„Das Herz der Lilie“ – Sandra Regnier

DasBuch

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Verlag: impress


Klappentext

**Die gesamte Lilien-Reihe in einem Buch**

Ein ungewollter Zeitsprung an den Versailler Hof des 17. Jahrhunderts wirft die 16-jährige Julia komplett aus der Bahn. Plötzlich muss sie sich nicht nur mit einer völlig überholten Etikette auseinandersetzen, sondern sich auch in einer Welt undurchschaubarer höfischer Intrigen zurechtfinden. Gut, dass ihr zumindest der junge Graf von Montsauvan zur Seite steht. Nur dass seine Gegenwart ihr Leben schließlich noch um einiges komplizierter macht…


Bewertung

Was mich bei diesem Buch schon im Klappentext angesprochen hat, ist das Zeitreise-Thema. Als Leser wird man auch direkt mit der Zeitreise konfrontiert. Man hat nur wenige Seiten um sich in der Geschichte zurecht zu finden, bevor das große Treiben direkt losgeht. Hier hätten es für mich gern ein paar Seiten mehr sein dürfen, um Hauptprotagonistin Julia besser kennen zulernen.

Die Zeitreise als solche wurde anders umgesetzt, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte eher einen öfteren Wechsel zwischen den Zeiten im Kopf. Autorin Sandra Regnier hat hier allerdings eine andere Gestaltungsart gewählt und das Setting des Buches komplett in die Vergangenheit gesetzt. Das ist auf keinen Fall schlechter, eben nur anders als erwartet. Allerdings denke ich, dass der ein oder andere Sprung in der Zeit der Geschichte noch mehr Spannung gegeben hätte. Zudem hatte ich hier zur Beginn das ein oder andere Problemchen mit der Glaubwürdigkeit. Irgendwie schien sich Julia zu schnell mit der Situation abzufinden. Da hätte ich vor allem am Anfang mehr Widerstand gewünscht.

Dennoch fand ich Julia als Hauptprotagonistin insgesamt sehr spannend. Sie ist offenherzig, spontan und lässt sich nicht unterkriegen. Auch ihr männlicher Gegenpol Etienne wurde meiner Meinung nach authentisch und vielschichtig gestaltet. Er kann streng und hochnäsig sein, nur um im nächsten Moment seine liebevolle und fürsorgliche Seite zu zeigen.

Autorin Sandra Regnier kann für mich in diesem Buch nicht nur mit ihrem angenehmen und dynamischen Schreibstil, sondern auch mit der wirklich toll gelungenen Einbindung der französischen Geschichte punkten. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl hier wirklich ein kleines Stück der damaligen Ereignisse und Gegebenheiten miterleben zu können. Alles wirkte gut recherchiert. Zusätzlich kommt natürlich auch das Thema „Liebe“ nicht zu kurz. Verschiedene Gefühle wurden von der Autorin gut eingebunden ohne aber übertrieben und aufgesetzt zu wirken. Besonders gut fand ich, dass zu Beginn nicht die Liebesgeschichte im Mittelpunkt steht und das Buch dieser genug Raum gibt um sich langsam und glaubwürdig zu entwickeln.

Insgesamt vergebe ich 3 von 4 Punkten. Das Buch hat zwar kleine Schwächen kann diese aber durch viele positive Punkte ausgleichen.

drei-punkte


Fazit

„Das Herz der Lilie“ besticht mit einer zauberhaften Welt mit Intrigen, Geheimnissen, Freundschaft, Etikette und ganz großen Gefühlen. Dadurch können kleine Schwächen schnell vergessen werden.  Insgesamt hat mir das Lesen viel Spaß gemacht. Ein schönes Buch um abzuschalten und den Kopf ein bisschen aus dem Alltag herauszubekommen.

unterschrift-laura

„Federleicht – Wie der Kuss einer Fee“ – Marah Woolf

DasBuch

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Verlag: Selfpublishing


Klappentext

Cassian und Eliza wurden aus der magischen Welt verbannt, Rubin ist verschwunden und Sky völlig verzweifelt. Der einzige Lichtblick: Grace ist wieder da!
Aber Damian de Winter greift unerbittlich nach der Macht, um die magischen Völker zu unterjochen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er die zwei fehlenden Siegel für sich fordert.
Da erreicht Eliza eine Nachricht von Elisien, der Königin der Elfen, und sie muss entscheiden, wie viel sie riskiert, um die Magische Welt zu retten. Werden ihre Freunde und vor allem Cassian ihr zur Seite stehen oder muss sie sich ihrer Bestimmung allein stellen?

Bewertung

Da es sich bei „Federleicht – Wie der Kuss einer Fee“ um den 6. Teil der Federleicht-Reihe handelt, kann ich nicht garantieren, dass die Rezension spoilerfrei gestaltet ist 🙂
Als Leser begibt man sich auch in diesem Teil wieder mit Eliza auf das ein oder andere Abenteuer, so wie man es bereits aus den vorangegangenen Teilen gewohnt ist. Was mir hier besonders gut gefallen hat, ist dass Autorin Sarah Woolf dieses mal auf neue Settings verzichtet hat und uns wieder an bekannte Orte zurück führt und es so auch das ein oder andere Wiedersehen mit einigen Nebencharakteren gibt.
Ansonsten trifft man auch im 6. Teil der Reihe auf die guten alte Bekannten, wenn man es so sagen will. Neben Eliza und Cassian (die nun endlich zusammen gefunden haben), sind auch Sky, Frazer und Rubin wieder mit von der Partie. Doch irgendwie vermisse ich in diesem Buch die Entwicklung der Charaktere. Ich hatte hin und wieder das Gefühl, mich in alten Mustern wiederzufinden. Cassian will alles bestimmen und Eliza ist mutig aber teilweise auch naiv und dadurch extrem unvorsichtig. An manchen Stellen der Geschichte kam es mal mehr und an anderen wieder weniger durch. Vor allem da Cassian nun zu seinen Gefühlen und damit zu Eliza steht hatte ich mir da irgendwie eine größere Veränderung erhofft.
Durch verschiedene Geschehnisse im vorangegangenen Teil, wie beispielsweise Viktors Tod, scheint die Gruppe der Figuren auch recht zerrissen, was ich auch ein bisschen Schade fand, jedoch denke ich, dass hier stark auf den finalen 7. Teil hingearbeitet wird.
Auch an der Story erkennt man meiner Meinung nach einen „Vorbereitungsteil“ wenn man es so nennen möchte. Es geschieht effektiv nicht so viel wie in den anderen Büchern, das Level an Action wird hier ein bisschen nach unten geschraubt. Allerdings erscheint mir das, was passiert essentiel für das große Finale. Ich werde mich also überraschen lassen, was mich im 7. Buch der Federleicht-Reihe erwartet wird.
Zum Schreibstil als solches werde ich jetzt nur sehr wenig sagen: er ist flüssig und toll zu lesen wie ich es von Marah Woolf gewohnt bin.
Insgesamt vergebe ich für dieses Buch 3 von 4 möglichen Punkten.
drei-punkte

Fazit

„Federleicht – Wie der Kuss einer Fee“ ist für mich ein schönes Buch, dass sich flüssig lesen lässt. Jedoch steht er seinen Vorgängern doch in einigen Punkten nach. Ich hoffe, dass es sich hier um einen klassischen Vorbereitungsteil für das große Finale handelt und das eben dieses mich dann wider vom Hocker hauen wird.
unterschrift-laura

„Die Tränen der Göttin (1) – Erwacht“ – Bettina Auer

DasBuch

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Verlag: Zeilengold


Klappentext

Dass dieser Tag kommen würde, stand für Káyra immer fest… aber so? Mitten in der Nacht wird sie von Semar, einem Priester, entführt und auf die Festung Lýdris verschleppt. Dort soll Semar sie auf ihre Aufgabe als Auserwählte der Heiligen Göttin vorbereiten. Was diese beinhaltet, vermag Káyra jedoch keiner zu sagen. Eines aber ist gewiss – ihr Überleben ist nicht eingeplant.


„Schon bald wird das Böse wieder über uns hereinbrechen. Es ist Zeit, zu handeln.“


Bewertung

Ich habe mir überlegt, die heutige Bewertung etwas anders aufzubauen, als sonst. Normalerweise fange ich immer mit dem Positiven an, fragt mich nicht warum, es ist einfach meine Art. 🙂
Heute soll es aber anders laufen, ich fange mit dem negativen an:

Das Buch ist eindeutig zu kurz 😀

Ich will mehr! Mehr von den Protagonisten, mehr von dieser Welt und mehr von der Geschichte. Mir waren die 71 Seiten zu wenig, so ein toller Beginn und dann war es auch schon wieder zu Ende – dass konnte ich nur schwer verkraften, denn ich hatte mich gerade angefangen in dieses Buch zu verlieben.

Aber dabei handelt es sich wohl eher um ein Luxus-Problem, wie ich mir selbst eingestehen muss. Denn andere negative Punkte oder Kleinigkeiten kann ich euch nicht aufzählen – wie auch, es gibt schließlich aus meiner Sicht keine.
Bettina Auer überzeugt von der ersten Zeile an mit einem leichten und flüssigen Schreibstil, der einen sofort einnimmt und einfach überzeugend wirkt. Nichts scheint gekünstelt oder überspitzt. So kann man sich ganz einfach immer mehr in die einzigartige Geschichte fallen lassen.

Ein Punkt der mich von Beginn an überzeugt hat, waren die Protagonisten. Sie wirken alle unglaublich überzeugen und derzeit mag ich sie auch alle – sogar die, die sich als vermeintlich die Bösen heraus kristallisieren werden. Die Autorin hat hier übrigens etwas geschafft, was bisher kaum jemand bei mir ausgelöst hat: ich bin mir bei jedem Protagonisten, außer der Hauptprotagonistin Káyra, absolut unsicher was die weitere Entwicklung betrifft. Und das macht mich schon ein bisschen fuchsig… ich bin nicht neugierig… doch ich bin es ich brauch mich nicht herausreden 😀 . Mir als Leserin fällt es auch nach weiterem Nachdenken und Grübeln noch schwer mich festzulegen bezüglich „Wer ist gut“ und „Wer ist böse“. Und genau dieser Punkt bringt mich wieder zurück an den Anfang meiner Rezension. Ich will mehr von dieser Welt, ich will mehr erfahren über die Protagonisten und die Legenden um die Göttin. Und genau deshalb freue ich mich schon jetzt auf jeden weiteren Teil der erscheinen wird und erwarte jeden einzelnen sehnsüchtig.

Außerdem möchte ich dieses wirklich einzigartige und wunderschöne Cover noch hervorheben – jedes mal, wenn ich mein Tablett eingeschaltet habe und das e-Book öffenete, musste ich lächeln, weil ich es einfach überwältigend finde. Da macht das Lesen doch gleich noch viel mehr Spaß.

Insgesamt vergebe ich 3 von 4 Punkten – für ein Romantasy-Buch, das mir wirklich gut gefallen hat und von dessen Fortsetzungen ich mir noch vieles erhoffe. Hoffentlich vergeht die Zeit bis zum nächsten Teil schnell.

drei-punkte


Fazit

Mit 71 Seiten ist dieses Buch zwar recht kurz gehalten, aber dafür macht jede der Seiten unheimlich viel Spaß beim lesen. Ich habe es genossen mich in diese neue und unbekannte Fantasy-Welt versinken zu lassen. Durch den leichten Schreibstil und die überzeugenden Protagonisten konnte mich die Geschichte von Beginn an überzeugen. Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzungen.

unterschrift-laura