte ich mir einfach ein bisschen mehr gewünscht, um mich noch besser in die Figuren hinein versetzen zu können.

Wie bereits der Klappentext verrät dreht sich die Story zu einem großen Teil um die Rettung der Omegas. Im Mittelpunkt steht auch hier natürlich Grace. Sie ist dazu auserwählt worden die erste gerettete Omega zu sein. Da die Handlung aus ihrer Sicht geschildert wird bekommt man leider nicht so viel mit, was die Hintergründe der Rettung anbelangt. Für mich waren die Beweggründe der unterstützenden Alphas zwar nachvollziehbar, aber wurden irgendwie ein bisschen schwammig und zu kurzatmig abgehandelt. Ich habe einfach die Veränderung in ihrer Sichtweise nicht verstanden. Große Alphas werden so innerhalb weniger Seiten zu den wichtigsten Drahtziehern – eine Entwicklung die mir einfach zu schnell und zu geplant erscheint.

Leider haben somit einige Punkte dazu beigetragen, dass mich das Buch nicht vom Hocker gehauen hat. Deshalb vergebe ich 2 von 4 Punkten.

zwei-punkte


„Glaub mir, egal was du tust, all das lässt sich nicht ändern. Wer Hass sät, kann keine Liebe ernten. Und die Saat in diesem Land ist schon seit Ewigkeiten vergifet.“


Fazit

Die Thematik des Buches ist wirklich wichtig und geht wirklich jeden etwas an. Allerdings konnte ich mich mit der für mich zu konstruierten Geschichte und den doch recht undurchsichtigen Charakteren nicht anfreunden. Der Story wohnt eigentlich ein riesen Potential inne, was meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft wurde.

unterschrift-laura

 

Meine EMF-Kochbücher

Hallo meine lieben Leser/-innen,

heutet wartet einmal kein Roman oder Thriller auf Euch. Dieses Mal gebe ich Euch wieder einen Einblick in die Welt meiner Kochbücher. Vor einer Weile habe ich die Möglichkeit bekommen zwei Bücher vom EMF-Verlag mein Eigen zu nennen. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle für die Möglichkeit mich weiterzubilden.

Doch welche Bücher durften eigentlich bei mir einziehen? Ich werde Euch dieser kurz vorstellen und mein Feedback dazu geben.


 

DasBuch

IssWasDuBist

„Iss, was Du bist – Das 5 Elemente-Kochbuch“

Klappentext

Chinesische Ernährungslehre liegt im Trend und hält gesund: „Iss was du bist – Das 5-Elemente-Kochbuch“ folgt dem Ernährungsprinzip der 5 Elemente, das der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) entstammt und ein ganzheitlich ausgerichtetes System vertritt. Eine Einführung in die Grundlagen der Elementeküche vermittelt das nötige Basiswissen, um im Anschluss mit dem beiliegenden Workbook den eigenen Ernährungstyp zu bestimmen. Im Praxisteil können dann aus über 60 bunten Rezepten die zum persönlichen Profil passenden Gerichte gewählt werden. Mit der richtigen Ernährung lassen sich Yin und Yang im Gleichgewicht halten, sodass Körper und Geist gesund und stark bleiben. TCM neu entdeckt: individuell, ganzheitlich und einfach lecker!

Bewertung

Ich habe mich echt am allermeisten auf dieses Buch gefreut. Krankheitsbedingt muss ich sehr viel in Sachen Ernährung ausprobieren und selbst schauen was mir gut tut. Da sehr viele auf TCM, also die Traditionelle Chinesische Medizin schwören, wollte ich es auch wissen.

Zu Allererst ist Krahwinkels und Bunses Kochbuch ein absoluter Hingucker und sehr schön gestaltet. Um selbst mehr über sich herauszufinden und wichtige Dinge festzuhalten befindet sich ein kleines Workbook in dem eigentlich Buch. Dies führt den Leser durch die einzelnen Kapitel (auf den Seiten im Buch wird auch darauf hingewiesen) und soll zum Mitarbeiten animieren.

Während zu Beginn alle grundlegenden Dinge erklärt werden und sich die Autorinnen vorstellen, geht es auch gleich zu den einzelnen Elementen. Ich hatte zu Beginn große Probleme all das beizubehalten und zu verinnerlichen. Wenn man sich jedoch Alles genau zu Gemüte führt, stellt auch das kein Problem dar.

Die Rezepte sind sehr ansprechend und vor allem für die Experimentierfreudigen unter Euch. Bei einigen Rezepten hat es mich ein wenig Überwindung gekostet. Des Weiteren sind viele Zutaten aufgeführt, welche man nicht immer Zuhause hat oder nicht unbedingt in den normalen Supermärkten findet.

Fazit

Für experimentierfreudige und geduldige Leute ist dieses Buch perfekt. Es dauert zu Beginn etwas, bis man sich in die Materie hineingefitzt hat und den roten Faden findet. Aber auch hierbei ist Geduld der Schlüssel zum Glück. Ich selbst durfte sehr viel dazulernen und bin froh, dass ich diese Erfahrung machen durfte.


DasBuch

DasEinfachsteKochbuchDerWelt

„Das einfachste Kochbuch der Welt“

 

Klappentext

Sie glauben, für gutes Essen müssten Sie stundenlang den Kochlöffel schwingen? Jean-François Mallet beweist Ihnen mit „Simplissime – Das einfachste Kochbuch der Welt“ das Gegenteil. Der Koch aus Frankreich hat beliebte Klassiker auf den Prüfstand gestellt und so vereinfacht, dass sie sich für die schnelle Alltagsküche eignen. Statt vielen Zutaten benötigen Sie nur etwas mehr als eine Handvoll – das schont das Portemonnaie und Ihr Zeitbudget. Wenn Sie auf der Suche nach gelingsicheren und leichten Rezepten für Bœf Bourguignon, Ratatouille und Co. sind, ist das Bestsellerkochbuch die Lösung. Mallet erklärt einfach und mit Fokus aufs Wesentliche, wie Sie mit wenig Zeit meisterhafte Gerichte zubereiten. So schinden Sie bei Ihren Gästen Eindruck!

 

Bewertung

Ein Mal im Moment treffen wir uns mit Freunden wo immer wieder jemand Anderes das Kochen übernimmt. Für solche besonderen Anlässe stelle ich mich gerne lange in die Küche und experimentiere ein wenig. Sonst bin ich eher ein Kochmuffel und will das es schnell geht – ohne allzu viel Aufwand. Dementsprechend kam das einfachste Kochbuch der Welt ganz gelegen.

Ich wurde von sehr vielfältigen Gerichten überrascht und wusste schon im ersten Moment, dass ich die nächste Zeit sehr viel neue Rezepte ausprobieren werde. Klar, gibt es auch hier einige Rezepte die gar nicht so meins sind, aber im Großen und Ganzen sagt mir beinahe Alles zu. Und was ist das Besondere daran? Schnelle Rezepte mit maximal sechs Zutaten. Besser kann es wirklich nicht sein.

Bisher habe ich mich mit ca. 15 Rezepten durchprobiert und bis auf ein paar Gewürze benötigt man tatsächlich nicht mehr Zutaten für die einzelnen Gerichte. Wer sich jedoch ein Buch mit sehr gesunden und kalorienarmen Rezepten wünscht ist hier an der falschen Adresse. Man findet wirklich Alles. Von schönem saftigen Steak, über leichte Sommersalate mit Melone oder süße Desserts.

Fazit

Meine Erwartungen wurden vollkommen erfüllt. Klar isst man nicht Alles, aber das sollte ja auch nicht so sein. Für mich ist dieses Kochbuch jedoch perfekt, da es in seiner Vielfalt und besonders Einfachheit überrascht.


Welche Kochbücher könnt Ihr mir noch ans Herz legen? Ich bin für jede Empfehlung offen 🙂

Bis dahin wünsche ich Euch ein wundervolles Wochenende und vielleicht kocht auch Ihr an Euren freien Tagen etwas Schönes?!

unterschrift-cindy

„Der gefährlichste Ort der Welt“ – Lindsey Lee Johnson

DasBuch

DerGefährlichsteOrtDerWelt

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Verlag: dtv


Ryans Leben öffnete sich nach allen Seiten, es wirbelte und tanzte, flüsterte ihm ins Ohr, was es alles werden würde. Und wer er darin sein würde: Was er wollte. Wer er wollte.


Klappentext

Als Tristan Bloch eines Morgens auf sein Fahrrad steigt und losradelt, auf die Golden Gate Bridge zu, den heißen, schweißnassen Kopf gesenkt, da ahnen wir schon, dass ihn der Verrat seiner Angebeteten, Calista, vernichtet hat. Sein Liebesbrief wurde auf Facebook gepostet, und das war ihre Schuld.

Fünf Jahre später: Kurz nach dem dramatischen Ende einer Abschlussparty betrachtet Calista, Tristans erste und letzte große Liebe, in dem Versuch, die Ereignisse zu begreifen, ein altes Klassenfoto – Tristan, lachend, in seinen unmöglichen grellgelben Trainingshosen, der sanfte Dave Chu, der durchtriebene Ryan Harbinger, Baseball-Captain und Schwarm aller Mädchen, Abigail Cress, damals noch Calistas beste Freundin, die später mit einem Lehrer anbandelte, und all die anderen, die mit dem Leben und der Liebe gespielt hatten. Ihre fröhlichen Gesichter täuschen. »Sie taten, was sie konnten, um zu überleben.«

Für einen von ihnen war Mill Valley, das verträumte reiche Städtchen über der Bucht von San Francisco, ein vermeintliches Paradies, zur Hölle geworden. Und sie, die zurückblieben, waren vom Leben gezeichnet, noch bevor es richtig begonnen hatte.


[…] Aber manchmal nimmt das Leben nun mal überraschende Wendungen, und dann müssen wir unsere Ziele und Ambitionen neu überdenken. Wir können eben nicht immer alles haben.


Bewertung

Man nehme eine perfekte Kleinstadt, eine Gruppe Teenager die alle irgendwie miteinander in Verbindung zu stehen scheinen und verpacke dies mit all deren Problemen in ein Buch.

Seit langer Zeit ist dies ein Buch, welches mich auch durch den Klappentext nicht richtig schlüssig zu sein schien. Ich hatte einerlei Vorstellung was mich erwartet und wie es genau sein und sich entwickeln würde. Ich habe bisher viele positive Meinungen darüber gehört, dass die Leser es verschlungen haben und nicht aus der Hand legen konnten. Tja, was soll ich sagen? Ich kann das sehr gut nachempfinden. Auch wenn ich zu Beginn einige Probleme hatte mich direkt in die Geschichte hineinzufinden, so habe ich es schnell durchgelesen.

Johnson hat einen Roman geschaffen, der dem Leser das Blut in den Adern gefrieren lässt, wobei man sich den Kopf schütteln muss und des Öfteren überlegt wie tragisch und dramatisch die Jugend doch ist. Der Aufbau des Buches ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber sobald man sich ein mal reingefitzt hat geht es wie von selbst. Insgesamt ist die Geschichte in drei Teile unterteilt. Jeder Teil steht für eine andere Zeit bzw. Vergangenheit. Und damit nicht genug – es wird immer wieder zwischen den einzelnen Protagonisten der Geschichte gewechselt.

Es ist schwer die diversen Charaktere zu beschreiben. Alle Personen bauen im Hintergrund aufeinander auf – genauso wie ihre Geschichten die sie mit sich herumtragen. Ein roter Faden zieht sich durch das gesamte Buch: die Geschichte um Tristan Bloch. Wer er war, was passiert ist, wieso dies geschehen ist, wer daran beteiligt ist, wie es auch nach Jahren noch alle Personen spaltet. Aber das müsst Ihr natürlich selbst herausfinden 🙂 Hierbei geht es um die Schönlinge, die sich nichts mehr wünschen als endlich auszubrechen, Mädchen die noch nicht selbst zu sich gefunden haben, verbotene Lieben, Mobbing, Shit-Storm in den sozialen Medien … Und all diese Dinge bauen aufeinander auf, verheddern sich zu einer Geschichte und ergeben am Ende ein Ganzes. Ich habe mich beinahe jeder Person mitgelitten und mich sofort in meine Jugend zurückversetzt gefühlt.

Das Cover ergibt zu Beginn nicht allzu viel Sinn – das ändert sich jedoch bereits im ersten Teil der Geschichte.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass mich dieses Buch in sehr viele Gemütslagen versetzt hat und von einem Drama in das Nächste katapultiert hat.

vier-punkte

Volle Punktzahl für dieses tolle Meisterwerk.


Lance hatte gesagt, scheiß auf die Vergangenheit. Lance hatte gesagt, die Gegenwart ist der Ort, wo man sein wollte, und die Zukunft der Ort, den man sich Schritt für Schritt selbst gestaltete.


Fazit

Dieses Buch ist Nichts für hochsensible Leser – wo sehr schnell die Tränen kullern. Es sei denn, man legt es drauf an.

Auch wenn ich dieses Buch verschlungen habe, solltet Ihr euch Zeit einplanen. Zeit um sich in die Geschichte hineinzufinden, alle Charaktere kennen zu lernen und die Zusammenhänge zu erkennen.

Ich kann es Jedem ans Herz legen und sagen, dass dieses Buch sehr zum Nachdenken anregt und auf viele schwere Themen und Dinge hinweist.


„Wenn man aus einem Ort wie Mill Valley stammte, so wie sie und Tristan und alle, die sie kannten, war kein Entkommen möglich. Dieser Ort war so speziell, in seiner Schönheit und seinen Beschränkungen, dass kein anderer Ort ihnen wirklich stimmig erscheinen würde. Sie konnten nicht vergessen, dass diese Welt für sie geschaffen worden war, dass sie in dieses perfekte Nest hineingeboren worden waren, und trotzdem hatten sie darauf bestanden, unglücklich zu sein.“


unterschrift-cindy

„Der DaVinci Fluch“ – Katharina Sommer

DasBuch

Davinci-Fluch

Verlag: Zeilengold


Auch gemeine Menschen müssen leben, das ist das Gleichgewicht der Natur…


Klappentext

„Menschen jagen Hexen – Hexen jagen die Zeit…“

Eine Welt voller Magie, eine Welt ohne die berühmte Mona-Lisa.

Als Carrie ihre magischen Kräfte verliert, muss sie auf eine französische Privatschule wechseln. Ab sofort bestimmen nicht mehr Zaubersprüche, sondern Zicken und Hausaufgaben ihren Alltag. Auch Francis, Sahneschnittchen Nummer eins, macht ihr das Leben alles andere als einfach. Doch als er erfährt, wer ihre Vorfahren sind, verwandelt sich sein Hass in verdächtig intensives Interesse.
Ist sie bereit ihm zu helfen? Vor allem wenn dabei eine Möglichkeit für sie herausspringt, ihre alten Kräfte wiederzuerlangen? Eine magische Reise in die Vergangenheit beginnt…


Er brauchte meine Hilfe aber war ich bereit, für ihn mein Leben aufs Spiel zu setzen?


Bewertung

Morgen am 08.03.2018 wird dieses wirklich schöne Buch erscheinen – ich hatte die wundervolle Ehre es vorab lesen zu dürfen! 🙂
Was ich von dem Buch halte könnte ihr hier lesen.

Als ich den Klappentext gelesen habe war ich das erste mal hin und weg – als ich das Cover gesehen habe war ich es das zweite mal. Beides hat mich sofort überzeugt und ich war wirklich mega gespannt auf die Story.

Die Story beginnt angenehm lassen. Die Autorin Katharina Sommer lässt uns als Leser ein bisschen Zeit um Hauptprotagonistin Carrie erst einmal ein wenig kennen zu lernen, bevor wir uns mit ihr in ihre neue Welt und ihr neues Leben eintauchen. Carrie war mir sofort super sympatisch. Sie ist ein bisschen chaotisch, super lieb und hat auch ein bisschen eine große Klappe. Bei ihr ist das Herz genau auf dem rechten Fleck. Anders sieht es bei ihrem männlichen Gegenpol aus – zumindest zu Beginn. Von Francis war ich zu Beginn ein wenig genervt – genau wie Carrie, was wieder zeigt wie gut ich mich mit ihr identifizieren konnte. Ich konnte sein Verhalten nicht richtig einordnen und wusste nicht so richtig was er vor hat. Das hat den Spannungsbogen auf den ersten Seiten aber auf ein angenehmes Level gehoben und ich habe die Seiten nur so verschlungen weil ich endlich erfahren wollte was er eigentlich will.

Diese Auflösung verpackt die Autorin in einer wirklich tollen Wendung, die ich so auf keinen Fall habe kommen sehen. Katharina Sommer hat es geschafft hier eine wirklich schön zu lesende Zeitreise-Story einzuflechten die sich logisch aufbaut. Was ich besonders toll fand war, dass sie die Thematik „Was passiert wenn sich die Vergangenheit ändert“ immer wieder in die Geschichte eingeflochten hat. Das fehlt mir in anderen Büchern oft.

Mit kleineren und größeren Plottwists und ein paar ungeahnten Überraschungen hat es die Autorin geschafft die Spannung immer auf einem angenehmen Level zu halten, so dass ich das Buch in wenigen Stunden durchgelesen habe.

Der einzige kleine Kritikpunkt den ich habe, ist, dass ich an ein-zwei Stellen das Gefühl hatte, dass die Story irgendwie in eine bestimmte Richtung gedrängt wurde. Ich kann es nicht richtig beschreiben. Es ist ein wenig als hätte die Autorin gewusst wo sie hin will und den Weg dorthin einfach ein bisschen zu schnell gesucht. Aber im Vergleich zu dem sonst wirklich tollen Buch sind das wirklich nur Kleinigkeiten.

Der Cliffhanger am Ende war allerdings richtig böse – wie soll man da nur so lange warten können, bis die Fortsetzung erscheint? Ich muss die Auflösung einfach wissen und freue mich schon riesig auf ein Wiedersehen mit Carrie und Francis.

Insgesamt vergebe ich 3 von 4 Punkten für das Buch.

drei-punkte


Fazit

Allen die Lust auf einen schönen Zeitreiseroman haben, den kann ich „Der DaVinci Fluch“ wirklich empfehlen. Besonders die insgesamt witzigen und super sympatischen Charaktere die ich auf nur wenigen Seiten lieb gewonnen habe und die wirkliche tolle Bearbeitung der Zeitreisenthematik konnten mich überzeugen und kleine Kritikpunkte wettmachen. Ich kann es euch wirklich ans Herz legen 🙂

unterschrift-laura

„Nicht mein Märchen“ – E. M. Tippetts

DasBuch

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Verlag: Selfpublished


Klappentext

Stellt euch vor, Robert Pattinson taucht an eurer Haustür auf und will euch mit Eiscreme füttern, aber ihr hattet nie Interesse daran, die Twilight-Filme zu sehen. Eure Mitbewohnerin und jede andere Frau in der Nachbarschaft werden fast ohnmächtig, aber irgendwie fühlt ihr euch zu dem Typen einfach nicht hingezogen.

So ähnlich ergeht es auch Chloe Winters. Gezeichnet von einer schweren Kindheit war sie gezwungen ihr Leben sehr pragmatisch anzugehen, sie schlägt sich als Studentin in Albuquerque durch und gehört nicht zu den Leuten, die an Märchen glauben.

Eines Tages aber kommt Hollywood-Superstar Jason Vanderholt zurück in seine Heimatstadt Albuquerque um dort einen Film zu drehen. Er entschließt sich, bei den Statisten vorbeizuschauen, zu denen auch Chloe gehört. Die sieht in dem Schauspieler, der bei jeder anderen Frau die Knie weich werden lässt, aber nicht gerade ihren Traummann. Sie nimmt nur einen Typen mit einem seltsamen Job und eigener Entourage wahr, der sie zweifellos in fünf Minuten wieder vergessen haben wird.

Aber Jason sieht in ihr mehr als nur ein weiteres hübsches Gesicht. Chloe kommt ihm bekannt vor und er hat eine Menge Fragen an sie, die sie lieber nicht beantworten möchte. Diese ganze Geschichte ist einfach nicht ihr Märchen.


Bewertung

Ich will euch heute zu erst erzählen, was ich von diesem Buch erwartet habe: um ehrlich zu sein ist das nicht viel. Das klingt hart, aber es ist so. Ich hatte die letzten Wochen viel Stress auf der Arbeit und war auf der Suche nach einem leichten Buch, einem Buch bei dem ich einfach den Kopf ausschalten kann und nicht denken muss. Ich wollte ein angenehmes Buch für zwischendurch und dachte es in „Nicht mein Märchen“ gefunden zu haben – und dann hat mich die Geschichte so sehr überrascht.

E. M. Tippetts erzählt in ihrem Roman die Geschichte von der bodenständigen und liebenswürdigen Studentin Chloe Winters und dem allseits umschwärmten Hollywood-Star Jason Vanderholt. Jason ist für viele wahrscheinlich der Traumtyp schlecht hin. Kino-Star, jede Menge Geld und natürlich das dazu passende Äußere. Allerdings hat die Autorin hier einen Charakter geschaffen, der zusätzlich auch mit seinem Inneren überzeugen kann. Jason ist ein unheimlich netter, warmherziger und lustiger Typ. Dabei schafft es E. M. Tippetts auf tolle Art und Weise die meisten Vorurteile über Bord zu werfen und einen wirklich vielschichtigen Kerl zu schaffen den man einfach mögen muss – man kommt einfach nicht drum rum. Doch nicht nur Jason sonder auch Hauptprotagonistin Chloe ist mir während der Story sehr ans Herz gewachsen. Sie ist stark, selbstständig und wirklich lieb. Sie ist keine von diesen „übertrieben emanzipierten Mädchen“ die unbedingt alles allein schaffen muss, egal was kommt. Sie kennt ihre Grenzen, lässt sich auch mal helfen und tut alles für ihre Freunde. Außerdem kann sie mit einer wirklich spannenden und überzeugend gestaltet Vergangenheit überzeugen.

Der Autorin ist es gelungen mich mit ihrer modernen Story in eine romantische Märchenwelt zu entführen. Besonders gut gefallen hat mir daran die humorvolle Atmosphäre. Dabei wirkt nichts aufgesetzt, übertrieben oder gespielt. Die Geschichte hat mir einfach gut gefallen. Sie ist leicht und hat ein angenehmes Spannungslevel und wenn man sich ein wenig auf die Figuren einlässt können sie einen auch gut mitnehmen.

Besonders gut hat mir die Liebesgeschichte gefallen, die die Autorin um Chloe und Jason gestrickt hat. Sie wirkt einfach irgendwie normal. Es gibt keine rosarote Welt und dann die mega Enttäuschung nur damit sich die beiden dann anschließend wieder vertragen. Die beiden wirken fast schon wie ein normales Pärchen. Klar gibt es Höhen und Tiefen aber ihre Geschichte entwickelt sich langsam und nicht überhastet. Klar ist hier und dort auch ein bisschen Kitsch zu finden, allerdings finde ich das Gesamtpaket durchaus gelungen. Ich bin wirklich begeistert.

Insgesamt vergebe ich für das Buch 4 von 4 Punkten.

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Fazit

Insgesamt bietet „Nicht mein Märchen“ einige märchenhafte Momente, aber auch ruhigere Augenblicke, erschreckende Sekunden und die ein oder andere Szene, die einen wirklich überraschend sein kann. E.M. Tippetts hat hier eine erfrischende Lovestory aufs Papier gebracht, die mich zufrieden zurückgelassen hat.

unterschrift-laura

„Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente“ – Peter Bognanni

DasBuch

MeinLebenOderEinHaufenUnvollkommenerMomente

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Verlag: Hanser


Ich dachte an den einen Abend zurück, den ich mit Jonah verbracht hatte. Auf der Party. Es war nicht besonders spektakulär oder romantisch gewesen. Und auch wenn sich der Rest als große Lüge herausgestellt hatte, so hatte ich doch immer noch die Erinnerung an diese Nacht. Dieser Moment war echt gewesen, und er gehörte mir. Für immer.


Klappentext

Getroffen haben sich Tess und Jonah nur ein einziges Mal. Obwohl sie sieben Monate zusammen waren. In dieser Zeit haben sie alles miteinander geteilt per Chat, Facebook, Tweets, haben sich herzzerreißende E-Mails geschrieben, ihr Innerstes preisgegeben, sich gegenseitig ihre Liebe erklärt. Und trotzdem hat Tess es nicht kommen sehen: Jonahs Selbstmord. Doch Tess sendet weiter Nachrichten an Jonah, ihre erste Liebe. Es ist ihre Art, die Trauer zu verarbeiten. Und eines Tages erhält sie tatsächlich Antwort … Ein außergewöhnlicher Roman über Tod und Abschied in Zeiten von Social Media und darüber, dass jedem Ende ein neuer Anfang – und vielleicht sogar eine neue Liebe – innewohnt.


Entscheidend ist: Ich will es selbst in der Hand haben. Ich will wissen, wann es passiert, und ich will mir meine letzte Tat selbst aussuchen können, wenn es so weit ist. Denn in letzter Zeit hatte ich ziemlich oft das Gefühl, keine Kontrolle mehr über mein Leben zu haben.


Bewertung

Wieder einmal ein Jugend-Roman. Zwischen all der anstrengenden Literatur und dem stressigen Alltag kann ich somit am besten entfliehen. Auch in diesem Young-Adult-Roman wurden viele wichtige und zum Teil tiefst erschütternde Themen angesprochen. Vor allem das Thema Tod und Depressionen spielen hierbei eine ausschlaggebende Rolle.

Nachdem sich Tess scheinbar große Liebe das Leben genommen hat, fällt sie in ein tiefes Loch aus dem es anscheinend kein Zurück gibt. Doch wie ernst schien es tatsächlich mit Jonah zu sein? Im Laufe der Geschichte kristallisiert sich immer mehr heraus, wie es wirklich um Jonah stand und welche Lügen sein Leben bereitgehalten hat. An sich hatte die Story echt viel Potenzial … aber genau da war auch der Haken. Mir kam es so vor als hätte Bognanni versucht alle seine vielen Ideen in diese kleine Geschichte zu stopfen. Es war mit der Zeit etwas unübersichtlich, verwirrend und einfach … zu viel.

Trotz alledem war Bognanni’s Schreibstil sehr gut. Aus Sicht der Protagonistin Tess geschrieben, hatte er den Stil einer Unterhaltung zwischen Freunden aufgefasst und auch beibehalten. Während des Lesens kam es mir stets so vor, als würde ich mit einer Freundin reden und ihren Problemen und Gedanken folgen.

Ein weiterer negativer Punkt: ich hasse Tess. Auch wenn viele die das Buch bereits gelesen haben es absolut nicht nachvollziehen können — ich hasse Tess wirklich. Sie war mir das ganze Buch über so extrem unsympathisch und überheblich. Aber wahrscheinlich macht es genau das ja auch aus – man regt sich während des Lesens auf und kann das Buch erst recht nicht mehr zur Seite legen. Wie gern würde ich Euch noch mehr zu der Geschichte erzählen, jedoch würde es zu sehr ins Detail gehen und ich würde ins Spoilern übergehen.

Das Cover ist sehr schlicht gehalten und hier bewährt sich der Spruch ‚Weniger ist mehr‘.

drei-punkte

Ich musste wegen Tess aber vor allem der überladenen Umsetzung der Geschichte einen Punkt abziehen.


PS: Ich glaube, Jonah wäre in dich verliebt gewesen, wenn er dazu in der Lage gewesen wäre, irgendjemanden zu lieben.


Fazit

Die Idee hat sehr viel Potenzial und hätte mit dem Schreibstil von Bognanni sicher sehr gut umgesetzt werden können. Es hätte sich mit dem Motto ‚weniger ist mehr‘ nicht nur auf das Cover, sondern vor allem auf die Geschichte bezogen werden sollen.  Auch wenn die Story an sich sehr gut ist und neben vielen nachdenklichen Themen auch Unterhaltung bereit hält, so war es ein Erschlagen von Fakten.

Ich kann es trotzdem Young-Adult-Fans empfehlen, sowie Lesern denen eine leichte Lektüre fehlt.


Es gibt genug andere Möglichkeiten, Gutes zu tun. Und du brauchst Zeit, um das herauszufinden. Mach deinen Schulabschluss. Geh aufs College. Finde heraus, was du willst. Finde heraus, was du nicht willst. Mach Fehler. Lass dir noch mal das Herz brechen. Und versuche, dich dabei anständig zu verhalten. So wird daraus ein Leben.


unterschrift-cindy

 

„Das Herz der Lilie“ – Sandra Regnier

DasBuch

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Verlag: impress


Klappentext

**Die gesamte Lilien-Reihe in einem Buch**

Ein ungewollter Zeitsprung an den Versailler Hof des 17. Jahrhunderts wirft die 16-jährige Julia komplett aus der Bahn. Plötzlich muss sie sich nicht nur mit einer völlig überholten Etikette auseinandersetzen, sondern sich auch in einer Welt undurchschaubarer höfischer Intrigen zurechtfinden. Gut, dass ihr zumindest der junge Graf von Montsauvan zur Seite steht. Nur dass seine Gegenwart ihr Leben schließlich noch um einiges komplizierter macht…


Bewertung

Was mich bei diesem Buch schon im Klappentext angesprochen hat, ist das Zeitreise-Thema. Als Leser wird man auch direkt mit der Zeitreise konfrontiert. Man hat nur wenige Seiten um sich in der Geschichte zurecht zu finden, bevor das große Treiben direkt losgeht. Hier hätten es für mich gern ein paar Seiten mehr sein dürfen, um Hauptprotagonistin Julia besser kennen zulernen.

Die Zeitreise als solche wurde anders umgesetzt, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte eher einen öfteren Wechsel zwischen den Zeiten im Kopf. Autorin Sandra Regnier hat hier allerdings eine andere Gestaltungsart gewählt und das Setting des Buches komplett in die Vergangenheit gesetzt. Das ist auf keinen Fall schlechter, eben nur anders als erwartet. Allerdings denke ich, dass der ein oder andere Sprung in der Zeit der Geschichte noch mehr Spannung gegeben hätte. Zudem hatte ich hier zur Beginn das ein oder andere Problemchen mit der Glaubwürdigkeit. Irgendwie schien sich Julia zu schnell mit der Situation abzufinden. Da hätte ich vor allem am Anfang mehr Widerstand gewünscht.

Dennoch fand ich Julia als Hauptprotagonistin insgesamt sehr spannend. Sie ist offenherzig, spontan und lässt sich nicht unterkriegen. Auch ihr männlicher Gegenpol Etienne wurde meiner Meinung nach authentisch und vielschichtig gestaltet. Er kann streng und hochnäsig sein, nur um im nächsten Moment seine liebevolle und fürsorgliche Seite zu zeigen.

Autorin Sandra Regnier kann für mich in diesem Buch nicht nur mit ihrem angenehmen und dynamischen Schreibstil, sondern auch mit der wirklich toll gelungenen Einbindung der französischen Geschichte punkten. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl hier wirklich ein kleines Stück der damaligen Ereignisse und Gegebenheiten miterleben zu können. Alles wirkte gut recherchiert. Zusätzlich kommt natürlich auch das Thema „Liebe“ nicht zu kurz. Verschiedene Gefühle wurden von der Autorin gut eingebunden ohne aber übertrieben und aufgesetzt zu wirken. Besonders gut fand ich, dass zu Beginn nicht die Liebesgeschichte im Mittelpunkt steht und das Buch dieser genug Raum gibt um sich langsam und glaubwürdig zu entwickeln.

Insgesamt vergebe ich 3 von 4 Punkten. Das Buch hat zwar kleine Schwächen kann diese aber durch viele positive Punkte ausgleichen.

drei-punkte


Fazit

„Das Herz der Lilie“ besticht mit einer zauberhaften Welt mit Intrigen, Geheimnissen, Freundschaft, Etikette und ganz großen Gefühlen. Dadurch können kleine Schwächen schnell vergessen werden.  Insgesamt hat mir das Lesen viel Spaß gemacht. Ein schönes Buch um abzuschalten und den Kopf ein bisschen aus dem Alltag herauszubekommen.

unterschrift-laura

„Ein bisschen wie Unendlichkeit“ – Harriet Reuter Hapgood

DasBuch

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Verlag: KJB


„Es kommt nicht auf die Melodie an, sondern auf die Lautstärke“


Klappentext

„So ist es, wenn man jemanden liebt. So ist es, wenn man um jemanden trauert. Ein bisschen wie Unendlichkeit.“

Als die Ferien anfangen, möchte Gottie eigentlich nur unter dem Apfelbaum liegen, in die Sterne schauen und über das Universum philosophieren. Doch dann taucht ihr bester Freund Thomas wieder auf, der vor einigen Jahren weggezogen war. Ein schicksalhafter Sommer beginnt – voller Fragen, galaxienverwirbelnder Geheimnisse und Küsse im Regen…


Ich kann wählen zwischen dem jetzigen Zustand – dem Anhalten der Zeit, damit meine Welt so wunderbar überschaubar bleibt – und dem Zerschmettern meines eigenen Herzens. Tja. Man reiche mir den Hammer.


Bewertung

Mein erster Gedanke zu dem Buch war: „Dieses Buch geht ans Herz.“ Eine zauberhaft erzählte Geschichte eines jungen Mädchens, welches erwachsen wird, mit ihren Gefühlen kämpft und sich quer durch die Zeit bewegt. Diesen Eindruck habe ich durch den Klappentext bekommen und im Nachhinein kann ich sagen, er war nicht komplett richtig, aber auch nicht komplett falsch.

Gottie, die eigentlich Margot H. Oppenheimer heißt, ist die Hauptprotagonistin dieses Buches. Als Leser begleitet man Gottie in einer schwierigen Zeit, sie ist in Trauer um ihren geliebten Großvater. Der nach ihren Beschreibungen lustige und lebensfrohe Alt-Hippi fehlt ihr in jeder Sekunde. Zusätzlich kehrt in dieser Zeit Thomas in ihr Leben zurück. Ihr Kindheitsfreund, der irgendwann weggezogen ist und zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte.

Zu Beginn war ich sehr gefesselt von der Geschichte. Ich bin gut hinein gekommen, konnte mich wunderbar mit den verschiedenen Figuren anfreunden und hatte einfach einen draht zu der Story selbst. Besonders Gottie und Thomas als Charaktere haben mich schnell in die Geschichte einsteigen lassen. Sie sind beide liebenswert und sympatisch, ein bisschen chaotisch und eben nicht „0815“. Man merkt sofort, dass sie eine tiefe Verbindung haben und auch nach der langen Zeit, in der sie voneinander getrennt eine Einheit bilden.

Gottie wird dabei immer wieder aus der Bahn geworfen, da ist es kein Wunder, dass ihr Leben aus den Fugen gerät und dieses Mal sogar aus den Fugen der Zeit. Sie findet sich immer wieder in kleineren und größeren Flashbacks wieder und scheint besondere Szenen aus der Vergangenheit wiederholt zu durchleben. Um diesen „Zeitreisen“ auf den Grund gehen zu können, begibt man sich als Leser zusammen mit Gottie auf die Suche nach der Ursache dieser Wurmlöcher. Was lässt sie entstehen? Gibt es eine mathematische Formel, die sie erklären kann? Hat es etwas mit Thomas‘ Rückkehr zu tun? Gottie nimmt sich der Fragen an, wie sie es am besten kann: sie schreibt Formeln und mathematische Theorien nieder und kommt Stück für Stück der Antwort näher.
Da Gottie ein Physik- und Mathegenie ist, beschreibt die Autorin diese Sachverhalten mit den entsprechenden fachlichen Gegebenheiten.

Diese Fachlichkeit macht für mich auch das Besondere dieses Buches aus und ich fand diese Gestaltung sehr gelungen. Leider konnte ich aber mit den ständigen Flashbacks nichts anfangen. Die haben mich irgendwie immer wieder aus meinem Lesefluss geworfen. Ich habe mich wirklich versucht darauf einzulassen, aber es wollte mir nicht so recht gelingen. Leider haben sie mich so mehr am lesen gehindert und gestört, als alles andere.

Deswegen vergebe ich auch 3 von 4 Punkten für das Buch.

drei-punkte


Ich fange an, mir Pi bis in die hundertste Dezimalstelle vorzusagen. Doch mein Hirn spielt nicht mit, es verheddert sich irgendwie: Und ich frage mich: Was wäre passiert, wenn Thomas mich vor fünf Jahren geküsst hätte? Oder wenn er niemals weggegangen wäre?


Fazit

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, leider konnte ich nichts mit den eingebauten „Zeitreisen“ anfangen, sie haben meine Lesefluss irgendwie behindert. Außerdem hatte ich auch das Gefühl, dass sie die Story nicht wirklich vorangebracht haben. Deswegen lässt mich das Buch nicht zu 100% zufrieden zurück.

unterschrift-laura