„Nation Alpha“ – Christin Thomas

DasBuch

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Verlag: Zeilengold


Ich bin auch ein Mensch. Ich verdiene einen Namen und ein Preischild, auf dem Unbezahlbar steht.


Klappentext

Ich bin eine Omega. Wir werden als Sklaven für die Königsrasse der Alphas gezüchtet und haben keine Rechte, keinen Namen, kein Leben. Man behandelt uns nicht wie Menschen, sondern wie Ware. Nach dreihundertjährigem Martyrium wollen die Alphas uns auslöschen und durch Maschinen ersetzen. Meine Zeit ist abgelaufen, falls der verzweifelte Rettungsplan nicht gelingt. Doch wer würde darauf bauen, wenn die sogenannten Retter selbst Alphas sind? Kann ich ihnen vertrauen oder ist unser Untergang bereits besiegelt?


Wo bist du? Wo, wenn nicht hier bei mir, während du zusiehst wie ich leide?


Bewertung

„Nation Alpha“ beschäftigt sich mit einem Thema, dass meiner Meinung nach jeden etwas angeht: Rassismus. Autorin Christin Thomas hat in ihrem Werk eine Welt geschaffen, in der Rassismus offen ausgelebt wird und sogar von der Regierung vorgelebt und gesetzlich vorgeschrieben wird. Die Alphas (weiße Menschen) herrschen über die Omegas (Menschen mit dunkler Haut). In dieser Welt sind Omegas Sklaven, sie dienen zum arbeiten, dürfen nicht sprechen und werden für jeden Fehler schwer bestraft.

Als Leser wird man in diese Welt hinein geworfen und lernt gleich zu Beginn Grace kennen. Grace ist eine junge Omega. Ihr bisheriges Leben war geprägt von Schmerz und Traurigkeit. Ich habe Grace als eine junge, liebenswerte Frau kennengelernt. Tief in ihr schlummert auch ein gewisser Mut und auch eine Menge Wut und Unverständnis, was sich allerdings alles hinter einer Mauer aus Angst versteckt. Man erfährt nicht viel über Grace, was daran liegt, dass sie selbst nahezu nichts über sich weiß – ihr Leben bestand bisher nur aus Herren, denen sie diente. Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich so auch ein paar Problemchen damit hatte mit ihr warm zu werden, irgendwie wollte es sogar bis zum Ende nicht recht klappen.
Ähnlich erging es mir leider auch mit den anderen Charakteren dieses Buches. Ich habe nicht das Gefühl einen von ihnen komplett kennen gelernt zu haben. Es wirkt eher als hätte man nur einen kleinen Ausschnitt aus ihren jeweiligen Leben und ihrer gesamten Gefühlswelt mitbekommen. Hier hätte ich mir einfach ein bisschen mehr gewünscht, um mich noch besser in die Figuren hinein versetzen zu können.

Wie bereits der Klappentext verrät dreht sich die Story zu einem großen Teil um die Rettung der Omegas. Im Mittelpunkt steht auch hier natürlich Grace. Sie ist dazu auserwählt worden die erste gerettete Omega zu sein. Da die Handlung aus ihrer Sicht geschildert wird bekommt man leider nicht so viel mit, was die Hintergründe der Rettung anbelangt. Für mich waren die Beweggründe der unterstützenden Alphas zwar nachvollziehbar, aber wurden irgendwie ein bisschen schwammig und zu kurzatmig abgehandelt. Ich habe einfach die Veränderung in ihrer Sichtweise nicht verstanden. Große Alphas werden so innerhalb weniger Seiten zu den wichtigsten Drahtziehern – eine Entwicklung die mir einfach zu schnell und zu geplant erscheint.

Leider haben somit einige Punkte dazu beigetragen, dass mich das Buch nicht vom Hocker gehauen hat. Deshalb vergebe ich 2 von 4 Punkten.

zwei-punkte


„Glaub mir, egal was du tust, all das lässt sich nicht ändern. Wer Hass sät, kann keine Liebe ernten. Und die Saat in diesem Land ist schon seit Ewigkeiten vergifet.“


Fazit

Die Thematik des Buches ist wirklich wichtig und geht wirklich jeden etwas an. Allerdings konnte ich mich mit der für mich zu konstruierten Geschichte und den doch recht undurchsichtigen Charakteren nicht anfreunden. Der Story wohnt eigentlich ein riesen Potential inne, was meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft wurde.

unterschrift-laura

 

„Der DaVinci Fluch“ – Katharina Sommer

DasBuch

Davinci-Fluch

Verlag: Zeilengold


Auch gemeine Menschen müssen leben, das ist das Gleichgewicht der Natur…


Klappentext

„Menschen jagen Hexen – Hexen jagen die Zeit…“

Eine Welt voller Magie, eine Welt ohne die berühmte Mona-Lisa.

Als Carrie ihre magischen Kräfte verliert, muss sie auf eine französische Privatschule wechseln. Ab sofort bestimmen nicht mehr Zaubersprüche, sondern Zicken und Hausaufgaben ihren Alltag. Auch Francis, Sahneschnittchen Nummer eins, macht ihr das Leben alles andere als einfach. Doch als er erfährt, wer ihre Vorfahren sind, verwandelt sich sein Hass in verdächtig intensives Interesse.
Ist sie bereit ihm zu helfen? Vor allem wenn dabei eine Möglichkeit für sie herausspringt, ihre alten Kräfte wiederzuerlangen? Eine magische Reise in die Vergangenheit beginnt…


Er brauchte meine Hilfe aber war ich bereit, für ihn mein Leben aufs Spiel zu setzen?


Bewertung

Morgen am 08.03.2018 wird dieses wirklich schöne Buch erscheinen – ich hatte die wundervolle Ehre es vorab lesen zu dürfen! 🙂
Was ich von dem Buch halte könnte ihr hier lesen.

Als ich den Klappentext gelesen habe war ich das erste mal hin und weg – als ich das Cover gesehen habe war ich es das zweite mal. Beides hat mich sofort überzeugt und ich war wirklich mega gespannt auf die Story.

Die Story beginnt angenehm lassen. Die Autorin Katharina Sommer lässt uns als Leser ein bisschen Zeit um Hauptprotagonistin Carrie erst einmal ein wenig kennen zu lernen, bevor wir uns mit ihr in ihre neue Welt und ihr neues Leben eintauchen. Carrie war mir sofort super sympatisch. Sie ist ein bisschen chaotisch, super lieb und hat auch ein bisschen eine große Klappe. Bei ihr ist das Herz genau auf dem rechten Fleck. Anders sieht es bei ihrem männlichen Gegenpol aus – zumindest zu Beginn. Von Francis war ich zu Beginn ein wenig genervt – genau wie Carrie, was wieder zeigt wie gut ich mich mit ihr identifizieren konnte. Ich konnte sein Verhalten nicht richtig einordnen und wusste nicht so richtig was er vor hat. Das hat den Spannungsbogen auf den ersten Seiten aber auf ein angenehmes Level gehoben und ich habe die Seiten nur so verschlungen weil ich endlich erfahren wollte was er eigentlich will.

Diese Auflösung verpackt die Autorin in einer wirklich tollen Wendung, die ich so auf keinen Fall habe kommen sehen. Katharina Sommer hat es geschafft hier eine wirklich schön zu lesende Zeitreise-Story einzuflechten die sich logisch aufbaut. Was ich besonders toll fand war, dass sie die Thematik „Was passiert wenn sich die Vergangenheit ändert“ immer wieder in die Geschichte eingeflochten hat. Das fehlt mir in anderen Büchern oft.

Mit kleineren und größeren Plottwists und ein paar ungeahnten Überraschungen hat es die Autorin geschafft die Spannung immer auf einem angenehmen Level zu halten, so dass ich das Buch in wenigen Stunden durchgelesen habe.

Der einzige kleine Kritikpunkt den ich habe, ist, dass ich an ein-zwei Stellen das Gefühl hatte, dass die Story irgendwie in eine bestimmte Richtung gedrängt wurde. Ich kann es nicht richtig beschreiben. Es ist ein wenig als hätte die Autorin gewusst wo sie hin will und den Weg dorthin einfach ein bisschen zu schnell gesucht. Aber im Vergleich zu dem sonst wirklich tollen Buch sind das wirklich nur Kleinigkeiten.

Der Cliffhanger am Ende war allerdings richtig böse – wie soll man da nur so lange warten können, bis die Fortsetzung erscheint? Ich muss die Auflösung einfach wissen und freue mich schon riesig auf ein Wiedersehen mit Carrie und Francis.

Insgesamt vergebe ich 3 von 4 Punkten für das Buch.

drei-punkte


Fazit

Allen die Lust auf einen schönen Zeitreiseroman haben, den kann ich „Der DaVinci Fluch“ wirklich empfehlen. Besonders die insgesamt witzigen und super sympatischen Charaktere die ich auf nur wenigen Seiten lieb gewonnen habe und die wirkliche tolle Bearbeitung der Zeitreisenthematik konnten mich überzeugen und kleine Kritikpunkte wettmachen. Ich kann es euch wirklich ans Herz legen 🙂

unterschrift-laura

„Vom Wind geküsst“ – Lin Rina

DasBuch

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Verlag: Zeilengold


Klappentext

Als letzte Überlebende des Windvolks will Cate nur eins: Ein Leben in Freiheit. Doch das ständige Versteckspiel beim Feuervolk lässt das nicht zu. Als auch noch ihre Gefühle verrücktspielen und der Wind spurlos verschwindet, steht plötzlich alles auf dem Spiel.
Nichts ist mehr sicher, nicht einmal sie selbst. Stattdessen erwachen zerstörerische Kräfte in ihr zum Leben …


Bewertung

Ich möchte es gleich vorab sagen: Ich fand „Vom Wind geküsst“ von Lin Rina einfach klasse. So – das musste einfach gesagt werden. Für mich passt bei diesem Buch einfach alles.

Für mich beginnt dieses wunderbare Gesamtpaket schon beim Cover – auf den ersten Blick ist es nicht so aufregend und nicht so extrem auffällig gestaltet wie andere Cover. Aber ich finde es vor allem im nachhinein sehr passend. Wenn ich es anschaue, erinnert es mich an die Hauptprotagonistin. Und darum geht es ja – das Cover soll im Zusammenhang mit dem Buch stehen und das klappt hier wirklich wunderbar, denn auch Cate scheint im ersten Moment ruhig und mit so unglaublich viel Liebe gestaltet.

Ich habe Cate direkt in mein Herz geschlossen. Sie wirkt oft so sicher, weiß was ihr wichtig ist und würde alles, wirklich alles für die Menschen geben, mit denen sie über das Land zieht, denn sie bedeuten ihr genauso viel wie die Familie, die sie verloren hat. Und trotzdem lässt Autorin Lin Rina sie ein junges Mädchen sein, das sich verliebt und manchmal nicht so recht weiß wohin mit ihren Gefühlen. Diese Figurengestaltung hat mir wirklich unheimlich gut gefallen. Doch nicht nur Cate sondern auch alle anderen Charaktere wurden sehr liebevoll gestaltet. Allen vorn Justus, der männliche Hauptprotagonist. Ja auch er macht mal Fehler aber er hat eine Eigenschaft NICHT: er benimmt sich nicht wie ein Arsch. Denn das wird meiner Meinung nach viel zu oft in männliche Charaktere hineingeschrieben. Justus kann hitzig sein, aber er ist auch von Beginn an fürsorglich und an anderen interessiert. Er gehört für mich ganz klar zu den Figuren, die ich mir zu gern aus dem Buch herauslesen würde.

Auch die Thematik die Lin Rina in diesem Buch eingebaut hat, das beherrschen und lenken von verschiedenen Elementen finde ich toll. Sie hat Luft bzw. Feuer als Elemente eingebaut und damit genau meinen Geschmack getroffen. Sowohl die Wind- als auch die Feuermagie sind sehr toll beschrieben und die Autorin verzichtet größtenteils auf bekannte Elemente, so dass es richtig Spaß macht diese Welt zu entdecken und neue Erfahrungen zusammen mit den Charakteren zu sammeln. Auch dieser Punkt war für mich etwas besonderes, denn die einzelnen Figuren kennen ihre Fähigkeiten selbst noch nicht genau und man entwickelt sich quasi mit ihnen zusammen.

Zusätzlich konnte mich dieses Buch durch den wunderbaren Schreibstil der Autorin begeistern. Ich finde diesem Buch wohnt irgendwie ein bisschen Warmherzigkeit inne, man merkt als Leser, wie viel Liebe Lin Rina hier investiert hat. Mir hat wirklich jede Seite aufs neue viel Spaß bereitet und ich wollte immer sofort wissen wie es weiter geht. Deswegen konnte ich das Buch auch kaum weglegen und habe die ca. 500 Seiten fast schon „inhaliert“.

„Vom Wind geküsst“ ist einfach ein wahnsinnig tolles Buch. Deswegen vergebe ich 4 von 4 Punkten.

vier-punkte


Fazit

Mit „Vom Wind geküsst“ hat der Zeilengold Verlag ein Buch veröffentlicht, dass mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern konnte. Ich fand es wirklich toll und kann es nur empfehlen. Vielen Dank an den Verlag, dass ich das Buch als Rezensionsexemplar lesen durfte, es ist mir wirklich sehr ans Herz gewachsen. ♥

unterschrift-laura

„Der Zauber des Winters“ – Nadine Skonetzki [Hrsg.]

DasBuch

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Verlag: Zeilengold


Wer sagt uns, was real ist und was nicht?
Wer kneift uns, wenn wir glauben zu träumen?


Klappentext

Winterliche Zeilen voller Magie

Ob am Hindukusch, in Griechenland oder fantastischen Welten, die Winter- und Weihnachtszeit hat überall ihren ganz besonderen Charme. Einsame Mädchen finden ein Zuhause, Feen werden von Flüchen erlöst und dem Weihnachtsmann ist kein Kinderwunsch zu ausgefallen, um ihn zu erfüllen.

Zehn wundervolle Geschichten warten nur darauf, dich auf Schiffe, Ballnächte und Waldlichtungen zu entführen, dich zu verzaubern und am Ende ein wenig nachdenklich zurückzulassen. Die erste Zeilengoldanthologie vereint in einzigartiger Weise die Geschichten des Winters mit Botschaften, die direkt ins Herz gehen.


Die besten Tage sind immer die, an denen etwas Überraschendes passiert. So wie heute.


Bewertung

„Der Zauber des Winters“ war die erste Anthologie, die ich gelesen habe. Vorher habe ich mich nie so richtig an diese Bücher herangewagt – sind die Geschichten doch recht kurz und damit einfach anders als „normale Bücher“. Da ich mir aber vorgenommen habe mich immer wieder aus meinem Komfort-Lesebereich herauszuwagen, habe ich diese Chance genutzt und mich wirklich sehr über das e-book gefreut.

Alle Geschichten, die in dieser Sammlung vereint wurden, haben eins gemeinsam: das Thema. Überall geht es um den Winter bzw. um Weihnachten, oder es sind zuminest winterliche elemente enthalten. Das war für mich auch der Hauptgrund, weswegen ich die Anthologie lesen wollte, mit Weihnachten bekommt man mich einfach immer rum.
Außer dem Thema, konnte ich allerdings noch eine kleine Gemeinsamkeit entdecken: der Schreibstil – zwar ist jede Geschichte natrülich im persönlichen Stil des jeweiligen Autors verfasst, allerdings wirken sie alle leicht, flüssig zu lesen und schaffen wunderschöne Bilder. Die einzelnen Erzählungen stehen für sich, schaffen aber doch irgendwie ein angenehmes Gesamtbild.

Insgesamt finde ich die Anthologie toll, um neue Autoren zu entdecken und kennen zu lernen.

Hazel und Mara – Lilith Korn
Das Thema hinter dieser Geschichte muss man mögen, mein Fall war es nicht. Ein Horror-Weihanchtsmann schockt mich einfach zu sehr – ich finde aber auch den Grinch schrecklich. Auf jeden Fall wird hier die Weihanchtsthematik mal auf einem anderen Werg aufgegriffen. Mara ist hier die Protagonistin und erlebt zusammen mit der süßen Fee Hazel ein weihnachtliches Abenteuer.

Die Geschichte der ewigen Nacht – Ney Sceatcher
Diese Erzählung gehört zu meinen Lieblingen in diesem Buch. Ney Sceatcher schreibt so wunderschön, traurig und intensiv, ich habe mich schlichtweg verliebt. Auch die Geschichte selbst hat mir gefallen und ich finde, sie macht Lust auf mehr, da ich einfach zugern wissen würde, wie es weiter geht mit dem Mädchen, dem jäger und dem Fluch.

Das Feuer in mir – Nicole Obermeier
„Das Feuer in mir“ widmet sich ganz der kalten Jahreszeit: dem Winter. Die Kälte wurde beim Lesen fast spürbar. In nur wenigen Seiten schafft es die Autorin hier von einem Geheimnis bis zu einem kleinen Happy End. Allerdings hatte ich vor allem hier das Gefühl, das der Story selbst ein größerer Seitenumfang gut getan hätte – Potential war auf jeden Fall vorhanden.

Wellen in der Nacht – Kat Rupin
Die Autorin spricht in ihrer Geschichte eine wichtige und auch aktuelle Thematik an: das Leid der Flüchtlinge auf dem Weg über das Mittelmeer. Ich fand die Erzählung auch gut geschrieben, allerdings passt sie für mich nicht so recht in die Anthologie rein. Sie ist wirklich gut, aber mir fehlt leider das klare Weihanchts- bzw. Wintermotiv.

Weihnachten am Hindukusch – Sabrina Schuh
Diese Kurzgeschichte hat für mich wirklich etwas besonderes an sich. Im Mittelpunkt steht ein US Private, der Weihnachten in einem Kriegsgebiet verbringen muss und deshalb nicht zu Hause, bei seiner Familie sein kann. Zwar fand ich die Story selbst ein wenig unrealistisch, aber es ist schließlich Weihnachten, da will ich es nicht so eng sehen.

Die Schneespielerin – Lina Rina
Dieser Erzählung verkörpert für mich ein tolles Beispiel für den Teil einer Anthologie. Es geht hier um Miss Amité, eine Cellistin mit einem ganz besonderen Talent. Lina Rina baut hier auf wenigen Seiten aus einer Famileifehde und einem kleinen fantastischen Element eine Geschichte die in sich geschlossen ist, eine Botschaft beinhaltet und auch zu einem schönen Ende findet.

Unter den Sternen – Bettina Auer
Eine angenehme Geschichte, die bei mir leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte. Ich mochte zwar die Story selbst, allerdings war mir auch hier das weihanchtliche bzw. winterliche Motiv zu klein geraten. Allerdings hat es mir gut gefallen, dass die Autorin fast schon auf märchenhafte Weise die Thematik des klassenunterschiedes aufgegriffen hat – es hat mich beinahe an ein Aschenputtel in einer anderen Zeit erinnert.

Zwischen Schokomännern und Weihnachtsküssen – Mariella Heyd
Für mich die beste Kurzgeschichte in diesem Buch. Ich fand die Thematik sehr gelungen, die Betrachtung derer die Arbeiten um anderen Menschen ein schönes Weihnachten zu ermöglichen, finde ich einfach toll. Dazu kommt noch eine kleine Liebesgeschichte (wer sagt dazu in der Weihnachtszeit nein?). Für mich packt Mariella Heyd viele tolle Elemente in einen kleinen Rahmen, schafft ein süßes Happy End und schließt die Geschichte rundherum ab. Ich hatte hier zu keinen Punkt das Gefühl, dass etwas Fehlt oder ich mehr erfahren müsste. Einfach eine tolle Kurzgeschichte.

Jack & Luchs – Salome Fuchs
Eine wirklich niedliche Geschichte. Im Mittelpunkt steht eine kleine, arme Familie die nichts mehr im Leben hat. Die Autorin schreibt für mich sehr erzählerisch und bildhaft und beschert mit ihrer Erzählung nicht nur der kleinen Familie sondern auch allen Lesern ein Weihnachtswunder.

Das Fest der Liebe – Christin Thomas
Hier gibt es den Weihnachtsmann wirklich (insgeheim habe ich es doch immer gewusst!) und im Mittelpunkt steht seine Werkstatt, die dank seiner Sekretärin Emma Weiß am laufen gehalten wird. Auch hier passiert ein wunderschönes Weihanchtwunder das auch noch eines der akutellsten und doch sehr wenig besprochenen Themen behandelt: die Organspende. Trotz dieser ernsten Thematik schafft es die Autorin trotzdem einen schönen Weihnachtlichen Rahmen aufzubauen – ganz toll!


Zeit können wir nur einander schenken.


Fazit

Eine Anthologie mit Höhen und Tiefen – ich denke aber, dass das für Sammlungen von Kurzgeschichten normal ist. Es kann einem schließlich nicht alles gefallen. Da mich aber ein paar Geschichten wirklich komplett überzeugen konnten, gebe ich 3 von 4 Punkten.

drei-punkte

unterschrift-laura

Eonvár-Zwischen den Welten – Kat Rupin

DasBuch

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Verlag: Zeilengold


Magie, eine andere Welt, unerklärliche Wunder – wie hatte sich ihr Leben nur so schnell auf den Kopf gestellt?


Klappentext

Nichts vermag die toughe Elisa zu stoppen. Weder die Hindernisse des Alltags noch das raue Leben in der Großstadt. Plötzlich taucht ihr lange verschollener Jugendfreund Gabriel auf – und mit ihm die Chance, in einer magischen Welt voller Abenteuer zu leben. Elisa steht vor einer schweren Entscheidung. Nur wer sich vollkommen von der irdischen Welt trennt, darf in Eonvár bleiben. Doch ist das Leben als Hexe und ohne Rollstuhl wirklich das, was sie sich wünscht? Kann sie die Menschen, die sie liebt, zurücklassen? Statt eine Wahl zu treffen, beginnt Elisa ein gefährliches Doppelleben zwischen den Welten.


Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.


Bewertung

Bei „Eonvár“ handelt es sich um den Debüt-Roman von Kat Rupin – und ich kann euch sagen: besser kann man es eigentlich nicht machen.

Die Autorin schafft in diesem Buch eine Welt, die einfach sagenhaft ist. Sie steckt voller Magie, ist wahnsinnig vielfältig, bunt, wunderschön und kann gelichzeitig unheimlich grausam sein. Die Fantasie von Kat Rupin scheint sich in ihrem Buch wirklich bis ins Unendliche entfaltet zu haben – egal ob Gestaltenwandler, Gedankenspäher, fantastische Tiere oder magische Bäume, die Schönheit dieser Welt kennt keine Grenzen.

Als Leser darf man in diesem Buch der Hauptprotagonistin Elisa über die Schulter spähen. Mit ihr hat die Autorin vieles verkörpert, was ich mir von einer weiblichen Hauptprotagonistin erhoffe, denn sie ist mit Sicherheit vieles, aber nicht perfekt. Wer kennt sie nicht, die Mädchen, die sich für hässlich halten, sich als Außenseiter fühlen und während des Romans quasi bemerken das sie unfassbar toll sind, und die dann nahzu perfekt scheinen? Kat Rupin hat mit Elisa eine junge Frau erschaffen, die diesem Klischee in keinster Weise ähnelt. Sie macht ständig was kaputt, redet schneller als sie denkt und hat eine sehr direkte Art. Sie sitzt im Rollstuhl, ist dabei die personifizierte Sturheit und will alles alleine stemmen. Trotzdem hat sie aber ein unfassbar großes Herz und würde alles für die Menschen tun die sie liebt, allen voran ihre beste Freundin.
Als Gegenpol hat Kat Rupin Gabriel ins Leben gerufen – den Ruhepol des Buches. Er ist ein unheimlich lieber Kerl, den man am liebsten ständig in den Arm nehmen würde. Bei dem Aufeinandertreffen dieser beiden starken Charaktere ist der ein oder andere Konflikt natrülich vorprogrammiert – genauso wie diverese Abendteuer die mal mehr und mal weniger gut ausgehen. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass neben den Hauptprotagonisten auch die Nebencharaktere sehr liebevoll gestaltet wurden.

Neben der einzigartigen Welt und den tollen Charakteren kann die Autorin aber auch durch ihren Schreibstil überzeugen. Davon war ich wirklich sehr positiv überrascht – es handelt sich ja wie gesagt um ihr erstes Buch, ich habe daher mit kleinen holperern im Lesefluss oder auch kleineren Längen gerechnet, die ich ihr aber nicht übel genommen hätte. Aber nichts davon ist mir über den Weg gelaufen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, sie schlägt während des ganzes Buches ein gutes Tempo an und nimmt den Leser immer wieder mit in spannende Szenen, wodurch sich dieses Buch für mich zu einem echten Pageturner entwickelt hat.

Und weil das nicht ausreicht (ich kann die Autorin ja verstehen, wenn man schon zu so einem Hammer ausholt, dann auch richtig), ist auch das Cover auch noch ein Traum! Ich finde es einfach wunderschön und es passt meiner Meinung nach auch noch wahnsinnig toll zu der Geschichte.

Bei den ganzen positiven Punkten, kann man doch nur die volle Punktzahl (4 von 4) vergeben!

vier-punkte


„In der Magie des Wortes findet sich eine Heimat für jeden, der liest.“


Fazit

Ein geniales Debüt. Besser kann man es nicht zusammenfassen. Eine tolle Welt, liebevoll gestaltete Charaktere und ein schöner Schreibstil überzeugen hier auf ganzer Linie. Für „Eonvár“ kann ich ganz klar eine Leseempfehlung geben !

unterschrift-laura

Die Braut des blauen Raben – Mariella Heyd

DasBuch

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Verlag: Zeilengold


„Ich glaube nur das, was ich sehe.“
„Dann sieh genauer hin. Lerne, nicht bloß mit deinen Augen zu sehen. Sieh mit deinem Herzen und deinem Verstand.“


Klappentext

Dank der Hellseherin Manteia sind die Raben und mit ihnen die Albträume seit Jahren aus dem Dorf verschwunden. Doch nach der jährlichen Hochzeitszeremonie fallen sie plötzlich scharenweise in Czarny Kruku ein und alte Ängste erwachen unter den Bewohnern. Sinnt der verlorene Junggeselle, dem man seine Braut Lobna vorenthalten will, auf Rache? Und was hat das alles mit der Rabenfrau Waleska zu tun? Voller Panik jagen die Dorfbewohner das Mädchen in die Wälder, ohne zu ahnen, welch dunkle Geheimnisse sich dort verbergen.


Nur wer liebt, der lebt. Und wer lebt, muss zwangsläufig lieben.


Bewertung

Wie ein einzigartiges Märchen nimmt „Die Braut des blauen Raben“ den Leser mit in eine slawische Welt, voller Magie und Zauber. Wenn ich es nicht besser wüsste, wäre ich von der ersten Seite an überzeugt gewesen, nicht in dem neusten Buch von Mariella Heyd, sondern in einem alten Märchenbuch zu lesen.

Dabei bilden das Setting, die Figuren und natürlich auch die Geschichte selbst ein vollkommen harmonisches Bild, welches vom ersten bis zum letzten Satz aufrecht erhalten wird. In diese  Welt kann der Leser von Beginn an hinein sinken lassen. Mich persönlich hat das Buch von der ersten Zeile an gepackt. Vor allem das Setting hat es mir angetan. Das durch die Autorin erweckte, salwaische Dorf Czarny Kruku bildet meiner Meinung nach den idealen Ausgangspunkt für diese mystische Geschichte, scheint es doch selbst voller Zauber zu sein. Außerdem ist die Verbindung der Einwohner zu diesem besonderen Ort, an vielen Stellen des Buches nahezu greifbar. Durch die Beschreibungen der Autorin wird das Dorf mit jeder Seite lebendiger. Ich konnte es immer vor mir sehen – alt und vom Schicksal geprägt. Genauso liebevoll wie Czatny Kruku wurden auch die Einwohner gestaltet. Jeder Charakter war dabei einzigartig in der Geschichte – jeder Protagonist ist einzigartig. Was mir besonders gefallen hat ist, dass jede Figur, die man während der Geschichte kennenlernt auch eine Bedeutung für deren Ende hat. Niemand scheint überflüssig zu sein, jeder hat seinen bestimmten Platz im Großen und Ganzen – auch wenn dieser nicht von Anfang an klar ist. Besonders die Hauptprotagonistin Lobna sticht in diesem Buch hervor, wahrscheinlich weil sie eben NICHT eines der naiven Mädchen ist, welches vor allem die große Liebe sucht (wie sie einem ja häufiger in verschiedensten Romanen über den Weg laufen). Bei ihr stehen vor allem die Liebe gegenüber ihrer Familie, inbesondere bezüglich ihrer Zwillingsschwestern, eine eher pragmatische Denkweise und der Wunsch nach einem ruhigen Leben im Vordergrund. Ich konnte mich vom ersten Moment an sehr gut in sie hinein versetzen und fand es fast schon Schade sie mit dem letzten Satz wieder gehen zu lassen.

Der Schreibstil rundet meiner Meinung nach dieses Buch perfekt ab – weder zu flach noch zu ausschweifend, ein sehr passendes Tempo, eben ein tolles Rundumpaket. Was ich an dieser Stelle noch einmal besonders hervorheben möchte, ist die Umsetzung und das Zusammenspiel mit der Zeit, in der „Die Braut des blauen Raben“ spielt. Die eher mittelalterlichen Einflüsse wurden sowohl im Miteinander zwischen den verschiedenen Charakteren, als auch in der Denkweise der Protaginisten aufgegriffen und überzeugend umgesetzt ohne dabei übertrieben oder fehl am Platz zu wirken. Auch dadurch wurden die einzelenen Komponeten zu einem wirklich tollen Gesamtpaket zusammengeführt.

Ich finde dieses Buch einfach fantastisch und kann somit nur 4 von 4 Punkten vergeben.

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Ich glaube, du siehst Abgründe, wo gute Gründe waren. Es mag ähnlich klingen, doch ist es bei Weitem nicht dasselbe.


Fazit

Genial. So kann man es denke ich auf ein Wort bringen. Ich kann euch dieses Buch nur wärmstens Empfehlen – es ist Fantasy, wie ich sie liebe. Für mich hat hier einfach alles zusammengepasst.

Mir hatte schon die Elfenfehde-Dilogie von Mariella Heyd gut gefallen, aber dieses Buch hat mich einfach umgehauen – wenn es so weiter geht, kann man von ihr eindeutig Großes erwarten. 🙂

unterschrift-laura

„Die Tränen der Göttin (1) – Erwacht“ – Bettina Auer

DasBuch

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Verlag: Zeilengold


Klappentext

Dass dieser Tag kommen würde, stand für Káyra immer fest… aber so? Mitten in der Nacht wird sie von Semar, einem Priester, entführt und auf die Festung Lýdris verschleppt. Dort soll Semar sie auf ihre Aufgabe als Auserwählte der Heiligen Göttin vorbereiten. Was diese beinhaltet, vermag Káyra jedoch keiner zu sagen. Eines aber ist gewiss – ihr Überleben ist nicht eingeplant.


„Schon bald wird das Böse wieder über uns hereinbrechen. Es ist Zeit, zu handeln.“


Bewertung

Ich habe mir überlegt, die heutige Bewertung etwas anders aufzubauen, als sonst. Normalerweise fange ich immer mit dem Positiven an, fragt mich nicht warum, es ist einfach meine Art. 🙂
Heute soll es aber anders laufen, ich fange mit dem negativen an:

Das Buch ist eindeutig zu kurz 😀

Ich will mehr! Mehr von den Protagonisten, mehr von dieser Welt und mehr von der Geschichte. Mir waren die 71 Seiten zu wenig, so ein toller Beginn und dann war es auch schon wieder zu Ende – dass konnte ich nur schwer verkraften, denn ich hatte mich gerade angefangen in dieses Buch zu verlieben.

Aber dabei handelt es sich wohl eher um ein Luxus-Problem, wie ich mir selbst eingestehen muss. Denn andere negative Punkte oder Kleinigkeiten kann ich euch nicht aufzählen – wie auch, es gibt schließlich aus meiner Sicht keine.
Bettina Auer überzeugt von der ersten Zeile an mit einem leichten und flüssigen Schreibstil, der einen sofort einnimmt und einfach überzeugend wirkt. Nichts scheint gekünstelt oder überspitzt. So kann man sich ganz einfach immer mehr in die einzigartige Geschichte fallen lassen.

Ein Punkt der mich von Beginn an überzeugt hat, waren die Protagonisten. Sie wirken alle unglaublich überzeugen und derzeit mag ich sie auch alle – sogar die, die sich als vermeintlich die Bösen heraus kristallisieren werden. Die Autorin hat hier übrigens etwas geschafft, was bisher kaum jemand bei mir ausgelöst hat: ich bin mir bei jedem Protagonisten, außer der Hauptprotagonistin Káyra, absolut unsicher was die weitere Entwicklung betrifft. Und das macht mich schon ein bisschen fuchsig… ich bin nicht neugierig… doch ich bin es ich brauch mich nicht herausreden 😀 . Mir als Leserin fällt es auch nach weiterem Nachdenken und Grübeln noch schwer mich festzulegen bezüglich „Wer ist gut“ und „Wer ist böse“. Und genau dieser Punkt bringt mich wieder zurück an den Anfang meiner Rezension. Ich will mehr von dieser Welt, ich will mehr erfahren über die Protagonisten und die Legenden um die Göttin. Und genau deshalb freue ich mich schon jetzt auf jeden weiteren Teil der erscheinen wird und erwarte jeden einzelnen sehnsüchtig.

Außerdem möchte ich dieses wirklich einzigartige und wunderschöne Cover noch hervorheben – jedes mal, wenn ich mein Tablett eingeschaltet habe und das e-Book öffenete, musste ich lächeln, weil ich es einfach überwältigend finde. Da macht das Lesen doch gleich noch viel mehr Spaß.

Insgesamt vergebe ich 3 von 4 Punkten – für ein Romantasy-Buch, das mir wirklich gut gefallen hat und von dessen Fortsetzungen ich mir noch vieles erhoffe. Hoffentlich vergeht die Zeit bis zum nächsten Teil schnell.

drei-punkte


Fazit

Mit 71 Seiten ist dieses Buch zwar recht kurz gehalten, aber dafür macht jede der Seiten unheimlich viel Spaß beim lesen. Ich habe es genossen mich in diese neue und unbekannte Fantasy-Welt versinken zu lassen. Durch den leichten Schreibstil und die überzeugenden Protagonisten konnte mich die Geschichte von Beginn an überzeugen. Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzungen.

unterschrift-laura

„Als das Leben mich aufgab“ – Ney Sceatcher

DasBuch

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Verlag: Zeilengold


Wir alle tragen ihn in uns. Diesen kleinen Funken Hoffnung, der uns am Leben erhält. Er beinhaltet all unsere Träume, all unsere Wünsche. Wir tragen ihn in unserem Herzen und auch in unseren Gedanken. Wie ein Licht, das ständig weiterbrennt in dieser Dunkelheit voller Schatten und bösen Albträumen.


Klappentext

Als das Leben mich aufgab, war ich 16 Jahre alt und trug keine Schuhe…

Keine Ahnung, wie ich gestorben bin oder wie ich heiße, aber ich nenne mich Mai – ja, richtig, wie der Monat. Im Jenseits wollten sie mich nicht haben. Zu viele unerledigte Dinge, haben sie gesagt. Darum stehe ich jetzt hier mit einer Handvoll Briefe an Menschen, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Doch möchte ich das überhaupt? Möchte ich meine Vergangenheit wiedererwecken? Wissen, wer ich war, wen ich liebte und wie ich starb? Eigentlich nicht und doch wird diese Reise mir im Tod mehr über das Leben lehren, als es das Leben selbst je gekonnt hat.


„Du kannst nur glücklich werden, wenn du aufhörst, an das Unglück zu denken.“


Bewertung

Bei diesem Buch habe ich mich beschlossen, das Ergebnis mal an den Anfang zu stellen. Also nicht erst erläutern und erzählen. Nein, ich werde jetzt alles was ich über das Buch denke ich einem kurzen Satz zusammenfassen:

Es ist etwas ganz Besonderes.

Ney Sceatcher entführt uns in eine wunderschöne Welt, die gleichzeitig so unfassbar traurig ist. Ich bin ja sowie nah am Wasser gebaut, also hat es mich nicht zu sehr überrascht, dass auf fast jeder zweiten Seite die Tränchen gekullert sind. Das gesamte Buch ist so emotional, dass einem (oder zumindest mir) jedes Wort direkt ins Herz trifft.

Dieses wunderbare Erlebnis schafft die Autorin zum einen durch einen wirklich wunderschönen Schreibstil, der auf der einen Seite leicht ist und trotzdem starke Gefühle transportieren kann. Zum anderen sind es auch die vielschichtigen Figuren, die den Roman zu dem machen was er ist. Alle Protagonisten, egal ob Mädchen selbst, der mysteriöse Raven oder alle Menschen aus dem vergangen Leben, sind überzeugen und passen einfach so wie sie sind in diese einzigartige Geschichte.

Das Thema ist natürlich kein alltägliches: der Tod. Und durch die verwendete Ich-Perspektive geht die Autorin noch ein bisschen weiter – man schlüpft in die Rolle eines jungen, mutigen Mädchens. Und dieses Mädchen ist Tod. Man erlebt ihre Gefühle und ihre Erinnerungen sehr nah und emotionsgeladen mit. In diese Geschichte kann sich jeder Leser fallen lassen, genießen und einfach alles auf sich aufnehmen was dieses Buch zu bieten hat. Unterstrichen wird dieses Leseerlebnis noch von schönen Zeichnungen.

Eigentlich will ich nicht noch mehr zu dem Roman sagen. Lest es einfach, genießt es und bildet euch selbst eine Meinung. Es fällt mir einfach schwer alles in Worte zu fassen und deswegen ist diese Rezension auch so kurz gehalten – es ist einzigartig, überzeugt euch selbst. Damit gibt es natürlich auch 4 von 4 Punkte.

vier-punkte


Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich bald sterben würde, hätte ich gelacht. Ich hätte den Kopf geschüttelt und gelacht, mich umgedreht und nicht mehr als einen Gedanken daran verschwendet. Ich war jung, hatte mein ganzes Leben noch vor mir, Erst jetzt fing das Leben an, jetzt konnte ich die Welt entdecken.


Fazit

Einzigartig – Emotional – Einmalig

Mit diesen drei Wörtern lässt sich das Buch am besten beschreiben. Es ist irgendwie anders, aber das natürlich nur im besten Sinne. Es ist eben nichts alltägliches, was man nach dem Lesen einfach so wieder weg legt. Ich selbst habe jedes Wort genossen und kann es euch nur empfehlen. 🙂

unterschrift-laura

Was wichtig ist

Ihr Lieben,
erst Gestern habe ich ein ganz besonderes Buch beendet. „Als das Leben mich aufgab“ von Ney Sceatcher ist wirklich einzigartig, ein so emotionales Buch habe ich noch nie gelesen. Durchzogen wird das Buch dabei von unzähligen Lektionen die sich um das Leben drehen.
Eine Lektion hat mich dabei besonders getroffen:

Priorität Nummer eins bist du selbst. Denk an andere und handle weise, aber vergiss nie, dass du immer zuerst auf dich achten solltest.
Herzen sind nur aus Glas und es reicht ein Windstoß um sie zerbrechen zu lassen.

Früher habe ich selbst auch immer zu der Sorte Mensch gehört, die es allen anderen Recht machen wollte. Was andere über mich dachten war wichtig – ich war so 14/15/16, hatte wenig Selbstbewusst sein. Die meisten werden das kennen. In dem Alter war ich besonders beeinflussbar, die Hormone spielten verrückt und wie viele wollte ich natürlich auch zu „den Coolen“ gehören.
Ich hatte zwar einen kleinen Freundeskreis und doch war ich in einer komischen Phase.
Eine Tatsache die mich damals sehr beeinflusst hat, war Mobbing.
Nicht falsch verstehen, ich wurde nicht im Klo eingesperrt oder ohne Unterlass beschimpft. Aber es sind halt auch die „kleinen Sachen“ die  weh tun…. „Du bist ja schon ganz schön dick“…“Meinst du wirklich, dass die Größe passt?“…“Du könntest auch mal eine Diät vertragen, oder?“…“Nee wähl mal nicht die Laura ins Team, die ist dick und kann nicht schnell rennen“…“So wirst du nie einen Freund finden… die mögen so dicke Hintern nicht“… das waren die ganzen Windstöße die mein Herz zerbrechen ließen

Es kam nicht ständig, aber irgendwann geht es dann doch an die Substanz. Zumal ich mich selbst nie als extrem dick wahrgenommen habe. Mit 1,70 und damals so 75kg habe ich mich wohl gefühlt und konnte einfach nicht nachvollziehen warum andere gemein sein müssen. Natürlich sagt man sich dann selbst Sachen wie „Die sind halt blöd“…“Lass sie doch reden“ und so weiter… aber sein wir doch ehrlich. So richtig weiter geholfen hat das auch noch niemanden.
Mein Leben hat sich geändert als ich meinen Freund kennengelernt habe. Auf einmal war da einfach jemand, der mich über alles geliebt hat und der kein Wert auf 90-60-90 gelegt hat. Jemand der mich einfach so genommen hat wie ich bin.
So habe ich gelernt was oben auch in dem Zitat steht. Ich bin wichtig. Es zählt was ich will und was ich gut finde. Warum sollte es mich interessieren was andere in der Schule über mich denken. Sie sind arm dran wenn ihr einziger Lebensinhalt daraus besteht andere auf ihre Fehler hinzuweisen.
Heute habe ich diese Denkweise nahezu perfektioniert. Es gibt nur wenige Menschen die mir so viel bedeuten, dass mir ihre Anliegen deutlich wichtiger sind – dazu gehört meine Familie, mein Freund und ein paar sehr enge Freunde. Quasi die Menschen mit denen man immer lacht und weint, egal was passiert. Ich muss es sonst keinem mehr recht machen – die Schulzeit hat mir ein dickes Fell wachsen lassen.
Noch heute habe ich Probleme damit schnell sehr enge Bindungen aufzubauen, und das obwohl ich in Uni und auf Arbeit ausschließlich positive Erfahrungen gemacht hat.

Heute bin ich mit meinem dicken Fell glücklicher – meine Priorität liegt bei mir und meinen Liebsten.

Wie seht ihr das? Bin ich zu hart? Oder habe ich mittlerweile die richtigen Prioritäten gesetzt? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

unterschrift-laura

„Elfenfehde – Drei ist einer zu viel“ – Mariella Heyd

 

DasBuch

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Verlag: Zeilengold


Ein Dämon nicht geboren wird,
Des Menschen Leib war nur sein Wirt.
Der Dämon tötet ihn geschwind,
Erwachen wird das Dunkelkind.
Sobald das Leben ist vorbei,
Ist des Dämons Seele frei,


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